Lage in Frankreich

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Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
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Na klar, warum sollte man auch hinterfragen, warum ein Vollzeitjob manchmal nicht mehr zum Leben reicht? Einfach einen Zweitjob suchen! Und wenn das irgendwann nicht mehr genügt, gibt's bestimmt noch einen Drittjob. Hauptsache, niemand kommt auf die Idee, dass man vielleicht auch etwas an den Verhältnissen ändern könnte.
Und wie ändert man „die Verhältnisse“? Lass uns an deiner Weisheit teilhaben? Willst du eine neue Partei gründen in der Jesus Mitglied wird? Der könnte die Nordsee in Wein verwandeln und man kann mit dem Weinverkauf dann ganz viele Wohltaten finanzieren.
 

eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
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Europa
Und wie ändert man „die Verhältnisse“? Lass uns an deiner Weisheit teilhaben? Willst du eine neue Partei gründen in der Jesus Mitglied wird? Der könnte die Nordsee in Wein verwandeln und man kann mit dem Weinverkauf dann ganz viele Wohltaten finanzieren.
Keine Sorge, ich möchte weder eine neue Partei gründen noch die Nordsee in Wein verwandeln. Es wäre schon ein Anfang, wenn Menschen von einem normalen Vollzeitjob leben könnten, ohne zusätzlich einen Zweitjob zu brauchen. Dazu gehören beispielsweise bezahlbarer Wohnraum, eine vernünftige Lohnentwicklung und eine Steuer- und Abgabenpolitik, die Arbeit nicht unverhältnismäßig belastet. Das ist keine göttliche Weisheit, sondern eine politische Gestaltungsaufgabe. Wie man das im Einzelnen umsetzt, darüber kann man diskutieren. Aber die Alternative kann doch nicht ernsthaft lauten: Wer nicht über die Runden kommt, soll eben noch mehr arbeiten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Dachte ich mir doch. ;)
Meine Deutschkenntnisse sind leider nicht perfekt, und in der Vergangenheit ist es öfter vorgekommen, dass meine Gedanken und Aussagen schriftlich anders verstanden wurden, als ich sie eigentlich gemeint hatte. Mein Sohn hat mir deshalb den Tipp gegeben, meine Beiträge zu diktieren und mithilfe von Siri in Text umwandeln zu lassen. So kann ich meine Gedanken hoffentlich verständlicher ausdrücken. Sollte also einmal etwas missverständlich formuliert sein, ist das nicht böse gemeint.
 

3LG

Erfahrenes Mitglied
04.07.2019
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Meine Deutschkenntnisse sind leider nicht perfekt, und in der Vergangenheit ist es öfter vorgekommen, dass meine Gedanken und Aussagen schriftlich anders verstanden wurden, als ich sie eigentlich gemeint hatte. Mein Sohn hat mir deshalb den Tipp gegeben, meine Beiträge zu diktieren und mithilfe von Siri in Text umwandeln zu lassen. So kann ich meine Gedanken hoffentlich verständlicher ausdrücken. Sollte also einmal etwas missverständlich formuliert sein, ist das nicht böse gemeint.
Kein Problem, meine auch nicht. 😆

OT: Hat halt Vor- und Nachteile. Man kennt sich ja hier im Forum, anders hast Du halt Dein persönliche Note, finde ich authentischer, auch wenn ich hier und da mal schmunzeln muss. Neuen Insassen wird das sicher nicht auffallen. KI kann einem aber auch mal Dinge in den Mund legen, Obacht.
 
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eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
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Europa
Kein Problem, meine auch nicht. 😆

OT: Hat halt Vor- und Nachteile. Man kennt sich ja hier im Forum, anders hast Du halt Dein persönliche Note, finde ich authentischer, auch wenn ich hier und da mal schmunzeln muss. Neuen Insassen wird das sicher nicht auffallen. KI kann einem aber auch mal Dinge in den Mund legen, Obacht.
OT Da hast du sicher recht! Gerade bei wichtigen Themen ist es mir lieber, wenn meine Gedanken so rüberkommen, wie ich sie tatsächlich meine. Deshalb nutze ich die Hilfe, um mich verständlicher auszudrücken. Meine Meinung und meine Ideen kommen aber weiterhin von mir. Und wenn dabei hin und wieder etwas zum Schmunzeln entsteht, ist das doch auch nicht schlecht.
 
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KevinHD

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05.07.2012
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FFM
Die Boomer wurden ihr Berufsleben lang mit hohen Abgaben abgezockt und kriegen jetzt nichts mehr raus, außer sie waren im ÖD.
Was soll im ÖD besser sein?
Frage mal Justizangestellte, kommunale Sekretärinnen oder sowas. Wer bei BASF inhaltlich-anspruchsmäßig den gleichen Job macht wie die Sekretärin in der Schule bekommt da locker 30 Prozent mehr Gehalt. Die Bezahlung im ÖD war im Vergleich schon immer peinlich, von ewigen Ketten-Befristungen für junge Angestellte z. B. bei der Justiz mal ganz abgesehen.
 
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internaut

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05.04.2010
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Bei Angestellten ist die VBÖ ungefähr auf dem Niveau einer normalen Betriebsrente aber das Gehalt ist vielleicht die Hälfte von dem was man im Konzern hat.
Du meinst die VBL? Die hat seit Einführung Mitte der Nuller Jahre dank einer jährlichen Steigerung von nur 1% den Anschluss an alle Privatrenten und wahrscheinlich gar Lebensversicherungen verloren. Alle denken beim ÖD nur an die überversorgten und priviligierten Beamten...

Zurück zum Thema Frankreich: Erschreckend, dass das nicht nur Linksextremisten sind, sondern auch die nationalistischen Gelbwesten wieder auferstanden und bei den Protesten dabei sind.
 

Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
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Zurück zum Thema Frankreich: Erschreckend, dass das nicht nur Linksextremisten sind, sondern auch die nationalistischen Gelbwesten wieder auferstanden und bei den Protesten dabei sind.
Die große Masse werden Trittbrettfahrer sein die die Krawalle nutzen um sich mit Plünderungen zu bereichern. Sehr viele Migranten aus den Banelieus dabei. Ist jetzt kein neues Phänomen, wird nur immer brutaler.
 
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N140SC

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01.01.2024
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Sehe ich aber anders, es wird doch angeblich laut Medien gegen die maroden Gebäude, Schulen usw und die Sparmaßnahmen protestiert.

Damit ging es los, aber mittlerweile gehen die Proteste ums "große Ganze", sprich es wollen sich Leute zu allen möglichen Themen, die sie beschäftigen Gehör zu verschaffen, die meinen, anderweitig nicht gehört zu werden.

Bist du vor Ort oder vermutest du nur gerade die Lage? In Paris sollen ja ganze Straßenzüge sowie Geschäfte (mit Wohnungen darüber!) systematisch in Brand gesteckt worden sein.

Wie heißt der schöne Spruch: man muss kein Baum sein, um gegen Waldsterben sein zu können. Im Ernst, es sind doch immer dieselben Muster, die da greifen. Der Antifa-Dialektik (dort wie hier) nach ist es vollkommen legitim, das Eigentum anderer zu zerstören, weil man der Meinung ist, moralisch höchststehend ohnehin im Recht zu sein. Außerdem wissen sie genau, dass sie den Staat in eine unauflösbare Zwickmühle bringen und der mit Polizei-Einsatz bzw. sogar Militärgewalt gar nicht so rigoros reagieren k a n n wie es eigentlich notwendig wäre.
 

useful idiot

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23.07.2026
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Müsste am 05.11. in Frankreich sein, genau für den Tag sind schon große Demos angekündigt. Hoffentlich entspannt es sich bis dahin
 
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Langstreckenpendler

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28.12.2021
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Die große Masse werden Trittbrettfahrer sein die die Krawalle nutzen um sich mit Plünderungen zu bereichern. Sehr viele Migranten aus den Banelieus dabei. Ist jetzt kein neues Phänomen, wird nur immer brutaler.
Das in den Banlieus auch Migranten wohnen ist sicherlich nicht verkehrt. Aber es sind in der Mehrzahl eben keine Migranten. Nur JDV musste seine Unkenntnisse in europäischer Kolonialgeschichte demonstrieren - und das war primär nach innen gerichtet.
Kolonien gab es in den USA erst sehr später (Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert), dazu gehören Guam, Puerto Rico, die Philippinen, Hawaii, Samoa, der Panama-Kanal und temporär auch Kuba) - ein Teil davon sind heute sog. Außengebiete.
Da ist ja kaum jemand migriert oder hat eine andere Staatsbürgerschaft. Die sind Franzosen geworden wie DDR-Bürger Bundesbürger wurden - per rechtlicher Regelung für die gesamte Bevölkerung eines Gebietes. Dass das soziale Implikationen hat, die noch lange gepflegt werden
Das ist eher so, als ob man in Deutschland ein Problem mit der dänische, sorbischen, friesischen oder romanes Bevölkerung hat. Spricht eine andere Sprache, hat eine andere Kultur, ist irgendwann mal im Staat gelandet und wohnt in bestimmten Gebieten. Auch Russlanddeutsche - ohne anerkannte Minderheit zu sein - konzentrieren sich in Deutschland in bestimmten Stadtteilen und sprechen untereinander eben Russisch.

Es gab in Frankreich 2 koloniale Phasen, 1530/1534-1763, aus dieser Phase stammt u.a. die französischen Landesteile in Kanada sowie Haiti (Ende mit Niederlage gegen UK, Pariser Frieden) und 1830-1960er, aus dieser Phase stammt Algerien, Tunesien, Marokko, Madagaskar und Französisch-Westafrika (das sind heute 8 Staaten!) aber auch Vietnam, Laos, Kambodscha.
Bis 1946 wurde in „citoyens francais“ (Staatsbürger) und „sujets francais“ (Untertanen) unterschieden, nur sehr kleine Teile der Bewohner der Kolonien waren tatsächlich Staatsbürger (u.a. hohe Beamte). Aber 1946 wurde mit der 4. Republik diese Unterscheidung abgeschafft und alle waren stolze Franzosen. Algerien war übrigens rechtlich nicht Kolonie sondern Teil des französischen Kernlandes.

Ansonsten:
Wenn da demonstriert wird kann das dynamischer sein als in Deutschland. Dem einfach aus dem Weg gehen, im Hotel bleiben. Meistens wird man gar nichts davon sehen.
Denn Irgendwas ist immer und die Welt ist nun mal nicht immer freundlich.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung, aber man braucht für Frankreich auch keine ballistische Schutzweste mit eingelegten Platten.
Wenn aber da aber was sieht, dann reicht ein Hotelzimmer nicht unbedingt gegen das Tränengas der Polizei, deshalb ggf. Atemschutzmaske (Vollmaske!) einpacken. Ich hab für solche Zwecke 3M 6900er Vollmaske, für Covid gehören da 6035er P3-Filter drauf, das Filtermodell für CS-Gas trägt die Nummer 6092 (das ist ein ABEK1+P3-Kombinationsfilter) - sowas nimmt man auch bei Unkrautvernichtungsmittel-Einsatz. Einen anderen Filter nimmt man bei Tankinspektionen oder in Lackierkabinen. Insofern ist das bei mir multifunktional.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Die sind Franzosen geworden wie DDR-Bürger Bundesbürger wurden - per rechtlicher Regelung für die gesamte Bevölkerung eines Gebietes.
DDR-Bürger (und Ost-Berliner) waren schon immer Deutsche im Sinne des Grundgesetzes. Die sind nicht "eingebürgert" worden oder so. Ein DDR-Bürger im Westen hat deshalb auf Wunsch schon Immer sofort einen westdeutschen Reisepass bekommen, mit dem die weltweit reisen konnten.
 
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Langstreckenpendler

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28.12.2021
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DDR-Bürger (und Ost-Berliner) waren schon immer Deutsche im Sinne des Grundgesetzes. Die sind nicht "eingebürgert" worden oder so. Ein DDR-Bürger im Westen hat deshalb auf Wunsch schon Immer sofort einen westdeutschen Reisepass bekommen, mit dem die weltweit reisen konnten.
Das, was Du da beschreibst nennt sich Passportisierung, nicht Staatsbürgerschaft. Man erklärt sich zum primären Land/Schutzmacht einer Nationalität, verteilt die Pässe und am Ende wird womöglich ein Teil oder auch ein ganzer Staat mit dem primären Staat - natürlich für die Geschichtsschreibung zwingend positiv konotiert - vereinigt. Es gibt auch aktuelle eine Parallele dazu in der Ukraine (unter Kriegsbedingungen) und zwischen Rumänien und Moldau (friedlich).

Für DDR-Staatsbürger war das definitiv eine Straftat nach DDR-Recht, wäre der bundesdeutsche Pass in der DDR entdeckt worden, hätte es massive Probleme gegeben. In der Ukraine ist das ebenso, in Moldawien ist das eher entspannt und Transnistrien ist nochmal eine eigene Nummer. Insgesamt aber eine völkerrechtlich eher problematische Angelegenheit.

Die Passempfänger „auf Besuch“ waren ja weiterhin Staatsbürger der DDR, sie hatten nach §116 GG „nur“ Anspruch auf die bundesdeutsche Staatsbürgerschaft und wurden deshalb gleichgestellt behandelt. Da kommt dann noch das Thema doppelte Staatsangehörigkeit, was damals IMHO auch noch anders geregelt war - daher waren sie nicht automatisch Bundesbürger. Jedenfalls ist mir von Dingen wie aktives und passives Wahlrecht etc. nichts bekannt.
Das hat sich nur legal nur durch Aufgabe der Staatsbürgerschaft der DDR/Ausbürgerung (auch im Zuge Ausreiseantrag) bzw. dann letztlich im Rahmen Wiedervereinigung lösen lassen.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Die DDR-Bürger (Ost- und West-Berliner übrigens auch) waren im Westen immer schon vollwertige Deutsche mit allen Rechten, nichts mit "Passportisierung". Die West-Reisepässe tauschten sie auf Wunsch vor ihrer Rückreise in den Osten jeweils wieder gegen ihren hinterlegten DDR-Reisepass um.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Wir kommen hier gerade sehr weit von Frankreich ab:
Aber man muss das ein wenig einordnen und das ist in unterschiedlichen Zeiträumen auch unterschiedlich zu bewerten.

§116 (West) hatte erst nach etwa Halbzeit DDR keine Entsprechung in der DDR-Verfassung mehr.

Von 1949-1968 gab es den Anspruch auf Wiedervereinigung noch. In der Verfassung von 1968 wurde das auf Annäherung beider deutschen. Staaten abgeschwächt. 1974 ging es dann - nach dem Grundlagenvertrag zwischen DDR und BRD - in der DDR-Verfassung folgerichtig um den Erhalt des Status quo als sozialistischer Staat. Ab da gab es auch völkerrechtlich untereinander und breit anerkannt zwei deutsche Staaten. Japan, mein erster Auslandsaufenthalt ein paar Jahre später (Mitte 1980 bis Anfang 1981) hat 1973 dann direkt auch die DDR anerkannt.

§116 hat man damals nicht an die neu geschaffene völkerrechtliche Grundlage angepasst bzw. bei dem Vertrag §116 nicht beachtet und trotzdem ratifiziert. Aber das ist ein Thema zwischen Realität und historischem Wunsch und eigentlich ein Thema der inneren Angelegenheiten der damaligen Bundesrepublik (West).
Aber ab Grundlagenvertrag war das aus meiner Sicht definitiv Passportisierung und entgegen dem Grundlagenvertrag. Keiner der beiden Staaten sollte den anderen Staat international vertreten - und das schließt auch ganz klar den Schutz durch diplomatische Vertretungen der Bundesrepublik im Ausland aus. Die Beziehungen sollten normalisiert werden - auf gleichberechtigter Grundlage.
Es gab dann 1990 noch einen Entwurf einer geänderten DDR-Verfassung, der das vermutlich wieder anders bewertet hätte, der wurde aber dann hinfällig. Das ist die verfassungsrechtliche Seite.

Eine DDR-Staatsbürgerschaft wurde übrigens erst mit dem Staatsbürgerschaftsgesetz der DDR vom 20.02.1967 geschaffen, davor galt formal noch das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 - gesamtdeutsch. Beide kannten keine doppelte Staatsbürgerschaft und es wurde in der DDR auch im Pass Nationalität und Staatsbürgerschaft unterschieden. Den Unterschied hat man im Westen nicht gemacht.

Abgesehen davon: Wenn man schon das Screening durchlaufen hatte, um in das NSW reisen zu können, dann brauchte es auch keinen westdeutschen Pass mehr. Dann hatte man das passende Ausreisevisum der DDR und kam zumindest in die Länder, wo man damit einreisen konnte, ggf. auch mit dem passenden und vorab beschafften Visum. Insofern eher ein Nischenthema für Leute, die nochmal im Rahmen einer genehmigten Reise einen Schlenker in ein Nachbarland machen wollten - meistens fehlte aber für Extratouren die Devisen bzw. man hat sich das gespart.

Ich betrachte Passportisierung letztlich als Störfaktor im stabilen internationalen Gefüge.
Man stelle sich vor, es gäbe nur einen Staat auf dem Planeten - auf was könnte man dann alles verzichten…
 
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