Du wirst lachen, exakt das mache ich.
oder eben die Bereitschaft, mit einer anderen Airline zu fliegen... Denn kurz vor dem Abflug sind die Unterschiede am größten (was durchaus natürlich ist, da ja auch die Anzahl an Restplätzen sehr verschieden ist).
Je früher man bucht, desto ähnlicher sind die Tarife verschiedenster Airlines.
Das ist eine andere Policy, die jede Airline anwendet (was sie dann im Endeffekt völlig sinnlos im Wettbewerb macht): Mit einem Anschlussflug aus dem Ausland ist ein Flug immer lächerlich billig.
Also fliegt der typische Deutsche mit KLM über AMS, AirFrance über CDG oder BA über LHR über den Teich, während der typische Franzose mit LH über FRA fliegt etc. Macht überhaupt keinen Sinn, ist aber seit ewigen Zeiten so.
Deshalb gibt es ja die ganze Diskussion um das Segmente verfallen lassen, denn so kann man schnell mal 80% sparen. Durch
weniger Fliegen, durch einen Service
nicht in Anspruch nehmen...
Eher umgekehrt. Früher hatte man mal ein Anrecht darauf, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Stichwort Wucher (bzw. umgekehrt Dumping) oder Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb.
Mittlerweile kräht da aber kein Hahn mehr nach, Paragraphen sind geduldig. Wucher heisst heute "Marktpreis", klingt doch auch viel hübscher. Obwohl es eben nicht der Markt ist der den Preis entwickelt, sondern die Planwirtschaft der Revenue Management Algorithmen die ihn festlegt.
Es
gab mal ein staatliches Anrecht, für eine Ware oder Dienstleistung einen angemessenen Preis bezahlen zu dürfen.
Rein formal gibt es das sogar immer noch. Wortlaut: "auffälliges Misverhältnis zur Leistung ... wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft". "In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. ... Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter ... die Tat gewerbsmäßig begeht"
Verfolgt aber niemand mehr. Ich denke niemand wird bezweifeln, dass Preisunterschiede zwischen billigten und teuersten Tickets für die selbe Leistung von bis zu Faktor 10 "auffällig" sind... Zumal die Rechtssprechung in anderen Fällen bei 10% Unterschied schon von "erheblich" spricht...
Ich vermute mal, das steht nicht im Grundlagen der BWL Lehrbuch...
Da
ich bisweilen die Differenz bezahle, interessiert mich das absolut! Ich zahle €2000 mehr, damit der Sitz neben mir auch besetzt werden kann, damit man jemand anderem seinen Flug unter den realen Kosten anbieten kann.
Ich habe nun mal das Pech, zu dem Teil der Kundschaft zu gehören, der fliegen muss, und kurze Aufenthalte hat. Dieser Teil bezahlt die Flüge derjenigen mit, die nur wegen dem günstigen Flug rein aus Spaß fliegen.
Bis dahin arbeitet der typische BWLler aber längt in der nächsten Firma
Die schwanken allerdings auch wie der Sinus alle paar Jahre hin und her... In kaum einem anderen Bereich ist eine Lehrmeinung schneller veraltert. Kommen aber immer irgendwann wieder.
Alle paar Jahre muss man mal in neue Märkte expandieren, dann muss man sich mal wieder auf sein Kerngeschäft reduzieren, dann wieder in neue Märkte expandieren...
Genauso wechseln sich Qualitätsoffensive und Kostensenkung immer wieder ab. Aktuell scheint bei den Flugpreisen in der C Preiskampf völlig out zu sein, aktuell sind 5 Sterne und edle Lackierung zu höheren Preisen in immer besseren Kabinen mit Dine on Demand und WiFi angesagt. Die nächste Runde Lohnkürzung, auslagern, Jump, 3-4-3 Bestuhlung im A350 und billigere Tickets wird auch wieder kommen. Sinus eben... Wer lange genug dabei ist, hat so manchen Höhe- und Tiefpunkt mitgemacht.
Um hier naturwissenschaftlich korrekt zu bleiben, dem Sinus sind durchaus auch noch andere Kurven überlagert, die stetiger sind... Die C von heute, vor allem die Sitze auf Nachtflügen, ist nur sehr bedingt mit der aus den 90ern zu vergleichen.