Du sprachst von "molekularer Ähnlichkeit" und da ist nunmal nichts auch nur ansatzweise ähnlich.
Dass Erdnussbutter und manche Sprengstoffe sich im Scanner ähnlich sehen können habe ich ja nicht bestritten...
Ja, weil dieselben Atome drin vorkommen, C, H, O, Nitroglycerin hat dazu noch N. Ich erwarte keine schweren Atome. Insofern sind diese Stoffe schon aehnlich, weil organisch.
Man verzeihe meine Unwissenheit....aber ich dachte immer das die DICHTE den Ausschlag gibt?
Ja, die Dichte spielt auch eine Rolle, und zwar gibt es den Massenabsorptionskoeffizienten, Absorption/Dichte.
Die Dicke des Materials spielt ebenfalls eine Rolle.
Ich würde sagen der Absorptions- und Streuquerschnitt des geprüften Materials für die im Prüfmittel verwendete Strahlung

.
Wir können ja mal gemeinsam überlegen. Die Abschwächung wird durch Absorption und Streuung bestimmt. Ich nehme eine X-ray Energie von 140keV im Scanner an, das entspricht einer Wellenlaenge von 8.8pm. Ein C-Atom hat einen Durchmesser von 140pm, damit ist die Wellenlaenge kleiner als der Durchmesser des streuenden Atoms und der Streuquerschnitt haengt nur noch schwach von der Wellenlaenge ab. Ich glaube, er spielt keine echte Rolle und es bleibt der Absorptionsquerschnitt.
Absorptionsquerschnitt ist proportional zur Kernladungszahl hoch 4 und Wellenlaenge hoch 3. Der Proportionalitaetsfaktor haengt von Packungsdichte der absorbierenden Atome und
der Zahl der absorptionsfähigen Elektronen pro Atom ab. Fuer Komposite muss man die Summe der Absorptionskoeffizienten bestimmen. Sowohl peanut butter als auch Sprengstoffe bestehen aus denselben Elementen, also gleiche Kernladungszahlen. Sprengstoffe haben zusaetzlich noch N enthalten.
Ein weiteres Problem ist die Materialdicke. Woher soll man diese im Scanner korrekt bestimmen können in der kurzen Zeit? Hier zwar nicht relevant, aber es gibt schon Probleme, wenn man zwischen einem duennen, aber starken Absorber und einem dicken, aber schwachen Absorber unterscheiden will.
Wenn ich das richtig sehe, dann nutzen diese Scanner nur zwei verschiedene Energien, um Z/Dichte zu bestimmen. Nitroglycerin hat eine Dichte von 1.6g/cm3, Peanut Butter von 1.2g/cm3. Es wird in Projektion gearbeitet und eine Tomographie wird nicht ausgeführt.
Ich koennte mir dann schon vorstellen, dass der Algorithmus Probleme hat, hier exakt zwischen diesen beiden organischen Materialien zu unterscheiden.
Vielleicht weiss jemand mehr ueber die Scanner?
Ich fand noch:
https://www.ndt.net/article/ecndt2006/doc/Th.1.3.1.pdf