Wird der Wert von Allianzen wird massiv überschätzt -oder: sind Allianzen inzwischen überflüßig?

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Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Allianzen sind ein bisschen wie Europa (und das sage ich als ursprünglich und grundsätzlich begeisterter Europäer mit Wehmut): Man ist offiziell in einer Partnerschaft, aber jeder wirtschaftet primär in die eigene Tasche und ist v.a. auf den eigenen Vorteil bedacht. Würden die Partner wirklich zusammenstehen, könnten sie viel erreichen. Tun sie aber nicht. Und manche gehen dann trotz Allianz-Mitgliedschaft noch fremd. Klingt auf den zweiten Blick nicht nur nach Europa, sondern auch nach so mancher Ehe.
Würde die Analogie mit Europa auch nur bedingt ziehen. Aber Fakt ist, Allianzen sind ein Kind der 1990iger und somit ein Kind der Globalisierung. Analog dazu zieht sich heute die Globalisierung in Teilen zurück und wird durch bilaterale Abkommen gefestigt. Und der Nationalismus nimmt wieder zu. Dennoch wird es in Zukunft Globalisierung und Allianzen geben, allerdings nur noch extrem Nutzen orientiert. Und dieser Nutzen wird nicht der des Kunden sein.
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
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Würde die Analogie mit Europa auch nur bedingt ziehen. Aber Fakt ist, Allianzen sind ein Kind der 1990iger und somit ein Kind der Globalisierung. Analog dazu zieht sich heute die Globalisierung in Teilen zurück und wird durch bilaterale Abkommen gefestigt. Und der Nationalismus nimmt wieder zu. Dennoch wird es in Zukunft Globalisierung und Allianzen geben, allerdings nur noch extrem Nutzen orientiert. Und dieser Nutzen wird nicht der des Kunden sein.
Oder nur der Nutzen der Kunden, wenn es im Wettbewerb hilft die Kunden der Konkurrenz wegzunehmen.

Politisch haben wir es ja erst gestern gehört: warum soll die USA in der NATO bleiben, wenn die NATO nicht ausreichend beim Überfall auf einem souveränen Staat hilft.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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es bei Meilen ansonsten eher in die Richtung geht, dass sowohl die Sammel- als auch die Einlöse-Möglichkeiten bei Partner-Airlines eher beschränkt sind. Womit wir wieder bei dem Thema sind, dass eine Airline halt kein Interesse hat, dass ich mit „Konkurrenz“-Partner-Airline fliege. Und Vielfliegerprogramme darauf abzielen, dem Kunden Anreize zu geben, doch bitte mit der „eigenen“ Airline zu fliegen

Ja, schon, das ist natürlich auch ein Aspekt. Man darf aber nicht vergessen, dass ein Flug mit einer Fremdairline für das Vielfliegerprogramm lukrativ ist, denn dann kommt Geld von außen, nämlich von dieser Fremdairline. Klar, wenn man das Programm als eigenes Profit Center betrachtet, ist es egal, ob das Geld von der eigenen Mutter oder einer Drittairline kommt. Wenn die Mutter aber eine halbwegs ganzheitliche Betrachtung anstellt, dann weiß sie schon, dass eine Einnahme von LH bei M&M nur linke Tasche/rechte Tasche ist, eine Einnahme von z.B. SQ aber echter Cash In.

Insofern profitiert LH dann schon davon, wenn M&M dazu beiträgt, dass sich ein Passagier auf SIN-SYD für SQ und gegen QF entscheidet.