Spekulationen über Airlinepleiten

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CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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Vielleicht steckt Lettland das Geld lieber in Aufrüstung und lässt dafür dem Kreml den kleinen Propagandatriumph.
Wir werden sehen.
Klar, kann natürlich auch sein - aber eines ist sicher: so wie jetzt geht es mit Air Baltic nicht mehr lange weiter.
Entweder jemand pumpt da frisches Kapital rein - und da Investoren nicht Schlange stehen, wäre es dann vermutlich der Staat - oder die Lichter gehen in absehbarer Zeit aus.
 
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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
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FRA
Klar, kann natürlich auch sein - aber eines ist sicher: so wie jetzt geht es mit Air Baltic nicht mehr lange weiter.
Entweder jemand pumpt da frisches Kapital rein - und da Investoren nicht Schlange stehen, wäre es dann vermutlich der Staat - oder die Lichter gehen in absehbarer Zeit aus.
Du hast Carsten Spohr in Deiner Gleichung vergessen.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
676
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Du hast Carsten Spohr in Deiner Gleichung vergessen.
Durchaus nicht: der wäre bei der Kapitalerhöhung natürlich mit einem überschaubaren Anteil dabei - aber ich sehe inzwischen nicht mehr, warum CS da jetzt angesichts der schwierigen Lage für den Flugverkehr im Allgemeinen und sein Unternehmen im Speziellen im großen Stil einsteigen sollte.

Was hätte die Hanse davon (abgesehen von ein bisschen Wetlease), sich diesen Klotz auch noch ans Bein zu hängen - die muss erst einmal sehen, dass sie ITA verdaut kriegen und der Wettbewerb um die wesentlich attraktivere TAP (da hört man erstaunlich wenig in letzter Zeit) ist möglicherweise auch noch nicht entschieden - auch wenn ich persönlich eher glaube, dass die sich in Richtung AFKL bewegen wird.
 
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schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
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Klar, kann natürlich auch sein - aber eines ist sicher: so wie jetzt geht es mit Air Baltic nicht mehr lange weiter.
Entweder jemand pumpt da frisches Kapital rein - und da Investoren nicht Schlange stehen, wäre es dann vermutlich der Staat - oder die Lichter gehen in absehbarer Zeit aus.
Ich glaube, da gehen die Lichter nicht aus und es wird vermutlich auch keinen Staats-Bailout brauchen.

Ja, man ist quasi überschuldet oder zumindest hart an der Grenze. Aber operationell läuft es ok. Es wird ggf. eine Restrukturierung oder Übernahme geben, aber wir sind weit weg von Lichter aus ohne Staatsgelder.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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Ich glaube, da gehen die Lichter nicht aus und es wird vermutlich auch keinen Staats-Bailout brauchen.

Ja, man ist quasi überschuldet oder zumindest hart an der Grenze. Aber operationell läuft es ok. Es wird ggf. eine Restrukturierung oder Übernahme geben, aber wir sind weit weg von Lichter aus ohne Staatsgelder.
Bist Du Dir sicher? Wir beide haben natürlich keinen Einblick in die Bücher, aber:

a) Laut obigen Artikel produzierte die Airline in 2025 mit jedem Euro Umsatz 5 Cent Verlust

b) Hat der zuständige Minister doch schon vor Monaten verklausuliert verlauten lassen, dass ein Börsengang nicht mehr in Frage käme (wie auch, bei den Zahlen!) und man um die Airline weiter zu betreiben, über kurz oder lang einen (weiteren) Investor bräuchte

c) Und die Aussage a) und b) betreffen die Zeit vor dem Schlamassel am Golf, das BT, die kaum etwas hedgen konnten, nun zusätzlich trifft.

Meine Glaskugelprediction:

BT schafft es ohne zusätzliche (Staats)knete: <= 20%

Der Staat muss und wird den Zusammenbruch verhindern: 40-50%

Bruchlandung – der Staat lässt BT auflaufen: 30-40%
 
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HLX4U

Erfahrenes Mitglied
05.03.2012
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der Vergleich hinkt dermaßen
"dermaßen" lässt natürlich Spielraum!
Ich denke man kann keine Situation 1:1 vergleichen. Aber vergleichen wir doch einfach mal :) :

Die 8,25%-Anleihe von AB
Ausgabe 10/2011 in Höhe von 150 Mio Euro ( EZB-Zins 1,5% = Aufschlag 6,75% )
Aufstockung 01/2014 um weitere 75 Mio Euro ( nachdem man vorher einen A320 in Etihad-Farben gepinselt hat ). ( EZB-Zins 0,25% = Aufschlag 8% )

Etihad stieg übrigens erst nach Ausgabe der Anleihe im Dezember 2011 bei AB ein.

Die 14,5%-Anleihe von Air Baltic
Ausgabe 05/2024 in Höhe von 340 Mio Euro ( EZB-Zins 4,5% = Aufschlag 10% )
Aufstockung 10/2024 um weitere 40 Mio Euro ( EZB-Zins 3,4% = Aufschlag 11,1% )

AB ging über die Wupper trotz geringeren Risikoaufschlages bei ihrer Anleihe.
Und unter Berücksichtigung dessen das Air Baltic dem lettischen Staat gehört mehrheitlich, ist die Höhe des Kupons und des Volumens schon mehr als eindeutig zu werten. Ohne "Umschuldung" durch den lettischen Staat, wird Air Baltic diesen Riesenschuldenberg niemals abbauen können und natürlich auch nicht die Anleihe zurückzahlen können.
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
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Dann darfst dich nicht beschweren!
Sogar Air Berlin kam meine ich nicht über 8,5%...
2011 waren es 11.5% für einen dreijährigen Bond. Issuance später in 2011 und bis zur Pleite war zu niedrigeren All-In-Cash-Yields, was aber auch kein Wunder ist, wo es sich stark überschneidet mit der ZIRP. Insgesamt eine Recht uninformierte Diskussion

(Ohne irgendjemanden angreifen zu wollen, aber Recht uninformiert, weil nicht nur die Base Rates, sondern auch die Spreads für non-investment grade credit im Zeitablauf erheblich schwankt. Es gibt historische Episonen im 20. Jht., wo junk bonds 20% all in yield und mehr erreichten.)
 
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jaykayham

Erfahrenes Mitglied
14.08.2012
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Ob die Airline das überlebt...?

Können wir wohl nun von der Liste streichen: