Faulenbach: 6 Flughäfen für D

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yh11

Erfahrenes Mitglied
01.01.2013
463
2
VIE
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Ich weiß zwar nicht genau was Dieter Fauenbach da Costa zu einem "Airport-Experten" qualifiziert, aber auf jedenfall fordert er eine Begrenzung von 6 Flughäfen für Deutschland. - "Einen im Osten, einen im Norden, einen im Zentrum, einen im Westen, einen im Südwesten, einen im Süden."
Den Rest, sollte die Regierung gezielt "verbluten" lassen.

Experte Faulenbach: „Alle Regionalflugh

Ich weiß nicht wie bekannt der Typ in Deutschland ist, aber für alle, die es nicht wissen: Faulenbach ist Politiker der Linken. Wird im Artikel irgendwie nicht erwähnt.
10. Dieter Faulenbach Da Costa - Wahlkampf 2013
Motto: "Für einen zukunftsfähigen und raumverträglichen Flughafenstandort!"

Mit den Suventionen (Stichwort Kassel-Calden) hat er sicherlicht nicht ganz unrecht, trotzdem finde ich seine Forderung schlicht und ergreifend populistisch, unrealistisch und wirtschaftsschädigend.
 

wasserkraft

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
1.173
230
STR
Die Richtung stimmt. Deutschland braucht weniger Flughäfen. Aber nur 6 Stück ist dann doch etwas zu extrem.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
Sollte nicht einfach der Markt darüber entscheiden, wie viele Flughäfen Deutschland "braucht"?
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
Tut er ja derzeit leider nicht, sieh Kassel&Co.



Richtig, deswegen sollte man auch alle Subventionen für Flughäfen streichen. Hinsichtlich der Frage, wie viele Flughäfen das Land braucht sollte man sich aber als Politiker agnostisch verhalten. Weder eine höhere noch eine niedrigere Zahl als selbstberufener Experte durch die Gegend zu reichen, macht irgendwelchen Sinn.
 
F

feb

Guest
Ich weiß zwar nicht genau was Dieter Fauenbach da Costa zu einem "Airport-Experten" qualifiziert, aber auf jedenfall fordert er eine Begrenzung von 6 Flughäfen für Deutschland. -(...)Ich weiß nicht wie bekannt der Typ in Deutschland ist, aber für alle, die es nicht wissen: Faulenbach ist Politiker der Linken. (...)

Paging Anne: Bezeichnest du DFdC nicht als den einzigen Flughafenexperten in D (BER- Thread)?
 
F

feb

Guest
Fernbahnstrecken, Bundesautobahnen und Bundeswasserstraßen werden vernünftigerweise zentral geplant. Weshalb jedes Bundesland, jeder Regierungsbezirk und bald wohl auch jeder Landkreis sich einen eigenen Verkehrsflughafen stricken und darin Steuermittel verbraten kann, ist mir seit jeher unverständlich.

Gelten Verkehrsflughäfen als ÖPNV?
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
Paging Anne: Bezeichnest du DFdC nicht als den einzigen Flughafenexperten in D (BER- Thread)?

Der Mann scheint ja Architekt zu sein, wenn ich das richtig gegoogelt habe. Zu wissen, wie man einen Flughafen baut, ist aber etwas anderes, als zu wissen, wie man seine ökonomische Sinnhaftigkeit beurteilt.
 

west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
8.031
3.284
CGN
Richtig, deswegen sollte man auch alle Subventionen für Flughäfen streichen. Hinsichtlich der Frage, wie viele Flughäfen das Land braucht sollte man sich aber als Politiker agnostisch verhalten. Weder eine höhere noch eine niedrigere Zahl als selbstberufener Experte durch die Gegend zu reichen, macht irgendwelchen Sinn.

Sehe ich auch so. Subventionen streichen ist - wie du schon angedeutet hast - aber höchstens der eine Punkt. Der zweite ist, dass Flughäfen staatlich geplant werden und nicht benötigte Flughäfen viel Geld verbrennen (das Paradebeispiel KSF kann hier gar nicht oft genug genannt werden). Aus meiner Sicht ist daher eine höherstufige Vorplanung für Flughäfen auf Bundesebene notwendig, die den Bedarf für Flughäfen in Deutschland insgesamt und den einzelnen Regionen ermittelt und dann bestimmt welche Flughäfen ausgebaut (bzw. neugebaut, zur Zeit aber eher nicht notwendig) werden sollen. Leider wird Flughafenplanung derzeit (fast) nur durch die Länder gesteuert (für linienförmige Projekte wie Straßen, Wasserwege oder Energieleitungen gibt es wenigstens etwas stärkere Bundesraumplanung und Bundesraumordnung). Das leistet natürlich den "Regionalfürsten"-Bauten für die kein obj. Bedarf besteht Vorschub.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
Auch da stimme ich zu. Wichtig wäre noch, anzumerken, daß die Frage, einen vorher nicht existierenden Flughafen zu bauen, eine andere ist, als die Frage, einen bereits vorhandenen weiter zu betreiben. KSF hätte nie gebaut werden dürfen. Jetzt, wo er da ist, sollte aber durchaus geprüft werden, ob es Sinn macht, ihn weiter zu betreiben, oder nicht.
 

west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
8.031
3.284
CGN
Auch da stimme ich zu. Wichtig wäre noch, anzumerken, daß die Frage, einen vorher nicht existierenden Flughafen zu bauen, eine andere ist, als die Frage, einen bereits vorhandenen weiter zu betreiben. KSF hätte nie gebaut werden dürfen. Jetzt, wo er da ist, sollte aber durchaus geprüft werden, ob es Sinn macht, ihn weiter zu betreiben, oder nicht.

Selbstverständlich. Der (Raum)planung ist immanent, dass sie ein zukünftig zu verwirklichendes Vorhaben regeln soll. Das heißt natürlich nicht, dass nur neue Flughäfen planerisch durch den Bund grob festgelegt werden sollen. Genauso ist ja eine neue Startbahn oder eine Erweiterungsfläche für ein neues Terminal auch ein neues Vorhaben, sodass auch der Ausbau existierender Flughäfen (sofern der Ausbau ein entsprechendes Gewicht hat, also zB neue Startbahn) durch den Bund vorgeplant werden sollte.

Damit kann die Raumplanung zunächst nichts mehr tun, wenn ein Vorhaben relaisiert wurde. Die Raumplanung für den Flughafen KSF ist abgeschlossen. Daher ist es nun zunächst eine politische Frage eine Prüfung durchzuführen, was mit KSF geschehen soll. Dabei sind insbesondere der Befarf (Kleinmaschinen&Co gab es dort ja schon vorher) und die laufenden Kosten zu berücksichtigen. Nur wenn dies ergibt, dass etwas geändert werden sollte (zum Beispiel Schließung eines Teils des Terminals/Vorfelds, etc., um Kosten zu sparen) braucht man möglicherweise ein neues Raumplanungsverfahren (welches genau dann auch immer).

Politisch ist das ebenfalls ein wichtiger Punkt. Die Tatsache, dass KSF eine Fehplanung ist, taugt natürlich nur bedingt als Argument dafür, was in Zukunft getan werden sollte. Nur die der "Fehlplanungsfeststellung" zu Grunde liegenden Tatsachen (fehlender Bedarf und fehlende Wirtschaftlichkeit) sind bei der "Zukunftsfrage" zu berücksichtigen.
 

Snappy

Erfahrenes Mitglied
23.07.2010
4.399
266
Bielefeld
Ich weiß zwar nicht genau was Dieter Fauenbach da Costa zu einem "Airport-Experten" qualifiziert, aber auf jedenfall fordert er eine Begrenzung von 6 Flughäfen für Deutschland. - "Einen im Osten, einen im Norden, einen im Zentrum, einen im Westen, einen im Südwesten, einen im Süden."

Dann kann man sie auch gleich beim Namen nennen... Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und München.
 

red star

Erfahrenes Mitglied
04.04.2009
720
0
LEJ
Mit den Suventionen (Stichwort Kassel-Calden) hat er sicherlicht nicht ganz unrecht, trotzdem finde ich seine Forderung schlicht und ergreifend populistisch, unrealistisch und wirtschaftsschädigend.

Klar doch, ist ja auch ein Kommi, da muss es ja "populistisch, unrealistisch und wirtschaftsschädigend" sein! :doh::doh:
 
F

feb

Guest
Dann kann man sie auch gleich beim Namen nennen... Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und München.

Yep.

Ich habe einmal ganz grob überschlägig unter Verwendung dieser Liste der Verkehrsflughäfen in Deutschland – Wikipedia die kleinen Flughäfen auf aktuell 35 Paxe/Jahr geschätzt. Das ist kein kleiner Brocken, das ist in etwa die Paxzahl von MUC. Will heißen: Setzt man die Idee von DFdD um, muss man die verbliebenen 6 Flughäfen deutlich ausbauen und ertüchtigen (wie zB den Fernbahnanschluss für MUC). Benötigte Vorlaufzeit (Planung+Bau) hierzu: ab 10 Jahre aufwärts.

Einen Knackpunkt sehe ich in den (glaublich) stark als Frachtflughäfen genutzten CGN und LEI: Deren Frachtaufkommen auf die verbleibenden sechs Airports zu verlagern und das Thema Nachtflugverbot zu lösen ... das würde ein uphill battle.

Mal sehen, wie sich die Parteien dazu positionieren...
 
F

feb

Guest
Noch eine andere Zahl aus der von mir zitierten Liste: Es gibt 39 Verkehrsflughäfen in D. Darunter befinden sich freilich auch einige Airports mit Doppelfunktion, zB CGN als Militär-/ Flugbereitschaftsstandort oder OBF als "Sonderflughafen".

Egal, ich bin gespannt, ob alle 39 Verkehrsflughäfen hier als alternativlos :p angesehen werden.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
Das ist kein kleiner Brocken, das ist in etwa die Paxzahl von MUC. Will heißen: Setzt man die Idee von DFdD um, muss man die verbliebenen 6 Flughäfen deutlich ausbauen und ertüchtigen (wie zB den Fernbahnanschluss für MUC). Benötigte Vorlaufzeit (Planung+Bau) hierzu: ab 10 Jahre aufwärts....

Schafft viel Arbeit für darauf spezialisierte Architekten... :yes:
 

D_Faulenbach

Neues Mitglied
19.06.2014
1
0
Flughafenplanung in Deutschland erfolgt nach politischen Aspekten

Ich weiß zwar nicht genau was Dieter Fauenbach da Costa zu einem "Airport-Experten" qualifiziert, aber auf jedenfall fordert er eine Begrenzung von 6 Flughäfen für Deutschland. - "Einen im Osten, einen im Norden, einen im Zentrum, einen im Westen, einen im Südwesten, einen im Süden."
Den Rest, sollte die Regierung gezielt "verbluten" lassen.

Experte Faulenbach: „Alle Regionalflugh

Ich weiß nicht wie bekannt der Typ in Deutschland ist, aber für alle, die es nicht wissen: Faulenbach ist Politiker der Linken. Wird im Artikel irgendwie nicht erwähnt.
10. Dieter Faulenbach Da Costa - Wahlkampf 2013
Motto: "Für einen zukunftsfähigen und raumverträglichen Flughafenstandort!"

Mit den Suventionen (Stichwort Kassel-Calden) hat er sicherlicht nicht ganz unrecht, trotzdem finde ich seine Forderung schlicht und ergreifend populistisch, unrealistisch und wirtschaftsschädigend.

Ich habe mich selbst nie als "Experte" bezeichnet. Handwerker haben die Arche Noah und Experten die Titanic gebaut. Ich bin Planer und habe seit 30 Jahren Flughäfen (groß 30 Mio. Pax/a und klein 30.000 Pax/a) in mehr als 40 Ländern beraten oder geplant. Außerdem bin ich Stadt-,Regional- und Landesplaner und traue mir zu, Fragen der Raumordnung beurteilen zu können.
 
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