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Thema: Auf der Jagd nach den wilden Pferden: schleppers Tour-eXPERIENCE 2018

  1. #21
    Erfahrenes Mitglied Avatar von schlepper
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    Baby, can we still be friends?

    Hamburg 1 - Mittwoch


    Heute beginnt die Reise in Bremen, da +1 am gleichen Tag bei einer Freundin die Rückkehr aus Shanghai feiern wird, so dass wir gemeinsam einen Abend vorher mit dem Pkw angereist sind. Ein anderer Partygast nimmt mich nach dem Frühstück mit nach Bremen, wo ich in den bereit stehenden Flixbus einsteige. Die Fahrt ist für mich dank eines Gutscheins kostenneutral, pünktlich geht es los. Der Bus ist zu etwa zwei Drittel gefüllt, alle Alleinreisenden haben einen freien Nebensitz. Das WLAN funktioniert, wir kommen pünktlich an, man muss aber anmerken, dass es ob des Feiertags heute sicher wenig berufsbedingten Verkehr hat.



    Ankunft in Hamburg.



    Das Busterminal unweit des Hbf.



    Ich schlendere rüber zum Hbf und treffe einen Freund, welcher grad +1 und 0.5 verabschiedet, nachdem der Zug weg ist, laufen wir über die Mönckebergstr. zum Rathausplatz.



    Hier besuchen wir die Anton Corbijn-Ausstellung THE LIVING AND THE DEAD, wirklich sehr sehenswert, auch wenn einige Motive bereits bekannt sind. Interessant auch die Abteilung, in welcher der Künstler selbst Look und Pose berühmter Künstler einnimmt. Die Ausstellung kann übrigens noch bis 06.01. besucht werden.

    Wir laufen weiter Richtung Landungsbrücken, wir haben Glück, die Sonne lacht, schönstes Wetter in Hamburg, dafür muss einen Tag vorher der mieseste Tag des ganzen Jahres gewesen sein, wie mein Freund berichten konnte.







    Im HRC besorge ich einen Magneten, bevor wir das Brauhaus entern, um uns zu stärken. Noch bevor uns ein Tisch zugewiesen wird, werden wir bereits von einer Forumskollegin an den U2-Tisch gelotst.





    Danach geht es zu unserem Hotel, welches quasi gegenüber liegt, heute werden wir die Nacht im Hotel Hafen Hamburg verbringen.



    Blick hinunter zurück:



    Wir beziehen unser Zimmer, leider kein Foto, aber ich habe es als hell und freundlich in Erinnerung, würde ich wieder wählen.

    Um kurz nach 18:00 Uhr gehen wir in die Turmbar und genießen bei bester Aussicht einen Mai Tai.







    Danach fahren wir mit der S-Bahn bis Stellingen, wo ein Transferbus uns bis zur Arena bringt, außerdem kommen wir beim Eingang für Barclaycardinhaber an, welchen wir sofort nutzen und ohne weitere Verzögerung in der Halle sind. In der Barclaycardlounge holen wir uns ein Getränk und von hier gelingt auch heute das Upgrade in den Innenraum. Es ist noch jede Menge Platz, knapp eine Stunde vor Beginn ist es kein Problem, einen Platz in der zweiten Reihe am Steg einzunehmen. Die Stimmung muss man als ausgelassen bezeichnen, alle sind gut drauf und die ganze Halle feiert die Show. Außerdem hat die Setlist ab dem zweiten Kopenhagen-Konzert eine wichtige Änderung erfahren, der SOI-Block wurde durch einen Achtung Baby-Block ersetzt, jetzt kommen hier Zoo Station, Stay und Who's Gonna Ride Your Wild Horses zur Aufführung, was uns auch direkt zur Auflösung des Threadtitels bringt. Letztgenanntes Lied hatte ich bis dato noch nie live gehört, auch bei den auf DVD/Video veröffentlichten Konzerten war es leider nicht vertreten und so ging ein lang gehegter Wunsch von mir in Erfüllung. Hier noch ein paar Bilder vom Konzert.









    Nach dem Konzert laufen wir zurück zur S-Bahn, dort gibt es erstmal eine kleine Stärkung, bevor wir zum Hbf fahren. Dort besuchen wir das After Show-Treffen im Generator-Hostel, nach einem Bier ziehen wir mit dem Taxi weiter ins Motel One, wo die österreichischen Kollegen das Konzert ausklingen lassen. Nach einem weiteren Bier treten wir den Rückzug an, eine kurze Taxifahrt später sind wir im Hotel.

    Donnerstag

    Ohne Frühstück packen wir unsere Sachen und fahren zum Hbf, hier trennen sich unsere Wege, mein Freund fährt zurück zum Hotel, um seinen liegen gelassenen Ring zu holen, ich setze mich in den Intercity nach Bremen. Dieser trifft pünktlich ein, jedoch passiert zur Abfahrtzeit 20 Minuten nichts, bevor es dann los geht. Nach der Abfahrt wird die Verspätung mit Lokproblemen begründet. Nicht viel später höre ich am Geräusch, der ausgehenden elektrischen Verbraucher, dass die Probleme der Lok noch nicht ausgestanden sind, wir rollen noch bis Harburg, wo wir einen weiteren Reset der Lok abwarten, derweil schon vom Zugführer Alternativverbindungen annonciert werden. Ich beschließe, die Sache auszusitzen, wir setzen die Fahrt auch irgendwann fort, und mit etwa einer Stunde Verpätung kommen wir in Bremen an. Ich steige in den Regionalzug nach Achim um, wo ich von +1 und Kindern abgeholt werde, gemeinsam geht es mit dem Pkw auf die Heimreise.

    Am nächsten Tag habe ich nochmal geschaut, wie es der Lok ergangen ist, der IC ist letztlich mit 104 Minuten Verspätung Frankfurt eingetroffen, also hat der Lokführer wahrscheinlich noch einen Reset durchführen müssen. Die Rückleistung abends lief dann scheinbar ohne Probleme, zumindest lässt die pünktliche Ankunft in Hamburg darauf schließen.

    Geändert von schlepper (03.11.2018 um 23:51 Uhr)
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  2. #22
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    Mailand 1 - Donnerstag

    Mit dem Pkw erfolgte die Anreise nach LUX. Der OLCI funktionierte nicht, also holte ich erstmal meine Bordkarte am Schalter, nach der Siko blieb noch Zeit für einen überteuerten Cappuccino mit Croissant, um sich schon mal auf das Reiseziel einzustimmen.

    LG1387 LUX - LIN (Codeshare auf Alitalia)



    In der Kabine war nur der hintere FA nervend, indem er zusätzlich zur Berieselung aus den Bordlautsprechern auf seinem Handy lautstark eine Folge einer italienischen Soap laufen ließ. Zum Glück wurde das irgendwann abgestellt.



    Snack nach dem Start.



    Und schon wieder beim Anflug auf Linate.



    Mit dem Bus ging es zum Centrale, wo ich vom Freund, welcher mit dem Zug aus der Schweiz anreiste, empfangen wurde, wir hatten beide keine besonderen Pläne für Mailand und so gingen wir ohne konkretes Ziel Richtung City, vorbei an Scala durch die Galleria Vittorio Emanuele II zum Dom.









    Leider hatten wir heute kein Glück mit dem Wetter, der eingesetzte Regen wurde immer stärker, so dass wir beschlossen, erstmal etwas zu essen. Die Calzone war gut und das Bier dazu schmeckte.





    Danach fahren wir mit der Metro bis Assago Milanofiori Forum.



    Hier beginnt leider eine kleine Odyssey zu unserem Hotel, als deren Verursacher ich gelten muss. Bei der Hotelauswahl hatte ich nur grob geschaut, was da etwa in der Nähe der Konzerthalle liegt, und so fiel die Wahl auf Holiday Inn Milan - Assago, ein kurzer Blick auf die Webseite des Hotels, derzufolge morgens und abends ein Shuttle von der Metrostation offeriert wurde langte mir. Bis zu dem Hinweis, dass das Hotel nicht fußläufig erreichbar sei, las ich bei der Buchung gar nicht. Aber das wussten wir nicht, als wir zu Fuß von der Metro Richtung Hotel aufbrachen. Als wir meinen Irrtum feststellten, waren wir schon zu weit draußen, als dass eine Rückkehr zur Metrostation, um dort ein Taxi zu bekommen, sinnvoll gewesen wäre. Hier draußen war aber keines zu erwischen, waren wir praktisch 100 m Luftlinie vom Hotel entfernt, nur mit einer für Fußgänger unüberwindbaren Autobahn dazwischen. Also sind wir zu Fuß zurück zur nächsten Brücke über die Autobahn und schlugen uns über diverse Feldwege dann doch bis zum Hotel durch.



    Das Kasten und die Zimmer wirken insgesamt recht abgewohnt, für die eine Nacht wird es reichen.

    Im Hotel blieben uns noch zwei Stunden zum Ausruhen, bevor es mit einem Shuttle des Hotels zum Mediolanum Forum ging.





    Hier noch der Hinweis für die Zeitmillionäre, welche schon Tage vor dem Konzert eine Schlange bilden wollen.



    Die Stimmung ist gut, die (veränderte) Setlist ohne Überraschungen, wir treffen Gleichgesinnte aus dem Alpenraum, hier die obligatorischen Bilder vom Konzert.

















    Nach dem Konzert geht es mit dem erwähnten Shuttle zurück ins Hotel, noch einen Schlummertrunk bevor es zur Bettruhe geht.
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  3. #23
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    Mailand 1 - Freitag

    Nach dem Frühstück nehmen wir wieder den Hotelshuttle zur Metrostation, mit der Metro fahren wir weiter bis Porta Genova, von dort laufen wir zum Kanal, wo wir bei venezianischem Flair spazieren, heute ist auch wieder die Sonne präsent.









    Weiter Richtung Porta Ticinese, welches im Hintergrund schon sichtbar ist.





    Weiter über die Corso di Porta Ticinese,



    wo wir an den Colonne di San Lorenzo vor der Basilika von San Lorenzo vorbei kommen.





    Bald sind wir auch wieder im historischen Zentrum, wir kehren nochmal in der Pizzeria von gestern ein, bevor sich unsere Wege am Bahnhof trennen.







    Ich fahre mit dem Bus nach Malpensa, wo mich Luxair mit einem Heuwender zurück fliegen wird.

    LG6996 MXP - LUX





    Mit dem Bus zum Parkplatz, an der Grenze noch ein Tankstop und gegen 20:30 Uhr bin ich zu Hause, derweil in Mailand die zweite von insgesamt vier Shows beginnt.
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  4. #24
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    London 1 - Mittwoch, Teil 1

    Mit dem Zug in 16 Minuten von der Domstadt zum Fernflughafen, anschließend mit der Skyline zum T2, kurzer Auftritt in der Siko mit einem Wortwechsel darüber, ab wann man die Arme im Scanner wieder runternehmen darf, und ich bin durch. Der Fug selber nicht weiter erwähnenswert. Landung zum ersten Mal in der City, abgeflogen bin ich hier schon mehrmals.









    So klein der Flughafen scheint, diesen langen Gang mussten wir komplett ablaufen.



    Mit DLR und Tube geht es zur Bond Street Station, eigentlich wollte ich dieses mal einen Bogen um die Oxford Street machen, aber ich möchte im HMV nach zwei Color Vinyl-Neuauflagen Ausschau halten.





    Im HMV habe ich keinen Erfolg, ich schlendere noch ein wenig durch Soho und bestaune die Street Food-Angebote in der Rupert St.





    Worauf die Leute hier anstanden, erschloss sich mir nicht.



    Wieder hoch zur Oxford.



    Ursache für diesen Auflauf ist ein Promotionstand, an dem Probiergrößen einer süßen Limo mit zwei neuen Geschmacksrichtungen verteilt werden.



    Ich fahre noch schnell ins Westfield Shopping Center am Sheperds Bush, aber auch hier kein Glück im HMV, eventuell habe ich etwas mit dem VÖ-Datum durcheinander gebracht. Also geht es wieder zurück, jetzt zur London Bridge.



    Im nächsten Bild gut erkennbar die Besucherterasse des Sky Gardens im Fenchurch Street Tower.



    Anschließend mache ich einen Abstecher zum Borough Market.





    Wer mal einen richtig Schnapp bei einer deutschen Bratwurst machen möchte, ist hier richtig.











    Ich möchte heute aber nicht im Stehen essen, deshalb habe ich mir eine Filiale der Kette Honestburger ausgesucht.





    Burger und Bier waren lecker, ich mache mich auf den Weg Richtung Hotel in Docklands.



    Hier entsteht die letzten Jahre viel neues, ich finde diesen Gegensatz zum "abgerockten" London ganz nett.





    Die heutige Wirkungsstätte hält sich majestätisch im Hintergrund.



    Interessante Architekur.



    Von der Emirates Air Line sind es nur noch wenige Minuten bis zum Ibis Docklands.



    Diese hat bereits keine Rezeption mehr, die Mitarbeiter wuseln da wild mit ihrem Smartphone im Foyer rum, mich überzeugt das nicht.



    Farbenfroh der Gang, das Zimmer hält sich bedeckter.





    Die Aussicht wie bestellt Richtung Kanal.



    (weiter in Teil 2)
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  5. #25
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    London 1 - Mittwoch, Teil 2

    Ich gönne meinen Füßen ein wenig Ruhe, nehme meinen Begrüßungsdrink auf dem Zimmer ein, bevor ich mich gegen 18:30 Uhr auf den Weg mache, mit der Seilbahn geht es rüber zum Millenium Dome.





    Das Konzerthaus in der Mitte ist umgeben von einer Vielzahl von Geschäften und Restaurants, ein Multiplex-Kino habe ich auch wahrgenommen, ich umrunde das Gelände einmal, bevor ich reingehe.





    Ob diese Schaufenster nur für die Konzerte so geschmückt wurden, kann ich nicht sagen.









    Auch profane Trinkbecher werden schon zu Sammelobjekten.



    Stolze Preise.





    Mein Platz ist heute denkbar ungünstig, zum einen quasi unterm Dach, zum anderen auf der Stirnseite, so dass nicht mal ein vernünftiger Blick auf den Screen zu trösten vermag. Außerdem habe ich keinen Zugang zum Innenraum ausfindig machen können, die zwei mir erreichbaren Zugänge werden durch sehr aufmerksame Security kontrolliert, das hört bis weit in Konzert hinein nicht auf, wie ich von meinem Platz beobachten konnte. Also ergebe ich in mein Schicksal und verfolge die überraschungslose Show in meinem stimmungsarmen Umfeld, keiner Erwähnung bedarf der Umstand, dass ich nach einem Lied stehen bereits gebeten werde, wieder Platz zu nehmen.







    Kleines Detail der UK-Shows: Ein Stern der Europaflagge ist in den britischen Nationalfarben gefärbt und wird durch ein Herz umrahmt.





    Kehraus:



    Nach dem Konzert geht es mit Tube und DLR zurück zum Hotel, die Seilbahn fährt leider nur bis 9:00pm.
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  6. #26
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    London - Donnerstag

    Ohne Frühstück mache ich mich auf den Weg, erstmal wieder mit der Seilbahn auf die andere Themseseite.







    Im nächsten Bild sieht man rechts die überdachte Gangway zur Anlegestelle des River Bus, welche ich als nächstes ansteuere.



    Noch ein Blick zurück:



    Nach etwa 10 Minuten kommt auch schon das nächste Boot, bezahlen kann man hier mit seiner Oyster-Card.



    Hier ein paar Eindrücke aus einer nicht alltäglichen Perspektive.

















    Embankment steige ich aus und nehme die Tube bis zur Euston Station, nach Erwerb eines Tickets, Baguettes und Kaffeegetränk setze ich mich in den Zug Richtung Birmingham. Kurz nach Abfahrt ertönt eine Durchsage, dass die Strecke zwischen Northampton und Coventry bis voraussichtlich 13:00 Uhr gesperrt sei und ein Busersatzverkehr eingerichtet ist. So weit will ich fürs erste nicht, ich überschlage meine Pläne unter der Prämisse, dass die Sperrung auch bis nach 13:00 Uhr anhält und beschließe, es auf einen Versuch ankommen zu lassen und so steige ich wie geplant in Bletchley aus. So lange steht Bletchley Park schon auf meiner Liste und heute ist es soweit. Ich hole mir eine Jahreskarte (drunter gibt es nichts), schnappe mir einen Audioguide und entere das Gelände. Ich setze mal voraus, das Bletchley Park ein Begriff ist, zumal der Hauptmann unlängst auch dort war, ansonsten mal unter https://de.wikipedia.org/wiki/Bletchley_Park schauen. Eine Enigma habe ich schon mal in einer Ausstellung in Paderborn gesehen, ich bin auf die Bomben gespannt. Mit dem Audioguide komme ich nach einigem probieren auch zurecht, so dass ich die Häuser und Ausstellungen abarbeiten kann, folgend dazu die Bilder.


    (Enigma)


















    (Bombe)







    Nach etwa zwei Stunden bin ich durch, das National Radio Centre lasse ich aus, das ist außerhalb meines Interessengebietes. Am Bahnhof angekommen darf ich feststellen, dass die Streckensperrung anhält, also mit dem nächsten Zug nach Northampton fahren und dort weiter mit dem Bus nach Coventry. Vor dem Bahnsteigzugang gilt es, die Kontrolle meines Tickets zu bestehen, ich werde mit meiner Kinderfahrkarte abgewiesen, trotz meines Hinweises auf International Railway Staff. Am Schalter einen halben Meter daneben bekomme ich diese aber problemlos umgetauscht, wenn die Schlangen am Schalter in London nicht so lang wären, hätte ich mir dort schon das richtige Ticket besorgt. Während ich auf den Zug warte, rauscht ein Zug der Royal Mail durch.



    In Northampton steht der Ersatzbus bereit, wenige Minuten nach Ankunft fahren wir los und benötigen etwa eine Stunde bis Coventry, so dass der Zeitverlust überschaubare 30 Minuten beträgt. Der Bahnhof von Coventry überzeugt nicht so ganz mit seinem 70er-Charme.



    Der nächste Zug ist brechend voll, aber da ich nur zehn Minuten zu fahren habe, fällt das nicht weiter ins Gewicht, in Birmingham International steige ich aus und diese Bahn bringt mich ins Terminal.



    Vor der Siko esse ich noch eine Kleinigkeit bevor es mit KLM über AMS nach FRA geht. In Schiphol wird es mit dem Anschlus etwas knapp, ich ertappe mich dabei, wie ich auch in einen Laufschritt verfalle, bin zwar kein Fan davon, aber zum einen geht es übermorgen bereits wieder los, so dass ich nicht noch eine Nacht außerhalb verbringen möchte und ich habe morgen Frühdienst, den ich ungern platzen lassen möchte, da man mir während der Tour bereits großzügig entgegen kam. Im Flieger nach FRA checke ich die Bahnverbindung nach Hause und bin einigermaßen erstaunt, dass ich keine angezeigt bekomme. Eine Anfrage beim Kollegen bringt die Aufklärung, die Strecke ist wegen des Fahrzeugbrandes ab 22:00 Uhr komplett gesperrt, der Nahverkehr ist wegen des nahenden Frühdienstes keine Alternative und so holt mich +1 am Flughafen ab, kurz nach 23:00 Uhr bin ich zu Hause.
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  7. #27
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    Belfast 1 - Samstag

    Dieses Wochenende ist der Kumpel dabei, mit dem Auto fahren wir ins P3 von CGN. Die Kennzeichenerkennung funktioniert, und die Schranke öffnet sich wie von Geisterhand. Durch eine entspannte Siko und Passkontrolle, und wir sind just in time am Gate. Bei der Passkontrolle durften wir übrigens einer kurzen Diskussion beiwohnen, weil anscheinend das Kind einen anderen Familienamen als die Mutter trug, sie durfte schlussendlich passieren. Mir erschließt sich der Sinn dieser Diskussion nicht, ist das eine Ermessensfrage? Ich hatte das auch schon, als ich allein mit meinen Kindern ausreiste, ich bräuchte eigentlich eine Vollmacht der Mutter, durfte aber passieren. Wo sind genau diese Dinge geregelt? Eine weitere Frage, warum werden in CGN kurz vor dem Gate nochmal Bordkarten und Pass kontrolliert? Wird doch am Gate nochmal gemacht? Aber weiter im Text. Mit dem Einchecken habe ich dieses Mal gepokert und so wurde am Vorabend die Reservierung der verbleibenden Best-Plätze möglich, so genossen wir beide einen Fensterplatz mit extra Beinfreiheit. Die Maschine schien ausgebucht, in meiner Sichtweite waren alle Mittelplätze belegt, das ist bei einem Flug nach London an einem Samstag morgen wahrscheinlich kein Kunststück.

    EW354 CGN - STN A319
    FR1154 STN - BFS B738

    Die Zeit in STN überbrücken wir mit einem Frühstücksbier und Erkundung des Flughafens, dabei lernen wir, dass man mit der Bahn zwar zu den Gates fahren kann, zurückfahren zum Mainterminal aber nicht vorgesehen ist. Wir melden uns dann beim Personal und drucksen etwas vom wrong terminal, und so werden wir durch eins, zwei Türen geleitet und sind dann auf dem Fußweg zum Terminal. Die restliche Wartezeit bekommen wir auch rum.







    Mit dem Bus fahren wir in die City und unser Hotel für die nächsten zwei Nächte haben wir nach einem kurzen Fußweg auch gefunden.



    Wir ruhen uns noch ein wenig aus, gegen 17:00 Uhr brechen wir auf, die Restaurant sind alle bereits voll, auch im Einkaufszentrum Victoria Square haben wir im TGI Fridays und noch einem Restaurant kein Glück, es werden Wartezeiten von etwa 40 Minuten und mehr annonciert, und so wird es der Burger bei Five Guys. Die Schlange ist zwar lang, aber es geht eigentlich recht fix. Danach laufen wir zur SSE Arena, mit einem Fassungsvermögen von etwa 11.000 Besuchern dürfte das die kleinste Halle der Tour sein. Zwei Bekannte aus dem Süden treffen wir, die Show ist entspannt, die Stimmung gut, Überraschungen gibt es leider keine, der Rotation-Song ist heute Gloria.









    Nach dem Konzert verstreut sich alles schnell in die Übernachtungen, die einen hatten anreisebedingt einen langen Tag, andere sind erledigt vom ganztägigen Anstehen und wollen sich morgen früh wieder einreihen.
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  8. #28
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    Belfast 2 - Sonntag

    Nach dem Frühstück im Hotel ziehen wir los, heute meint es das Wetter besonders gut. Meine Lieblingskanadier sind auch hier in Nordirland schon angekommen.



    Das Scottish Provdent Building.



    Belfast City Hall



    Zu diesem Turm habe ich keine weiteren Informationen finden können, er steht eben neben dem ICC.



    Und schon sind wir am Ufer des Lagan, auf der anderen Seite liegt unser Ziel. (Hier aber nicht im Bild.)







    Es wird wärmer.



    Vorher müssen wir aber noch an der Arena vorbei.



    Klar, wer in Belfast ist, kommt in der Regel am Titanic-Museum nicht vorbei, und ich oute mich da auch ganz offen als Fan der Liebesgeschichte von Rose und Jack, Referenzen sind die Titanic-Ausstellung in Speyer und die Filmaufführung mit Liveorchester in der Kölnarena, und so war das Titanicmuseum von Anfang an gesetzt.



    Der Ticketerwerb klappt am Automaten irgenwie nicht und so müssen wir uns doch am Schalter anstellen, die Tickets enthalten eine Startzeit, vorher kommt man nicht rein. Ob des heutigen Sonntags ist es natürlich voll, ich wäre auch lieber an einem Wochentag hier, aber die Termine konnte ich mir leider nicht aussuchen. Die Ausstellung selbst gefällt mir aber sehr gut, mit dem Audioguide braucht es etwa drei Stunden, bis man durch ist, es geht von der Werft selber und den Arbeitsbedingungen über das Schiff und dessen Ausstattung bis hin zum Untergang. Nettes Highlight ist eine vierminütige Gondelfahrt, welches eine Fahrt um das Ruder der Titanic nachstellt.







    Diese Bänke um das Gebäude herum sind nicht zufällig angeordnet, sie stehen für die Morsezeichen der letzten Funksprüche vor dem Untergang.



    Hier befand sich das Dock.





    Die nebenan liegende SS Nomadic gehört mit zur Ausstellung, wir haben es aber bei einer Außenbesichtigung belassen.



    So langsam machen wir uns wieder Richtung Innenstadt.





    Clock Tower



    Hier das Banks Building, welches bei einem Brand am 28.08.2018 nahezu komplett zerstört wurde, es beherbergte seit 1979 einen Flagship-Store der Bekleidungkette Primark, es soll aber wieder aufgebaut werden.



    Skulpur in der Fußgängerzone.



    Aufzug im Einkaufszentrum Victoria Square.



    Da wir heute nicht wieder so lange auf der Suche nach dem Abendessen umherirren wollen, entscheiden wir uns für das unserem Hotel nahe gelegenen Havana Bank Sq, bevor wir uns auf den Weg in die Arena machen. Das Konzert gehabt wie gestern, Gloria muss heute All Because Of You weichen. Auch heute will sich keiner einem after show beer anschließen, die ersten fahren bereits drei Uhr in der früh mit dem Bus zum Dubliner Airport, so ist das, wenn man für den Montag keinen Urlaubstag opfern will. Gescheite Bilder wollten mit mit meinem neuen Smartphone nicht gelingen, da hatte ich mir mehr versprochen. Stellvertretend darf ich zwei Bilder des Forumskollegen aus der ersten Reihe darbieten.





    Auf dem Heimweg nehmen wir noch einen Absacker im Jailhouse, bevor wir uns noch auf weitere in der Hotelbar niederlassen und dort mit Gleichgesinnten Tourerlebnisse austauschen.
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  9. #29
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    And the battle's just begun
    There's many lost, but tell me who has won?

    Heute wollen wir uns die berühmten Wandgemälde in der Falls Road anschauen, welche praktischerweise hinter unserem Hotel in westlicher Richtung beginnt. Nach einem kurzen Fußmarsch treffen wir auch schon auf die ersten.















    Garten der Erinnerung





    Hat Belfast etwa ein Alkoholproblem?



    Dieses Gebäude beherbergt die Bibliothek.



    St. Peter Kirche



    Dann machen wir uns auf den Rückweg.





    Am Bahnhof Lanyon Place.



    Mit dem Zug geht es zwei Stationen nach Sydenham zum City Airport.





    Kleine Unterbrechung: Man kann hier nicht einfach zum Terminal spazieren, man muss anrufen, dann kommt eine Art Shuttle vom Flughafen. Ob das so planmäßig für Passagiere gedacht ist, weiß ich nicht. Während wir auf unseren VIP-Transfer warten, stock mir nochmal kurz der Atem, als ich auf der Webseite des Flughafens die Abflüge checke, unsere ist nämlich nicht dabei.



    Im Terminal angekommen ist wieder Entspannung angesagt, unser Flug steht ganz normal auf der Tafel und etliche mehr, die ich online nicht gesehen hatte. Es gibt hier für flybe keine Automaten, also holen wir unsere Bordkarten am Schalter, so sieht die Rückreise aus.

    BE481 BFD - MAN DH8D
    BE7217 MAN - DUS DH8D

    Beim Abflug gelingt noch ein Foto über dem Titanic-Gelände.







    MAN ist uns noch in guter Erinnerung des diesjährigen Schienenabenteuers, wir trinken an der gleichen Bar unser Abschlussbier, bevor uns passenderweise die Spirit of Belfast nach Düsseldorf fliegt.



    Mit dem Zug geht es nach CGN, von dort sind wir eine gute Stunde später zu Hause.

    Belfast hat mir ganz gut gefallen, kann man mal für ein oder zwei Tage hinfahren, dann ist der Haken aber auch dran, einen Grund für eine Wiederholung wüsste ich nicht.
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  10. #30
    Erfahrenes Mitglied Avatar von tosc
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    Sehr schön So schaut also Belfast bei Sonne und etwas mehr als -2 Grad aus
    schlepper sagt Danke für diesen Beitrag.

  11. #31
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    Vielen Dank für deinen Bericht!! Ich brauche da also nicht auch noch hin.
    schlepper sagt Danke für diesen Beitrag.

  12. #32
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    Ein bißchen neidisch bin ich schon, wenn ich die Belfas-Bilder sehe. Bis zur nächsten Tour müssen wir jetzt wohl ein paar Jahre warten.

    Was das Reisen mit Kind mitn anderem Nachnamen betrifft: Ich hatte immer eine Vollmacht dabei, die die familiären Verhältnisse aufklärt. Die wollte nie jemand sehen, auch in den USA nicht.

  13. #33
    Erfahrenes Mitglied Avatar von schlepper
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    You can go anywhere: Miami, New Orleans London, Belfast and Berlin.

    Zugabe: The Final Night - Berlin 2 (Dienstag)

    Eigentlich sollte ja nach Belfast Schluss sein, aber dann machten in der Community Gerüchte über Filmaufnahmen für eine Veröffentlichung die Runde, eine Riesenüberraschung sollte auch noch drin sein. Gut, wer in der Materie drin ist, weiß, dass sich Filmaufnahmen und Überraschung grundsätzlich ausschließen, also gab ich darauf nichts, aber die Meldungen für einen Konzertfilm ordnete ich als seriös ein und ich wollte auch mal einem Tourabschluss beiwohnen, so dass Tickets organisiert, Schichten umgeplant und der Kumpel überredet wurde. Außerdem konnte dadurch noch am nächsten Tag ein längst überfälliger Programmpunkt erledigt werden, der auch nicht immer zur Verfügung steht, aber dazu später mehr.

    Nach dem Frühdienst ging es zum Flughafen, eine so leere Siko habe ich auch noch nicht gesehen.

    LH186 FRA - TXL A321



    Mit dem Bus ging es zum Hbf, dort traf ich etwa zeitgleich mit meiner Begleitung ein, gemeinsam fuhren wir mit der S-Bahn zum Alex, wo wir im Park Inn eincheckten. Witzig war die Diskussion neben uns, wo ein Paar versuchte, das Rauchen auf dem Zimmer auf "Freunde" zu schieben, die sie mal eben holen wollten, man kannte aber weder deren Namen noch deren Zimmernummer.



    Wir ruhten uns ein wenig aus, bevor wir kurz vor fünf aufbrachen.





    Mit der S-Bahn fuhren wir bis zur Warschauer Straße und dann gingen wir ins Pirates, wo wir die ersten Gleichgesinnten trafen, es wurde gegessen und Getränke flossen auch.



    Etwa um sieben machten wir uns auf den Weg in die Arena.



    Das Platzangebot im Innenraum war entspannt, ich glaube, man hatte nicht bis zum letzten Mann aufgefüllt, um genügend Raum für die zusätzlichen Kameras zu lassen. Letztlich standen wir am Steg in der zweiten Reihe, die Stimmung war ausgezeichnet, das Programm bot, abgesehen von ein, zwei Akrobatikeinlagen von Bono, keine Abwechslungen oder gar Überraschungen, dennoch ein schönes Konzert. Über uns flog ständig eine an Seilen geführte Kameradrohne hinweg, ich bin gespannt auf die Veröffentlichung. Hier noch ein paar Bilder vom Konzert.









    Nach dem Konzert ging es in die Hotelbar des nebenan gelegenen Holiday Inn, wo es ein großes Hallo und Wiedersehen mit vielen Forumskollegen gab, auch wurde manch WhatsApp-Bekanntschaft endlich mal persönlich kennengelernt. Die Zeit verging wie im Flug und gegen 2:30 Uhr machten wir uns los und ließen uns von einem Taxi zum Hotel bringen.

    Berlin - Mittwoch

    Sowohl der Frühstückssaal als auch dessen Bedienungen verströmten den Charme eines FDGB-Ferienheims, das beste war noch die Pancakemaschine, so etwas hatte ich noch nicht gesehen. Alsbald checkten wir aus und fuhren mit der S-Bahn zur Friedrichstraße, zu Fuß liefen wir am Brandenburger Tor vorbei zum Potsdamer Platz.







    Von hier war es nicht mehr weit bis zur Köthener Straße, wo wir vor den Hansa Studios auf den Beginn unserer gebuchten Tour auf den Spuren U2s durch Berlin warteten. Im nächsten Bild sehen wir den Meistersaal, wo die Achtung Baby aufgenommen wurde und Teile des One-Videos gedreht wurden.





    Auf der Treppe im folgenden Bild haben auch schon Depeche Mode posiert.



    Mit Meistersaal selbst gab es ausführliche Informationen von Thilo von Musictours Berlin, begleitet von einer Bildershow und Filmschnipseln.





    Anschließend ging es in einen Bus und on the road verfolgten wir U2s Spuren in Berlin, auch allgemeine Informationen zu Berlins Musik- und Clubszene kamen zu Gehör, immer wieder aufgelockert durch Dokumentar- und Musikeinspieler. Insgesamt alles sehr kurzweilig und mal was anderes, als eine normale Stadtrundfahrt, hat mir sehr gut gefallen. Diese thematischen Führungen werden von Musictours in der Regel terminlich um stattfindende Konzerte der jeweiligen Bands/Künstler angeboten, so dass ich ansonsten bis zum nächsten Berlin-Konzert hätte warten müssen, um an dieser Tour teilzunehmen. Hier noch ein paar Bilder aus dem Bus, ohne speziellen U2-Bezug.









    Nach der Tour fahren wir auf dem schnellsten Weg zum Hbf, wo uns für die Heimfahrt noch mit Proviant eindecken.



    Mit dem pünktlichen ICE geht es nach Frankfurt, ich gehe dort direkt auf die Nachtschicht, der Kumpel nimmt den nächsten Zug in die Domstadt.

    ChrischMue, MaBo, kitchenbutcher und 6 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

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