Viel mehr interessiert mich die Frage bzw was war die Antwort vom Vorstand dazu?
"Webers Brandrede brachte die Hauptversammlung der Lufthansa erst richtig ins Rollen. Denn auch die Aktionärsvertreter sehen die regulatorischen Entscheidungen der Politik mit Sorge. Das größte Problem des Konzerns sind sie nach Ansicht vieler Aktionäre aber nicht.
"Was wollen Sie Emirates konkret entgegensetzen?"
"Auch RWE, Vattenfall und Fresenius Medical Care haben ein regulierungsfeindliches Klima", sagte etwa Marc Tüngler, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Ihn und auch andere Aktionärsvertreter interessierte vielmehr eine andere Frage: "Was wollen Sie Emirates konkret entgegensetzen?"
Hintergrund ist das strategische Dilemma, indem die Lufthansa derzeit steckt. Denn der Konzern wird längst nicht mehr nur von Billig-Airlines wie Ryanair bedroht, deren Geschäftsmodelle sich für einen Großcarrier wie die Lufthansa, der Kurz- und Langstreckenflüge bedient, nicht in Gänze kopieren lassen. Denn die Billigflieger starten und landen mit ihren kleinen typgleichen Maschinen meist von abgelegeneren Flughäfen, was Start- und Landegebühren spart. Außerdem setzen Ryanair und Co. auf Direktflüge, weshalb die Maschinen länger in der Luft verbringen.
Für eine Airline wie die Lufthansa, die ihre Kurzstrecken erstens mit den interkontinentalen Flügen abstimmen muss und zweitens als Serviceprimus für sich wirbt, kommt ein solches Geschäftsmodell nicht in Frage. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Lufthansa pro angebotenem Sitzkilometer Kosten von gut 10 Cent entstehen - ohne Treibstoffkosten. Ryanair kommt auf rund 2 Cent." (Quelle: Manager Magazin)