Wie mit dem Laufen anfangen?

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paulraum

Erfahrenes Mitglied
08.04.2009
2.477
14
ARN / ZRH
Da war ich. Der hat dann gesagt "wird wohl Asthma sein" und ich soll Salbutomol im Notfall nehmen, wenn ich das öfter brauche für eine Weile Viani Mite. Mehr ist da nicht bei rausgekommen.

Genial, wie solch ein tolles Gesundheitssystem solche Koryphäen mit so sinnfreien Aussagen hervor bringt!
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Man merkt du hast nicht gelesen was du kommentierst.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Da war ich. Der hat dann gesagt "wird wohl Asthma sein" und ich soll Salbutomol im Notfall nehmen, wenn ich das öfter brauche für eine Weile Viani Mite. Mehr ist da nicht bei rausgekommen.

Moin,
möchte dem Kollegen da nicht zu nahe treten, wenn das wirklich seine Aussage war.
Aber es muss/sollte ein Belastungs-EKG gemacht werden, am besten mit Atemmaske. Das ist so als gesundheitscheck das einzige, was sinnvoll ist.
Ob das die GKV einfach so übernimmt, weiss ich allerdings nicht. Und du musst zu einem Lungenfacharzt und /oder Kardiologen, nicht ein Allgemeinmediziner.
 
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flying_student

Erfahrenes Mitglied
04.04.2009
7.005
6
Da war ich. Der hat dann gesagt "wird wohl Asthma sein" und ich soll Salbutomol im Notfall nehmen, wenn ich das öfter brauche für eine Weile Viani Mite. Mehr ist da nicht bei rausgekommen.

Jetzt haben wir noch:

1.) Der Arzt ist ein Pfosten oder halt nicht wirklich vom Lungenfach
2.) Es ist gar nicht so schlimm und bedarf nur Notfallmedikation
3.) Du kannst die Symptome von einfacher normaler Belastung/Anstrengung nicht unterscheiden von wirklicher Atemnot


Was hat denn die Peak-Flow-Messung bzw. der Belastungstest ergeben? Wenn man den macht ergibt sich normal kein "wird wohl Asthma sein". Für mich klingt das alles so einbisschen nach ich suche möglichst viele Gründe wieso es nicht geht.

Vielleicht waren die vorherigen Tips alle falsch und Du solltest dich einer Gruppe anschliessen, die den nötigen sozialen Druck ausübt ...
 
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tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Was hat denn die Peak-Flow-Messung bzw. der Belastungstest ergeben? Wenn man den macht ergibt sich normal kein "wird wohl Asthma sein".

Es wurde kein Belastungstest gemacht. Das ganze fand im Krankenhaus in der pneumologischen Abteilung statt und ich war beim Oberarzt.

Für mich klingt das alles so einbisschen nach ich suche möglichst viele Gründe wieso es nicht geht.

Was schrieb ich denn zuletzt? Das ich deutlich weiter als vorher gekommen bin und nicht mehr nur zwei Minuten schaffe und außerdem das Notfallspray nicht mehr gebraucht hatte. Was soll also diese Behauptung von dir?
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Ich lese hier nur ausreden.

Dann les nochmal richtig :rolleyes:

Grad wieder gelaufen. Man mag es kaum glauben aber ich hab die Runde ohne Pause geschafft. Heute zum ersten mal mit GPS Pulsuhr. Es sind 3,3km, für viele sicherlich keine Strecke, aber am Anfang war ich ja weit davon entfernt das zu schaffen.
Der Puls hat mich etwas erschreckt. Nach den ersten 20 Meter gehen lag der schon bei über 100. Als ich dann mit laufen angefangen hab war er sofort bei 160 und nach ganz kurzer Zeit lag ich zwischen 170-180. Da blieb er dann die ganze Zeit. Am Ende der Runde waren es 184. War meiner Meinung nach echt nicht schnell unterwegs, dafür ist das wohl ganz schön hoch
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Viel zu hoch der Puls, es sei denn du bist erst 5 Jahre alt.
Wie alt bist du ?
Im reinen Ausdauerbereich sollte er irgendwo zwischen 120 und 140 sein. Abhängig vom Fokus Fettverbrennung oder Ausdauertraining, Intervalltraining oder Langstrecke.
Er darf am berg oder im Sprint auch mal 170 sein, aber was du da gemacht hast , ist unter JEDEN Umständen viel zu hoch. Also langsamer!
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Ich war nicht schnell, langsamer und ich gehe statt zu laufen. Bin 30.
Mein Ruhepuls liegt aber auch schon bei über 60.
20 Höhenmeter sind es.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Ich war nicht schnell, langsamer und ich gehe statt zu laufen. Bin 30.
Mein Ruhepuls liegt aber auch schon bei über 60.
20 Höhenmeter sind es.

Spielt keine Rolle, dann gehst du halt. Der Puls ist offensichtlich weit im anaeroben Bereich, also viel zu hoch.
Ruhepuls über 60 ist jetzt kein Zeichen für schlechte Kondition. über 90 wäre nicht so gut.
Entgegen der landläufigen Meinung wird der Ruhepuls morgens direkt nach dem aufwachen am besten im Bett gemessen und nicht mittags auf dem sofa.
Versuch mal puls 145 als Obergrenze zu halten für den anfang.
 

Piedra

Erfahrenes Mitglied
28.08.2012
5.120
22
Warst du beim Schuhekaufen mal auf dem Laufband, um deine Lauftechnik zu prüfen? Die Laufanalyse durch ausgebildete Leute kann oftmals Fehlstellungen frühzeitig erkennen und den entsprechenden Schuh bzw. Einlagen etc. empfehlen.
 

flying_student

Erfahrenes Mitglied
04.04.2009
7.005
6
... Als ich dann mit laufen angefangen hab war er sofort bei 160 und nach ganz kurzer Zeit lag ich zwischen 170-180. Da blieb er dann die ganze Zeit. Am Ende der Runde waren es 184. War meiner Meinung nach echt nicht schnell unterwegs, dafür ist das wohl ganz schön hoch

Viel zu hoch der Puls, es sei denn du bist erst 5 Jahre alt.
Wie alt bist du ?
Im reinen Ausdauerbereich sollte er irgendwo zwischen 120 und 140 sein. Abhängig vom Fokus Fettverbrennung oder Ausdauertraining, Intervalltraining oder Langstrecke.
Er darf am berg oder im Sprint auch mal 170 sein, aber was du da gemacht hast , ist unter JEDEN Umständen viel zu hoch. Also langsamer!

Ich war nicht schnell, langsamer und ich gehe statt zu laufen. Bin 30.
Mein Ruhepuls liegt aber auch schon bei über 60.
20 Höhenmeter sind es.

Spielt keine Rolle, dann gehst du halt. Der Puls ist offensichtlich weit im anaeroben Bereich, also viel zu hoch.
Ruhepuls über 60 ist jetzt kein Zeichen für schlechte Kondition. über 90 wäre nicht so gut.
Entgegen der landläufigen Meinung wird der Ruhepuls morgens direkt nach dem aufwachen am besten im Bett gemessen und nicht mittags auf dem sofa.
Versuch mal puls 145 als Obergrenze zu halten für den anfang.


Diese ganze Pulsdiskussion ist etwas übertrieben in meinen Augen.


1.) Die ganzen Faustformeln sind Blödsinn. Ebenso telemedizinische Werte wie 145. Die Bereiche kann man vernünftig nur festlegen mit Diagnostik. Formeln haben eine Schwankungsbreite von +-10. Das sind Welten.
2.) Die Pulsfrequenz ist sicher ein wichtiges Trainingshilfsmittel. Jedoch geht es ja bei Dir im Moment erstmal an die Belastungsgewöhnung. Deshalb würde ich gucken das ich unter 180 bleibe und gut die Strecke durchhalte. Langfristig muss der Puls runter zum trainieren.
3.) Es gibt ja noch das Körpergefühl, man kann sich ganz gut drauf verlassen. Mach einfach mal und in 2-3 Wochen kann man sich mit der HF beschäftigen.

Der Ruhepuls von 60 sagt schon was über die Kondition aus. Ich messe meinen regelmäßig, wie beschrieben morgens im Bett, mit besserer Ausdauer sinkt die HF schon.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Diese ganze Pulsdiskussion ist etwas übertrieben in meinen Augen.


1.) Die ganzen Faustformeln sind Blödsinn. Ebenso telemedizinische Werte wie 145. Die Bereiche kann man vernünftig nur festlegen mit Diagnostik. Formeln haben eine Schwankungsbreite von +-10. Das sind Welten.
2.) Die Pulsfrequenz ist sicher ein wichtiges Trainingshilfsmittel. Jedoch geht es ja bei Dir im Moment erstmal an die Belastungsgewöhnung. Deshalb würde ich gucken das ich unter 180 bleibe und gut die Strecke durchhalte. Langfristig muss der Puls runter zum trainieren.
3.) Es gibt ja noch das Körpergefühl, man kann sich ganz gut drauf verlassen. Mach einfach mal und in 2-3 Wochen kann man sich mit der HF beschäftigen.

Der Ruhepuls von 60 sagt schon was über die Kondition aus. Ich messe meinen regelmäßig, wie beschrieben morgens im Bett, mit besserer Ausdauer sinkt die HF schon.

Entschuldigung, aber wenn man keine Ahnung hat, kann man ruhig mal einfach die Klappe halten. DAS nimmt dir keiner übel, aber hier völlig falsche und sogar möglicherweise extrem Gesundheitsgefährdende Dinge zu behaupten , ist absolutes NO-GO !

1.) Da du Faustformeln für "Blödsinn" hälst, frage ich dich , welche fachliche Qualifikation du vorweisen kannst, diese zu beurteilen.
2.) Die 2. Aussage ist aber sowas von falsch und schwachsinnig und gefährlich wie nur irgendwas. Der OP hat oben von während der Belastung deutlich steigenden Pulsfrequenzen geprochen, das bedeutet dass er sich schon bei seinem kurzen Lauf DEUTLICH in den anaeroben Bereich "vorgearbeitet" hat, eingehend mit Erhöhung der Laktat konzentration und abfallen des Ph-Wertes im Blut fördert das im weiteren geradezu noch sein mögliches Belastungsasthma. Auf jeden Fall hat das im weiteren absolut gar nichts mit Ausdauer zu tun, die findet nämlich im aeroben Bereich statt. Zusätzlich ist ein Puls von 185 bei einem 30 jährigen, ziemlich untrainierten ein Grenzwert, bzw. schon zu hoch. Die Zielpulsfrequenz habe ich oben erwähnt. Das gilt immer: Wenn im Laufe des Trainings bei gleicher Belastung die Pulsfrequenz zunimmt, gehst du in den anaeroeben Bereich. Das kann man imfortgeschrittenen Stadium natürlich ins Trainign einbauen, hat hier NIX zu suchen.
3.) verlassen auf das Körpergefühl ? ist natürlich bei einem untrainierten u.U unmöglich. Das ist so verschieden, wie die Menschen sind. Einfach zu behaupten " du merkst schon, wenn du was falsch machst" ist total gefährlich.
HF Scan sollte man Anfang immer machen, alleine schon um eine Gefühl zu bekommen.
Lieber Tian, vergiss das bitte ganz schnell wieder. Zielpuls wie oben und wenn das am anfang nur schnell gehen ist, dann ist das halt so.
 
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tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Wenn ich nun genauso nochmal laufe, sollte der Puls dann nicht von alleine niedriger sein aufgrund des Trainingseffektes?
 

paulraum

Erfahrenes Mitglied
08.04.2009
2.477
14
ARN / ZRH
Ihr seid sehr technisch mittlerweile.
Ein Grossteil solcher Leistungsdiagnostik wurde um den Profisport entwickelt - entsprechend sind auch die Werte. Das das bei dem Ottonormalverbraucher dann entsprechend schwankt, ist auch klar.
Wer untrainiert schnell bei 185 Maxpuls ankommt, sollte es vorsichtiger angehen. Ruhepuls 60 mit 30 ist schon recht hoch, aber wie oben beschrieben erst wirklich gefährlich ab ca. 85 (so habe ich das mal gelernt)
In den anaeroben Bereich sollte Tian niemals gehen - dazu fehlt ihm die Grundlage, auf der er irgendwas aufbauen könnte. Das ist nur schädlich für seinen Körper. Aber genau das merkt er sicher, wenn er sich auf sein "Körpergefühl" verlässt - insofern finde ich das ein durchaus legitimes Mittel. Und kein untrainierter Sportler wird genau analog eines Wertes reagieren und seine Verbrennungsmethode umschalten, wenn er z. Bsp. 145 erreicht hat.

Egal mit welcher Pulsfrequenz er läuft, ist sein Leistungsspektrum ja auch noch von anderen Faktoren abhängig: Lungenvolumen und primär-aktive Muskelsysteme mal stellvertretend genannt. Ein Profiradfahrer wird vielleicht 300W auf 30min bei 160 Puls bringen, wenn er aber schwimmen muss, bringt er bei 180Puls nur 100W, das ganze max 10min. Und andersherum.
 

paulraum

Erfahrenes Mitglied
08.04.2009
2.477
14
ARN / ZRH
Wenn ich nun genauso nochmal laufe, sollte der Puls dann nicht von alleine niedriger sein aufgrund des Trainingseffektes?

Nicht morgen - aber nach ca. 2 Wochen schon. Allerdings kann das auch stark variieren, da ja von diversen Faktoren abhängig. Es gibt keine konstante Korrelation zwischen Trainingstage x und Ruhepuls/Puls avg/Puls max. Gerade für das Belastungstraining (aerobe/anaerobe Schwelle einbauen und nutzen) gibt es diverse Methoden, wo der Puls avg nach oben geht, gerade wenn man mehr trainiert.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Ihr seid sehr technisch mittlerweile.
Ein Grossteil solcher Leistungsdiagnostik wurde um den Profisport entwickelt - entsprechend sind auch die Werte. Das das bei dem Ottonormalverbraucher dann entsprechend schwankt, ist auch klar.
Wer untrainiert schnell bei 185 Maxpuls ankommt, sollte es vorsichtiger angehen. Ruhepuls 60 mit 30 ist schon recht hoch, aber wie oben beschrieben erst wirklich gefährlich ab ca. 85 (so habe ich das mal gelernt)
In den anaeroben Bereich sollte Tian niemals gehen - dazu fehlt ihm die Grundlage, auf der er irgendwas aufbauen könnte. Das ist nur schädlich für seinen Körper. Aber genau das merkt er sicher, wenn er sich auf sein "Körpergefühl" verlässt - insofern finde ich das ein durchaus legitimes Mittel. Und kein untrainierter Sportler wird genau analog eines Wertes reagieren und seine Verbrennungsmethode umschalten, wenn er z. Bsp. 145 erreicht hat.

Egal mit welcher Pulsfrequenz er läuft, ist sein Leistungsspektrum ja auch noch von anderen Faktoren abhängig: Lungenvolumen und primär-aktive Muskelsysteme mal stellvertretend genannt. Ein Profiradfahrer wird vielleicht 300W auf 30min bei 160 Puls bringen, wenn er aber schwimmen muss, bringt er bei 180Puls nur 100W, das ganze max 10min. Und andersherum.

Da ist nochmal aus anderer Feder der entscheiden Satz: Was du beschrieben hast mit ansteigendem Puls bei gleicher Belastung ist eindeutig anaerob UND er hat NICHT auf sein Gefühl gehört, bzw. er hatte kein Gefühl dafür: Deswegen ist der Pulsmesser in dem Fall sinnvoll . Mein Kollege ist 3 Facher Iron Man Finisher ( Hawaii) ( unter 10 Stunden !) und braucht natürlich eigentlich keinen Pulsmesser mehr, dennoch trägt er einen und sagt selber , dass er sich manchmal doch noch täuscht , was die frequenz angeht.

Fakt am Ende: Pulsmesser um und an o.g. Frequenzen halten bis 145. Und wenn das nur gehen ist, dann ist das ok.
 
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paulraum

Erfahrenes Mitglied
08.04.2009
2.477
14
ARN / ZRH
Da ist nochmal aus anderer Feder der entscheiden Satz: Was du beschrieben hast mit ansteigendem Puls bei gleicher Belastung ist eindeutig anaerob UND er hat NICHT auf sein Gefühl gehört, bzw. er hatte kein Gefühl dafür: Deswegen ist der Pulsmesser in dem Fall sinnvoll . Mein Kollege ist 3 Facher Iron Man Finisher ( Hawaii) ( unter 10 Stunden !) und braucht natürlich eigentlich keinen Pulsmesser mehr, dennoch trägt er einen und sagt selber , dass er sich manchmal doch noch täuscht , was die frequenz angeht.

Fakt am Ende: Pulsmesser um und an o.g. Frequenzen halten bis 145. Und wenn das nur gehen ist, dann ist das ok.

Ich trage auch Pulsmesser. Habe zwar noch keinen Ironman in Hawai, aber ca. 50 Halbdistanzen hinter mir - ich weiss also durchaus, wovon ich rede.
Ich habe über Jahre Trainingsdiagnostik über mich ergehen lassen und auch selber weiter vermittelt und kann nur sagen, dass das Körpergefühl kein schlechter Ratgeber ist. Natürlich liegen auch erfahrene Sportler daneben - und dafür ist die Kontrolle gut.
Mein Punkt war eher der, dass man auf beides hören/schauen sollte und nicht fix die 145 angehen. Wenn Dienstags mal 150 geht, kann am Mittwoch nur 135 passen. Das grosse Problem bei vielen Anfängern ist ja, dass sie fast ausschließlich anaerob trainieren - also oberhalb eine Schwelle, die wirklich schnelle Trainingserfolge erreichen lässt. Das sieht man in jedem Stadtpark, wie viele der Gestalten da wie wild durch die Gegend keuchen.
Da ist dann die Schwelle per Pulsuhr von ca. 135-150 (abhängig von der Person) gut. Ich kenne aber auch die fast schon verzweifelte Fixierung auf genau diesen Wert (weil man sich super Effekte erhofft - vor allem starke Amateursportler in den End-30ern) und man nicht merkt, dass der Körper einem mitteilt, dass vielleicht etwas ruhiger viel größere Effekte erzielt, weil man eben nicht genau an der Grenze ist. Aerob ist auch 110 - wenn das gehen heisst, verbrennt man auch. Nicht so viel - aber konstanter ohne grosse Belastung. Und gerade für Anfänger ist ja das typische Auf und ab ( über/unter Schwelle) die grosse Hürde beim Training: kein Effekt, weil man nichts anderes als Umstellung bei keinerlei Grundlage trainiert. Ergebnis ist null Effekt und Frustration.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Es sind 3,3km. Nach den ersten 20 Meter gehen lag der schon bei über 100. Als ich dann mit laufen angefangen hab war er sofort bei 160 und nach ganz kurzer Zeit lag ich zwischen 170-180. Da blieb er dann die ganze Zeit. Am Ende der Runde waren es 184. War meiner Meinung nach echt nicht schnell unterwegs, dafür ist das wohl ganz schön hoch

Also hab das noch auf das wesentliche gekürzt:
für die 3,3 hast du wahrscheinlich ca.25- 30 minuten gebraucht, da bist du quasi fast die gesamte Zeit anaerob gelaufen. Das verrät uns dein Verlauf des Pulses recht gut. Ist halt recht typisches Bild für eine neue, grössere Belastung zu der keinen Bezug hast. Schreibst ja selber, dass du gutes gefühl hattest ( "War meiner Meinung nach echt nicht schnell unterwegs") und dein Körper dir selbst bei 184 keinen "Ärger" gemacht hat. DAS ist nicht gut.
Wenn ich mich bis Puls 184 belaste ( mach ich nicht, ich höre immer bei max 165 auf) , würde ich aber sofort merken, was ich meinem Körper abverlange.

Deswegen hast du anscheinend KEIN oder nur schlechtes Körpergefühl. Das ist auch kein Problem, das kann sich noch entwicklen. heisst aber als Konsequenz: PULSUHR .
Des weiteren hat es Paulraum schon geschrieben. Du bist die ganze Zeit im anaeroben Bereich. Trainingseffekt Richtung Ausdauer ist gaaanz klein, Richtung Sprint schon eher .
Aber in einem völlig ungesunden und falschen Traningsablauf.
Als Hausnummer: Bleib unter 150. du musst nebenbei eigentlich noch eine lockere Unterhaltung führen können.
Als Fahranfänger würdest ja auch nicht in der fahrschule gleich auf die Autobahn und Topspeed machen um davon im Satdtverkehr zu profitieren....
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Aber wie, wenn ich doch beim gehen schon bei 110 bin. Wenn ich dann kurz laufe müsste ich ja gleich wieder aufhören um unter 150 zu bleiben. Bedeudetet, dass mehr als gehen eigentlich nicht drin ist.
 

paulraum

Erfahrenes Mitglied
08.04.2009
2.477
14
ARN / ZRH
Aber wie, wenn ich doch beim gehen schon bei 110 bin. Wenn ich dann kurz laufe müsste ich ja gleich wieder aufhören um unter 150 zu bleiben. Bedeudetet, dass mehr als gehen eigentlich nicht drin ist.

Versuche mal am Anfang ein straffes Gehen - walking/nordic walking style. Am besten auch über längere Strecken.
Außerdem solltest Du Dich mal etwas mit Atemtechniken beschäftigen - ich kann mir gut vorstellen, dass das bei Dir der Key ist. Es gibt - ähnlich wie beim Schwimmen und Radfahren, diverse Rhythmen, die für die entsprechenden Typen passen. Man findet recht schnell heraus, was passt. Das kann sicher aber auch über die Zeit ändern...also immer mal wieder überprüfen.

Wenn Du ganz langsam läufst (so ca. 8-11kmh), solltest du eigentlich kaum über die 140/150 kommen. Wenn doch bzw. Du das Gefühl hast, es wird schwer und Deine Pulsfrequenz geht hoch, langsamer werden (ganz bewusst!) oder weiter gehen, bis Du wieder runter bist. Vor allem versuchen, gleichmäßig ruhig zu laufen/atmen. Mache den check mit Pulsuhr/Gefühl, wie beides miteinander korreliert. Zu langsam geht nicht. Wenn Du den Tipp mit den reden nebenbei/Gespräch ohne Partner machen willst, rede einfach das ICAO Alphabet wiederholen (um beim Fliegen zu bleiben). Am Anfang aber wirklich auf das Atmen fokussieren.

Du steigerst das einfach über mehrere Wochen ganz langsam und wirst vielleicht nach 2-3 Wochen kontinuierlich Verbesserungen spüren.
Du solltest dafür aber Einheiten von mindestens 40min absolvieren. Wie gesagt - Geschwindigkeit spielt keinerlei Rolle - Zeit und gleichmäßige ruhige Belastung auf Deinem Niveau. Versuche, wenige Berge/Höhenunterschiede einzubauen, um Konstanz in deine Bewegungsabläufe und Atmung zu bringen.

So - und jetzt recht es: weil alles weitere ist wirklich Trainingsplanung. Und das will/kann ich nicht mehr machen ;)
Für das erste halbe Jahre reicht das eh. Wenn Du dann noch weiter willst, sag mal Bescheid oder informiere Dich selbstständig weiter.
 
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flying_student

Erfahrenes Mitglied
04.04.2009
7.005
6
Noch mal, die Pulsfrequenzdebatte ist zwar ganz nett aber nicht wahnsinnig relevant. Allein von der HF auf die anaerobe/aerobe Schwelle schließen zu wollen ist nicht sinnvoll. Denn die Schwelle bestimmt sich einfach nicht durch eine HF. Die Schwelle liegt bei 4 mmol/l Laktat. Dabei ist es egal ob man trainiert oder untrainiert ist. Die Dynamik der Herzfrequenz ist primär von der Genetik und der Änderung des Energiebedarfs im Muskel (eben dem Laktatverhalten) beeinflusst. Da kannste Dich auf den Kopf stellen, jedoch trainiert kein Topathlet nach reinen HF-Werten. Die Werte gewinnt er aus dem Laktattest und werden quasi auf die HF-Werte umgerechnet, damit er weiß bei welcher HF er welche Laktatkonzentration erwarten kann.

HF Werte unterliegen Schwankungen. Einige der Faktoren sind u.a. Lebensalter, Geschlecht, Genetik, Trainingszustand, allgemeine Verfassung und die externe Faktoren Klima, Temperatur, Arbeitsintensität, Belastungsdauer, Körperposition, Psyche usw. In der Tendenz habt ihr sicher recht, runter mit dem Puls aber keiner hier kann seriös sagen wo seine Idealbereiche liegen.

Wenn man nun von der Schwarz-weiß Sicht auf die Dinge einen Mittelweg wählt, wird man weiter kommen. Wenn jemand ausschließlich bei 180 Puls trainiert, wird er genauso weniger weit kommen wie jemand der ausschließlich bei 145 läuft. Am Anfang ist es doch so. Man läuft 3-4 mal völlig zu schnell, dann findet man langsam raus wenn ich weniger schnell laufe komme ich bequemer weiter (Körpergefühl) und wenn man dann den Helfer HF hat, kommt man schell an sein Ziel.
 
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EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
6.007
550
Das ist jetzt auf jeden fall nicht mehr ganz falsch aber auch nicht richtig.
Die Festlegung, dass er anaerob trainiert hab ich auch nicht aus seinen absoluten Zahlenwerten, sondern aus dem Ansteigen der HF bis zum Ende der Belastung gelesen. Und Puls 184 ist nun mal bei jedem (!) Menschen anaerob.
Das ist einfach so: Wenn der Puls während der gleichbleibenden belastung immer stärker ansteigt, ist es eine anaerobe Situation.
Mal ganz spezielle Situationen aussen vor. ( Flüssigkeitsverlust, Ketogenese, etc).