Wein- / Alkoholkonsum von Endverbrauchern

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PhileasFogg

Erfahrenes Mitglied
29.03.2012
689
308
FRA
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Es ist eben so, das der durchschnittliche Preis für eine Flasche Wein bei 2,00-2,50€ liegt in Deutschland
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Nach dieser Erkenntnis sollen sich schon ehemalige Kanzlerkandidaten aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben...
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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14.457
FRA/QKL
Es ist eben so, das der durchschnittliche Preis für eine Flasche Wein bei 2,00-2,50€ liegt in Deutschland, also die Discounterware einen Großteil der verkauften Weine in Deutshland ausmacht und somit nicht ignoriert werden darf.
Das glaube ich dir zwar (leider), aber das kaufen natürlich auch keine richtigen Weintrinker. Denen ist doch völlig egal, was im Glas ist, die Hauptsache billich. Da solche Leute gerne auch Rotweine mit Eiswürfel und Weißweine mit Liiiiimmo vergewaltigen bin ich ganz froh, dass sie dies nur dem Discounterfusel und nicht dem guten Tröpfchen antun. ;)
 

Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
4.884
-22
Das glaube ich dir zwar (leider), aber das kaufen natürlich auch keine richtigen Weintrinker. Denen ist doch völlig egal, was im Glas ist, die Hauptsache billich. Da solche Leute gerne auch Rotweine mit Eiswürfel und Weißweine mit Liiiiimmo vergewaltigen bin ich ganz froh, dass sie dies nur dem Discounterfusel und nicht dem guten Tröpfchen antun. ;)

Korrekt, so ist das aber eben überall, kann auch nicht jeder Porsche fahren, oder Kobe Rind essen. :)

Und einige der LEH-Weine sind für den "every-day" Konsum eigentl. zu gebrauchen... kein Hochgenuss klar.. ;)
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
Der Weinverband hat die Tage mal ne Statistik rausgelasen was in der FAZ (ja, es soll Brüder geben die es im Abo lesen und nicht in die Tonne treten :D) dann abgedruckt war

Marktanteile
ca 65 % Discounter
ca 20 % Internet
ca 10 % Fachhandel
ca 5 % Winzer

...ohne Gewähr... aber nachvollziehend...


Auch wenn ich ab u zu mal Wein zum "every-day" konsumiere...die Kategorie <6€ kommt mir nicht mehr ins Haus...schon 4 Tacken Weine sind grenzwertig...

aaaaaber : Was Hänschen nicht kennt...... und leider kenne ich "andere" (um nicht "bessere" zu sagen) die >6 und >6+ ;) kosten und dann will und kann man die <4 nicht mehr...dat is so....
 

Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
4.884
-22
Das dürfte in etwa so stimmen, wobei natürlich interessant wäre zu wissen, wie bspw. Direktverkauf (Winzer) und Internethandel abgesteckt werden.

Falls ein Winzer über die Plattform vicampo.de verkauft, gilt das als Internet oder Direkt? Vicampo ist online, aber quasi nur ein Marktplatz. Die Winzer verschicken alle direkt ab Hof.
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
Das dürfte in etwa so stimmen, wobei natürlich interessant wäre zu wissen, wie bspw. Direktverkauf (Winzer) und Internethandel abgesteckt werden.

Falls ein Winzer über die Plattform vicampo.de verkauft, gilt das als Internet oder Direkt? Vicampo ist online, aber quasi nur ein Marktplatz. Die Winzer verschicken alle direkt ab Hof.


Gute Frage. Aus meiner Sicht, die ja nicht zwingend mit der eines Winzers sich gleichen muss, ist der POS massgebend. Wenn Marktplatz=Internet dann Internet.
Wenn Käufer vorbei kommt, dann Winzer ab Hof....

Gute Frage um den Verband mal danach zu fragen und ggfls als Anregung zur Begriffsdefinierung.
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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17.550
Ich finde, das seht Ihr ein bisschen zu eng: Ich kann nicht mein komplettes Leben als Abbild von Schoener Wohnen, Der Feinschmecker, Vinum, Mare und Business Jet Traveller nachbauen. Ein Weinchen zum normalen Wochentagsabendessen ist nun einmal kein Wine-Tasting-Event, da tut es ein ordentlicher Discounter-Wein auch einmal. Die sind teilweise wirklich trinkbar.

Klar, ansonsten lade ich bei meinem Stammweingut zweimal im Jahr den Kofferaum voll (uebrigens auch mit sehr guten Weinen nur leicht ueber der hier geschmaehten Preisklasse), aber manchmal muss es halt auch quick and dirty sein.
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
Andere Frage : Wie in etwas definiert Ihr in Geisenheim (oder Winzer) ab wann ca. € ein Wein die Grenzkurve verläßt um tatsächlich einen eigenen Charakter (damit meine nicht den nicht mehr spürbaren Alc Charakter) festzustellen ?

Ohne jetzt einzugehen ab wieviel € sich ein Wein wirtschaftlich positiv trägt.... "nur" rein geschmacklich...
 
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SleepOverGreenland

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09.03.2009
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Ich finde, das seht Ihr ein bisschen zu eng: Ich kann nicht mein komplettes Leben als Abbild von Schoener Wohnen, Der Feinschmecker, Vinum, Mare und Business Jet Traveller nachbauen. Ein Weinchen zum normalen Wochentagsabendessen ist nun einmal kein Wine-Tasting-Event, da tut es ein ordentlicher Discounter-Wein auch einmal. Die sind teilweise wirklich trinkbar.

Klar, ansonsten lade ich bei meinem Stammweingut zweimal im Jahr den Kofferaum voll (uebrigens auch mit sehr guten Weinen nur leicht ueber der hier geschmaehten Preisklasse), aber manchmal muss es halt auch quick and dirty sein.
Auch direkt beim Winzer gibt es in aller Regel unter 5€ nur sogenannte Schoppenweine, wobei der Name schon alles sagt: Pur nicht trinkbar. Selbst in den relativ günstigen Weinregionen in Deutschland verkaufen die Winzer ihre Zweit- und Drittweine ab 5€ aufwärts. Die Premiumweine kosten normalerweise immer über 10€.

Da die Discounter alle nicht zaubern können und auch einiges verdienen wollen kann man sich ungefähr vorstellen was in den 2-3€ Flaschen dann wirklich drin ist. :eek:

Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten, aber die paar Discounter Weine die ich probiert habe sind einfach nur übel, haben kaum Aromen und bieten geschmacklich.... (???)..., genau: Nichts. :eek:


Selbst der eigentlich gar nicht günstige Aldi Brunello kann es mit einem richtigen Brunello einfach nicht aufnehmen. Für einen Aldi Wein vermutlich gar nicht mal schlecht, für einen Brunello extrem günstig. Aber für den gleichen Preis oder sogar etwas günstigeren Preis bekomme ich aber geschmacklich wesentlich bessere Sangiovese. Da steht dann nur nicht Brunello drauf. Wer kauft also die Brühe? Diejenigen die davon gehört haben, dass Brunello etwas besonderes ist, sich aber eigentlich nicht mit der Traubensorte und den Besonderheiten eines Brunello auskennen.
 
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Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
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Andere Frage : Wie in etwas definiert Ihr in Geisenheim (oder Winzer) ab wann ca. € ein Wein die Grenzkurve verläßt um tatsächlich einen eigenen Charakter (damit meine nicht den nicht mehr spürbaren Alc Charakter) festzustellen ?

Ohne jetzt einzugehen ab wieviel € sich ein Wein wirtschaftlich positiv trägt.... "nur" rein geschmacklich...

Das kommt natürlich auf den Typ des Weingutes an. Aktuell sehe ich eigentl. 4 Kategorien von Weingütern

1) VDP Betriebe und selbsternannte Premiumbetriebe: Hohe Preise, die Qualität schwankt gewaltig (!)

2) Familienweingüter vom "alten" Schlag - Alltagsweine, kein Schnickschnack, doch die kleinen Weine für 3-4 Euro lassen sich teilweise wirklich sehen (Riesling Kabinett, Spätlesen etc.. )

3) Familienweingüter die nun von der neuen (Geisenheimer) Generation übernommen werden. Das Qualitätsbewusstsein steigt, die Weingüter werden meist komplett umgekrempelt und die Preise steigen natürlich parallel mit. Hier bekommt man Top Weine aber auch schon im Bereich von 5-8 Euro, ggü. zu den VDPlern, wo es meist erst ab 10 - 15 überhaupt los geht.

4) Kellereien etc... bspw. in Baden. Unkomplizierte, saubere Weine mit knackiger Frucht, aber sonst nicht viel dahinter gibts hier natürlich Bereich ab 2,50 Euro.



Das macht es schwierig zu sagen, ab welchem Preis man einen guten Wein im Glas hat. Ich habe gerade erst wieder klasse Weine mit gutem Trinkfluss für eine Abendveranstaltung eingekauft. Jeweils unter 5 Euro.

Gerade über Weintrinker die sagen "VDP, sonst kommt mir nix ins Glas" kann ich nur lächeln, bei den "Qualitäten" die man auf den VDP Verkostungen teilweise im Glas hat. Und dann noch 30+ Euro verlangen.


Und übrigens, wenn ich auf eine Party eingeladen bin, wo eine Flasche nach der anderen geköpft wird, da tuts auch der Lieblingswein eines Kommilitonen von mir: Müller Thurgau Kabinett im Bocksbeutel für 1,99 beim Netto. :D


Abschließend ist noch zu sagen, dass der Discounter Bereich m.M.n. nicht wirklich in Konkurrenz mit den Familien Weingütern oder den VDPlern steht. Sie bilden jeweils ihren eigenen Markt. Porsche wird wohl Opel auch nicht wirklich als Konkurrent ansehen, sondern höchstens als freundlicher Mitbewerber, der eine ganz andere Klientel abdeckt.
 
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Siwusa

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24.11.2010
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-22
Oh, um nicht nur bei Preisuntergrenzen zu bleiben, möchte ich noch kurz anmerken, dass bei der Weinproduktion irgendwann das Maximum an "Aufwand" erreicht ist.

Aus Erfahrung kann ich behaupten, dass man bspw. einen Weißwein kaum teurer als 5-10 Euro die Flasche produzieren kann. Alles was darüber geht ist HokusPokus. Bei Rotweinen sieht das ganze natürlich etwas anders aus. Der Ausbau in Holzfässern ist Zeit- und Kostenintensiv. Aber hier würde ich das Limit im Bereich von 20-30 Euro sehen.


Alles was darüber geht ist natürlich pure Rohertragsmarge, die bspw für aufwendiges Marketing etc.. genutzt wird und vom Kunden eben getragen werden muss (siehe VDPler).


Betriebe wie OpusOne die die Flasche für 295 $ verkaufen sind natürlich die reinsten Goldesel...
 

NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
6
Duisburg
Betriebe wie OpusOne die die Flasche für 295 $ verkaufen sind natürlich die reinsten Goldesel...

Na ja - gerade der Wein zu diesem Preis ist ein gutes Beispiel für geschicktes Agieren am Markt.
Ich würde auch so viel Geld nicht ausgeben, denn ich kaufe Wein als Verbrauchsartikel und nicht als Geldanlage. Ausserdem habe ich einen solch profanen Geschmack, dass ich die Unterschiede im absoluten Hochpreissegment - so überhaupt vorhanden - nicht mehr herausschmecke. Ein guter Antinori (wahlloses Beispiel) tut es für mich auch.
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
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Besten Dank für die Erläuterung

Fakt ist, je mehr man probiert, gerade >6€ desto besser wird man geschult.
Wie beim Autofahren...je mehr ich fahre desto besser (sollte) ich im Verkehr reagieren oder anderer x-beliebiger Vergleich.
 

Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
4.884
-22
Danke für die bisherigen Einsendungen :)

Gerne mehr! Und gerne auch weiterschicken an Ehepartner, Eltern, Freunde und Kinder (sofern sie >16 sind :eek: )
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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Jaja, schon gut.
Du hättest aber mal das Gesicht der FA sehen sollen, als Dreschen sie gefragt hat, ob sie eine "kalte Muschi" hätte. :eek:
Versuch das mal mit "Kahl". ;)

Dann haette sie sich geschmeichelt gefuehlt? "Entschuldigung, Sie sehen so aus, als haetten Sie eine kahle Muschi"?
 

Lotus

Erfahrenes Mitglied
05.04.2009
480
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Bonn
Teilgenommen.
Der Survey ist zwar einfach gestrickt, aber mit Sicherheit viel zielführender als manch anderer Fragebogen, für den im VFT schon Teilnehmer gesucht wurden. Gut gemacht!
 
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