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Thema: 19 Bilder für eine Nacht in...

  1. #21
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    Sehr schön, war am Wochenende ebenfalls in Porto, einen Freund besuchen der dort studiert! Da du ja jetzt einen Bericht erstellt hast, muss ich mich nicht ärgern diesmal keinen geschrieben zu haben!
    Außer ein paar Bildern vom Strand und ggf vom Surfbrett aus wäre es eh sehr identisch geworden
    MrGroover sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #22
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Daumen hoch ... Athen

    Wer konnte im Oktober 2018 zum Buchungszeipunkt schon ahnen, dass der Frühling am letzten Februarwochenende in Athen eine Auszeit nehmen würde? Ich jedenfalls nicht, so dass ich dieses Wochenende mit starken Winden und kühlen Temperaturen zu tun hatte. Da es grundsätzlich kein schlechtes Wetter, sondern höchstens unpassende Kleidung gibt, sollte mich das von einer Erkundungstour nicht abhalten. Außerdem hätte es mit Schnee und Frost schlimmer sein können.

    Gebucht hatte ich ursprünglich von Lufthansa durchgeführte Flüge auf einem A321. Irgendwann zwischen Buchung und Abflug kam eine Info darüber, dass die Flüge von SunExpress durchgeführt werden würden. Ich weiß gar nicht mehr, ob schon zum Buchungszeitpunkt fest stand, dass XG fliegen würde. Die Buchung von A321-Flügen spricht jedenfalls dagegen - irgendwie. Auch alle meine Unterlagen sagen durchgeführt von Lufthansa. Na jedenfalls war es für mich keine Überraschung, nicht in einem A321 zu sitzen. So freute ich mich um so mehr, dass auf der letzten Frachtervorfeldposition F237 eine B737-800 stand.


    Ja, es gab wieder ein Busgate, es war wieder A18 und wieder stand dort schon ein NEO sich die Räder eckig. Nur konnte ich diesmal nicht bis zur A3 gucken. Mit ein klein wenig Verspätung ging es wieder den sehr langen Weg zur 18. Gleich nach dem Start ging es nach links und etwa bei den Alpen war vom Land nicht mehr viel zu sehen, Wolken sei dank.

    Mein Platz in der Notausgangreihe bot entsprechend mehr Beinfreiheit.


    Der Tisch schien professionell demontiert wurden zu sein. Ich musste nur trotzdem mein Essen nicht auf der Hand einnehmen, denn es gab einen Tisch in der Armlehne. Apropos Essen: es wurde ein kleines Frühstück inkl. Warmspeise serviert. Nix mit Sandwich auf der Strecke, vermutlich A3-Konkurrenz sei Dank.


    Brötchen mit Butter und Marmelade gab es auch noch, waren nur schon weg gefuttert.

    Ankunft in Athen erfolgte aus dem Süden auf der 3L, nur war wegen dichter Bewölkung nicht allzu viel zu sehen. Eine dicke Antonov AN-124 stand auf dem Flughafen, nur war ich zu langsam bezüglich Fotos.

    Nach der minimal verspäteten Ankunft folgte ich der Beschilderung zu den Zügen und erstand ein Ticket für die Metro zu €10. Auf dem Bahngleis pfiff der Wind schon recht ordentlich, so dass ich mich freute, als endlich der Zug einfuhr. Mein Ziel war zunächst wieder das Hard Rock Cafe, für das mir Here Maps empfahl, an der Station Syntagma auszusteigen. Blöd nur, dass das Hard Rock Cafe wohl zwischenzeitlich umgezogen war, das Kartenmaterial nur davon noch nichts wusste.

    Ich bin somit also zu Fuß Richtung tatsächlicher Adresse des HRCs gelaufen. Dabei kam ich am Turm der Winde vorbei.


    Im Hintergrund kann man schon erkennen, was mich von meinem ursprünglichen Plan abbrachte. Ich folgte also zunächst erst einmal dem Weg nach oben. Etwa zehn vor vier kam ich am Eingang zur Akropolis an, wo ich mir ein Ticket für €10 kaufte. Geöffnet war bis 17 Uhr, so dass ich noch etwas über eine Stunde Zeit hatte.

    Zunächst führte mein Weg vorbei am Odeon des Herodes Atticus.


    Weiter nach oben kam man zu den Propyläen...


    ... von denen aus man einen schönen Blick über Athen hatte.


    Als die Säulen passiert waren, eröffnete sich der Blick auf das Parthenon.


    Dieses selbst konnte nicht betreten werden, allerdings ist das Gelände drumherum begehbar. Von oben erkennt man das Dionysostheater.


    Außerdem ist auf dem Gelände noch das Erechtheion.


    Eindrucksvoll war es auf jeden Fall, sind die Gebäude doch teils 2500 Jahre alt. Schon beachtenswert, was damals erbaut wurde.

    Den Wind hatte ich ja schon erwähnt. Auf der Akropolis merkte man diesen doch sehr deutlich. Ab und an musste man auch aufpassen, nicht umgepustet zu werden.

    Als eine große Gruppe das Gelände einnahm, hatte ich alle Fotos im Kasten und konnte mich bedenkenlos wieder nach unten begeben. Ich lief noch etwas auf dem Gelände umher und kam am Dionysostheater vorbei. Da hatte wohl jemand einen besseren Platz als alle anderen.


    Nachdem ich kurz vor 17 Uhr das Gelände verlassen hatte, nahm ich meinen ursprünglichen Plan wieder in Angriff und lief zum HRC. Als das gewünschte T-Shirt erworben war, steuerte ich mein Hotel an. Mein Weg dahin führte vorbei an der Stoa des Attalos, welche Teil der Agora ist.


    Ohne etwas besonderes zu zeigen, nur einfach als Kontrast zum sonst sehr antiklastigen Bildmaterial, ein Blick entlang der Straße Ermou.


    Mein Hotel für die Nacht war das Wyndham Grand, gebucht via hotels.com inkl. Frühstück für knapp unter €100. Der niedrigste Preis, welchen ich für das Hilton gesehen hatte, war bei etwa €155, was mir immer noch zu teuer war. Nachdem das Zimmer bezogen war, bin ich nochmal los zur Jagd nach Abendbrot. Fündig wurde ich in einem Supermarkt und der Bread Factory gegenüber dem Hotel.

    Da ich recht müde war, ging es diesmal zeitig ins Bett, so dass es auch keine Nachtaufnahmen von Athen gibt. Das wenig einladende Wetter hatte dazu auch einen Beitrag geleistet. Den Schlaf konnte ich aber auch gut gebrauchen.

    Das Frühstück gab es am heutigen Morgen im Restaurant des Hotels. Dieses ist im 9. und somit obersten Stock. Von da aus hat man einen schönen Blick auf die Akropolis.


    Im Bild kann man es erkennen, das Restaurant hat Glaswände, welche wohl in der warmen Jahreszeit geöffnet werden. Der Nachteil ist, dass es bei starkem Wind merklich durch weht und es somit recht frisch im Restaurant war. Da die Auswahl sehr umfangreich und lecker war, ließ ich mich von den niedrigen Temperaturen nicht weiter stören.

    Nach dem Frühstück checkte ich aus und spazierte nochmal los. Ein wenig Zielplanung hatte ich dann doch betrieben und es zog mich Richtung Philopapposhügel. Oben angekommen hatte man wiederum einen schönen Blick. Auch das Hotel ließ sich erkennen, es ist das große Gebäude in der Mitte.


    Meine eigentliche Motivation war nochmals ein Blick auf die Akropolis, diesmal eben von einer erhöhten Position aus.


    Auf den Hügel rechts, Lykabettus, kann man wohl auch hoch und schaut dann wirklich von oben auf die Akropolis.

    Ich bin noch ein wenig durch den Park gelaufen. Am Eingang des Parks, Eintritt kostenlos, gab es noch ein letztes Bild der Akropolis.


    Danach bin ich dann Richtung Monastiraki Platz gelaufen. Dort schließt sich zum einen der Flohmarkt an...


    ... und zum anderen eine Metrostation, an der die Linie zum Flughafen fährt. Dort angekommen war die Bordkarte am Automaten schnell gedruckt und die anschließende Sicherheitskontrolle dank Fast Lane zügig passiert. Danach kämpfte ich mich durch Menschenmassen Richtung A3 Lounge, in der ich mich zuvor mit einem weiteren Foreninsassen verabredet hatte und welcher dank früherer Ankunft bereits einen Platz reservieren konnte. Das war auch nötig, denn die Lounge war sehr voll.

    Mit Speis und Trank und Unterhaltung überbrückten wir die Zeit bis zum Abflug. Der Rückflug war wieder mit SunExpress und zum Glück mit einer anderen 737-800, so dass es noch eine zweite Registration für die Sammlung gab.

    Der Start war noch pünktlich und es ging wieder Richtung Norden, so dass auch diesmal nichts von der Stadt zu sehen war. Die Wolken taten ihr Übriges, Griechenland vor meinen Blick zu verstecken. Auch auf diesem Flug gab es wieder eine warme Speise. Diesmal waren es Nudeln mit einem Ansatz von Bolognese-Soße. Leider doch etwas trocken - immerhin Abwechslung zum Sandwich.

    Über dem Nordbalkan klarte es auf und es war draußen auch noch einiges zu sehen. Das letzte Foto ist dennoch die Kurve auf den Endanflug für Frankfurt, Bahn 07L. So ein wenig kann man Mainz und Wiesbaden erahnen und links davon den Taunus.


    Die Ankunft war pünktlich, diesmal sogar an einer Fingerposition. Eine kurzfristige Änderung von A36 zu A26 sparte mir noch etwas Fußweg zur S-Bahn. Beeilen musste ich mich diesmal nicht, denn der Weg war zu weit um mit Rennen noch die nächstbeste S-Bahn zu bekommen.

    Fazit 1: SunExpress als Wetlease für LH. Es gibt ein, zwei Unterschiede, an denen man merkt, dass man nicht in einer Lufthansa-Maschine sitzt. Der größte ist, dass es eine 737 ist, davon hat ja die Lufthansa keine eigenen flugfähigen mehr. Außerdem trägt die Crew natürlich keine Lufthansa Uniform. Das Bordprodukt ist allerdings das gleiche, nur ohne NEK-Sitz. Einigen Passagieren war es aufgefallen, dass SunExpress ungleich Lufthansa ist, mit geflogen ist dennoch jeder. Und die Meilen vom Hinflug wurden bereits dem Konto gutgeschrieben.

    Sehr positiv aufgefallen sind mir die Ansagen aus Reihe 0. So ausführlich zur Route habe ich diese bei der Hansa schon lange nicht mehr gehört. Für den Rückflug wurde bspw. sehr gut der Anflug auf Frankfurt beschrieben. Das würde ich mir bei anderen Fluggesellschaften öfter wünschen.

    Fazit 2: Athen ist auch schön. Klar, viel gesehen habe ich nicht, nur haben mich die ganz alten Gebäude eben am meisten interessiert. Für einen kurzen Eindruck hat es gereicht, für mehr muss man aber wieder kommen. Mal schauen, evtl. dazu auch mal das A3 Flugerlebnis testen. Also auch hier gilt: unbedingt selbst mal anschauen.

  3. #23
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    War eine nette Zeit in der Lounge
    Den Tisch hatten wir für uns alleine
    MrGroover sagt Danke für diesen Beitrag.

  4. #24
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Daumen hoch ... Kopenhagen

    Nach zuletzt etwas weiteren Ausflügen folgt an diesem Wochenende eine weitere Episode in dieser Serie. Diesmal ging es nach Kopenhagen. Gebucht war das Ganze als Meilenticket via TK Miles&Smiles, da dort zum Ende des letzten Jahres noch Meilen verfallen wären. Dank niedrigerer S&G bot es sich an, mit SAS statt mit LH zu fliegen.

    Wie geschrieben, das Ticket war bei Miles&Smiles gebucht, dank mittlerweile vorhandener Funktionalität ging das sogar online ohne Besuch im Ticket Office. Leider gab es keine e-Mail zur Bestätigung, allerdings fand sich die Buchung im Profil wieder. Leider nur mit einem Buchungscode, der ausschließlich bei TK funktionierte. Für SAS hatte ich keinen Buchungscode erhalten. Eine Anfrage per Twitter bei TK blieb erfolglos. Und die Verfügbarkeit der SAS-Hotline ist zeitlich sehr eingeschränkt. Dennoch, die Reservierung der Sitzplätze klappte via TK-Website letztlich anstandslos. Den OLCI konnte ich bei SAS erfolgreich mit der M&S Vielfliegernummer nutzen. Und da noch Plätze am Notausgang frei waren, wählte ich diese.

    Samstag Morgen ging es wieder wie üblich los zum Flughafen. In der Lounge fand noch quasi eine kleine Variante des FRA-Stammtischs statt, denn ich traf drei bekannte Gesichter. Wie gewohnt brach ich mit etwas Puffer aus der Lounge auf und machte mich auf den weiten Weg zu A32. Obwohl dies ein normales Gate ist und es auch kein Z32 obendrüber für eine etwaige Doppelnutzung gibt, stand uns eine Busfahrt bevor. Wie es scheint, liegt das wohl an Bauarbeiten am Gate.

    Viel fehlte nicht und wir hätten in Zeppelinheim aussteigen können, denn der Flieger stand doch ein gutes Stück entfernt vom eigentlichen Gate. Apropos Flieger: SAS stellte mir einen A320neo auf die Vorfeldposition. Nach LH ist das meine zweite Airline mit Neo-Flug. Und für die Nerds: mein erster mit den namensgebenden neuen LEAP-Triebwerken.


    Der Weg zur 25 war angenehm kurz, zu welcher wir rollten, nach dem die Triebwerke angelassen und auf Temperatur gebracht wurden. Wie bereits im vorherigen Bild zu sehen, war das Wetter schlecht. Daher gab es außer Wolken nichts zu sehen.

    Das Meilenticket buchte in den normalen Go-Tarif, in dem lediglich Tee oder Kaffee kostenfrei erhältlich sind. Für mich also Tee.


    In Kopenhagen war das Wetter minimal besser. Leider gab's Gegenlicht beim Landeanflug mit Blick auf die Öresundbrücke.


    Am Flughafen kaufte ich mir eine 24-Stunden Karte (gilt für echte 24 Stunden) für die öffentlichen Verkehrsmittel und fuhr mit der Metro bis Station Nørreport. Von dort aus steuerte ich zunächst das Hard Rock Cafe an. Dies sollte mein 50. verifizierter Besuch in einem HRC sein. Konfetti gab es aber keines, lediglich das T-Shirt wechselte für knapp über 180 Kronen den Besitzer.

    Da ich nun hatte, was ich wollte und es bis zum Rückflug am Sonntag noch etwas Zeit war, konnte ich mir auch die Stadt angucken. Wenn man schon mal da ist... Unweit des HRC ist das Rathaus. Und na klar, Fahrradfahrer gehören zu Dänemark dazu. Scheinbar sind von denen auch welche über weite Strecken unterwegs, oder warum wird die Distanz bis Berlin ausgewiesen?


    Außerdem ist unweit des Rathauses der Vergnügungspark Tivoli, welcher allerdings erst Anfang April seine Tore für Besucher öffnen wird. Für mich ging es über die Straße zum Palads Teatret, einem bunt angemalten Kino.


    Danach spazierte ich Richtung Gewässer und kam am Tycho Brahe Planetarium vorbei.


    Weiter ging es am Wasser entlang, bis ich auf diese Skulptur Schatz, wir müssen reden stieß.


    Mein nächstes Ziel war das Rosenborg Slot, welches ich mehr oder minder direkt ansteuerte.


    Bis zu meinem Hotel war es nun nicht mehr so weit, so dass ich zunächst etwas Gepäck ablegen wollte. Dabei kam ich an diesem schönen Haus vorbei.


    Mein Hotel war unweit der bunten Häuser am Nyhavn gelegen, so dass ich gleich die erste Gelegenheit für ein Bild nutzte.


    Zwei Querstraßen weiter ist das Hotel Maritime, welches ich für die Nacht gebucht hatte. Kriterien waren, dass es einigermaßen zentral lag, Frühstück im Preis inbegriffen war und ich meine Gratisnacht bei hotels.com einlösen konnte. Das Zimmer war zwar recht klein, für die eine Nacht aber in Ordnung.

    Die Mittagszeit war schon längst durch und der Magen signalisierte sich zu langweilen. Bevor ich mir noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten anschauen wollte, lief ich zunächst zu einem Hotdog-Stand. Auf dem Weg Richtung Kastellet fand sich auch noch eine Eisdiele.


    Mein nächstes Ziel hatte ich ja schon verraten, das Kastell von Kopenhagen. Dies hat sogar eine eigene Kastelsmøllen. Und die Flagge im Bild zum Beweis, nicht bei den Niederländern zu sein.


    Nun spazierte ich noch weiter den Langeliniekaj entlang bis zum Ende. Ein Blick auf die Wasserfront stimmte mich fraglich, ob denn noch alle vier Zylinder in München an Ort und Stelle wären?


    Das Auslaufen einer Fähre verpasste ich knapp, so dass ich nun so langsam wieder zurück lief. Ich hatte zuvor schon ein paar Schiffe gesehen, die nun auch noch auf ein Bild sollten. Hier zu sehen die Peder Skram, eine außer Dienst gestellte und als Museumsschiff zugängliche dänische Fregatte. Achso, Photobomb Level kleine Meerjungfrau.


    Entlang des Weges kam ich am Gefionspringvandet vorbei, der aufgrund der Jahreszeit allerdings noch kein Wasser springen ließ.


    Über eine Brücke ging es auf die andere Seite. Links im Bild zu sehen ist das Nordatlantens Brygge, ein Museum für nordische Kunst. Rechts in dem braunen Gebäude ist ein Supermarkt, in dem ich ein paar Dinge fürs Abendbrot kaufte.


    In einem ein paar Schritte entfernten Netto gab es noch ein paar weitere Sachen fürs Abendbrot. Danach ging es zurück ins Hotel. Den Abend über verbrachte ich im Zimmer. Mehrmalige Blicke nach draußen verrieten, dass es regnete und windete. Meine Motivation, nochmal für ein paar Nachtaufnahmen aufzubrechen, konnte mein Trägheitsmoment nicht überwinden, so dass es diesmal keine eben solche Aufnahmen gibt.

    Am Sonntag Morgen ging es zunächst zum Frühstück. Von der Auswahl überschaubar, aber dennoch gut. Ich bin auf jeden Fall satt geworden. Beim Blick nach draußen hätte das auch in ein Frustfuttern umschlagen können, denn es regnete immer noch leicht. So ließ ich mir mit dem Auschecken Zeit bis etwa halb zehn. Da ich mir noch ein paar Ecken anschauen wollte, war ich erfreut, dass der Regen mittlerweile aufgehört hatte.

    Zunächst bin ich nochmal zu den bunten Häusern gelaufen.


    Danach ging es in einem Bogen Richtung Christianshavn. Irgendwie schaut das Haus etwas verzogen aus.


    Zum Abschluss bin ich noch in die Fristad Christiania gelaufen. Entfernungs- und Richtungspfeile gab es ja bereits ein paar zu sehen, doch hier sind die Angaben zu verschiedenen Skate Parks aufgezeigt.


    Anschließend bin ich zur Metro-Station gelaufen und zurück zum Flughafen gefahren. Zeitlich hatte ich mein 24-Stunden Ticket fast bis zum Ende ausgereizt, allerdings nicht wirklich maximiert, war ich doch nur vom und zum Flughafen gefahren.

    Nach dem ich mir am Automaten eine Bordkarte gezogen hatte, ging es durch die SiKo zur Lounge. Auf dem Weg dahin wurde mir klar, was andere meinen, wenn sie den Flughafen als Mall mit angeschlossenem Flugverkehr bezeichnen. Und um mir das nochmal richtig vor Augen zu führen, gab es mit dem Gate B9 auch eines, welches ich nur durch Passieren der Mall erreichen konnte.

    An besagtem Gate stand diesmal ein klassischer A320. Der Notausgangplatz in der Mitte blieb auf diesem Flug frei, so dass ich reichlich Platz hatte. Nahezu pünktlich ging es los Richtung Bahn 22R und von dort auf den Weg nach Frankfurt. Der Norden hatte noch ein paar Wolkenlöcher zu bieten, bevor es etwa ab Hannover nurmehr dichtes weiß zu sehen gab.

    Die Landung in Frankfurt war auf der 25R direkt vor einem der Mini-Stammtisch Teilnehmer vom Vortag. Unser A320 rollte zum Gate A38, welches zwar ohne Bus auskam, aber einen langen Fußweg zur S-Bahn bedeutete. Diese brachte mich wieder Richtung Wohnung.

    Kopenhagen hat mir sehr gut gefallen, das ist eine richtig schöne Stadt. Lediglich das Wetter hätte etwas besser sein dürfen, aber so war es nicht so überlaufen von zu vielen Touristen. Als Radfahrer kann man nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, was hierzulande alles für Fahrradfahrer getan wird, oder besser vor allem nicht getan wird. In Dänemark sieht man schön, wie es gehen kann.

  5. #25
    Erfahrenes Mitglied Avatar von John_Rebus
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    Schöner Bericht. Ich war auch erst einmal für knapp 2h in Kopenhagen und muss das unbedingt nachholen da mir das, was ich von der Stadt gesehen habe, sehr gefallen hat. 2022 soll dort wieder ein Hilton eröffnen, aber so lange will ich eigentlich nicht warten...

    Zitat Zitat von MrGroover Beitrag anzeigen
    Na da hat aber wer mit den 19 Bildern ein kleines bisschen geschummelt
    tosc, schlepper und Reyhan sagen Danke für diesen Beitrag.
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    "Viele sagen, man soll dann gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo es am schönsten ist." - Das Känguru

  6. #26
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Batman
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    Kopenhagen ist eine Reise Wert! Aber mehr wie ein Wochenende braucht es meiner Meinung nach nicht. In vielen Dingen ist es dann doch wie in vielen anderen Großstädten in Europa.

  7. #27
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Zitat Zitat von John_Rebus Beitrag anzeigen
    Na da hat aber wer mit den 19 Bildern ein kleines bisschen geschummelt
    Daher schrieb ich eingangs von Bildern und nicht von Fotos. Auch wenn hier zwei Fotos vereint wurden, es ist letztlich ein Bild. War ja auch eine Mahlzeit.

  8. #28
    Erfahrenes Mitglied Avatar von shauri
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    Kopenhagen müsst ich auch mal wieder...sehr schön, danke!
    MrGroover sagt Danke für diesen Beitrag.
    Kein Viel- aber Gern-Flieger und Nerd.

  9. #29
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Cool ... Luxemburg

    Im Forum tauchte irgendwann im Januar oder Anfang Februar die Info auf, dass Air Nostrum wieder oder weiterhin für Lufthansa eine Reihe von Flügen durchführen würde. Darunter auch nach Luxemburg, sogar recht gut planbar. Das Interessante an Air Nostrum ist, dass sie den größten Bombardier Canadair Regional Jet in der 1000er Variante einsetzen. Neben dem kleinsten 100er fehlte mir dieser noch in der Sammlung. Ein freies Wochenende war schnell gefunden. Ebenso ein Ticket für €99, Hin- und Rückflug jeweils durchgeführt von Air Nostrum, falls sich doch noch etwas ändern sollte.

    Wie immer ging es samstags morgens los. An der Sicherheitskontrolle war es noch recht entspannt, weswegen ich zügig durch war. Anschließend ging es zum Frühstück in die Lounge. Flüge mit CRJs sind in Frankfurt mit einem Busgate gleichbedeutend. Diesmal sollte es B11 für uns sein, welches ich durch einen kurzen Spaziergang durch den Tunnel rechtzeitig vor Einsteigebeginn erreichte. Leider wurde auch nach den 15 Minuten vor Abflug weiter auf letztlich nicht mehr erscheinende Passagiere gewartet, wodurch wir am Ende etwa 20 Minuten Verspätung hatten. Letztlich wurden also 39 statt 43 Passagiere zum Flieger gefahren.

    Apropos Flieger, da ist das Schmuckstück. Air Nostrum hat extra noch eine Sonderbemalung eingeplant.


    Los ging es über die 18, bevor wir Kurs Richtung Westen einschlugen. Für die 10 Passagiere in Business gab es einen schnellen Snack, für uns hinter dem Vorhang nichts. Und vorm Fenster gab es nur Wolken zu sehen, sowohl nach unten als auch nach oben. Erst kurz vor der Landung konnte man wieder etwas erkennen. Z.B., dass der Anflug direkt über die Stadt geht.


    Am Flughafen standen zahlreiche Regierungsflieger auf dem Vorfeld. Und auch unser Flug wurde von einer Limousine und einem Soldaten erwartet. Allerdings mussten diese ohne Gäste wieder wegfahren, scheinbar waren es genau jene, auf die wir in Frankfurt bereits vergeblich warteten.

    Vorm Flughafen kaufte ich mir ein Tagesticket für den Bus in die Stadt. Die Info, dass der Nahverkehr samstags in Luxemburg kostenlos nutzbar ist, erreichte mich zu spät, da saß ich bereits im Bus. Infos dazu finden sich auch im Netz.

    Mit dem Bus fuhr ich bis zum Zentralbahnhof.


    Von da aus startete ich meine Erkundungstour. Zunächst lief ich Richtung Norden über die Brücke La Passerelle mit Blick zurück Richtung Süden.


    Danach bog ich rechts ab und lief entlang der Stadtmauer mit einer idyllisch anmutenden Aussicht.


    Blick vom Chemin de la Corniche Richtung Grund.


    Danach bin ich wieder zurück Richtung Zentrum. Dabei war die Bewegunsgfreiheit sehr eingeschränkt, denn viele Straßen waren abgesperrt. Dennoch kam ich zum Palais Grand-Ducal durch.


    Die Reiterstatue vom Großherzog Guillaume II auf dem Place Guillaume II.


    Gut, nach etwas weiterem eingeschränkten Umherlaufen habe ich mich dann einfach zur Menschenmenge dazu gestellt. Bereits nach den vielen Regierungsfliegern hatte ich geschaut, was der Anlass für den Besuch sei. Es war Tag der Beerdigung des Großherzogs Jean, der am 23. April verstarb.


    Deshalb wehten auch alle Luxemburg-Flaggen auf Halbmast.


    Im Verlaufe des Nachmittags habe ich die Stadt weiter erkundet. Brunnen auf dem Roude Pëtz.


    In diesem schönen Haus ist ein Bank.


    Blick in einen Hinterhof. Dieser gehört zu einem chinesischen Restaurant.


    Nachdem ich weiter ohne bestimmtes Ziel durchs Zentrum lief, kam ich zum Ascenseur panoramique du Pfaffenthal, einem Aufzug, von dem aus man einen schönen Blick über das Tal hatte. Der Zug wirkte fast schon wie auf einer Modelleisenbahnanlage.


    Durch den Parc Municipal und über den Fouerplaatz ging es weiter in Richtung des Stadtteils Limpertsberg, wo ich am Wasserturm vorbei kam.


    Danach bin ich mit dem Bus Richtung Hotel gefahren. Für die eine Nacht wurde es das Doubletree. Dieses liegt etwas außerhalb in einem unansehnlichen Neubauklotz der 70er oder 80er Jahre. Nachdem ich meine Sachen abgeladen hatte, bin ich nochmal zurück in die Stadt. Mit dem Bus ging es diesmal bis zum Parc de Merl.


    Von da aus lief ich zurück Richtung Zentrum. Blick auf die Pont Adolphe und dem dahinter liegenden Musée de la Banque.


    Zwischenzeitlich kam auch die Sonne raus, so dass einen schönen Kontrast für die Gëlle Fra auf dem Monument du souvenir gab.


    Danach bin ich wieder Richtung Bus gelaufen. Dabei kam ich noch am Plëss d'Arem und dem Gebäude Cercle-Cité vorbei.


    Mit dem Bus ging es zurück zum Hotel. Zuvor hatte ich mir noch in einem Supermarkt etwas zum Abendbrot geholt. Relativ zeitig ging es danach ins Bett. Am nächsten Morgen gab es zunächst das Frühstück. Danach verbrachte ich noch etwas Zeit im Zimmer, bevor es mit dem Shuttle des Hotels zum Flughafen ging. Da am Schalter der Lufthansa zu viel Andrang war, verzichtete ich auf die Bordkarte in Papierform und ging direkt durch die Sicherheitskontrolle. Direkt danach ist die Lounge gelegen, in der ich die Wartezeit bis zum Abflug verbrachte.

    Mit dem Bus ging es wieder zum Flieger. Für den Rückflug gab es noch eine andere CRJX, diesmal komplett in weiß. Der Flieger war wieder mit Verspätung aus Frankfurt angekommen, so dass es auch für uns nicht pünktlich los ging. Der Start erfolgte auf der Bahn 06 Richtung Osten. Heute hingen die Wolken tiefer, so dass es zumindest nach oben blauen Himmel zu sehen gab. Unser Endanflug erfolgte über Mainz, bevor wir auf der 07L landeten. In Frankfurt ging es zunächst mit dem Bus zum Terminal und dann für mich mit der S-Bahn zurück nach Hause.

    Luxemburg hat mir ebenfalls gefallen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so klein und überschaubar ist. Wenn die Tagesausflüge mit dem Flieger, früh hin und abends zurück, nicht so teuer wären, hätte man das auch so machen können. Gut, wenn man ein Auto hätte, könnte man auch damit den Tagesausflug machen. Dann wäre nur die CRJX nicht so einfach zu jagen gewesen und mit Air Nostrum gab es auch noch eine weitere Airline für die Sammlung. Diese Flüge sind sogar so gut eingeplant, dass es an Bord auch das Lufthansa-Magazin gibt, oder zumindest auf einem der beiden Flüge gab es das. Am Samstag war alles von Air Nostrum/Iberia Regional. Die üblichen Ansagen erfolgen in Deutsch vom Band, auch das Danke, dass man Lufthansa und die Star Alliance gewählt hätte...

  10. #30
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    Kann man Luxembourg also bequem in einem Tag erlaufen?

  11. #31
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Locker, wenn man nirgendwo (Museen) rein geht.

  12. #32
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    Zitat Zitat von MrGroover Beitrag anzeigen
    Locker, wenn man nirgendwo (Museen) rein geht.
    Nur ist dies dann aber immer nur ein sehr oberflächlicher Besuch, wenn alles lediglich kurz als "Kulisse" wahrgenommen wird, noch dazu im "Schnelldurchlauf". Man taucht nicht ein, hat keine Begegnungen etc. Es ist somit eher ein fließender Übergang zum Schauen eines Videos etc. Bestimmte "Stimmungen", wie beispielsweise ein Aufenthalt am Abend in einem bestimmten Cafè etc. bleibt einem insofern verwehrt. Aber gerade dies macht ja das "Erleben" eines Ortes aus.

  13. #33
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Was macht es für einen Unterschied, ob ich mir statische Objekte draußen (Gebäude, Denkmäler) oder drinnen (vielsagende Farbklekse an der Wand, beim Bleigießen irgendwas erhaltenes als Skulptur verkauft) anschaue? Ich kann dem wenig abgewinnen, dann kann ich es auch auslassen. Oder mir andere Leute bei der Energiezufuhr anschaue?

    Und mal so nebenbei, wo sind deine Reiseberichte, sun07? Du tauchst immer nur mit Kommentaren bei Reiseberichten auf, aber nie mit eigenen Berichten, die mal in irgend einer Form einen Schluss zulassen würden, auf welche Art und Weise du reist? Ist es dir etwa peinlich? Ich würde mich jedenfalls über eine Antwort in Form eines Reiseberichts deinerseits freuen, weniger über rechtfertigende Worte...

  14. #34
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    Schöne Berichte!
    Zitat Zitat von MrGroover Beitrag anzeigen
    Da ich nun hatte, was ich wollte und es bis zum Rückflug am Sonntag noch etwas Zeit war, konnte ich mir auch die Stadt angucken. Wenn man schon mal da ist... Unweit des HRC ist das Rathaus. Und na klar, Fahrradfahrer gehören zu Dänemark dazu. Scheinbar sind von denen auch welche über weite Strecken unterwegs, oder warum wird die Distanz bis Berlin ausgewiesen?
    War das eine rhetorische Frage? Dann meinen Beitrag bitte ignorieren.

    In Kopenhagen beginnt/endet der Radfernweg Kopenhagen-Berlin.
    Køge-København | Berlin - Kopenhagen
    flamingoe und MrGroover sagen Danke für diesen Beitrag.

  15. #35
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    Zitat Zitat von interessierterlaie Beitrag anzeigen
    In Kopenhagen beginnt/endet der Radfernweg Kopenhagen-Berlin.
    Da ich nicht in der Fahrradhauptstadt, Münster, wohne, sind mir solche Schilder gänzlich fremd. Und das sage ich als Radfahrer. Ja, hier in der Gegend gibt es Schilder mit Entfernungsangaben, aber bereits die zweistelligen muss man suchen. Daher war es durchaus eine ernst gemeinte Frage.

  16. #36
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Cool ... Warschau

    Maximieren kann man auch im Kleinen. Zum freitäglichen FRA-Stammtisch reiste ich mit der S-Bahn an, wofür sich ein Tagesticket gelohnt hat, weil es günstiger als zwei Einzelfahrten ist. Dieses gilt dann leider keine 24 Stunden sondern nur bis zum nächsten Tag 5 Uhr. Mit 7:25 Uhr stand ein zeitiger Abflug an, so dass ich das Ticket nach längerer Überlegung ausnutzen und bereits 5 Uhr am Flughafen anreisen wollte. Man solle ja eh 2,5 Stunden vorher da sein. Entsprechend kurz war die Nacht zuvor - juhu, Geld und Schlaf gespart.

    Zu so früher Stunde geht auch in Frankfurt die Sicherheitskontrolle flott. Fast schon skandalös, dass nur drei Spuren oder so offen waren und davon keine am Gold Track. Aber lieber so, als dass teurere Luftfahrtsicherheitsfachkräfte ohne Beschäftigung am Flughafen ihre Zeit tatenlos abstehen/absitzen.

    Die Lounge musste ich nicht mehr aufschließen, denn es war bereits ein Gast vor mir eingetreten. Warme Speisen wurden ab 5:30 Uhr angeboten und ab 6 Uhr war die Lounge bereits recht voll.

    Ich brach irgendwann zu meinem Gate auf, welches zwischen Check-In und Einsteigen von A40 über A38 auf A20 geändert wurde. Dort wartete bereits ein A330 auf uns, was dann gleichbedeutend mit einer Busfahrt war. Ich möchte aber gar nicht klagen, denn das gab mir Gelegenheit nach D-AIEA, dem ersten A321neo der Lufthansa ausschau zu halten. Dieser war am Vortag von Schönefeld über Leipzig nach Frankfurt überführt worden. Und tatsächlich, vor der Technikhalle zwischen Terminal und den Tanks stand er versteckt hinter einem A330. Unser Flieger stand in etwa dieser Höhe auf einer Vorfeldposition. Der Vorteil dieser Position war, dass es nur noch ein kurzer Rollweg zur Bahn 7C war, auf der wir pünktlich starten durften.

    Der Flug war ohne Vorkommnisse. Snackauswahl bestand aus Käsesandwich oder Rosinenschnecke, wobei ersteres für den späteren Verzehr eingepackt wurde. Gefrühstückt hatte ich ja zuvor in der Lounge schon. Die Landung in Warschau war ebenfalls pünktlich und auch hier war die Fahrt zum Gate kurz.

    Um in die Stadt zu kommen, gab es eine Tageskarte für die S-Bahn am Automaten für 15 PLN. Diese ist für 24 Stunden gültig, was ich diesmal aber nicht ausnutzen wollte. Während der Fahrt meinte es das Wetter nicht gut zu mir, da hat es sich mit den Michaels vertan. Regen ist für den anderen, nicht für mich. An der Station Warszawa Śródmieście stieg ich aus, da sich in unmittelbarer Nähe das Hard Rock Cafe befindet. Zunächst wartete ich den Schauer noch in der S-Bahnstation ab um dann einigermaßen trocken meine Erkundungstour zu starten.

    Als erstes fiel mir der Pałac Kultury i Nauki auf.


    Ein Blick nach oben verhieß nichts gutes, also zügig im Hard Rock Cafe unterstellen. Da ich eh ein T-Shirt kaufte, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, ein paar Minuten zu warten, bis der Regen nachließ. Diese konnte ich für die Planung des restlichen Tages nutzen, oder zumindest des Vormittags. Der Plan war nun, mit der Metro eine Station zu fahren und dann Richtung Altstadt zu laufen. Bis ich bei der Metro war, waren die Füße nass, denn es gelang mir nicht, jeder Pfütze auszuweichen.

    Ich spazierte nun zunächst die Straße Świętokrzyska entlang. Blick Richtung Süden entlang der Straße Nowy Świat.


    Ich wählte allerdings den Weg Richtung Norden. Dabei stolpert man unweigerlich über Herrn Kopernikus, in Bronze gegossen im Pomnik Mikołaja Kopernika vor dem Pałac Staszica w Warszawie.


    Bunte Blümchen entlang der Krakowskie Przedmieście.


    Beim Blick entlang einer Querstraße entdeckte ich ein großes Gebäude. Es war das Teatr Wielki Opera Narodowa von hinten.


    Umgekehrt lief ich weiter entlang der Krakowskie Przedmieście.


    Unweigerlich kommt man so zum plac Zamkowy, rechts im Bild das Königsschloss Zamek Królewski w Warszawie.


    Weiter ging es entlang der Straßen, vorbei an bunten Häusern zum Rynek Starego Miasta Warszawa, welcher ebenfalls von bunten Häusern umgeben ist.


    Bevor es weiter Richtung Barbakan ging, gab es noch ein Eis. Dieses gab es im Laden, zu dem das Schild Lody gehört.


    Ein paar Schritte weiter bin ich rechts abgebogen und kam bei Frau Curie vorbei. Dort ging es für mich die Treppen hinab Richtung Ufer der Weichsel. Die Bank mit Herrn William Lindley findet man neben dem Multimedialny Park Fontann.


    Ich bin dann entlang der Weichsel Richtung Süden spaziert. Dabei fiel mir auf, dass man sich bei der Gestaltung des Ufers durchaus Gedanken gemacht hat, um es für Freizeitpassiv- und -aktivitäten attraktiv zu gestalten. Bei schönem Wetter ist da sicher eine Menge los.


    Weiter entlang des Ufers kommt man an der Statue Warszawska Syrenka vorbei, im Hintergrund sieht man das PGE Narodowy Stadion.


    Ich bin noch weiter am Ufer entlang spaziert. Dabei stößt man auf das Saperom Poleglym w Czasie Rozminowania Kraju, wobei mein nichtexistentes Polnisch nun wirklich am Ende ist. Hier weiß ich nicht, wofür es genau ist.


    Und zurück am Ufer ging es weiter Richtung Łazienki Królewskie, in dem auch das Pomnik Fryderyka Chopina ist.


    Ich bin anschließend wieder mehr Richtung Zentrum gelaufen, denn in der Mall, wo auch das Hard Rock Cafe ist, sollte auch ein Carrefour sein. Blick entlang der Marszałkowska.


    Es war ja an den Bildern schon zu sehen, dass sich das Wetter zwischenzeitlich deutlich gebessert hatte. So gibt es den Pałac Kultury i Nauki nochmal bei Sonnenschein.


    Das Gebäude hat mir schon sehr gefallen.


    Nachdem ich im Supermarkt mein Abendessen eingesammelt hatte, wollte ich zurück Richtung Flughafen. Da allerdings aus mir unerklärlichen Gründen keine S-Bahnen fuhren, ging es mit dem Bus zurück. Aus dem Zentrum fährt die Linie 175 zum Flughafen. Einer der Busse sollte auch zeitnah kommen. Und das Tagesticket ist auch im Bus gültig. Während der Fahrt schaute ich bei Google Maps bzgl. der Linienführung und der Lage meines Hotels, nur um festzustellen, dass der Bus quasi am Hotel vorbei fährt. So stieg ich zwei Stationen vorm Flughafen aus und checkte im Hampton am Flughafen ein.

    Als meine Recherche nach einer Besucherterrasse/Aussichtsmöglichkeit am Flughafen erfolgreich war, entschied ich mich, nochmal zum Flughafen zu fahren und Flieger zu gucken. Falls mal jemand die Besucherterrasse sucht: Der Eingang ist mehr oder minder neben dem Busbahnhof, also wenn man das Terminal verlässt rechts halten. Die Ausschilderung im Gebäude ist nicht existent.

    Die erste Flugbewegung die ich sah, war eine 737-400 von LOT, welche auf der 15 landete. Ich brauchte einen Moment um zu sehen, dass diese sogleich von mehreren Feuerwehrfahrzeugen verfolgt und in Empfang genommen wurde.


    Wie sich heute für mich herausstellte, hatte die Maschine Probleme mit den Klappen (nachzulesen beim AVHerald). Die Landung war erfolgreich, alles gut ausgegangen. Interessant war dann noch der A320 von A3, welcher recht knapp vor der landenden A320neo der LH gestartet ist.

    Alsbald ging es mit dem Shuttle des Hotels zurück zu eben jenem und für mich aufs Zimmer Abendbrot essen. Da der Tag früh begonnen hatte, bin ich entsprechend zeitig ins Bett.

    Am Sonntag klingelte der Wecker bereits um 4 Uhr. 4:30 Uhr saß ich frisch geduscht im Shuttle zum Flughafen, welcher in drei Minuten erreicht war. Da es regnete ließ mich der Fahrer auf der Ankunftsebene im trockenen raus und wies mich, die Rolltreppe im Gebäude zur Abflugebene zu nehmen. An der Sicherheitskontrolle am Gold Track war nichts los, so dass ich noch ein paar Minuten warten musste, bevor die Lounge um 5 Uhr öffnete. In dieser gab es ein kleines Frühstück, bevor ich zum Gate 28 aufbrach.

    An besagtem Gate stand der eigentlich Ausschlag gebende Grund für den Ausflug nach Warschau: Ein Embraer 195. Davon sind noch drei Stück in der Cityline Flotte, bevor diese auch zu Air Dolomiti gehen sollen. Der Nerd in mir freute sich noch mehr darüber, da es mit der D-AEMC eine Ex-Augsburg Airways E95 war, übrigens 2011 meine erste E95 im Log.

    Einsteigen begann pünktlich und war zügig beendet. Somit waren wir die erste Maschine, die am heutigen Sonntag starten durfte. Die erste Flugbewegung war eine landende Trall um Punkt Null Sechshundert. Start auf der 33 und Sitzplatz rechts erlaubten mir noch einen abschließenden Blick auf Warschau in einer sehr schönen Licht/Wolken-Stimmung.


    In München landeten wir pünktlich. Da auf uns ein Bus wartete, hatte ich keine Eile und nutzte die Gelegenheit, bei der Crew nach dem Verbleib der E95 bei Cityline zu fragen. Sie konnten mir aber nicht sagen, wann genau die E95 zu EN und somit aus der CL-Flotte gehen würden. Weiß hier zufällig jemand mehr?

    Mit dem Bus ging es zum Terminal und mit dem PTS zum Satelliten, da dort die schönere Lounge ist. Ich hatte genügend Zeit für den Ausflug, da wir ja pünktlich da waren. Mit etwas mehr Puffer ging es zurück zum Hauptgebäude und dort in den A321 nach FRA. Was das aber wieder für eine Aktion mit den Sitzplätzen war... Auf 11A eingecheckt, zwischenzeitlich 26A bekommen, da Vorhang verschoben wurde. Ich hatte mich darauf hin nochmal umgesetzt, nur um am Gate noch eine Sitzplatzänderung zu bekommen. Und was passiert im Flieger, nachdem alle an Bord sind? Richtig, der Vorhang wird nochmal verschoben, und zwar hinter Reihe 9, wo er anfänglich schon war. Reihe 11 war letztlich komplett leer.

    Wenigstens war der Flug pünktlich, also eigentlich auch nicht, denn wir waren 10 Minuten zu früh am Gate. Kleine Anekdote: Flieger in FRA gelandet, musste noch auf die Parkposition warten. O-Ton vom Piloten damals zur Thematik: "zu früh ist auch nicht pünktlich." Für mich bedeutete dies aber, zügig zur S-Bahn zu laufen, um diesmal mit neuem Ticket heim zu fahren. Für solche Ausflüge würde auch ein 24 Stunden gültiges Ticket nicht reichen.

    Das Fazit fällt recht ähnlich zu den vorherigen Ausflügen aus. Warschau sollte man sich auf jeden Fall mal anschauen, denn es ist auch eine schöne Stadt. Wenn der E95 nicht gewesen wäre, hätte ich wohl von vornherein etwas mehr Zeit vor Ort einplanen sollen, denn vieles habe ich gesehen, aber bei weitem noch nicht alles.

  17. #37
    Erfahrenes Mitglied Avatar von travellersolo
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    Warschau ist doch immer wieder was nettes, bislang hab ich's noch nie runter in den Park an der Weichsel geschafft .

    Du schreibst, dass du dir im Supermarkt Abendessen eingesammelt hast, wie kommt's dass du nicht essen gehst? Warschau hat recht viele gute Restaurants und günstig ist's ja auch irgendwie hab ich schon wieder Lust auf die Stadt bekommen

  18. #38
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    War Dank frühem Aufstehen ein langer Tag, demzufolge keine Lust, erst noch etwas passendes zu suchen. Außerdem tue ich mich bei mangelnder Sprachkenntnis schwer zu verstehen, was auf der Karte steht.

  19. #39
    Erfahrenes Mitglied Avatar von travellersolo
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    Zitat Zitat von MrGroover Beitrag anzeigen
    Außerdem tue ich mich bei mangelnder Sprachkenntnis schwer zu verstehen, was auf der Karte steht.
    Die meisten haben schon mehrsprachige Karten, zumindest in den großen Städten ;-) auf dem Land ist es eher Mangelware, aber Bigos bekommst du fast überall

  20. #40
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    Zitat Zitat von MrGroover Beitrag anzeigen
    Was macht es für einen Unterschied, ob ich mir statische Objekte draußen (Gebäude, Denkmäler) oder drinnen (vielsagende Farbklekse an der Wand, beim Bleigießen irgendwas erhaltenes als Skulptur verkauft) anschaue? Ich kann dem wenig abgewinnen, dann kann ich es auch auslassen. Oder mir andere Leute bei der Energiezufuhr anschaue?
    Unbeschadet einer noch ausstehehenden Antwort meinerseits zu Deinem obigen Post Nr. 33 vom 06.05.2019 um 23:49 Uhr liegt es doch nach Deiner Aussage primär daran, dass Du grundsätzlich dem nichts abgewinnen kannst, andere Menschen bei der Energiezufuhr zuzuschauen und deswegen alleine keine Restaurants aufsuchst!?

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