On-Board Kurier

ANZEIGE

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.160
924
ANZEIGE
Naja. Wie soll sich denn die Anzahl der Pakete mitten im Auftrag ändern?

Zum Beispiel indem dir der Fahrer, der die Sendung zum Flughafen bringt, nicht nur das eine angekündigte Paket übergibt, sondern überraschend mehrere.

Nach dem boarding im Flieger schlafe ich. Du kannst dann nicht schlafen? Das ist bitter, aber dann sollte man den Job vielleicht nicht machen, oder die "schlechten Arbeitsbedingungen und Schlafmangel" nicht auf den schlimmen Job schicken.

Hie und da mal zerstückelt auf Flügen mal (nicht ausreichend) Schlaf zu finden, ist keine normale Schlafqualität und natürlich ist daran der Job an sich "schuld".

Auch hier bis zum Rückflug zwingt dich ja keiner per Waterboarding, nicht zu schlafen. Auf dem Rückflug auch nicht. Du kannst einfach die Augen zu machen.

Siehe oben.

Was mich zu meinem Punkt von vorhin bringt.. manche Menschen sind einfach nicht besonders gut für ihren Job gemacht. Wenn eine kurze Umstiegszeig schon Panik auslöst, und man es nicht schafft auf einem 3h Flug die Augen zuzumachen, damit man kein Schlafdefizit hat, sollte man vielleicht lieber was mit Holz machen.

Siehe oben.

Im Schönreden ihrer anstrengenden, an die Substanz gehenden und die Gesundheit (auf Dauer) schädigenden Tätigkeit sind OBCs wirklich Weltmeister.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
149
92
Zum Beispiel indem dir der Fahrer, der die Sendung zum Flughafen bringt, nicht nur das eine angekündigte Paket übergibt, sondern überraschend mehrere.
Das darf er dann mit dem Disponenten klären. Dann bekomme ich entweder vor Ort die Unterlagen inkl Auftrag für das 2. Paket zugeschickt, oder ich winke einmal fröhlich, bevor ich mich mit ausschließlich dem angemeldeten Paket verabschiede.

Hie und da mal zerstückelt auf Flügen mal (nicht ausreichend) Schlaf zu finden, ist keine normale Schlafqualität und natürlich ist daran der Job an sich "schuld".



Siehe oben.



Siehe oben.

Im Schönreden ihrer anstrengenden, an die Substanz gehenden und die Gesundheit (auf Dauer) schädigenden Tätigkeit sind OBCs wirklich Weltmeister.
Okay. Also aus der Antwort geht eigentlich hervor, was ich zuvor vermutet hatte. Hier kommen "schlecht im Job" und "scheiß Auftraggeber" wohl zusammen. Wer gestückelten Schlaf als "auf Dauer schädigende Tätigkeit" bezeichnet, sollte wirklich besser im öffentlichen Dienst arbeiten. Da erschließt sich mir dann nur auch nicht so ganz, warum man den Job macht oder warum man Überhaupt Luftfahrtinteressiert ist- denn bei Piloten ist das ganze in der Regel nicht sonderlich anders. Die sitzen nur weiter vorne.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.409
1.650
CGN
oder ich winke einmal fröhlich, bevor ich mich mit ausschließlich dem angemeldeten Paket verabschiede.
völlig unabhängig von der Branche (ich lese hier bloß aus Neugier mit):

Es gibt halt sone und solche Dienstleister. Bei einer wichtigen und zeitkritischen Sendung (und das dürfte bei OBC-Fracht ja durchaus vorkommen) kann man natürlich als Dienstleister

... fröhlich winkend sagen "Pech gehabt"
... die Annahme verweigern mit Hinweis auf Papierkram (der womöglich das eingeplante Zeitfenster sprengt)

Das ist halt nur im worst Case für den Kunden eine absolute Katastrophe, mach die Leistung womöglich unbrauchbar (was bringt ein teuer bezahlter OBC-Transport, wenn die Hälfte nicht mitgeschickt wird, weil irgendjemand sich in der Paketmenge verschätzt oder vertippt oder sonst was hat).

Mein Anspruch als Dienstleister in meiner Branche ist, dass ich dem Kunden (und das gilt auch für Unter- Auftraggeber), wenn es für mich kein großes Ding ist, den Rücken freihalte. Natürlich durchaus gegen Bezahlung.

Ich könnte mir vorstellen, dass in manchen OBC-Zielgruppen (ihr scheint ja ein sehr unterschiedlichen unterwegs zu sein) durchaus "Problemlösung statt Dienst nach Vorschrift" gerne gewünscht wird.
 
  • Like
Reaktionen: FlugFanatiker

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
149
92
völlig unabhängig von der Branche (ich lese hier bloß aus Neugier mit):

Es gibt halt sone und solche Dienstleister. Bei einer wichtigen und zeitkritischen Sendung (und das dürfte bei OBC-Fracht ja durchaus vorkommen) kann man natürlich als Dienstleister

... fröhlich winkend sagen "Pech gehabt"
... die Annahme verweigern mit Hinweis auf Papierkram (der womöglich das eingeplante Zeitfenster sprengt)

Das ist halt nur im worst Case für den Kunden eine absolute Katastrophe, mach die Leistung womöglich unbrauchbar (was bringt ein teuer bezahlter OBC-Transport, wenn die Hälfte nicht mitgeschickt wird, weil irgendjemand sich in der Paketmenge verschätzt oder vertippt oder sonst was hat).

Mein Anspruch als Dienstleister in meiner Branche ist, dass ich dem Kunden (und das gilt auch für Unter- Auftraggeber), wenn es für mich kein großes Ding ist, den Rücken freihalte. Natürlich durchaus gegen Bezahlung.

Ich könnte mir vorstellen, dass in manchen OBC-Zielgruppen (ihr scheint ja ein sehr unterschiedlichen unterwegs zu sein) durchaus "Problemlösung statt Dienst nach Vorschrift" gerne gewünscht wird.
Nö. Es gibt keinen seriösen Dienstleister, der das machen würde, oder von jemandem erwarten würde in dieser Branche. Ein LKW Fahrer nimmt auch keine Palette mehr mit als in seinem Auftrag drin steht ohne seine Dispo zu fragen, das darf er gar nicht. Ein Containerschiff auch nicht, ohne den Reeder zu fragen. Und so darf ich das als OBC ebenso wenig. Im übrigen ist dieser case auch in über 10 Jahren bei mir noch nicht vorgekommen, dass ich „einfach mal was mehr mitnehmen“ soll. Das würde von den Operations her auch gar nicht funktionieren. Ich habe auch noch nie gesehen, dass ein Automobilzulieferer, oder ein Flugzeugbauer irgendwelche Spareparts im mittleren fünf bis sechsstelligen Wert „einfach mal so“ irgendwem mal mitgibt weil „ist eilig“. Die wissen schon selber gern, wer ihren Kram wo mit welcher Paperwork hinbringt. Von daher halte ich das auch eher für ausgedachten Seemannsgarn. Hier scheinen ja einige eine hohe Motivation zu haben, dieses Hobby schlecht darzustellen.
 
Zuletzt bearbeitet: