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Ich würde gerne einmal hier die Meinung der „Experten“ zu dem folgenden Sachverhalt hören. Gleich vorab es geht mir hier nicht darum irgendwelche großen Entschädigungen rauszuholen, sondern um eine Einschätzung, ob und welche real angefallenen Kosten ersetzt werden müssen.
Flug des Anstoßes ist die LH716 am 12.02. (FRA HND), die am 13.02. eben nicht in Haneda sondern stattdessen in Narita landete.
Was passiert ist: Wir waren bereits im final approach auf Haneda inklusive der „cabin crew, please prepare for landing“-Ansage als der Flieger sich langsam aber sicher wieder auf ein höheres Flightlevel bewegte. Wir flogen dann über ca. 20 Minuten eine schöne Platzrunde über den Osten Tokios, das inflight Entertainment wechselte schon den Flughafen auf Narita, hektische Kommunikation über die Bordtelefone und dann kam die Durchsage des Piloten, dass aus Sicherheitsgründen ein Ausweichen nach Narita erfolgen muss. In der Detaillierung des ganzen wurde dann klar dass es Probleme mit den Landklappen gab und die Kombination as Windrichtung und Rollbahnlänge in Haneda nicht so richtig viel Sicherheitsmarge hergibt. Deshalb Narita, da sei alles besser. Gesagt, getan: Nach einer weiteren ausgedehnten Platzrunde dann der Anflug auf Narita und am Ende eine recht harte Landung mit extremen Gegenschub.
Soweit, so gut. Bis hierhin sage ich mir alles gut, der Pilot wird wissen, was er tut, er hat das schließlich gelernt.
Was dann allerdings am Boden geschah, ist meiner Meinung nach indiskutabel. Natürlich gab es keine Gateposition, deshalb sind wir in einen Instandhaltungsbereich gerollt und stehengeblieben. Die Purserin deutete dann schon vorsichtig an, dass es ab jetzt etwas länger dauern könnte.
Lange passierte nichts, dann gab es eine erneute Durchsage, dass in ca. 30 Minuten die LH-Technik am Bord kommen würde, um zu prüfen, ob man nicht durch den kurzen Hüpfer NRT HND doch noch ans eigentliche Ziel kommen könnte. Schon hier hieß es: Sehr unwahrscheinlich. Zum selben Ergebnis kam dann auch der Mechaniker ca. 90 Minuten später (wir waren zu diesem Zeitpunkt schon fast zwei Stunden am Boden). Als nächstes kam dann die japanische Anti seuchen-Kommission an Bord um mit ihren Kameras Fieber zu messen. Zwischendrin noch die Ansage, dass man sich um Busse bemühe. Diese kamen dann nochmals ca. 20 Minuten später (ich will nicht wissen, wann der letzte Y-Pax von Bord war….). Der Pilot wünschte zum Abschied noch einen schönen Tag und eine angenehme Weiterreise (die ja jetzt für wirklich alle notwendig wurde) und verwies darauf, dass sachkundiges Personal am Gepäckband auf uns warte.
Dort traf ich dann gegen 16:30 ein, das sachkundige Personal bestand aus zwei ANA-Mädels, die zwar sichtlich bemüht, aber mit der schieren Anzahl der Passagiere (die 747-8 war komplett voll) ebenso sichtlich überfordert waren und leider auch bevorzugt auf Japanisch mit gestrandeten Japanern kommunizierten. Wie auch immer, das Delay-Zertifikat habe ich mit abgeholt und alles weitere dann selber mit der Reisestelle meiner Firma geklärt.
In Summe ergaben sich ca. Kosten im Bereich von 300€ (Japanische SIM und Pocket WIFI lagen in Haneda, Shinkansen Ticket wurde nicht genutzt da Flug NRT-NGO um Zeit zu sparen etc, 24 Stunden Service Reisebüro (hatte schon aus dem Flieger am Boden versucht, noch was zu retten) für die ich die Lufthansa für verantwortlich halte. Von dem Ärgernis 3 Stunden zu spät am falschen Flughafen in Tokio zu sein mal ganz abgesehen.
Wie seht ihr hier die Erfolgsaussichten? Belege wären weitestgehend vorhanden bzw. sind auftreibbar.
Flug des Anstoßes ist die LH716 am 12.02. (FRA HND), die am 13.02. eben nicht in Haneda sondern stattdessen in Narita landete.
Was passiert ist: Wir waren bereits im final approach auf Haneda inklusive der „cabin crew, please prepare for landing“-Ansage als der Flieger sich langsam aber sicher wieder auf ein höheres Flightlevel bewegte. Wir flogen dann über ca. 20 Minuten eine schöne Platzrunde über den Osten Tokios, das inflight Entertainment wechselte schon den Flughafen auf Narita, hektische Kommunikation über die Bordtelefone und dann kam die Durchsage des Piloten, dass aus Sicherheitsgründen ein Ausweichen nach Narita erfolgen muss. In der Detaillierung des ganzen wurde dann klar dass es Probleme mit den Landklappen gab und die Kombination as Windrichtung und Rollbahnlänge in Haneda nicht so richtig viel Sicherheitsmarge hergibt. Deshalb Narita, da sei alles besser. Gesagt, getan: Nach einer weiteren ausgedehnten Platzrunde dann der Anflug auf Narita und am Ende eine recht harte Landung mit extremen Gegenschub.
Soweit, so gut. Bis hierhin sage ich mir alles gut, der Pilot wird wissen, was er tut, er hat das schließlich gelernt.
Was dann allerdings am Boden geschah, ist meiner Meinung nach indiskutabel. Natürlich gab es keine Gateposition, deshalb sind wir in einen Instandhaltungsbereich gerollt und stehengeblieben. Die Purserin deutete dann schon vorsichtig an, dass es ab jetzt etwas länger dauern könnte.
Lange passierte nichts, dann gab es eine erneute Durchsage, dass in ca. 30 Minuten die LH-Technik am Bord kommen würde, um zu prüfen, ob man nicht durch den kurzen Hüpfer NRT HND doch noch ans eigentliche Ziel kommen könnte. Schon hier hieß es: Sehr unwahrscheinlich. Zum selben Ergebnis kam dann auch der Mechaniker ca. 90 Minuten später (wir waren zu diesem Zeitpunkt schon fast zwei Stunden am Boden). Als nächstes kam dann die japanische Anti seuchen-Kommission an Bord um mit ihren Kameras Fieber zu messen. Zwischendrin noch die Ansage, dass man sich um Busse bemühe. Diese kamen dann nochmals ca. 20 Minuten später (ich will nicht wissen, wann der letzte Y-Pax von Bord war….). Der Pilot wünschte zum Abschied noch einen schönen Tag und eine angenehme Weiterreise (die ja jetzt für wirklich alle notwendig wurde) und verwies darauf, dass sachkundiges Personal am Gepäckband auf uns warte.
Dort traf ich dann gegen 16:30 ein, das sachkundige Personal bestand aus zwei ANA-Mädels, die zwar sichtlich bemüht, aber mit der schieren Anzahl der Passagiere (die 747-8 war komplett voll) ebenso sichtlich überfordert waren und leider auch bevorzugt auf Japanisch mit gestrandeten Japanern kommunizierten. Wie auch immer, das Delay-Zertifikat habe ich mit abgeholt und alles weitere dann selber mit der Reisestelle meiner Firma geklärt.
In Summe ergaben sich ca. Kosten im Bereich von 300€ (Japanische SIM und Pocket WIFI lagen in Haneda, Shinkansen Ticket wurde nicht genutzt da Flug NRT-NGO um Zeit zu sparen etc, 24 Stunden Service Reisebüro (hatte schon aus dem Flieger am Boden versucht, noch was zu retten) für die ich die Lufthansa für verantwortlich halte. Von dem Ärgernis 3 Stunden zu spät am falschen Flughafen in Tokio zu sein mal ganz abgesehen.
Wie seht ihr hier die Erfolgsaussichten? Belege wären weitestgehend vorhanden bzw. sind auftreibbar.