Warum kein HON Circle Points auf PE Flügen?

ANZEIGE

useful idiot

Aktives Mitglied
23.07.2026
131
320
ANZEIGE
PE ist zweifellos die profitabelste Reiseklasse, mit der am meisten Gewinn pro cm2 Grundfläche in der Kabine generiert wird. Warum gibt's darauf keine HP, sollte ein Vielfliegerprogramm nicht einen Anreiz setzen für das Verhalten, das für die Fluggesellschaft am gewinnbringendsten ist?

Mit HP auf PE hätte ich in manchen Jahren einen zumindest halbwegs realistischen Pfad zum HON. Ich verstehe nicht, warum es die HP nicht gibt, ist es einfach historisch gewachsen oder gibt es eine tieferliegende Erklärung?
 

rcs

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
27.991
6.044
München
Ganz einfach: Mit HON-Punkten nur auf bezahlten Business und First Class Tickets verfolgt man indirekt den Ansatz, dass man einen gewissen Mindestumsatz pro Jahr sehen möchte, ohne jetzt einen Mindestumsatz offiziell festzulegen. Gleichzeitig möchte man die Kosten im Alltag limitieren, und der Deckungsbeitrag eines HON der viel in Economy fliegt und - worst case - jedes mal das FCT benutzt ist nicht unbedingt attraktiv.

Jemand bei der Swiss hatte es einmal soweit auf den Punkt gebracht, dass Sie eigentlich jedem HON in Eco lieber etwas Geld zurückgeben würden, wenn die Kosten für FCL und - worst case - Limousinen-Service nicht anfallen, da die meisten Eco-Tickets nicht ausreichend Deckungsbeitrag haben, um all die Airport Services zu finanzieren.

Natürlich wird der ganze Gedankengang teilweise ad absurdum geführt, seit EW gewisse Interkont-Flüge durchführt und es dort für billiges Geld Interkont-HON-Punkte gibt. Das ändert aber nichts an der Kalkulation auf Lufthansa-Seite. Überlegt wurde es schon mehrfach, aber eben auch wieder verworfen. Vor Corona war bei der Umstellung auf das Punkte-System ja der Plan, HON-Punkte in allen Reiseklassen zu vergeben... das wurde dann nach Corona zur Kostenersparnis wieder einkassiert, da der wöchentlich in Eco oder Premium Eco reisende Monteur dann in den meisten Fällen von der Profitabilität in die Unprofitabilität rutscht.
 

berlinerjunge

Erfahrenes Mitglied
07.05.2010
840
734
good old THF
Ich sehe HON eher als -veraltetes- Status und Elitedenken. "Wichtige" Menschen, die C/F fliegen dürfen/können/müssen soll eine -überholte- Plattform gegeben werden um sich zur Schau stellen zu können... Mein Haus, mein Auto, meine Punkte. Man trifft sich in der F-Lounge zur Reise nach Kitzbühel.

Alles Kinderkram, wie schon vor 40 Jahren erkannt. Ich empfehle das Ziel, das bei Minute 2:00 im u.a. Video aufgerufen wird:
 
  • Haha
Reaktionen: Münsterländer

monty81

Erfahrenes Mitglied
05.05.2017
1.288
1.995
Ich sehe HON eher als -veraltetes- Status und Elitedenken. "Wichtige" Menschen, die C/F fliegen dürfen/können/müssen soll eine -überholte- Plattform gegeben werden um sich zur Schau stellen zu können... Mein Haus, mein Auto, meine Punkte. Man trifft sich in der F-Lounge zur Reise nach Kitzbühel.
Wohl auch, aber ich dachte eher HON ist die einzige Chance zu teure Tickets für ein unterdurchschnittliches Produkt zu verkaufen. Und das macht natürlich nur Sinn, wenn der HON auch genau das bucht.
 

useful idiot

Aktives Mitglied
23.07.2026
131
320
Ein für mich persönlich interessanter Punkt ist, dass ein Allegris C Sitz in etwa 3x so viel Platz braucht wie ein PE-Sitz - wenn man alles berücksichtigt, also auch Gangbreite, Galleys, teils größere C Sitze/Suiten usw. -, aber nicht 3x so viel Gewinn abwirft. 3x so viel Umsatz vielleicht, aber keinesfalls 3x so viel Gewinn, da C sehr viel mehr Overhead hat und z.B. viel personalintensiver ist als PE.

Lufthansas strategische Vision bei Allegris ist, dieses Gewinndefizit der C durch Unbundling wieder wett zu machen. Als alternative Hypothese zu meinem "HON-Punkte für PE" könnte man auch postulieren, dass es imperativ wäre, dass LH auf Business Suite Reservierungen HON-Punkte vergibt.
 

Onkel Dubai

Erfahrenes Mitglied
01.07.2012
2.703
4.346
Frankfurt, Genf, London
Ganz einfach: Mit HON-Punkten nur auf bezahlten Business und First Class Tickets verfolgt man indirekt den Ansatz, dass man einen gewissen Mindestumsatz pro Jahr sehen möchte, ohne jetzt einen Mindestumsatz offiziell festzulegen. Gleichzeitig möchte man die Kosten im Alltag limitieren, und der Deckungsbeitrag eines HON der viel in Economy fliegt und - worst case - jedes mal das FCT benutzt ist nicht unbedingt attraktiv.

Jemand bei der Swiss hatte es einmal soweit auf den Punkt gebracht, dass Sie eigentlich jedem HON in Eco lieber etwas Geld zurückgeben würden, wenn die Kosten für FCL und - worst case - Limousinen-Service nicht anfallen, da die meisten Eco-Tickets nicht ausreichend Deckungsbeitrag haben, um all die Airport Services zu finanzieren.

Natürlich wird der ganze Gedankengang teilweise ad absurdum geführt, seit EW gewisse Interkont-Flüge durchführt und es dort für billiges Geld Interkont-HON-Punkte gibt. Das ändert aber nichts an der Kalkulation auf Lufthansa-Seite. Überlegt wurde es schon mehrfach, aber eben auch wieder verworfen. Vor Corona war bei der Umstellung auf das Punkte-System ja der Plan, HON-Punkte in allen Reiseklassen zu vergeben... das wurde dann nach Corona zur Kostenersparnis wieder einkassiert, da der wöchentlich in Eco oder Premium Eco reisende Monteur dann in den meisten Fällen von der Profitabilität in die Unprofitabilität rutscht.
Ist ja auch nicht so, dass das neu wäre. Als der Status eingeführt wurde, konnte er auch nur mit Eco Flügen erfolgen werden.
 

rcs

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
27.991
6.044
München
Ist ja auch nicht so, dass das neu wäre. Als der Status eingeführt wurde, konnte er auch nur mit Eco Flügen erfolgen werden.
Vollkommen richtig. UA-Flüge zählten ja zu Beginn des HON Circle Programms auch mal dazu. In der Summe aber aus Lufthansa-Sicht eben nicht rentabel.

Ein für mich persönlich interessanter Punkt ist, dass ein Allegris C Sitz in etwa 3x so viel Platz braucht wie ein PE-Sitz - wenn man alles berücksichtigt, also auch Gangbreite, Galleys, teils größere C Sitze/Suiten usw. -, aber nicht 3x so viel Gewinn abwirft. 3x so viel Umsatz vielleicht, aber keinesfalls 3x so viel Gewinn, da C sehr viel mehr Overhead hat und z.B. viel personalintensiver ist als PE.

Lufthansas strategische Vision bei Allegris ist, dieses Gewinndefizit der C durch Unbundling wieder wett zu machen. Als alternative Hypothese zu meinem "HON-Punkte für PE" könnte man auch postulieren, dass es imperativ wäre, dass LH auf Business Suite Reservierungen HON-Punkte vergibt.
Wenn Du rein nach Gewinn gehst, müsstest Du den HON dann dem Kunden geben, der regelmäßig auf der Kurzstrecke Y-Klasse oder B-Klasse ohne Corporate Discount bezahlt, quasi keinen Bordservice bekommt und dem man nicht wie in der Business den Mittelsitz freihalten muss. Ist in der Komplexität aber nicht der breiten Masse von Kunden zu vermitteln, daher ist der Weg über die Reiseklassen einfacher. Und in Hinblick auf die Zahlungskräftigkeit des anvisierten Publikums in gewissem Maße eben auch gewollt (den EW Longhaul Faux Pas außen vor gelassen).

Natürlich könntest Du auch für gewisse Zusatzleistungen Meilen und Punkte vergeben. Zumindest bisher sieht Lufthansa dazu aber keine Notwendigkeit, Kosten für die programmtechnische Umsetzung und Implementierung in der weltbesten Airline-IT stehen ja noch nicht mal für die mehrfach angedachte Einlösemöglichkeit von E-Vouchern für den Allegris Business Suite ASR in einer für Lufthansa sinnvollen Relation.

Da bin ich mittlerweile glaube ich zu sehr Realist, als dass ich von Lufthansa erwarte, innovativ zu sein.
 

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.375
3.931
ZRH / MUC
Ist ja auch nicht so, dass das neu wäre. Als der Status eingeführt wurde, konnte er auch nur mit Eco Flügen erfolgen werden.
Richtig, und das wurde mitten in der Requali-Periode (2 Jahre) geändert, bei mir nach einem Drittel davon. Dann war es für mich, der bei Flügen unter 4 Stunden "nur" Eco bezahlt bekam (und das privat auch so handhabte), über Nacht nicht mehr interessant. Ich hätte schon genug Umsatz in der C gebracht, um die 600'000 Meilen voll zu machen, aber ohne Eco hatte ich schlicht keine Chance mehr.

Im Gegenteil: ich habe seither viele andere Airlines mit sehr gutem Produkt und fairen Preisen kennengelernt. FCL und FCT sind auch irgendwann repetitiv, und an Fremdflughäfen bin ich mit Air France oder Iberia Business ja dann doch in der gleichen Lounge wie der HON. Habe aber dann den wesentlich besseren und günstigeren Flug vor mir. Bei einem Easyjet-Flug bin ich mit den entsprechenden Zusatzleistungen am Schluss auch nicht weniger erholt bei LH-Kont C. Dafür habe ich mehrere huntert Euro mehr auf dem Konto. Alles richtig gemacht. Lufthansa-Gruppe bin ich seither kein einziges Mal mehr geflogen, ohne sie aktiv zu boykottieren.

Wer ist eigentlich heute noch das Zielpublikum des HONs?
 

useful idiot

Aktives Mitglied
23.07.2026
131
320
Wenn Du rein nach Gewinn gehst, müsstest Du den HON dann dem Kunden geben, der regelmäßig auf der Kurzstrecke Y-Klasse oder B-Klasse ohne Corporate Discount bezahlt, quasi keinen Bordservice bekommt und dem man nicht wie in der Business den Mittelsitz freihalten muss. Ist in der Komplexität aber nicht der breiten Masse von Kunden zu vermitteln, daher ist der Weg über die Reiseklassen einfacher.
Na ja, der Gewinn ist aber in PE am höchsten. Die C hat einen drei- bis vierfach so hohen Personalaufwand wie PE, weil du einen Crewmember pro 12 Paxe statt einen pro 40 Paxe hast. Und du hast keine schweren, viel Kerosin kostenden C-Sitze.

Der typische HON bucht nicht 9 Monate vor Abflug den günstigen N-Sitz, sondern i.d.R. kurzfristig einen teuren E oder G und auch kein Light. Dinge wie Group 1 Boarding haben Grenzkosten nahe null. Worauf bleibt LH sitzen? Den Verrechnungskosten der F Lounge und ggf. Limo. Gegeben die höhere Flächeneffizienz von PE müsste LH nicht traurig sein, wenn ein HON PE bucht. Reine Kurz-/Mittelstrecken in Y sind deutlich problematischer.

Den Reisenden ohne Corporate Discount bei der Statuserlangung mehr zu belohnen ist inpraktikabel, HON-Punkte für PE oder Sitzplatzreservierungen sind es m.M.n. nicht.

Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen, zu behaupten, dass Statusanerkennung von bezahlten Sitzplätzen mit der nächsten M&M Revision definitiv kommen. Die Konkurrenz hat es auch gemacht und es ist in gewisser Weise inhärent in der Allegris Unbundling Logik, wo selbst HON für die Business Suite zu zahlen haben. Kein Elite kriegt die Suite umsonst, das soll stets monetarisiert werden. Und der Aufpreis ist weitaus höher als der interne Verrechnungspreis für einen F Loungebesuch.
 

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
11.947
2.784
im Paralleluniversum
Ich sehe HON eher als -veraltetes- Status und Elitedenken. "Wichtige" Menschen, die C/F fliegen dürfen/können/müssen soll eine -überholte- Plattform gegeben werden um sich zur Schau stellen zu können... Mein Haus, mein Auto, meine Punkte. Man trifft sich in der F-Lounge zur Reise nach Kitzbühel.
Ich war eine ganze Weile HON, bin es seit März nicht mehr - dafür fliege ich zu wenig inzwischen.

Aber ich kann Dir eins sagen: Der HON hatte für mich nicht die Bohne mit Elitedenken zu tun. Die wirklichen Vorteile des HONs haben im Service stattgefunden.

Zum Beispiel, weil der persönliche Ansprechpartner in 24 Stunden Dinge erledigt hat, wo selbst ein SEN 4 Wochen wartet.
Oder weil mir bei Flugunregelmäßigkeiten immer gut geholfen wurde, meist in telefonischer Abstimmung proaktiv.
Ok, zugegeben sind die FCL Lounge so mit das Beste, was es in Europa an Lounges gibt. Das war schon auch nicht sooo schlecht ;)

Die persönliche Ansprache im Flieger fand ich dagegen eher immer unangenehm - zumal in der Eco.

Aber ich habe das in den HON Jahren immer wieder erlebt. Der HON ist genau so lange unnötiges Elitedenken, bis man selbst HON ist. Dann ändert sich das Bild komplett.
 
  • Like
Reaktionen: jensbert

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.375
3.931
ZRH / MUC
Zum Beispiel, weil der persönliche Ansprechpartner in 24 Stunden Dinge erledigt hat, wo selbst ein SEN 4 Wochen wartet.
Oder weil mir bei Flugunregelmäßigkeiten immer gut geholfen wurde, meist in telefonischer Abstimmung proaktiv.
Dann muss man aber sehen: bei Lufthansa muss man HON sein für irgendwelche Dinge, die bei normalen und sogar schlechten Airlines selbstverständlich sind.

Selbst bei der verrufenen FlyBondi in Argentinien bekam ich offenbar den besseren Service als bei LH, wenn man nur SEN ist (ich bin auf dem Weg runter vom HON als SEN nie LHG geflogen und kann es nicht selber beurteilen, hatte aber mit FlyBondi eine Unregelmässigkeit). Wie würde es mir ergehen, als heute Statusloser bei der LH-Gruppe? Lieber nicht ausprobieren. Ausser, ich würde bei der Buchung sehr viel Geld sparen oder jemand anderes bezahlt es mir.
 

Onkel Dubai

Erfahrenes Mitglied
01.07.2012
2.703
4.346
Frankfurt, Genf, London
Ich war eine ganze Weile HON, bin es seit März nicht mehr - dafür fliege ich zu wenig inzwischen.

Aber ich kann Dir eins sagen: Der HON hatte für mich nicht die Bohne mit Elitedenken zu tun. Die wirklichen Vorteile des HONs haben im Service stattgefunden.

Zum Beispiel, weil der persönliche Ansprechpartner in 24 Stunden Dinge erledigt hat, wo selbst ein SEN 4 Wochen wartet.
Oder weil mir bei Flugunregelmäßigkeiten immer gut geholfen wurde, meist in telefonischer Abstimmung proaktiv.
Ok, zugegeben sind die FCL Lounge so mit das Beste, was es in Europa an Lounges gibt. Das war schon auch nicht sooo schlecht ;)

Die persönliche Ansprache im Flieger fand ich dagegen eher immer unangenehm - zumal in der Eco.

Aber ich habe das in den HON Jahren immer wieder erlebt. Der HON ist genau so lange unnötiges Elitedenken, bis man selbst HON ist. Dann ändert sich das Bild komplett.
Ich sehe das ähnlich, aber es hängt natürlich sehr vom persönlichen Flugprofil ab. Ich wohne 20 Min von FRA entfernt und fliege im Schnitt 2x pro Woche dort los. Da ist das FCT natürlich Gold wert. 30-40 Min vor Boarding ankommen, etwas Brauchbares essen, zum Flugzeug gefahren werden. Plus der Service bei irreg. Das ist schon sehr viel wert, wenn man so häufig dort abfliegt. Und hat auch nichts mit Elitedenken zu tun. Es macht vieles einfach nur leichter und angenehmer.
 

spremmse

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
1.715
1.898
BER
Na ja, der Gewinn ist aber in PE am höchsten. Die C hat einen drei- bis vierfach so hohen Personalaufwand wie PE, weil du einen Crewmember pro 12 Paxe statt einen pro 40 Paxe hast. Und du hast keine schweren, viel Kerosin kostenden C-Sitze.
Die Gewinnmarge mag am höchsten sein, aber der absolute Reingewinn ist deswegen nicht unbedingt auch höher.
ie LHG hat sicher kein Interesse daran, dass wer bisher C/F bucht nun plötzlich auch PE bucht, und so will man sicherlich keine Distinktionsmerkmale von PE nach C verlieren.
Ganz abgesehen davon dass PE dermaßen wenig Punkte bringt dass du dir ganz schön den hintern wund sitzen musst um damit zum HON zu kommen. Mehrere Y Kurzstrecken pro Woche ist für einige (z.B. Berufspendler) ganz normal, aber (simplifiziert runtergebrochen) 75 Langstrecken im Jahr in der PE würde ich persönlich als Folter betrachten.

Richtig, und das wurde mitten in der Requali-Periode (2 Jahre) geändert, bei mir nach einem Drittel davon. Dann war es für mich, der bei Flügen unter 4 Stunden "nur" Eco bezahlt bekam (und das privat auch so handhabte), über Nacht nicht mehr interessant. Ich hätte schon genug Umsatz in der C gebracht, um die 600'000 Meilen voll zu machen, aber ohne Eco hatte ich schlicht keine Chance mehr.

Im Gegenteil: ich habe seither viele andere Airlines mit sehr gutem Produkt und fairen Preisen kennengelernt. FCL und FCT sind auch irgendwann repetitiv, und an Fremdflughäfen bin ich mit Air France oder Iberia Business ja dann doch in der gleichen Lounge wie der HON. Habe aber dann den wesentlich besseren und günstigeren Flug vor mir. Bei einem Easyjet-Flug bin ich mit den entsprechenden Zusatzleistungen am Schluss auch nicht weniger erholt bei LH-Kont C. Dafür habe ich mehrere huntert Euro mehr auf dem Konto. Alles richtig gemacht. Lufthansa-Gruppe bin ich seither kein einziges Mal mehr geflogen, ohne sie aktiv zu boykottieren.

Wer ist eigentlich heute noch das Zielpublikum des HONs?
Nicht jeder Fliegt an Destinationen die mit AFKL oder IAG gut erreichbar sind. Bin selber nur SEN und fliege auch viel Eco, aber in sehr vielen Fällen ist die LHG für mich leider die günstigste und einfachste Option.
 

rcs

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
27.991
6.044
München
Na ja, der Gewinn ist aber in PE am höchsten.
Genau das soll ja auch so bleiben, und ein Schlüssel-Element ist ja auch das Thema Kosten.

Du hast ja im ersten Beitrag zu dem Thema geschrieben, mit HON Punkten auf PE hättest Du in manchen Jahren einen zumindest halbwegs realistischen Pfad zum HON. Wenn Du offensichtlich das ausreichende Flugvolumen hast, hätte Lufthansa im Gegenzug für den HON-Status dann gerne einen Upsell in die Business Class, anstatt einen Downsell auf die Premium Eco.

Mit 5% Marge auf einen Premium Eco N-Tarif von ca. 800 EUR (Fare + YQ) hast Du ca. 40 EUR, die bei der Airline hängen bleiben. Mit FCL/FCT-Besuch rutscht Dir dieses Ticket in die Minusmarge. Mit 5% Marge auf einen Business P-Tarif von ca. 3500 EUR (Fare + YQ) hast Du zumindest ca. 175 EUR, bei denen die Airline mit etwas Glück dann zumindest +/- 0 mit den Airport-Benefits rausgeht.

Ganz genau das ist die Motivation, warum man sich beim HON auf Business und First fokussiert, da bei einem Großteil der Flüge in Business und First das Risiko der Minusmarge auf das einzelne Ticket bezogen deutlich sinkt.

Und in Hinblick auf den Status ist natürlich der HON, der regelmäßig in First Class fliegt, natürlich der Lieblings-Kunde schlechthin, da der Status für all diese Flüge kaum zusätzliche Kosten verursacht, da die Benefits am Airport durch die Reiseklasse bereits abgedeckt sind.

Die Airline hat da (leider) ein anderes Wunschdenken als das, was wir als Passagiere uns oftmals wünschen würden.
 

i_miss_flying

Erfahrenes Mitglied
10.02.2021
1.423
3.717
Ich sehe HON eher als -veraltetes- Status und Elitedenken. "Wichtige" Menschen, die C/F fliegen dürfen/können/müssen soll eine -überholte- Plattform gegeben werden um sich zur Schau stellen zu können... Mein Haus, mein Auto, meine Punkte. Man trifft sich in der F-Lounge zur Reise nach Kitzbühel.
Was für ein Blödsinn.... Das gilt vielleicht für die paar Kunden, die dann stundenlang im FCT Youtube-Videos drehen und mit jede Menge Aufwand einmal für ein Jahr HON sein wollen und dafür das Programm ausreizen, mit EW die Billigtickets abfliegen und sich dann für ein Jahr wichtig fühlen wollen.

Die meisten HONs, die ich kenne, fallen weder großartig auf, noch brauchen sie irgend eine Wichtigtuerei, denn die meisten sind per se "wichtig". Und für die meisten dieser Kunden liegt der Wert des Programms in den Benefits, die man nicht sieht. Als letzter in den Flieger rein, als erster raus, und Zeit sparen. Ich kann nach Landung in FRA in 45 Minuten für den OP einwaschen, wenn ich auf dem Vorfeld ankomme. Und ich kann jemanden anrufen, wenn etwas schief läuft. Ich bekomme 24 Stunden vor Abflug noch einen Platz. Und ich finde in FRA, MUC, ZRH und VIE Ruhe zum Arbeiten. Solche Vorteile schätze ich.

Was aber tatsächlich stimmt: Von einem Topkundenprogramm (so war es anfangs ja noch überall offiziell betitelt) ist es immer mehr zu einem Kasper-Programm geworden, das sich mehr um die Influencer-Klientel kümmert als um die Kunden, die mit wenig Aufsehen und Aufwand teure Tickets kaufen. Die Kunden, die auch im Flieger negativ auffallen, sind auffallend oft Wichtigtuer. Und nach allem, was man von den Lufthansa-Mitarbeitern hört, sind es immer weniger langjährige Kunden und immer mehr "Einjahreskunden", die dann in dem Jahr mit allem was dazu gehört auffallen wollen und die Kosten explodieren lassen.
 
  • Like
Reaktionen: 3LG

useful idiot

Aktives Mitglied
23.07.2026
131
320
Die Airline hat da (leider) ein anderes Wunschdenken als das, was wir als Passagiere uns oftmals wünschen würden.
Die nimmt bis zu 1200€ für Sitzplatzreservierung in der C (bei Reservierung hin und zurück) im Versuch, die C Marge auf PE hochzuhieven.

Wenn wir unterstellen, dass ein C Return im Schnitt Pi mal Daumen 4500€ erlöst, sind das enorme Dimensionen - kein Wunder, dass die Suite dem HON nicht geschenkt wird.

Für mich versinnbildlicht es, das LH über Profitabilität ganz anders denkt als noch vor wenigen Jahren. Für mich macht das auch Sinn, über Sammeln außerhalb von C und F nachzudenken, gerade wenn die F nur noch sehr wenige Sitze im Verkauf hat.

Es gibt ja Lösungen, Billigtickets wie PE Light auszuschließen. Machen ja immer mehr Programme.
 

rcs

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
27.991
6.044
München
Die nimmt bis zu 1200€ für Sitzplatzreservierung in der C (bei Reservierung hin und zurück) im Versuch, die C Marge auf PE hochzuhieven.

Wenn wir unterstellen, dass ein C Return im Schnitt Pi mal Daumen 4500€ erlöst, sind das enorme Dimensionen - kein Wunder, dass die Suite dem HON nicht geschenkt wird.
Der angestrebte Durchschnitts-Return für Business Class Langstrecke liegt darüber. "Enorme Dimensionen" wären eher im Bereich um die 6-7k Durchschnitt für einen Langstrecken Business Class Return.

Für mich versinnbildlicht es, das LH über Profitabilität ganz anders denkt als noch vor wenigen Jahren.
Das ist ja öffentlich bekannt und kommuniziert, siehe Lufthansa Group Geschäftsbericht 2025, Seite 24. Ab 2028 strebt man eine Adjusted EBIT-Marge von 8 % bis 10 % an. Aus diesem Grund werden ja auch seit diesem Jahr konsequent die Verlustbringer auf der Kurzstrecke aus dem Flugplan gestrichen.

Es gibt ja Lösungen, Billigtickets wie PE Light auszuschließen. Machen ja immer mehr Programme.
Das kommt wenn dann als Sahnehäubchen on top für alle Kunden. Das als Basis zu nehmen, um abweichend von der etablierten Strategie die Beschränkung auf Business und First für den HON Circle aufzuheben, bezweifle ich sehr. Da müsste die Not bei Lufthansa so groß sein, dass die Zahl der HON Circle Member massiv sinkt.
 

spremmse

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
1.715
1.898
BER
ANZEIGE
300x250
Der angestrebte Durchschnitts-Return für Business Class Langstrecke liegt darüber. "Enorme Dimensionen" wären eher im Bereich um die 6-7k Durchschnitt für einen Langstrecken Business Class Return.
6-7k€ im durchschnitt? Da sind meine Ticketpreise (und vermutlich die der meisten anderen Insassen auch) doch noch meilenweit von entfernt.