Ich lese hier immer wieder Befürchtungen, dass Menschen zu früh aufstehen müssen, wenn ganzjährig Sommerzeit eingeführt wird. Das muss aber nicht so sein. Arbeitszeiten kann man anpassen. Genau wie Öffnungszeiten von Läden und denn Beginn des Schulunterrichts. Mir fällt das der Westen von China als Beispiel ein. China hat nur eine Zeitzone, die auf Peking optimiert ist. Im Westen wird es daher sehr spät hell und sehr spät dunkel. Statt stur nach Peking-Zeit zu leben, verschiebt sich das Leben dort einfach ein paar Stunden nach hinten. Statt um 8 Uhr anzufangen zu arbeiten, macht man es eben um 10 Uhr oder 11 Uhr. Am Ende sind Uhrzeiten doch nur Zahlen. Die Frage ist nur, ob man die Uhrzeiten zwei mal pro Jahr verschieben soll und damit den ganzen Alltag der Menschen.
Falls jemand von Euch eher ein Spätaufsteher ist, kann ich eine "Lifehack" empfehlen. Falls ihr für eine Weile in Asien wart und dann zurück kommt, stellt die Uhren nicht komplett auf deutsche Zeit zurück, sondern behaltet ein paar Stunden von der Zeitumstellung! Ich habe das 2017 mal getan, nachdem ich 12 Tage in Shanghai war. Meine innere Uhr war danach auf Shanghai-Zeit und zurück in Deutschland behielt ich für ein paar Wochen drei Stunden der Zeitdifferenz. Das hatte zur Folge, dass es sich für mich so anfühlte, als könne ich drei Stunden länger schlafen. 6 Uhr war für mich 9 Uhr. Irgendwann bin ich dann wieder zur deutschen Zeit zurück gekehrt, weil ich abends natürlich dann im Gegenzug drei Stunden weniger hatte. Wenn mich jemand um 21 Uhr seiner Zeit anrufen wollte, war es für mich schon Mitternacht und ich schlief schon. Zumindest habe ich nach der Reise damals meine Aufstehzeit dauerhaft um eine Stunde zurück verlegt.
Die Zeitumstellung selber mache ich schon seit Jahren nicht mit. Ich lebe dauerhaft in Sommerzeit. Meine Uhr kann zwei Uhrzeiten gleichzeitig anzeigen. Also habe ich sie so einstellt, dass sie oben die Sommerzeit anzeigt und unten die Winterzeit. Wenn ich dann im Winter einen Termin habe, rechne ich ihn entweder auf Sommerzeit um, in dem ich eine Stunde dazu rechne, oder ich schaue einfach auf die Winterzeit auf meiner Uhr.
Mitmachen müssen die Zeitumstellung eigentlich nur Schüler, Studenten und Berufstätige mit vorgeschriebenen Arbeitszeiten. Warum aber auch andere Menschen wie zum Beispiel Rentner die Zeitumstellung mitmachen, erschließt sich mir nicht. Ich sehe es als großes Privileg, dass ich nicht jeden Morgen um 8 Uhr auf der Arbeit erscheinen muss und daher die Zeitumstellung einfach ignorieren kann.