Diskussion über Strategien und Taktiken im Umgang mit problematischen Mitreisenden und deren rechtliche Würdigung

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NikSeib

Erfahrenes Mitglied
29.11.2016
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So isses!

WIr haben an einem "Tag der offenen Tür" mal Hubschrauber Rundflüge verlost. Da sind auch 2 Wildecker Herzbuben angetreten (die haben das aber alles mit Hunor genommen), da hat der Pilot auch gesagt "Aber nur ihr 2 Hübschen, der Rest muss warten". Auch bei Fallschirmsprüngen gibts Gewichtsbeschränkungen. Da muss man ja nicht Übergewichtig sein. Neben Schwarzenegger in besten Zeiten in der Eco zu sitzen, ist sicherlich auch kein Zuckerschlecken.
Ganz genau! Auch Arnie kann nicht einfach den Platz von anderen wegnehmen!
 

Biohazard

Erfahrenes Mitglied
29.10.2016
7.588
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LEJ
Neben Schwarzenegger in besten Zeiten in der Eco zu sitzen, ist sicherlich auch kein Zuckerschlecken.
🤪
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218cm, 155kg
 

schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
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4.724
FRA
Ein Reisender wurde neulich durch einen sehr übergewichtigen Mitreisenden in der Art und Weise beeinträchtigt, da dieser aufgrund seine ungewöhlichen Körperumfangs deutlich mehr als dem ihm vorgesehenen Raum eingenommen hat.

Welche Vorgehensweise ist hier empfehlenswert?
Ist mir leider auch schon passiert, 11h-Langstrecke, und als ich an meinen Sitz komme, sitzt auf dem Nebensitz ein massiger Passagier, der ca. 1/4 meines "Luftraums" einnimmt. Habe mich erstmal hingesetzt, aber es war wirklich unerträglich. Habe dann die FA angesprochen und um Erlaubnis zum Umsetzen gebeten, der auch entsprochen wurde. Möglich Rechte als Passagier würden mich auch interessieren.
 

dermatti

Erfahrenes Mitglied
03.06.2019
2.096
3.410
CGN / MUC / ZRH / EWR
Interessant finde ich, dass Southwest eine eigene Policy für übergewichtige Menschen hat und gratis Sitzplätze gewährt:
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.902
Mich würde zunächst mal interessieren, welche Beeinträchtigungen es gibt bzw. wie es unterschiedlich wahrgenommen wird.

Seit ewigen Zeiten wird über Geräuschbelästigung diskutiert, sei es der alkoholisierte Laller, der Businesskasper der seinen Mitreisenden laut zutexted oder das schreiende Baby. Gerüche können als unangenehm empfunden werden. Auch der eine oder andere Anblick kann als störend empfunden werden. Und natürlich die Nutzung von Raum, wie in obigem erwähnten Thread. Aber auch die gemeinsame Armlehne die immer belegt ist, der Fuß im Fußraum etc.

Unterschiedliche Beeinträchtigungen, die unterschiedlich wahrgenommen werden und die von der Airline auch unterschiedlich im Rahmen einer möglichen Lösung behandelt werden.
Ich denke das es eine weite Spanne von Situationen gibt die man als allgemeines Lebensrisiko hinnehmen MUSS. Niemand hat dir (damit meine ich nicht die persönlich) einen rosaroten Ponyhof mit Einhörnern versprochen.

Die Erwartungen an eine perfekte Umgebung wenn man sich in der Öffentlichkeit aufhält sind mittlerweile extrem hoch geworden, das geht soweit das man vollkommen normales Verhalten als Übergriffig ansieht.

Manchmal sollte man sich auch fragen ob man nicht selber mit seinen Erwartungen eine Zumutung für die anderen darstellt
 

alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
5.366
2.723
Heute gab es eine interessante Demontration wie mit schwierigen Paxen umgegangen werden kann.

Ausgangslage:

Wir waren viert unterwegs vom Hato Airport zum Flamingo International, die drei meiner "Gang" hatten früher gebucht und waren für den 3R014 geplant, während ich für den späteren 3R216 vorgesehen war.

Wir waren natürlich gemeinsam auf dem Weg zum Flughafen und am Check-in, der Flughafen war um die Zeit noch ziemlich verschlafen, daher alles entspannt.

So ca. 20 Minuten vor der geplanten Boardingzeit taucht eine Frau mit sehr kleinem Kind auf, welches nicht extrem laut oder doch sehr beharrlich weint, sie hat mehrfach entschuldigt und erklärt dass das Kind krank ist oder sich verletzt hat.

Als das Boarding angefangen hat, zuerst war die Frau mit Kind dann meine "Gang" dran, hat ein älterer Herr plötzlich angefangen mit dem Gatepersonal zu diskutieren, soweit ich es verstanden habe ging es wohl darum, dass er dafür sorgen wollte, dass das Kind nicht mitfliegt.

Nach einigen Minuten kam, wie sich später heraus gestellt hat, der Pilot zum Gate es gab noch eine Diskussion zwischen Personal um dem Herrn.

Nachdem sich wohl keine Einigung abgezeichnet hat wurde ich von der Agentin am Gate, welche wusste dass wir zu viert unterwegs sind, angesprochen ob ich nicht früher mitfliegen möchte, ich habe das bejaht sie hat meine Bordkarte genommen und mich dann zur Gruppe geschickt.

Für uns ging es dann mit dem Piloten zum Flugzeug, während der Herr weiter mit dem Gatepersonal und noch anderen Flughafenmitarbeitern diskutiert hat kamen wohl auch noch zwei Beamte der Marechaussee dazu, aber den weiteren Fortgang der Diskussion habe ich natürlich nicht mehr mitbekommen.

Der Flug ist dann mit etwa 20 Minuten Verspätung gestartet, der Flug an sich war jetzt wegen dem weinenden Kind nicht ganz so entspannt, aber die 20-25Minuten sind dennoch zügig vorbei gegangen, mein Fazit war dass es sich für eine kurze Strecke nicht gelohnt hat zu diskutieren bei 12 Stunden sieht es sicher anders, wegsetzen funktioniert natürlich bei so einem kleinen Flugzeug wie dem BN2 Islander eben nicht.

Ober der Herr allerdings mit meinem gebuchten Flug der nach Plan ja nur knapp eine Stunde später ging, befördert wurde entzieht sich meiner Kenntnis denn wir haben uns nicht lange genug dazu am Flamingo Airport aufgehalten, auf der anderen Seite war es wohl besser wenn die Diskussion schon am Gate beginnt und nicht erst in einem so kleinen Flugzeug.

Manchmal geht es aber eben auch als Lösungstrategie auch problematische Mitreisende mit karibischer Gelassenheit zu begegnen besonders wenn es sich um sehr kurze Flüge handelt, im Bezug auf unseren Ursprung des Themas hier hatte ich mich gefragt ob eine massiv übergewichtige Person überhaupt befördert werden würde, denn bei so einem kleinen Flugzeugtyp könnte das ja sehr wohl Auswirkungen auf Schwerpunkt und Geleichgewicht haben.
 

Hauptmann Fuchs

Erfahrenes Mitglied
06.04.2011
5.375
4.767
GRQ + LID
im Bezug auf unseren Ursprung des Themas hier hatte ich mich gefragt ob eine massiv übergewichtige Person überhaupt befördert werden würde
Die Geschichte ist ja länger als den Flug! ;)

Divi Divi Air schreibt:
If‚ in our reasonable opinion‚ you conduct yourself aboard the aircraft so as to endanger the aircraft or any person or property on board‚ or obstruct the crew in the performance of their duties‚ or fail to comply with any instructions of the crew including but not limited to those with respect to smoking‚ drug consumption‚ or behave in a manner which Divi Divi Air reasonably believe may cause or does cause discomfort‚ inconvenience‚ damage or injury to other passengers or the crew‚ Divi Divi Air may take such measures as Divi Divi Air deem reasonably necessary to prevent continuation of such conduct‚ including restraint. You may be disembarked and refused onward carriage at any point‚ and may be prosecuted for offences committed on board the aircraft. No refund for any unused portion of your ticket will be made by us to you.
Quelle - Bevorhebung meins, und ich denke diesen Passus wird vor Gericht halten.
 

alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
5.366
2.723
Die Geschichte ist ja länger als den Flug!
Tja das dasitzen und zuschauen wie das Update läuft dauert noch viel viel länger, da gibt es immer Zeit für "Nebenaufgaben".

Wobei ich das Gefühl habe, dass InselAir mit ihren F50 die Strecke früher schnell geschafft hat, ein Kollege hat mal vom Start auf der Landebahn bis zum Ausrollen auf der nächsten 12 Minuten und 9 Sekunden gemessen.

Aber jetzt würde es mich wirklich interessieren Ob Divi Divi Air den Hern noch befördert hat, denn er war zwar schon laut und aufgeregt aber hat keinen agressiven oder beleidigenden Eindruck gemacht.
 

Doc80

Reguläres Mitglied
13.01.2014
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(...) Auch bei Fallschirmsprüngen gibts Gewichtsbeschränkungen. (...)

Kann ich bestätigen. Ich habe mal einen Tandemsprung als Geburtstagsgeschenk bekommen. Bei fast 2 Metern und >100 kg hieß es erst: Wird schwierig einen Tandempartner zu finden! Die haben es aber tatsächlich geschafft einen Springer zu finden, der noch größer und ähnlich schwer war. Ich habe vor dem Sprung noch gewitzelt, dass wir einschlagen werden wie ein Meteorit, falls der Schirm nicht aufgehen sollte.
 
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