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Wie schon mehrfach erwähnt: Bei dem Konzept kommt es auch nicht mehr darauf an, ob Easyjet oder gleich Ryanair unterwegs ist.
Beispiel: Wer bei FR analog den Smart-Tarif will, kann sich einen bevorzugten Sitzplatz reservieren und sich Brötchen, Wasser und Koffertransport kaufen. Das kommt wahrscheinlich sogar günstiger. Das ist künftig die traurige sehr Realität. Da wird AB auf einmal zu einem Service-Stern am Himmel, kaum zu glauben, dass das einmal möglich werden würde...
Problem ist bei 4U (wie U2 oder FR) nicht der reine Transport von A nach B, sondern das Drumherum: Umbuchungen, Fast-Lane, Irr-Ops, usw. alles schon zig mal besprochen.
Aber Du selbst bist wahrscheinlich ebenfalls kaum vom 4U betroffen.
The dynamic duo, hubby und seggy, ist wieder unterwegs, ich bin mir aber ueber die Rollenverteilung im Kampf um Gerechtigkeit in der dt. Airlinebranche nicht ganz sicher, wer ist nun Batman, wer ist Robin? Garvens muesste Commissioner Gordon sein und der Koelner Sueden, zumindest Teile davon, stellen auch Gotham glaubhaft dar. Franz ist fuer mich aber eher ein Antiheld mit dunkler Vergangenheit bei der Bahn, passt nicht ganz in Batman und als Joker mag ich ihn nicht bezeichnen.
Ich wuerde wirklich gerne auf konkrete Probleme der 4U eingehen, aber da weder seggy noch hubby irgendwelche vernuenftigen und diskutablen Argumente in den Raum stellen, ist das nicht ganz so einfach.
Der Kroetenkommentar von kingair passt da schon eher, da muessen wir nun alle durch. Es gibt keine Alternative, wir haben uns die Deregulierung erhofft, sie dann massiv unterstuetzt und regen uns nun ueber die Folgen auf..., da wir als zahlungsbereite High Yielder wie mayrhueber leider nicht genug Weggefaehrten finden, die mit uns dem Luxus auf europ. Kurzstrecken froenen wollen. Es ist doch naiv der grossen Hansa zu unterstellen, sie wuerde nicht das am Markt anbieten, was die Kunden wollen, insbesondere mit den Etats im Bereich Marktforschung...
Und man hat doch in den letzten 10 Jahren unter grossen finanziellen Verlusten versucht, sich mit Differenzierung von Easy und Ryan abzusetzen, was leider nicht wirklich funktionierte, da man von den Kosten erdrueckt wurde. Man darf auch nicht vergessen, dass vor allem Ryanair teurer und teurer werden musste und die Hansa zu Beginn nur mit mehr Sitzplaetzen konterte ( der alte Trugschluss der Branche, ich kann bei mehr Sitzen zwar die Kosten ueber mehr Passagiere verteilen, doch prinzipiell kostet eine 737 auch erst einmal mehr als ein CRJ... )
Das Experiment funktionierte solide, zum Teil nicht wirklich. Ich habe gestern das Beispiel TXL-MAD im AB Thread diskutiert, da nutzen die Berliner einen modernen Widebody fuer sieben Stunden unter der Woche in Europa, um potentiell 150 Passagiere pro Leg von Berlin nach Madrid zu fliegen, auf so eine Idee muss man erst einmal kommen.... wenn man so etwas ueberhaupt bedienen kann ( und da habe ich noch meine Zweifel ) dann natuerlich nur, wenn ich Menschen motivieren kann, mehr und mehr Urlaub zu machen, der Businesspassagierkuchen ist irgendwann aufgemampft und wie kann ich Leisure stimulieren, basierend auf etwa 12767836 Studien, einzig und allein durch Discounts und da hilft eine sehr sehr niedrige Kostenstruktur immens, wie uns Southwest eindrucksvoll gezeigt hat. Man darf hier nie vergessen, der durchschnittliche 4U Kunde ist ueberwiegend maennlich und ueber 50 Jahre alt und steht tendenziell Marken sehr loyal gegenueber, da muss man nicht unbedingt so discountieren wie es Ryan macht, das hat die Hansa verstanden und preist entsprechend.
Der grosse UBP der 4U ist der primaere Airport, der allerdings auch ein Kostentreiber ist ( aus mehreren Gruenden...) , von daher wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen. Ryanair wird seit Jahren teurer, realisiert auch mehr und mehr, dass Service Sinn macht, die Legacies machen ihre Hausaufgaben, von daher wird man sich irgendwo bei vielleicht 10-15% Kostendifferenz treffen (Ryan holt vielleicht noch ein paar mehr Prozentpunkte raus)
Dann wirkt ein 100 Euro Ticket der Billigheimer gegen 115, 120 Euro bei der 4U schon wieder ganz anders..., aber um diese 10,15,20% zu realisieren, muss die Hansa noch lange stricken.
Und hier muss man auch der Belegschaft radikal signalisieren, dass es nur ueber Loehne geht, die mit Ryan und Easy vergleichbar sind, ansonsten schlicht und ergreifend die Routen streichen und das Personal freistellen. Die Hansa muss nicht von Berlin nach Bilbao fliegen und wenn sie nicht fliegt, braucht sie auch keine Mitarbeiter. Das gilt ebenso fuer die Air Berlin, hier ziehen die fetten Strukturen auch die Arbeitsplaetze mit in den Abgrund, die man vielleicht noch retten koennte, wenn die Airlinebranche in Europa eine Air Berlin ueberhaupt braucht..., die Langstrecken braucht kein Mensch.
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