LH Business Tarife USA 2019 viel teurer

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flyglobal

Erfahrenes Mitglied
25.12.2009
5.617
521
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Da ich bisweilen die Differenz bezahle, interessiert mich das absolut! Ich zahle €2000 mehr, damit der Sitz neben mir auch besetzt werden kann, damit man jemand anderem seinen Flug unter den realen Kosten anbieten kann.

Ich habe nun mal das Pech, zu dem Teil der Kundschaft zu gehören, der fliegen muss, und kurze Aufenthalte hat. Dieser Teil bezahlt die Flüge derjenigen mit, die nur wegen dem günstigen Flug rein aus Spaß fliegen.

Das ist ärgerlich für den der den höheren Preis zahlt.

Ich schlüssele das mal auf.

Korrekt gesagt ist es wohl so, dass dein Nachbar nur 1000 Euro 'zu weinig' bezahlt hat, du hingegen 1000 Euro zu viel.

Weitere 1000 Euro 'verrechnet' die LH damit dass sie das Sitzangebot täglich anbietet und damit mehr Kapazität schafft als eigentlich erforderlich, damit du (und andere unterschiedliche spätere Bucher) eben vom täglichen Angebot profitieren können und nicht nur z.B. 3/7, bzw. man eben LH statt einem anderen bucht.

Zahlen natürlich fiktiv.


Flyglobal
 
M

Mcflyham

Guest
Im Kern läuft es doch darauf hinaus, dass wer zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen das gleiche Produkt kauft, zahlt einen unterschiedlichen Preis.
Kann man als Ungerecht empfinden, ist aber das normale (Wirtschafts-)Leben.
Es kann dir auch passieren, dass dein Nachbar das gleiche Auto wie deins mit mehr/weniger Rabatt ausgehandelt hat (sei es durch Verhandlungsgeschick oder Firmenrabatte oder was auch immer). Da habt ihr dann auch einen unterschiedlichen Preis für das gleiche Produkt. Die Welt ist/erscheint halt manchmal ungerecht :yes:
 

mikealphaxray

Erfahrenes Mitglied
Du wirst lachen, exakt das mache ich.


oder eben die Bereitschaft, mit einer anderen Airline zu fliegen... Denn kurz vor dem Abflug sind die Unterschiede am größten (was durchaus natürlich ist, da ja auch die Anzahl an Restplätzen sehr verschieden ist).
Je früher man bucht, desto ähnlicher sind die Tarife verschiedenster Airlines.


Das ist eine andere Policy, die jede Airline anwendet (was sie dann im Endeffekt völlig sinnlos im Wettbewerb macht): Mit einem Anschlussflug aus dem Ausland ist ein Flug immer lächerlich billig.
Also fliegt der typische Deutsche mit KLM über AMS, AirFrance über CDG oder BA über LHR über den Teich, während der typische Franzose mit LH über FRA fliegt etc. Macht überhaupt keinen Sinn, ist aber seit ewigen Zeiten so.

Deshalb gibt es ja die ganze Diskussion um das Segmente verfallen lassen, denn so kann man schnell mal 80% sparen. Durch weniger Fliegen, durch einen Service nicht in Anspruch nehmen...


Eher umgekehrt. Früher hatte man mal ein Anrecht darauf, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Stichwort Wucher (bzw. umgekehrt Dumping) oder Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb. Mittlerweile kräht da aber kein Hahn mehr nach, Paragraphen sind geduldig. Wucher heisst heute "Marktpreis", klingt doch auch viel hübscher. Obwohl es eben nicht der Markt ist der den Preis entwickelt, sondern die Planwirtschaft der Revenue Management Algorithmen die ihn festlegt.

Es gab mal ein staatliches Anrecht, für eine Ware oder Dienstleistung einen angemessenen Preis bezahlen zu dürfen.
Rein formal gibt es das sogar immer noch. Wortlaut: "auffälliges Misverhältnis zur Leistung ... wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft". "In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. ... Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter ... die Tat gewerbsmäßig begeht"
Verfolgt aber niemand mehr. Ich denke niemand wird bezweifeln, dass Preisunterschiede zwischen billigten und teuersten Tickets für die selbe Leistung von bis zu Faktor 10 "auffällig" sind... Zumal die Rechtssprechung in anderen Fällen bei 10% Unterschied schon von "erheblich" spricht...
Ich vermute mal, das steht nicht im Grundlagen der BWL Lehrbuch...


Da ich bisweilen die Differenz bezahle, interessiert mich das absolut! Ich zahle €2000 mehr, damit der Sitz neben mir auch besetzt werden kann, damit man jemand anderem seinen Flug unter den realen Kosten anbieten kann.

Ich habe nun mal das Pech, zu dem Teil der Kundschaft zu gehören, der fliegen muss, und kurze Aufenthalte hat. Dieser Teil bezahlt die Flüge derjenigen mit, die nur wegen dem günstigen Flug rein aus Spaß fliegen.


Bis dahin arbeitet der typische BWLler aber längt in der nächsten Firma ;)


Die schwanken allerdings auch wie der Sinus alle paar Jahre hin und her... In kaum einem anderen Bereich ist eine Lehrmeinung schneller veraltert. Kommen aber immer irgendwann wieder.
Alle paar Jahre muss man mal in neue Märkte expandieren, dann muss man sich mal wieder auf sein Kerngeschäft reduzieren, dann wieder in neue Märkte expandieren...
Genauso wechseln sich Qualitätsoffensive und Kostensenkung immer wieder ab. Aktuell scheint bei den Flugpreisen in der C Preiskampf völlig out zu sein, aktuell sind 5 Sterne und edle Lackierung zu höheren Preisen in immer besseren Kabinen mit Dine on Demand und WiFi angesagt. Die nächste Runde Lohnkürzung, auslagern, Jump, 3-4-3 Bestuhlung im A350 und billigere Tickets wird auch wieder kommen. Sinus eben... Wer lange genug dabei ist, hat so manchen Höhe- und Tiefpunkt mitgemacht.
Um hier naturwissenschaftlich korrekt zu bleiben, dem Sinus sind durchaus auch noch andere Kurven überlagert, die stetiger sind... Die C von heute, vor allem die Sitze auf Nachtflügen, ist nur sehr bedingt mit der aus den 90ern zu vergleichen.

Zum Pech gezwungen zu werden, ist mir mich next level.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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du (und andere unterschiedliche spätere Bucher)
Ich bin kein Spätbucher, ich bin Kurzbleiber. Das treibt die Preise noch deutlich mehr.

wer zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen das gleiche Produkt kauft, zahlt einen unterschiedlichen Preis. Kann man als Ungerecht empfinden, ist aber das normale (Wirtschafts-)Leben.
Das klingt etwas harmloser als es ist... Es geht ja schon darum, dass gezielt die Zwangslage des Kunden ausgenutzt wird, und das ist dann schon hart an der Grenze zum Unrecht (Wucher, Nötigung).
Wenn die anderen Rahmenbedingungen die kosten des Produkts beeinflussen (z.B. Flüge an Tagen an denen man sie kaum vollbekommt und sie daher nicht profitabel sind, Flexibilität, späte Buchung) rechtfertigt das höhere Preise, da schlicht auch das Produkt teurer ist. Das ist völlig in Ordnung. Jeder Dienstleister darf sich zusätzlichen Service selbstverständlich angemessen bezahlen lassen.
Wenn die unterschiedlichen Rahmenbedingen aber völlig willkürlich sind, wenn sie sogar die Kosten reduzieren, ist es mehr als ungerecht dafür höhere bis signifikant höhere Preise zu verlangen. Wir reden ja hier nicht von 20%, sondern auch gerne mal von 200% (ich habe schon identische Flüge für €1480 und für €5840 gemacht...). Und es ist wohl unbestritten in vielen Fällen ein "auffälliges Misverhältnis" (bis hin zum Vorzeichenfehler) zwischen Einfluss der Rahmenbedingungen auf Kosten und auf Preis.

sei es durch Verhandlungsgeschick
Verhandlungsgeschick ist bei Flugtickets extrem eingeschränkt... Aber Ja, mit etwas Geschick kann man die Flugpreise durchaus manchmal lächerlich senken. So, dass ich da schon ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich den ursprünglich für €4800 angeboten Flug plötzlich mit Mehrleistung für €1800 bekomme...
Aber ich bin halt auch in einer anderen Zeit großgeworden, als wir noch so Sprüche wie "unrecht Gut gedeihet nicht", "Leben und leben lassen" oder so hatten, es noch den Begriff des "ehrbaren Geschäftsmannes" gab und Regeln noch zum befolgen, nicht zum brechen da waren...

Aber wie sagte Loriot so schon (zum Skatspiel) : "wenn man sich nicht an die Regeln hält, macht es keinen Spaß". Es gibt schon Gründe, warum ich in den letzten 10 Jahren gerade mal 6 private Flüge gemacht habe, aber über 1000 dienstliche...
 
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Flyingdog

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14.12.2017
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Bodensee/Kapstadt
Ich bin kein Spätbucher, ich bin Kurzbleiber. Das treibt die Preise noch deutlich mehr.


Das klingt etwas harmloser als es ist... Es geht ja schon darum, dass gezielt die Zwangslage des Kunden ausgenutzt wird, und das ist dann schon hart an der Grenze zum Unrecht (Wucher, Nötigung).
Wenn die anderen Rahmenbedingungen die kosten des Produkts beeinflussen (z.B. Flüge an Tagen an denen man sie kaum vollbekommt und sie daher nicht profitabel sind, Flexibilität, späte Buchung) rechtfertigt das höhere Preise, da schlicht auch das Produkt teurer ist. Das ist völlig in Ordnung. Jeder Dienstleister darf sich zusätzlichen Service selbstverständlich angemessen bezahlen lassen.
Wenn die unterschiedlichen Rahmenbedingen aber völlig willkürlich sind, wenn sie sogar die Kosten reduzieren, ist es mehr als ungerecht dafür höhere bis signifikant höhere Preise zu verlangen. Wir reden ja hier nicht von 20%, sondern auch gerne mal von 200% (ich habe schon identische Flüge für €1480 und für €5840 gemacht...). Und es ist wohl unbestritten in vielen Fällen ein "auffälliges Misverhältnis" (bis hin zum Vorzeichenfehler) zwischen Einfluss der Rahmenbedingungen auf Kosten und auf Preis.


Verhandlungsgeschick ist bei Flugtickets extrem eingeschränkt... Aber Ja, mit etwas Geschick kann man die Flugpreise durchaus manchmal lächerlich senken. So, dass ich da schon ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich den ursprünglich für €4800 angeboten Flug plötzlich mit Mehrleistung für €1800 bekomme...
Aber ich bin halt auch in einer anderen Zeit großgeworden, als wir noch so Sprüche wie "unrecht Gut gedeihet nicht", "Leben und leben lassen" oder so hatten, es noch den Begriff des "ehrbaren Geschäftsmannes" gab und Regeln noch zum befolgen, nicht zum brechen da waren...

Aber wie sagte Loriot so schon (zum Skatspiel) : "wenn man sich nicht an die Regeln hält, macht es keinen Spaß". Es gibt schon Gründe, warum ich in den letzten 10 Jahren gerade mal 6 private Flüge gemacht habe, aber über 1000 dienstliche...

Man hat sich jahrelang an ziemlich niedrige Tarife gewöhnt und ist jetzt umso erstaunter,dass einige Tarife (wie z.B. im kommenden Jahr in die USA) doppelt so hoch sind als in diesem Jahr oder in den vorherigen Jahren.Trotzdem ist Fliegen im Vergleich zu 1980-2000 relativ günstig.Ich (bzw.mein Arbeitgeber)habe für meinen ersten Flug bei LH in der Business nach Seoul 1988 knapp 10.000 DM bezahlt. Dagegen sind 2.200€ im kommenden Jahr fast geschenkt,zumal die Gehälter sich in den letzten 25 Jahren mindestens verdoppelt haben.
 
M

Mcflyham

Guest
...
Das klingt etwas harmloser als es ist... Es geht ja schon darum, dass gezielt die Zwangslage des Kunden ausgenutzt wird, und das ist dann schon hart an der Grenze zum Unrecht (Wucher, Nötigung).
Wenn die anderen Rahmenbedingungen die kosten des Produkts beeinflussen (z.B. Flüge an Tagen an denen man sie kaum vollbekommt und sie daher nicht profitabel sind, Flexibilität, späte Buchung) rechtfertigt das höhere Preise, ...

Hier jetzt aber nicht Preise und Kosten vermischen, da gibt es nur einen sehr indirekten Zusammenhang (außer, dass langfristig die Kosten die Preise nicht übersteigen sollten). Die Kosten je Passagier (gleiche Beförderungsklasse vorausgesetzt) sind natürlich im Grunde gleich, nur die Preise nicht. Und da wir (zum Glück) nicht in eine Planwirtschaft leben, können Unternehmen ihre Preise (weitesgehend) frei festlegen - und das ist auch gut so, bis auf wenige regualtorische Ausnahmen.
Ein Armani T-Shirt hat auch nicht annähernd so viel höhere Kosten als ein Karstadt T-Shirt, trotzdem ist der Preis um ein Vielfaches höher.
 
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jsm1955

Guest
Man hat sich jahrelang an ziemlich niedrige Tarife gewöhnt und ist jetzt umso erstaunter,dass einige Tarife (wie z.B. im kommenden Jahr in die USA) doppelt so hoch sind als in diesem Jahr oder in den vorherigen Jahren.
Genau das war aber die Kernaussage des OP.

Im übrigen hatte ich ja schon darauf hingewiesen, dass die Preise nicht wirklich gestiegen sind, sondern man einfach die preiswerten BK für Normalbucher ex DE nicht anbietet. Ex MXP hingegen habe ich bei LH YVR in C für 2100 € RT buchen können. Auf den gleichen Flügen, die ex DE nicht unter 3200 € zu haben waren.
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
21.961
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FRA/QKL
sondern man einfach die preiswerten BK für Normalbucher ex DE nicht anbietet. Ex MXP hingegen habe ich bei LH YVR in C für 2100 € RT buchen können. Auf den gleichen Flügen, die ex DE nicht unter 3200 € zu haben waren.
Die gleiche Buchungsklasse wird für unterschiedliche Märkte zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Die gleiche Buchungsklasse wird sogar für ein und denselben Markt manchmal zu unterschiedlichen Preisen mit unterschiedlichen Restriktionen angeboten. Buchungsklasse A ist nicht gleich Buchungsklasse A. Der Unterschied steht im Kleingedruckten. ;)
 
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jsm1955

Guest
Die gleiche Buchungsklasse wird für unterschiedliche Märkte zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Die gleiche Buchungsklasse wird sogar für ein und denselben Markt manchmal zu unterschiedlichen Preisen mit unterschiedlichen Restriktionen angeboten. Buchungsklasse A ist nicht gleich Buchungsklasse A. Der Unterschied steht im Kleingedruckten. ;)
Völlig richtig. BK war nicht die richtige Kategorie. Tarif trifft es vielleicht besser. Im vorliegenden Fall ist die BK identisch (P). Die Preisdifferenz je nach Verbindung 1000 bis 2300 € (RT). Die Tarifeinschränkungen sind in der Tat auch leicht anders (nicht umbuchbar).
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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FRA/QKL
Völlig richtig. BK war nicht die richtige Kategorie. Tarif trifft es vielleicht besser. Im vorliegenden Fall ist die BK identisch (P). Die Preisdifferenz je nach Verbindung 1000 bis 2300 € (RT). Die Tarifeinschränkungen sind in der Tat auch leicht anders (nicht umbuchbar).
Marktspezifische Preise sind aber ein alter Hut. Schau dir übrigens mal die Preise ex USA an, dann freust du dich über die günstigen Preise in DE. ;)
 
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jsm1955

Guest
Marktspezifische Preise sind aber ein alter Hut.
Ich habe nichts anderes behauptet. Nur waren eben in der Vergangenheit auch im Heimatmarkt günstige Frühbucherangebote dabei. Aktuell für Sommer 2019 jedoch nicht. DAS ist das Neue.
Schau dir übrigens mal die Preise ex USA an, dann freust du dich über die günstigen Preise in DE. ;)
Da ich mehrfach im Jahr ex USA buchen muss, ist mir das leider bekannt. Ebenso wie extremen Gebühren auf M&M Awards.
 
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Xray

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13.04.2017
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Marktspezifische Preise sind aber ein alter Hut. Schau dir übrigens mal die Preise ex USA an, dann freust du dich über die günstigen Preise in DE. ;)

In einem perfekten Markt dürfte es das doch eigentlich nicht (oder kaum) geben. Unter der Annahme, dass bereits die Preise ex D mehr als kostendeckend sind und unter der Annahme, dass es weitgehend egal ist, ob eine Airline DE-USA-DE oder USA-DE-USA fliegt, müsste sich ein Konkurrent finden, der die offenbar erhöhte Zahlungsbereitschaft der Amis nicht ganz so stark ausnutzt, um den Zuschlag der Kunden zu erhalten. So lange, bis sich die Preise weitgehend angeglichen haben.
So viel zu den Theorien der Wirtschafts-"wissenschaften" ;)


Übrigens, laut dpa-Meldung bzw. statistischem Bundesamt nahm im ersten Halbjahr die Zahl der Passagiere ex DE nach USA um 7% ab im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Vielleicht kommen ja dann auch irgendwann wieder mehr Sonderangebote......
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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In einem perfekten Markt dürfte es das doch eigentlich nicht (oder kaum) geben. Unter der Annahme, dass bereits die Preise ex D mehr als kostendeckend sind
Ich glaube es wurde hier schon mehrfach geschrieben, es geht überhaupt nicht darum welcher Preis kostendeckend ist und welcher nicht. Es geht darum für jeden Markt den besten zu erzielenden Preis zu ermitteln. Und es geht darum am Ende des Tages (Jahres) eine Strecke möglichst mit Gewinn zu betreiben. Für die verderbliche Ware "Service zum Zeitpunkt X" lässt sich niemals der Kostendeckungsfaktor berechnen. Der mag Mittwochs ein ganz andere sein als Montags, weil der Ladefaktor ein andere ist, weil die Umsteigepassagiere prozentual unterschiedlich sind, weil das Verspätungsrisiko ein anderes ist usw.

Es ist ja nicht so, dass es auf TATL keine Konkurrenz gibt. Die 3 Allianzen sind stark vertreten und ein starker Wettbewerb auf Augenhöhe ist vorhanden. Wenn die Theorien Recht hätten würde eine Airline/Allianz sicher die Abwärtspirale beginnen. Aber keiner geht daran wohl wissend dass aus 3 Allianzen irgendwann schnell auch mal 2 werden können.
 
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01.04.2012
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Übrigens, laut dpa-Meldung bzw. statistischem Bundesamt nahm im ersten Halbjahr die Zahl der Passagiere ex DE nach USA um 7% ab im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Vielleicht kommen ja dann auch irgendwann wieder mehr Sonderangebote......
Wenn dann die Preise um 10% gestiegen sind, dann stimmt die Welt ja wieder für die Airlines.
Zusatzfrage: Sind in dieser Statistik die ganzen Umsteiger aus sonstwoher außerhalb von D berücksichtigt?
 
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hopstore

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22.04.2012
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Wenn dann die Preise um 10% gestiegen sind, dann stimmt die Welt ja wieder für die Airlines.
Zusatzfrage: Sind in dieser Statistik die ganzen Umsteiger aus sonstwoher außerhalb von D berücksichtigt?

Klar. Alles was in Deutschland den Flieger gen USA betritt, wird gezählt. Zumindest in der ADV Statistik. Woher der kommt, aus Deutschland, Direkteinstieg im Flughafen oder aus einer anderen Verbindung sonst woher.
 
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Wuff

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01.04.2012
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HAM/LBC
Dann muss es ja anderen Airlines, ungleich LH, die von hier nach USA fliegen, sehr dreckig gehen. Wenn da unterm Strich -7% raus kommen soll.

Denn laut Lufthansa:
"Capacity expansion and yield increase go hand-in-hand in key North Atlantic Business"

Wobei natürlich "North Atlantic" auch noch Kanada umfasst, was die Zahlen schlecht vergleichbar macht, aber trotzdem komisch die Zahlen vom Stat. Bundesamt.


(Seite 5 in https://investor-relations.lufthans...s-speeches/LH-QR-2018-2-charts-svensson-e.pdf)


 

hopstore

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22.04.2012
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Nunja, die ganzen AB Kapazitäten fehlen ja nun auch im Markt. Ab DUS zumindest war das schon ne ordentliche Menge ... plus der kleinere Teil ex TXL noch.
 
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HAM76

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21.09.2009
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In einem perfekten Markt dürfte es das doch eigentlich nicht (oder kaum) geben. Unter der Annahme, dass bereits die Preise ex D mehr als kostendeckend sind und unter der Annahme, dass es weitgehend egal ist, ob eine Airline DE-USA-DE oder USA-DE-USA fliegt, müsste sich ein Konkurrent finden, der die offenbar erhöhte Zahlungsbereitschaft der Amis nicht ganz so stark ausnutzt, um den Zuschlag der Kunden zu erhalten. So lange, bis sich die Preise weitgehend angeglichen haben.
So viel zu den Theorien der Wirtschafts-"wissenschaften" ;)

Nein... Airlines sind kein freier Markt. Du kannst nicht heute in den USA eine Airline gründen und in alle Märke Europas fliegen. Du brauchst die Slots am Flughafen und über dem Atlantik und Du musst die richtige Nationalität haben.

Preiss aus den USA sind schlicht höher, weil es jedes Jahr in den USA Touristen gibt, die ihren uber-bequemen Once in a Lifetime Trip nach Europa, das Land ihrer Vorfahren, starten wollen, auch wenn dafür ein Kredit aufgenommen werden muss, während umgekehrt es wenige Europäer gibt, die unbedingt in die USA wollen, egal was es kostet. Das ist nur ein Teil der Passagiere, aber es reicht, um das Verhältnis kippen zu lassen.