Der Copilot war zu überfordert und der Pilot rannte zu spät ins cockpit zurück ...
.... und was war mit dem zweiten Copilot? War der auch überfordert?
Ganz ehrlich:
Ich habe keine Ahnung, nach welcher Dienstzeit ein Copilot auf die Langstrecke darf. Es würde mich allerdings wundern, wenn (Co-) Piloten analog zu LH-FBs ihre fliegerische Karriere auf der Langstrecke anfangen. Wenn meine Verwunderung begründet sein SOLLTE, dann dürfte es zumutbar sein, ein Wetterradar von ZWEI Copiloten überwachen zu lassen.
Die aktuellen Bericht suggerieren, dass die beiden Copiloten durchaus in der Lage waren, das Radar zu sehen, zu interpretieren und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.
Es bleibt weiter klärungswürdig, wie "gut" das Leck innerhalb der Ermittlertruppe ist. Sollte die Information bezüglich des STALL stimmen, rücken die Pitot-Sensoren wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Wie war denn hier noch mal der Faktenstand?
Hat Airbus vorher schon zum Wechsel der Geschwindigkeitsmesser geraten?
In welcher Weise und mit welcher Dringlichkeit wurde eine Warnung ausgegeben?
Wurden derartige Infos, so von Airbus kommuniziert, seitens Air France nur an die Technik, nur an den Piloten oder auch an die Copiloten weiter geleitet?
Die Klärung der letztendlichen Ursache (nicht technisch, sondern Prozedere, etc.) könnte sich evtl. doch etwas vertackter darstellen als nach der ersten Auslesung angemommen.