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Ich könnte mich beömmeln.
Da sind also ca. 1000 (in Worten Tausend) Kunden (ich lasse mich gerne belehren, dass es viel mehr, also 5000 sind) daran interessiert, ihre Pyjama-Größe im Profil zu hinterlegen.
Dafür kriegen die anderen 99 Millionen Kunden der LH in ihrem Profil die Frage nach der Pyjama-Größe angezeigt, was dazu führt dass
a) diese Leute natürlich total verwirrt werden ("Warum soll ich für meinen Flug von Paderborn nach Bilbao meine Pyjama-Größe in den Stammdaten angeben?
b) die IT-Lösung für diese 1000 Kunden von den übrigen 99 Millionen mitbezahlt wird.
Vorsicht. Der Trend zur Individualisierung besteht und kann bei gescheiter Architektur der eingesetzten IT auch gut realisiert werden. Und natürlich fängt man am oberen Ende der Produktskala an, solche Neuerungen zu realisieren. Das geht über die Pyjamagröße weit hinaus und kann nahezu beliebige andere Parameter umfassen. Derzeit kriegt LH an dieser Stelle aber absolut GAR NICHTS hin und damit verpassen sie erhebliche Chancen. Vermutlich liegt das daran, dass die dicken Schals irgendwie die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn abschnüren.
Es ist ok, zu sagen, wir sind noch nicht so weit, wir streben das aber an.
Lufthansa und insbesondere der beste CEO der Welt aus Wanne Eickel sagt aber, wir haben das schon alles und sind die größten, haben den längsten etc. Das ist totale Hybris. X Jahre nach Einführung der Sitzplatzpräferenz kommt raus, dass das nur ein Infofeld für den Gate Agent ist und das Sitzplatzroulette da gar nicht drauf zugreift. Dümmer gehts nimmer.
Gelegentlich wird hier auch gemutmaßt, die Lufthansa habe gute analytische Fähigkeiten im Bereich Yield Management. Da gehören nicht nur Daten und Algorithmen dazu, sondern auch intelligente Leute und die hat Lufthansa NICHT mehr.
Die niedrigen Spritpreise, die Schwächen der Konkurrenten und die gerade ausnahmsweise gute Gewinnsituation sind alle nicht nachhaltig. Eine gescheite Digitalisierungsstrategie wäre es.