Lufthansa eröffnet neuen Tarifkonflikt

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on_tour

Erfahrenes Mitglied
01.08.2010
8.918
1.613
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Drei konkrete Beispiele:

- es gab hier in der Nähe von Hamburg eine Abteilung mit knapp 1000 Mitarbeiter, welche die abgeflogenen Papiertickets verarbeitet haben. Will heute kein Kunde mehr haben, die kaufen lieber e-tickets.
...

wie weit gehst Du hier zurück? Bis zum Bau der Pyramiden?

...

Zu deinen anderen Beispielen - LH verliert jedes Jahr aus verschiedensten Gründen jede Menge Mitarbeiter - ganz ohne Kündigungen - also könnte man den CI Agenten, der Wartungstechnikern oder den Verwaltern der Papiertickets in der Regel auch neue Job im Konzern anbieten.

die meisten Verwalter der Papiertickets sassen in Indien. Für Hamburg passt die Zahl sicherlich nicht.
 

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Zitat aus Juli 2015:

"106 Frauen und Männer arbeiten noch bei einem Unternehmen, das einst zu den renommiertesten und größten Arbeitgebern in Norderstedt zählte: Lufthansa Revenue Services (LRS) – zu Hochzeiten haben gut 600 Mitarbeiter die Flugtickets aus der ganzen Welt im markanten Glasgebäude am Schützenwall abgerechnet."


Durchstarten gegen den Jobverlust - Norderstedt - Hamburger Abendblatt

Edit: + hunderte externe Programmierer
 

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Und warum haben es die Buchhalter aus Norderstedt nicht geschafft, ihre tollen Dienstleistungen weltweit an den Mann zu bringen?
Das liegt mit Sicherheit nicht nur an der Bezahlung.
 
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A

Anonym38428

Guest
Worum es der Hansa geht ist doch deutlich ... die Ausflaggung der Bodendienste an den dezentralen Stationen in Deutschland und weltweit hat super funktioniert. Jetzt hat man dezentral immer noch Personal sitzen, was man fegen Billigheimer von ahs und Co vermeintlich problemlos tauschen könnte. Wird die Mitarbeiter aber nicht los ... und FRA/MUC sind auch zu teuer. Spätestens wenn man EW auf MUC los lässt.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.574
18.773
IAH & HAM
es geht darum, dass Dein Beispiel suggeriert, es sei technologische Entwicklung oder Kundenwunsch, die zu den Massnahmen führt, es geht aber um Abbau von Buchhaltungs-Arbeitsplätzen in D und Ansiedlung der Arbeit in billigeren Ländern.

.: Lufthansa Global Business Services | Part of Lufthansa Group :.

Wenn Lufthansa langfristig in einem globalen Markt wettbewerbsfähig sein will, dann muss sie natürlich auch ihre Kostenstruktur aktiv managen.
 
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F

feb

Guest
Was die Dilettanten des LH- Vorstandes aufführen kann man getrost als bösartigen Feldzug gegen die eigene Belegschaft bezeichnen. Für den Feldzug gegen die Kundschaft finden sich hier im Forum genügend Belege (nachzulesen mit dem Suchbegriff "enhancement"). Die Konkurrenz, namentlich die aus der Wüste, ist ohnehin das Übel schlechthin.

Ich kenne kein anderes deutsches Unternehmen, in dessen Vorstand sich Paranoiker befinden, alle scheinen bei LH versammelt zu sein... schade, schade.
 

Hoteltraum

Erfahrenes Mitglied
Du sprichst über etwas anderes als ich. Ich denke LH möchte so durch die Hintertür flexibel Personal abbauen können - nicht weil die Mitarbeiter gut oder schlecht sind - sondern weil Mitarbeiter teuer sind und der Kunde ja einiges der Arbeit auch selber erledigen kann.

Und wo ist das Problem? So ist das Leben... Wenn die Kunden mitmachen...
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Und wo ist das Problem? So ist das Leben... Wenn die Kunden mitmachen...


Die Kunden haben doch gar keine Wahl.

Mit welcher Airline kann ich denn heute innereuopäisch in Y fliegen und bekomme noch was richtiges zu essen?

Und wir reden hier von einer Airline die in allen Klassen den Anspruch hat eine 5* Fluggesellschaft zu sein.
 

SkyIsTheLimit

Erfahrenes Mitglied
10.01.2013
1.084
208
BER
Die Kunden haben doch gar keine Wahl.

Mit welcher Airline kann ich denn heute innereuopäisch in Y fliegen und bekomme noch was richtiges zu essen?

Bei AB. Kostet Ca. 8-10 EUR (chicken Curry etc.) und ist erheblich besser, als die Pampe die einem früher bei LH serviert wurde.
Wenn du erwartest, dass das bei 50Eur oneway inkludiert ist, wirst du natürlich enttäuscht.
 

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Was die Dilettanten des LH- Vorstandes aufführen kann man getrost als bösartigen Feldzug gegen die eigene Belegschaft bezeichnen. Für den Feldzug gegen die Kundschaft finden sich hier im Forum genügend Belege (nachzulesen mit dem Suchbegriff "enhancement"). Die Konkurrenz, namentlich die aus der Wüste, ist ohnehin das Übel schlechthin.

Ich kenne kein anderes deutsches Unternehmen, in dessen Vorstand sich Paranoiker befinden, alle scheinen bei LH versammelt zu sein... schade, schade.

Ich melde mich hiermit als Schlichter in diesem Tarifkonflikt und mache folgenden Schlichtungsvorschlag:

1. Die Lufthansa verzichtet auf weitere Auslagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland
2. Die Lufthansa verzichtet auf weitere "enhancements" gegenüber ihren Kunden, um so weitere Arbeitsplätze zu sichern

Im Gegenzug verpflichtet sich Verdi alle seine Mitglieder vertraglich zu verpflichten:

3. Alle Verdi-Mitglieder fliegen nur noch mit in D registrierten Airlines (soweit die Strecke angeboten)
4. Alle Verdi-Mitglieder verzichten für ihre sämtlichen Flüge auf die "Basic"-Angebote der deutschen Airlines und zahlen für ihre Flüge den Normalpreis mit erweiterten Dienstleistungen
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Bei AB. Kostet Ca. 8-10 EUR (chicken Curry etc.) und ist erheblich besser, als die Pampe die einem früher bei LH serviert wurde.
Wenn du erwartest, dass das bei 50Eur oneway inkludiert ist, wirst du natürlich enttäuscht.

Das ist doch genau der Weg den ich beschreibe - wir schaffen Leistung ab - du kannst sie dir ja in Zukunft dazu kaufen.
 

Nobbinil

Aktives Mitglied
29.08.2009
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HAM & ALC
Da der Manteltarifvertrag erhalten bleibt, darf vermutlich ohnehin nicht gestreikt werden.

Eine Teilkündigung führt nicht zur Friedenpflicht, denn Teilkündigungen sind unzulässig! Stell Dir vor, Dein Vermieter kündigt Dir das Wohnrecht, möchte aber die Pflicht zur Mietzahlung bestehen lassen
 

Nobbinil

Aktives Mitglied
29.08.2009
194
0
HAM & ALC
Wer da nur auf die Rechte aus dem Tarifvertrag pocht, und nichts an sich selber tut zur Veränderung, hat verloren.

Vielleicht bin ich altmodisch - ich habe gelernt, dass Verträge dazu da sind, dass man auf ihre Einhaltung pocht!

Aus dem Geschäftsleben habe ich gelernt, dass es unterschiedliche Wege gibt, Vertragsinhalte zu ändern:
Der kooperative Weg beinhaltet, dass man mit seinem Vertragspartner über mögliche Veränderungen des Vertrags diskutiert!
Der konfrontative Weg besteht darin, dass man das vorhandene Vertragswerk erst einmal kündigt und dem "Partner" danach sagt, was man will!
Nach meiner Erfahrung wählt man mit dem Weg auch den weiteren Stil der Diskussion.
 

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
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HAM
Vielleicht bin ich altmodisch - ich habe gelernt, dass Verträge dazu da sind, dass man auf ihre Einhaltung pocht!

Aus dem Geschäftsleben habe ich gelernt, dass es unterschiedliche Wege gibt, Vertragsinhalte zu ändern:
Der kooperative Weg beinhaltet, dass man mit seinem Vertragspartner über mögliche Veränderungen des Vertrags diskutiert!
Der konfrontative Weg besteht darin, dass man das vorhandene Vertragswerk erst einmal kündigt und dem "Partner" danach sagt, was man will!
Nach meiner Erfahrung wählt man mit dem Weg auch den weiteren Stil der Diskussion.

Mein Wissenstand ist der, dass die LH Angestellten in ihrem Tarifvertrag noch beamtenähnliche Rechte aus der Urzeit der Lufthansa haben. Diese weitgehenden Rechte haben 99% von deren Kunden, einschließlich ich selber als Angestellter, nicht.
Da habe ich Verständnis, wenn der Arbeitgeber Lufthansa hier einem dem Wettbewerb ähnliche Bedingungen sucht und den Vertrag kündigt – laut Pressemeldungen mit dem Angebot eine neuen abzuschliessen.

Wenn ich mit meiner obigen Vermutung falsch liege, ändere ich sofort meine Meinung und schließe mich Dir an.

Die einschlägigen Vertreter der Sklavenarbeit in unserem Forum wird dieser neue Konflikt freuen.
Also sind alle Arbeitsbedingungen jenseits des Beamtentums "Sklavenhaltung"?
 

Nobbinil

Aktives Mitglied
29.08.2009
194
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HAM & ALC
Mein Wissenstand ist der, dass die LH Angestellten in ihrem Tarifvertrag noch beamtenähnliche Rechte aus der Urzeit der Lufthansa haben. Diese weitgehenden Rechte haben 99% von deren Kunden, einschließlich ich selber als Angestellter, nicht.
ok, jeder kann mal einen falschen Wissensstand haben.
Ich kenne diverse Tarifverträge außerhalb des öffentlichen Dienstes, in denen für Mitarbeiter mit langer Betriebszugehörigkeit und höherem Alter (meist ab 50) betriebsbedingte Kündigungen begrenzt oder ausgeschlossen sind. Beispielsweise im privaten Bankgewerbe, im privaten Versicherungsgewerbe, bei den Ersatzkassen.... das ist also nichts Ungewöhnliches!
Wenn das in Deiner Branche nicht so ist, hast Du natürlich Pech gehabt - mein Tipp: mach Deiner Gewerkschaft Dampf und beteilige Dich an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen!

Ein solcher Kündigungsschutz (einschließlich dem des öffentlichen Dienstes) hat nicht etwa zur Folge, dass dem Arbeitnehmer nichts passieren könnte, sondern vielmehr, dass der Arbeitgeber sich bei diesem Arbeitnehmerkreis deutlich intensiver um eine sozial verträgliche Lösung bemühen muss.
 
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chris_flyer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2015
2.726
2
Wiesloch,FRA,STR
ok, jeder kann mal einen falschen Wissensstand haben.
Ich kenne diverse Tarifverträge außerhalb des öffentlichen Dienstes, in denen für Mitarbeiter mit langer Betriebszugehörigkeit und höherem Alter (meist ab 50) betriebsbedingte Kündigungen begrenzt oder ausgeschlossen sind. Beispielsweise im privaten Bankgewerbe, im privaten Versicherungsgewerbe, bei den Ersatzkassen.... das ist also nichts Ungewöhnliches!
Wenn das in Deiner Branche nicht so ist, hast Du natürlich Pech gehabt - mein Tipp: mach Deiner Gewerkschaft Dampf und beteilige Dich an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen!

Ein solcher Kündigungsschutz (einschließlich dem des öffentlichen Dienstes) hat nicht etwa zur Folge, dass dem Arbeitnehmer nichts passieren könnte, sondern vielmehr, dass der Arbeitgeber sich bei diesem Arbeitnehmerkreis deutlich intensiver um eine sozial verträgliche Lösung bemühen muss.

das Gleiche kann man von der Elektro-und Metallindustrie behaupten.