An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön für die Infos/Tipps zu Madagaskar aus diesem Thread.
Ich möchte hier auch kurz meine Eindrücke zu dieser viertgrößten Insel (bzw. dem zweitgrößten Inselstaat) der Welt wiedergeben, da dieser Vielfliegertreff für mich hauptsächlich ein Austausch von Infos & Erfahrungen ist.
Zum Thema Reisestecker-Adapter: in Äthiopien habe ich diesen für die dortigen Steckdosen (ich stieg im The Grand Palace Hotel ab) benötigt. In Madagaskar wurde der Adapter nicht benötigt.
Die Einreise nach Antananarivo erfolgte nach einem 3-tägigen Stopover in Addis Abeba (Äthiopien), der mir gut gefallen hat. Geflogen wurde Addis Abeba (ADD) - Antananarivo (TNR) mit einem Airbus A350-900 von Ethiopian Airlines. Die Flugroute führte über den Süden von Äthiopien, Teile von Kenya, hinaus auf den Indischen Ozean, vorbei an den Komoren und Mayotte, in den Norden/Nordwesten von Madagaskar und schlussendlich (nach etwa 4 Stunden Flugzeit) zu einem Anflug auf die Runway 11 (3100m Länge) in Antananarivo TNR (kurz "Tana"). Es boten sich teils interessante Ansichten auf den afrikanischen Kontinent aus dem Fenster.
Kurz vor dem Einleiten des Landeanflugs wurde ein
"Sanitary Declaration of Health und Disembarkation Card"-Formular, durch die ET-Crew, an die Passagiere verteilt. Dieses wurde noch an Bord ausgefüllt, denn es war für die Einreise ins Land von Bedeutung. Es mussten Angaben wie Name/Vorname/Beruf/Reisepassnummer/Gültigkeit/Ausstellungsort/Flugnummer/Adresse in Madagaskar/Kontaktmöglichkeit/Sitzplatz im Flugzeug/Covid-19-Impfung/Gelbfieber-Impfung gemacht werden. Den Impfausweis wollte niemand sehen.
Die Warteschlange an der Immigration/Visa-On-Arrival war leider sehr lang und ich verbrachte dort mindestens 2 Stunden. Nicht gerade ein optimaler Start, aber man kommt daran leider nicht vorbei. Ab und an ergab sich ein kleiner Plausch mit den anderen Wartenden, darunter auch so einige deutsche Touristen (die findet man auch bei einem Spaziergang im südamerikanischen Regenwald, überall auf der Welt).
Am Ausgang wurde ich dann von "meinem" Fahrer der Reiseagentur (ich habe Arcadia Travel Madagascar gewählt) begrüßt und zum 4x4-Geländewagen - ein Ford Everest (ich würde so gerne mal in den Himalya, das steht noch auf der Bucket-List) - geführt. Man unterstützte mich beim Umtausch meiner EUR in die Landeswährung - Ariary - und fuhr mich zur ersten Unterkunft in Flughafennähe. Ich habe Mittelklasse-Unterkünfte erwünscht, da dies für mich vollkommen ausreichend ist. Madagaskar hat eine etwas erhöhte Inflation, so dass ich nach dem Geldwechsel zum Multi-Millionär in lokaler Währung wurde. Man überreichte mir bündelweise, mit Gummis zusammengehaltene, Geldscheine. Es sah aus wie bei einem Banküberfall. Der größte Schein der mir ausgehändigt wurde war 10.000 Ariary (ca. 2 EUR).
Mittlerweile war es Sonntagnachmittag (18.10.) und ich entschloss mich kurzerhand ein wenig die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Aufgefallen sind mir die vielen kleinen Büdchen am Weges- bzw. Straßenrand, die von Einheimischen betrieben wurden. Manchmal wird sämtliche Ware morgens dorthin und abends wieder ins sichere Zuhause zurückgebracht. Nach ca. 15 Minuten Spaziergang traf ich auf einen Asiaten, der in seinem PKW - war's ein offizielles oder inoffizielles Taxi? wahrscheinlich eher letzteres - am Fahrbandrand parkte.
Vorab, sollte ihr planen nach Madagaskar zu reisen, poliert eure Französisch-Kenntnisse gehörig auf oder lernt die Grundlagen in Malagasy - mit Englisch kommt man nicht selten gar nicht weiter. Über eine Übersetzer-App konnte ich ihm mitteilen, dass ich gerne eine kleine Stadtrundfahrt durch Antananarivo machen würde. Wir einigten uns auf einen Preis und es ging los. Vorher wurde noch die örtliche Tankstelle aufgesucht, da der Wagen wohl für die etwa 1-stündige erst ausreichend betankt werden musste. Der Spritpreis lag bei ca. 1 EUR pro Liter. Am Fenster wurde ich von einem Straßenhändler begrüßt, bei dem ich einen kleinen Snack für zwischendurch erwarb. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass der fahrbare Untersatz des Asiaten keinen Anschnallgurt auf der Beifahrerseite mehr besaß. So etwas ist auf Madagaskar aber nicht ungewöhnlich, wie sich im Laufe der 2-wöchigen Reise noch herausstellen sollte.
Nach der Rückkehr von der Stadtrundfahrt habe ich ein Abendessen (inklusive Dessert) und lokalem Three Horses Beer (THB) im Hotel-Restaurant eingenommen. Grundsätzlich bin ich weitestgehend in Madagaskar, als auch in Äthiopien, auf gastfreundliche Menschen gestoßen. Ich war überrascht wie früh die Menschen in Afrika auf den Beinen und wie gläubig diese sind. Man half sich in beiden Ländern gegenseitig in alltäglichen Situationen, was ich in dieser Form aus Deutschland nicht kannte.
Am nächsten Morgen sollte es um 8 Uhr zum Andasibe Nationalpark gehen.
Dieser abgespeckte Reisebericht wird in unregelmäßigen Abständen, vorwiegend an den Wochenenden, fortgesetzt. Von Gemeckere über die Platzierung möge ich bitten abzusehen. Hier macht sowieso mittlerweile jeder was er möchte und die Moderation ist weitestgehend außer Kraft gesetzt. An meine "Freunde", die mich hier gerne mal dem Rechtsextremismus zuordnen oder mich als Rassisten bezeichnen, ihr habt vollkommen Recht mit Eurer Ferndiagnose. Ich bereise solche afrikanischen Länder ganz sicher aus voller Überzeugung und pflege den Kontakt mit einigen Guides/Einheimischen, da ich ein ganz schlimmer Rassist und Rechtsextremist bin
Große Seen in Äthiopien
Irgendwo über Kenya
Cruising Level FL390 (ca. 11887m)
Ein Frachtschiff auf dem Indischen Ozean - die Linsen des iPhone 17 Pro Max sind beachtlich (aufgenommen aus fast 12 km-Flughöhe)
Inselzüge der Komoren
Einreiseformular für Madagaskar (den Impfausweis wollte übrigens niemand sehen)
Anflug auf Antananarivo (TNR)
Irgendein Flugfeld in der Gegend von Antananarivo - habe noch nicht weiter recherchiert um welches es sich handelt)
Warten in der Schlange zur Immigration/Visa-on-Arrival in TNR - ja, hier sollte man nicht fotografieren. Man möge es mir bitte nachsehen.
Die erste einfache Unterkunft in Flughafennähe für eine Nacht. Die Unterkünfte wurden mit zunehmender Reisedauer immer besser.
Ein erster tierischer lokaler Bewohner.
Ja, auf Madagaskar sieht man sehr viele alte deutsche Fahrzeuge. Das gilt wohl auch für weite Teile Afrikas.