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Wiegesagt bei solchen Gesprächen beim ersten mal wünsche ich einen guten Tag (ausser mein Gegenüber hat mich schon um den Finger gewickelt) und breche das Gespräch ab. Das soll der Bewerber auch ruihig merken das es ne blöde Idee war. Meiner Meinung nach ist das ein Zeichen das es nur ums Geld geht. Und solche Leute brauche ICH zuminderst nicht. Und ja auch ich gehe für Geld arbeiten, den das brauche ich. Aber mir muss der Job SPASS machen. Und wen ich 8-10h jede Menge Spass hab bei 20% weniger Mücken dann nehme ich das in kauf. Wer das Gegenteil behauptet sollte sich fragen warum er beim Daimler nicht am Band steht...
die Frage nach der Reiserichtlinie kann ja alles mögliche beinhalten. Wenn der Bewerber abfragt, ob auch ja immer Star Alliance gebucht wird, ob er die Meilen privat behalten darf usw., dann wäre ich vielleicht(!) geneigt, Dir Recht zu geben - demjenigen geht es evtl. um reine Spesenreiterei, das ist vielleicht im ersten Gespräch etwas unangebracht und spricht auch nicht gerade für ihn.
Die Frage aber
- nach der Beförderungsklasse bei längeren Flugreisen
- nach der gebuchten Hotel-Kategorie oder generell der Buchungsfreiheit
- nach "muss ich morgens um 6 den ersten Flug nehmen, oder ist auch eine Anreise am Abend vorher + Übernachtung möglich"
- nach "ich verbinde Dienstreisen in fremde Länder gerne mit ein paar Tagen Land&Leute kennenlernen, um meinen Horizont zu erweitern. Ist das generell möglich, den Rückflug z.B. ein paar Tage später zu buchen und dazwischen ein paar Tage Zeitausgleich zu nehmen"
usw. finde ich durchaus legitim. Denn wie Du selbst sagst, der Job muss Spaß machen, das ist wichtiger als nachher ein paar (wie viel genau, ist bei jedem unterschiedlich) Prozent Gehaltsunterschied. Und eine Anreise mitten in der Nacht in Economy, ein schlechtes Hotel in einem Industriegebiet "Hauptsache nah am Kunden dran" und eine Abreise direkt nach dem Termin, ohne auch nur 10 Minuten Sightseeing machen zu können kann einem durchaus den Spaß verderben. Warum das also nicht im ersten Gespräch klären?
Und davon abgesehen: Ein zweites Gespräch macht ja nur dann Sinn, wenn man beim ersten Gespräch den Eindruck hatte, dass es passen könnte. Das zweite Gespräch ist reine Zeitverschwendung für alle Parteien, wenn es dann an Eckdaten scheitert, die man im ersten Gespräch hätte klären können. Und eine dieser Eckdaten ist sicherlich das Gehaltsniveau ("Budget") und, wenn einem das wichtig ist, eben auch die Art und Weise, wie man den Job machen muss (Reisemodalitäten).
Wen ich ein Auto verkaufe finde ich es ebenso deplatziert mit dem ersten Satz über den Preis zu diskutieren obwohl ich das ganze Produkt nicht kenne...
Die Autoverkäufer haben in der Regel schon eine Vorstellung, was Sie für das Auto haben wollen ("Preisschild").
Die Autokäufer haben meistens eine Preisvorstellung, wie viel sie ausgeben können und/oder wollen.
Von daher findet ganz automatisch (meistens) eine "Diskussion", oder sagen wir besser ein stillschweigender Dialog über den Preis statt. Es bringt nämlich herzlich wenig, man erstmal in Ruhe das Produkt vorführt, der Kunde eine Probefahrt macht, man schon mal die Lieferzeit für die Wunschausstattung abfragt, und man dann erst klärt, ob man sich für seine 30.000 Euro Budget wirklich einen Alpina B5 leisten kann.
