Chasing Waterfalls - eine etwas verrückte Reise

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
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Prolog. Nun, manche Dinge reifen in einem, manche Dinge passieren recht schnell. Nach drei Jahren bei meinem aktuellen AG, 5 Vorgesetzten in der Zeit, drei Umstrukturierungen und laufendem "wir beschäftigen uns mit uns selbst, anstatt mit dem Kunden", hatte ich schon in Neuseeland gedacht, dass meine Zeit da wohl befristet ist. Nun war ich aber gerade im März noch in den Betriebsrat gewählt worden und auch sonst gut vernetzt - auch wenn es halt ein Konzern ist. Vor ein paar Wochen hatte ich dann ein Gespräch mit meiner Vorgesetzten Nummer 6, in dem ich klar ausdrückte, was sich für mich ändern muss. Nunja, zwei Tage später wurde ich dann zu einem Termin mit HR und Ihr geladen und mir wurde nahegelegt, ich solle doch kündigen. Warum sollte ich denn? Noch mal ein paar Tage später, wurde ich dann freigestellt. Fast forward - während so einiges an rechtlichen Themen gerade läuft, habe nunmehr ungeplant etwas Zeit, die ich natürlich nutzen will. Leider mitten in den Sommerferien - wo ich sonst nie verreise. Und ich mag keine Menschenmassen.... Also ein wenig recherchiert, mich mal wieder über die Phantomverfügbarkeiten für CM, AV und ET bei Miles & More geärgert und dann in Häppchen dieses schöne Routing gebucht:

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HAM-MUC-FRA-JNB auf LH C (leider in der alten 747-8i) für 52000 Meilen und 380 EUR Zuzahlung
JNB-VFA mit Safair PayTicket in Y
VFA-JNB mit Airlink in Y für 9000 Avios und 60 EUR über QR/BA
JNB-GRU mit South African C für 62000 Miles & Bonus Meilen und 260 EUR (das sind über 6ct/Meile Wert)
GRU-IGU mit Latam Premium Eco Payticket
IGR-AEP mit Aerolinas Premium Eco Payticket
EZE-MEX mit Aero Mexico C für 60000 Eurobonus Meilen und 168 EUR
MEX-JFK-LHR-AMS-FRA in C (mit AM/VS/KL/KL) für 60000 Eurobonus Meilen und 186 EUR
FRA-GWT mit LH Payticket in Y

Los geht es noch diese Woche. Ich hoffe, meine Internetgeschwindigkeit lässt das Posten von unterwegs zu.
 

Bayer59

Erfahrenes Mitglied
18.09.2013
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Früher FRA, jetzt MUC
Wie heißt es so schön.. "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Ich drücke die fest die Daumen, dass es bald einen Neuanfang gibt und du nach kurzer Zeit sagen kannst... Glücklicherweise ist es so gekommen. Aber jetzt bin ich gerne bei dieser klasse Reise virtuell mit dabei. Schon mal ein großes Dankeschön. 🙏
 

Weltenbummler42

Erfahrenes Mitglied
08.06.2010
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noch TXL
Hallo @Chrini,
ich komme auch sehr gerne mit. Wieder ein tolles Routing ;)
Ich habe ähnlich interessante Routings in meinem Hinterkopf, aber ich weiß nicht ob ich sie noch in diesem Leben schaffe
Genieß die Reise (und damit verbunden ein bisschen Abstand zu dem beruflichen Stress gerade)
Gute Reise und für Deine berufliche Zukunft auch alles Gute!

Weltenbummler
 
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Robert-Nesta

Reguläres Mitglied
03.01.2024
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Ich freue mich dabei sein zu dürfen. Für die Zukunft wünsche ich dir etwas Abstand vom Alten und einen tollen Neustart
 
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Rungisalf

Erfahrenes Mitglied
06.07.2012
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Aber als Betriebsrat hast Du doch einen besonderen Kündigungsschutz, ja bist ja freigestellt, aber so leicht ist das nicht
 
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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
Aber als Betriebsrat hast Du doch einen besonderen Kündigungsschutz, ja bist ja freigestellt, aber so leicht ist das nicht
Korrekt. Ist aber so manchem Konzern egal. Jedenfalls laut Anwalt bis zur Güteverhandlung. Da will man sich dann einigen, denn zum Kammertermin würde er ja die Pressemitteilung verschicken......
Ist aber auch ok, ist für mich nur eine Frage des Schmerzensgeldes.

Ich danke Euch allen für Eure Anteilnahme.
 

Wolke7

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
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1.468
Wuensche Dir, dass die Reise Dir Abstand vom Vergangenen verschafft, und Dir neue Motivation fuer das naechste Lebenskapitel gibt.
btw tolle Reise, freue mich schon auf Dein Berichten. :)(y)
 
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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
08.07.2026 Es geht los

Da HAM-FRA-JNB nicht auf Meilen zu buchen war, muss ich einen Schlenker über München einbauen. Es ist schön sonnig und trocken, so bringt mich +1 mit dem Auto zur S-Bahn und ich fahre zum Airport. Da SH schon Ferien hat, ist es hier recht voll, ich spare mir die Fastlane und gehe in der Mitte durch - die CT-Scanner Spuren sind in der Regel schneller. Mein 10KG Backpack kommt auch durch und dann geht es hoch in die SEN Lounge. Auch diese gut gefüllt, mit Kindern aller Alterstufen - also gehe ich hinaus auf die leere Terrasse.

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Vor meinen Augen kommt noch ein seltener Gast rein - die fliegende Intensivstation von SAS - die hier verwundete Ukrainer in die EU ausfliegt. Auch Hamburg nimmt hier welche auf.

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Unser Gate A18 ist allerdings NON-Schengen heute und so kommt die Gateänderung auf A24. Super schlaue Idee einen komplett vollen A321 mit Bussen zu boarden - zumal zum Boardingzeitpunkt kein Bus da ist. Der kommt dann erst 15 Minuten später. Ich gehe so rein, dass ich im ersten Bus in der Tür stehen kann.

Wir kommen mit leichter Verspätung los. Heute mal Blaubeerkuchen mit durchweichtem Boden.

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Pünktlich landen wir in München - natürlich bei K13, also rüber mit der Bahn ins SEN-Cafe und einen schönen Cappuchino

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Aber auch hier nur ein kurzer Aufenthalt und es geht weiter nach Frankfurt. Das essen ist eher so "geht so", zumal die Soße sich auf dem Tablett verteilt hat.

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In Frankfurt Anflug von Osten und dann runter zum Gate A52 - direkt neben die Maschine, die mich heute nach JNB bringen soll.

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Noch schnell zum ATM - Dollar abheben für das KAZA Visum für Zimbabwe und dann durch Ausreise hoch in die Z-Lounge. Bilder gibt es davon keine.

Das Boarding sieht wie immer in FRA schön chaotisch aus, Vor allem wenn man bedenkt, dass man als C Gast im Oberdeck durch Tür L1 geschleust wird, anstatt den ECO Eingang zu nehmen, wo man gleich an der Treppe ankommt.

Ich sitze auf 81K, mein Nebenplatz wurde leider noch durch ein Lastminuteupgrade vergeben. Überhaupt höre ich aus den Gesprächen, dass hier viele Y+ Gäste noch schnell ein Upgrade gekauft haben - teilweise für unter 300 EUR....

Die Crew ist nett, aber leider total ineffizient. Nach dem Abflug dauert es fast 2 Stunden bist das Tischdeckchen kommt - bei einer Flugzeit von 9:30 ist das einfach zu lang. Dann wird auch erst das Frühstück abgefragt, anstatt das Abendessen zu machen. Ich spare mir also den Hauptgang, nehme nur die Vorspeise und den Käse, dazu zwei Gläser Portwein.

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Ich bekomme ein paar Stunden Schlaf. Wecken ist dann wieder 2 Stunden vor Landung, immerhin ist das Frühstück sehr gut.

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Kurz vor Acht gehen wir dann auch in den Landeanflug und schwenken von Norden über Pretoria rein.

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
09.07.2026 Johannesburg

Die Einreise war eine Sache von Minuten - während an den Nachbarschaltern die Leute teilweise Ihre Reisepläne runterbeten mussten, wurde ich nicht mal gefragt, warum ich ein One Way Ticket habe. Wortlos kam der Pass zurück. Dann rüber zum Gautrain und den Zug nach Sandton genommen, dann Umstieg nach Rosebank. Warum man die Züge nicht so taktet, dass man keine 20 Minuten warten muss, erschließt sich mir nicht.

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Ich fahre kurz ins Radisson RED, um meinen Rucksack abzustellen, dann geht es mit Uber zum Apartheid Museum im Süden der Stadt. Leider darf man da nicht fotografieren. Das Museum ist grundsätzlich interessant, schockierend, aber auch etwas chaotisch aufgebaut.
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Nach 3 Stunden Besichtigung fahre ich zurück ins Hotel, esse erst nebenan noch was und checke dann ein. Dank VIP Status gibt es eine Suite im 7.OG.

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Abends trinke ich einen Cocktail auf der Dachterrasse und esse unten in der Lounge.

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
10.07.2016 Johannesburg

Morgens weckt mich die Sonne durch das Eckfenster.

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Für heute habe ich eine Tour durch Soweto gebucht. Mit dem Uber fahre ich nach dem Frühstück zum Soweto Hotel & Conference Center. Das Hotel gibt es zwar noch, aber das Conference Center wurde während Covid komplett von den Menschen zerlegt und veräußert. Nun steht nur noch das Gerippe da.
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Anschließend laufen wir durch eine sogenannte Tin-Town - wo einfachste Hütten aus Blech stehen - die Dixi Klos werden von der Regierung gestellt und immer 5 Familien teilen sich eines. Duschen gibt es keine - dafür muss das Wasser aus dem Kunstoff-Hahn reichen (Messing würde geklaut werden).

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In Kliptown besuchen wir die Shalk Stiftung, die von Franzosen betrieben wird und hier Kindergarten und Nachmittagsbetreuung für Kinder für einen sehr kleinen Preis anbietet. Eine Woche kostet unter 150 Rand.

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Anschließend fahren wir mit dem lokalen Minibus (Matatu wie in Kenya) nach Orlando East. Von dort laufen wir entlang der Straße zu den Soweto Towers. Diese beiden Kühltürme wurden ab 1935 für das Kraftwerk Orlando gebaut, das 1998 außer Dienst gestellt wurde, nachdem es 50 Jahre lang Soweto mit Strom versorgt hat. Heute befindet sich hier eine Adventure-Station mit Bungee-Jumping, Zipline und Freefall. Ich beobachte nur, aber der zweite Tourteilnehmer macht auch nach 34 Jahren wieder einen Bungee Sprung.
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Von hier laufen wir weiter Richtung Orlando West. Hier liegt extrem viel Müll und die Kinder spielen mit Autoreifen in den Abfällen. Hier in der Vilakazi Street gab es 1976 eine schwere Straßenschlacht, wo die Südafrikanische Polizei über 600 protestierende Schüler erschoss. Der erste war 13 Jahre alt und unbeteiligt. Nach ihm ist heute der Platz benannt. Auch stehen hier die Häuser von Nelson Mandela (heute ein Museum) und dem Bischof Tutu. Es gibt nur eine Straße weltweit, in dem zwei Friedensnobelpreisträger wohnen.

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Als ich gegen 17 Uhr wieder im Hotel bin, geht gerade die Sonne glutrot unter.

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In der Lounge gibt es noch einen kleinen Snack.

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