Man muss in Zusammenhängen denken....
Damit haben viele Foristen ein Problem (du bist nicht persönlich angesprochen).
Ich glaube, es ist weniger die von dir angesprochene Mentalität (Mickey D voller Schüler um 11:20.)
Welche Probleme hat Deutschland? Wie in anderen Sektoren auch ist der überbordende Staat ein großes Problem. Das äußert sich in hohen Standortkosten: Luftverkehrssteuer, Luftsicherheitsabgabe...
Dann ist da die hohe Konzentration, die Marktmacht der LH. Vielleicht ist der von
@juliuscaesar gepostete Rückzug sogar eine Chance: Wettbewerb bringt Wachstum. Klar, freie Slots zu Topzeiten in Hamburg wären wertvoller als in Bremen, aber immerhin.
Viele Poster verkennen jedoch auch den "Macro Backdrop", der ganz Kontinentaleuropa betrifft. Der Anteil der Luftfahrt an den Emissionen steigt und steigt. Hier wird mehr passieren müssen. Die aktuellen Innovationen bei den großen Passagiermaschinen reichen nicht. Wir brauchen technische Disruption oder deutlich steigende Flugpreise, um die Emissionen zu deckeln. Eine dritte Option gibt es m.E. nicht.
Zum Macro Backdrop gehört auch, dass die aktuelle Baseline der Märkte eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz und dauerhafte Beruhigung um Iran innerhalb der nächsten
vier Wochen ist. Wenn sich das nicht bewahrheitet, wird Kerosin deutlich teurer werden und die nächste europäische Luftfahrtkrise ist vorprogrammiert. Es sind nur der Optimismus an den Märkten, die noch hohen Inventories Chinas und temporäre hohe Verkäufe opportunistischer Produzenten in den USA, die die Preise niedrig halten. Ist der Spuk in vier Wochen nicht vorbei, werden Öl-, Kerosin- und Dieselpreise deutlich steigen, 30% mehr als heute ist dann nicht unrealistisch.