Sehr komische Sache, wie bei allen ähnlichen Berichten zu diesem Thema. Man hat den Eindruck, entscheidende Details fehlen da. Jede einzelne Banking Transaktion erfordert eigentlich FaceID, ebenso der Zugriff auf die Password App. Der Geräte PIN reicht da normalerweise nicht.
Aber unbestritten ist, dass die "ungewöhnlichen "Transaktionen bei N26 eigentlich hätten auffallen müssen.
Auf iOS lässt sich bei Face ID ausschließlich durch Kenntnis der Geräte-PIN ein neues Gesicht hinterlegen, und die kann man per "shoulder surfing" im öffentlichen Raum teilweise ziemlich einfach herausfinden. (Lange Zeit konnte man sogar das hinterlegte iCloud-Konto nur durch Kenntnis dieses Codes komplett übernehmen, aber das Problem wurde zum Glück in den vergangenen Jahren etwas entschärft, soweit ich weiß.)
Apps können die Änderung des Gesichts bzw. Fingerabdruckes zwar erkennen und dann ggf. ein zusätzliches Passwort verlangen oder zumindest die Betrugserkennung im Hintergrund schärfer stellen, aber nicht alle tun das. Ich habe selbst keine Lust, das jetzt konkret mit N26 auszuprobieren, aber falls jemand Lust und Laune hat, wäre das interessant zu wissen.
Abgesehen davon ist bei N26 die Alternative zu Face ID ja ebenfalls ein vierstelliger Überweisungs-PIN, und der könnte ja ggf. auch identisch zum Geräte-PIN sein, womit wir wieder beim Shoulder Surfing wären.