Roadtrip durch Osteuropa

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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
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FRA
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die Städte haben alle was für sich, aber ersetzen nicht einander. Zumal der historische Aspekt in Krakau deutlich interessanter ist als in Kattowitz.... man muss ja nicht im Hochsommer hin.
Klar! Es gibt gute, historische, kulturelle Gründe, warum Krakau so voll ist das ganze Jahr über.
 

unseen_shores

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30.10.2015
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Trans Balkan Express
Gdynia ist auch wesentlich entspannter als Danzig. :p Und füt Liebhaber von Hafenanlagen gibt es in Gdynia jede Menge zu sehen. Eine Stunde Danzig hat uns heute eigentlich gereicht. Die termporäre Ausstellung "Nasi chłopcy" über Polen aus der Region, die in der Wehrmacht gekäömpft haben, über die ich im Bereich GudW geschrieben hatte, ist allerdings absolut sehenswert und noch bis Anfang 2026 geöffnet. Die Ausstellung ist im etwas versteckt im Museum der Stadt Danzig und man muss an der Kasse explizit danach fragen. Sie löst hier in Polen ähnliche Kontroversen aus, wie die Wehrmachtsausstellung in Deutschland in den 1990er Jahren.

Was die Städte betrifft, wer Breslau, Krakau und Danzig schon vor 2004 gesehen hat, hatte wirklich Glück. Da bin ich bei @Hene. Der Trick ist immer drei Meter von den Touristenströmen wegzubleiben. Es gibt immer noch etwas zu entdecken.

Ich kenne die Städte ja noch aus den 1990ern. Grundsätzlich muss ich sagen, wir sind beeindruckt, was für eine Entwicklung Polen in den letzten Jahren hingelegt hat.
 

juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
25.910
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FRA
Ich kenne die Städte ja noch aus den 1990ern. Grundsätzlich muss ich sagen, wir sind beeindruckt, was für eine Entwicklung Polen in den letzten Jahren hingelegt hat.
Das hat meiner Meinung nach zwei Gründe:

1. sind „die Polen“ sehr fleißig und sehr intelligent.
2. wurde Polen voll in die europäische Gemeinschaft integriert und erhält bis heute sehr viele Fördermittel. Polen ist in absoluten Zahlen mit Abstand der größte Nettoempfänger der EU.
 

wolfhagen71

Erfahrenes Mitglied
10.02.2015
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Das hat meiner Meinung nach zwei Gründe:

1. sind „die Polen“ sehr fleißig und sehr intelligent.
2. wurde Polen voll in die europäische Gemeinschaft integriert und erhält bis heute sehr viele Fördermittel. Polen ist in absoluten Zahlen mit Abstand der größte Nettoempfänger der EU.
Fleisig ja, ob sie auch intelligenter sind, ist schwer zu bestimmen.
Aber leider gibt es in Polen auch noch sehr viele Stiernacken, wer sich schon mal mit dem eigenen Auto in Dörfern und kleinen Städtchen an die Geschwindigkeitsbegrenzung (+10 km/h) gehalten hat, weiß was ich meine.
 
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weltfahrer

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07.09.2018
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Warum sollte man das Ganze denn nicht auf mehrere Trips splitten?
Fände ich auch sinnvoll. Oder mehr Zeit. Ist einfach zu viele für zwei Wochen. Alleine für Polen kann man schon 2 Wochen brauchen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Bitte, aber das ist rein subjektiv: Posen ist eine schöne, kleine Provinzstadt, die einen lebendigen Marktplatz hat...und damit erschöpft es sich auch schon..
Immerhin ist Posen die alte Hauptstadt Polens. Landshut war zu dieder Zeit auch eine sehr bedeutende Stadt.
 

juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
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Immerhin ist Posen die alte Hauptstadt Polens. Landshut war zu dieder Zeit auch eine sehr bedeutende Stadt.
Posen war in preußischer Zeit seit 1815 Hauptstadt der Provinz Posen, bis im Gefolge eines polnischen Aufstands nach dem Ende des Ersten Weltkriegs der Versailler Vertrag 1920 sowohl Stadt als auch Provinz dem neu errichteten Polen zuschlug, zu dem es bis heute gehört:

 

unseen_shores

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30.10.2015
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Trans Balkan Express
Posen war nie Hauptstadt

Man muss nicht Hauptstadt gewesen sein, um bedeutend zu sein. Die schönste und wichtigste Stadt Deutschlands Leipzig war auch nie Hauptstadt.

Die Poznaner Dominsel gilt als eine Wiege Polens.

Poznan ist eine lebendige Studentenstadt, die mittlerweile auch bei deutschen Medizinstudenten beliebt ist (nach meiner Schätzung nach Stettin und Brealsu auf Platz drei). Aufgrund mehrerer Hochsuhlen ist Poznan sehr lebendig und nicht nur ein Platz zum Sehenswürdigkeiten abhaken.

Neben des Marktplatzes kann man noch viele Jugendstilhäuser entdecken, außerdem gibt es neben dem Dom viele imposante Kirchen und einige Mussen wie das Sienkiewicz-Museum.

Lediglich mit der jüdischen Geschichte geht die Stadt anders als Krakau nachlässig um. Die ehemalige Synagoge verfällt und soll in ein Hotel umgewandelt werden.

Dagegen lernt man in Poznan aus der preußischen Vergangenheit. Manche Fussgänger in Bahnhofsnähe sind bereits so rücksichtslos wie die Berliner.
 
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Hene

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27.03.2013
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Tiversin

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06.07.2016
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DUS
Man muss nicht Hauptstadt gewesen sein, um bedeutend zu sein. Die schönste und wichtigste Stadt Deutschlands Leipzig war auch nie Hauptstadt.

Weisste ... das der gewöhnliche Sachse ebenso wie der gewöhnliche Baier zum Grössenwahn neigt, weiss ich ja nicht erst seitdem ich zwei Jahre in Leipzig gelebt habe. Aber das dann so offensichtlich von Dir zu lesen ... ;)

Ich bin beruflich bedingt viel in Strzegom (Striegau) und Świdnica (Schweidnitz) unterwegs und nutze eigentlich jede freie Minute zum "forschen".
Geschichte brüllt einen da förmlich an. Ein must see ist die Friedenskirche.

Dann gibbet da noch so ein Monumentaltrum von "Kirche" (ich persönlich nenne das Ding "Das Auge von Sauron), sehe ich immer aus der Ferne.
( Kennt Ihr das: Ich bin ja eh ständig hier , Photos kann ich dann das nächste Mal machen ...zu meinem Entsetzen stelle ich gerade fest, das ich nur berufsbezogenes Bildmaterial habe)
 
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wolfhagen71

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10.02.2015
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Weisste ... das der gewöhnliche Sachse ebenso wie der gewöhnliche Baier zum Grössenwahn neigt, weiss ich ja nicht erst seitdem ich zwei Jahre in Leipzig gelebt habe. Aber das dann so offensichtlich von Dir zu lesen ... ;)

Ich bin beruflich bedingt viel in Strzegom (Striegau) und Świdnica (Schweidnitz) unterwegs und nutze eigentlich jede freie Minute zum "forschen".
Geschichte brüllt einen da förmlich an. Ein must see ist die Friedenskirche.

Dann gibbet da noch so ein Monumentaltrum von "Kirche" (ich persönlich nenne das Ding "Das Auge von Sauron), sehe ich immer aus der Ferne.
( Kennt Ihr das: Ich bin ja eh ständig hier , Photos kann ich dann das nächste Mal machen ...zu meinem Entsetzen stelle ich gerade fest, das ich nur berufsbezogenes Bildmaterial habe)

Striegau bietet touristisch leider nicht so viel, auch von Peter&Paul natürlich beeindruckend ist und eine echte Landmarke darstellt.
Schweidnitz hingegen ist mehr als eine Reise wert.
Allein die Friedenskirche von Innen hat mein Auge erschlagen.
 

weltfahrer

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07.09.2018
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Man sollte jedoch nicht behaupten, dass eine Stadt ehemalige Hauptstadt war, wenn es eben nicht so war. Um mehr ging es nicht.
Knapp daneben ist auch vorbei. Sorry, ich habe mich geirrt. Habe noch einmal das allwissende Google befragt. Bis 1338 war Gnesen (60 km weiter im Osten) Hauptstadt (Residenz des Königs), danach bis 1596 Krakau und seitdem Warschau. Auf die Idee mit Hauptstadt kam ich, weil sich Posen in einem Tourismusflyer als die Wiege Polens bezeichnet hat.
 

unseen_shores

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30.10.2015
9.872
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Trans Balkan Express
Weisste ... das der gewöhnliche Sachse ebenso wie der gewöhnliche Baier zum Grössenwahn neigt, weiss ich ja nicht erst seitdem ich zwei Jahre in Leipzig gelebt habe. Aber das dann so offensichtlich von Dir zu lesen ... ;)

Dem gemeinen Kölner hätte man ein Loblied auf seine Heimatstadt kommentarlos nachgesehen. :p

Ich bin beruflich bedingt viel in Strzegom (Striegau) und Świdnica (Schweidnitz) unterwegs und nutze eigentlich jede freie Minute zum "forschen".
Geschichte brüllt einen da förmlich an. Ein must see ist die Friedenskirche.

Es gibt auf jeden Fall immer etwas zu entdecken. Wir sind am Samstag in Poznan vollkommen unbeabsichtigt gegen dieses Gebäude gelaufen. Bis 6. September 1939 eine Synagoge, von den Nazis entweiht und in eine Schwimmhalle umgewandelt worden. Die Polen vergessen gerne, dass sie das Schwimmbad weiter betrieben haben. Anfang der 2000er Restitution. Der lokalen jüdischen Gemeinde fehlte das Geld, weshalb sie das Gebäude ein Hotel werden soll:



Dann gibbet da noch so ein Monumentaltrum von "Kirche" (ich persönlich nenne das Ding "Das Auge von Sauron), sehe ich immer aus der Ferne.

Bei Herr der Ringe würde ich eher an so etwas denken:







(in Gdansk, Oliwa)





(wenn man Erdogans ungewidmeter Hagia Sophia oder der von den Russen finanzierten Kirche in Belgrad Konkurrenz machen möchte, zu finden in Bydgoszcz)



(auch bemerkenswert, entdeckt am Stadtrand von Auschwitz)


( Kennt Ihr das: Ich bin ja eh ständig hier , Photos kann ich dann das nächste Mal machen

Kenne ich.
 
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red_travels

Reisender
16.09.2016
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www.red-travels.com
und mal wieder Polen.... wird auch immer teurer.

zuletzt in Szczyrk und Jelenia Gora gewesen, kurze Zusammenfassung:

Szczyrk (dt. Schirk) gehört neben Zakopane und Wisla zu den bekanntesten polnischen Wintersportorten in den Schlesischen Beskiden, einem Ausläufer der Karpaten, auch im Sommer recht gut besucht, es sind vor allem Wanderer und Mountainbiker unterwegs, so sind mehrere Gondelseilbahnen und Sesselifte in Betrieb https://www.gopass.travel/DE/homepage/szczyrk/resort-page#map der höchste Gipfel der Umgebung ist der Skrzyczne mit 1257m, auf der Zwischenebene zwischen den Liften A1 und B5 gab's für die Kids ein Spaßprogramm. Die beiden Lifte A1/B5 kosten für Berg- und Talfahrt zusammen 79 PLN pro Person. Parkplätze waren kostenfrei, da die Schranken defekt waren. Oben nett zu laufen und nicht sehr überlaufen, die meisten sind mit Mountainbikes downhill auf extra angelegten Pisten unterwegs.

Das Mercure Szczyrk ist mit 330m Länge das längste Hotel in Europa und hat auch für schlechte Tage ein schönes Schwimm- und Spaßbad mit Poolbar und In- & Outdoor Hotpools. Im Ort selbst gibt's einige Restaurants und Hotels, aufgrund des Höhenunterschieds nutzten wir nur das Hotelrestaurant, welches eine sehr gute & leckere Auswahl bot. Auch die Luna-Lounge hat ein gutes Angebot Mittags mit voller Barkarte.


Jelenia Gora (Hirschberg im Riesengebirge)

die Stadt selbst ist ganz schön, kleine Altstadt, gut erhalten bzw. in den 70ern bereits restauriert, einige nette kleine Lokale, wir waren im familengeführten Kucie Smaku Restauracja https://maps.app.goo.gl/6cC3PmKfCQiyiFhc6 die Karte ist auch auf Deutsch und Englisch verfügbar, die Betreiberin spricht gutes deutsch und macht die Bedienung mit zwei weiteren Kellnerinnen, ihr Vater steht am Herd und zaubert traditionelle Gerichte. Sehr zu empfehlen und nicht alltäglich sind die mit Fleisch gefüllten Knödel mit Sauerkraut und Piroggen mit Gänsefleisch. Es gibt auch Hirschberger-Bier in allen Arten, wenig Tourismus in der Stadt selbst.

Wir besuchten auch die Schneekoppe als höchsten Gipfel des Riesengebirges.... von Karpacz aus gibt's einen Sessellift bis Kopa auf ca. 1370m, Berg und Talfahrt kostet 95 Zloty pro Person, einfach nur 10 Zloty weniger.... die Fahrt in den offenen Sesseln ist ganz schön, aber oben ist es wahnsinnig überlaufen... die Wege bis zur Schneekoppe selbst sind breit und gepflastert, es gibt einen längeren, barrierefreien und einen kürzeren Steilen aber nicht anspruchsvollen Weg hinauf, für die ganz Faulen bietet Tschechien eine Seilbahn mit Gondeln bis wenige Meter unter den Gipfel. Die Strecke von der Kopa Station bis zum Gipfel beträgt etwa 2,5km auf dem kürzeren Weg. Auf dem Gipfel ist ein winziges Bistro, unterhalb des Gipfels ca. in der Mitte von Kopa und Schneekoppe befindet sich das Schlesierhaus, ein Anlaufpunkt für den kompletten Tourismus am Berg, entsprechend voll wars dort. Wer die Toiletten benutzen will, muss Cash 4 Zloty oder 30 Kronen berappen.

Karpacz selbst ist auch sehr voll und überlaufen, der Parkplatz an der Gondel kostet 40 Zloty/Tag, lasst euch nicht zu eng einweisen, sie wollen den Parkplatz möglichst voll bekommen...

da war Szklarska Poręba mit Szrenica und Wanderung zur Elbquelle vor ein paar Jahren wesentlich schöner.

Das Mercure Jelenia Gora ist von außen etwas hässlich, die renovierten Zimmer sind ganz schön, aber die Klimaanlagen sind ein Graus, wenn irgendwo ein E5 Fehler geschossen wird, gehen im ganzen Stockwerk die Klimaanlagen nicht mehr... Sicherung rausnehmen hilft auch nicht, beim Checkout fragte man mich, ob ich die Klimaanlage auf nicht konventionelle Art ausgeschaltet hatte... ich wollte schlafen und nicht vom E5 erhellt werden...

Edit: Nachtrag: Der Trip war komplett mit dem eigenen PKW (PHEV), Sprit ist deutlich billiger als hier, beim Laden gibts immer noch keine einheitliche Lösung... vielerorts braucht man Ladekarten, mit KK geht dann weniger spontan, die Autobahn-Rastplätze und Toiletten sind wahnsinnig sauber und ein Fiebertraum im Vergleich zu Deutschland, so was ekelhaftes wie in DE findet man nicht mal, wenn man danach suchen würden.
Laden war am Mercure Szczyrk kostenlos mit Type 2 möglich.
 
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Karl Langflug

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22.05.2016
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Ich persönlich finde, dass je weiter nach Osten, desto mehr gibt es für den Geschichtsinteressierten zu entdecken. Ich würde aktuell nach Ostpolen, bevor auch dort die Massen kommen und das werden sie früher oder später.

In Litauen ist das jüdische Erinnerungszentrum Seduve eröffnet worden und das soll gemäss diverser Medien sehr gut sein. Es will ganzheitlich erinnern, also nicht nur den Holocaust beleuchten, sondern das Leben davor und danach. Allerdings erlebt es eine Rücktrittswelle. Die Politik griff ein, sie fand es nicht gut, dass im Museum auch Litauer als Täter thematisiert wurde. Man tut sich offenbar immer noch schwer damit.
 

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16.09.2016
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Ich persönlich finde, dass je weiter nach Osten, desto mehr gibt es für den Geschichtsinteressierten zu entdecken. Ich würde aktuell nach Ostpolen, bevor auch dort die Massen kommen und das werden sie früher oder später.
das kommt halt immer ganz drauf an, was man machen möchte... will ich wandern und in die Berge, bringt mir der platte Osten nichts
die Frage ist dann auch, was die Massen gerade dorthin ziehen sollte...
 

wolfhagen71

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Ich persönlich finde, dass je weiter nach Osten, desto mehr gibt es für den Geschichtsinteressierten zu entdecken. Ich würde aktuell nach Ostpolen, bevor auch dort die Massen kommen und das werden sie früher oder später.
Ich würde ja mal das Memelland in den Ring werfen.
Dünn besiedelt, landschaftlich wunderschön, viele Viecher und auch einige geschichtlich interessante Ecken.
Touristisch kaum erschlossen, ich wurde gleich von zwei Einwohnern in unterschiedlichen Städten angesprochen, warum ich denn ausgerechnet hier Urlaub machen würde.
 
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Karl Langflug

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22.05.2016
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das kommt halt immer ganz drauf an, was man machen möchte... will ich wandern und in die Berge, bringt mir der platte Osten nichts
die Frage ist dann auch, was die Massen gerade dorthin ziehen sollte...
Das stimmt natürlich, die zweite Frage lässt sich leicht beantworten. Was ist an Wroclaw oder Poznan schöner als an Lublin oder Przemysl? Nichts. Die Leute gehen dorthin, weil diese Städte die Infrastruktur haben und schnell erreichbar sind und nicht, weil sie schöner sind als die Städte im Osten. Doch wenn es dort zu touristisch wird, weichen Leute aus, indem sie weiter nach Osten ziehen. Sobald der Osten leichter "besuchbar" wird, werden sie kommen, davon bin ich überzeugt. Was dort auch noch fehlt, sind ausreichend Hotels, ich bin hin und wieder im Osten und sehe jedes Mal mehr Touristen.
 

unseen_shores

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30.10.2015
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Ich persönlich finde, dass je weiter nach Osten, desto mehr gibt es für den Geschichtsinteressierten zu entdecken. Ich würde aktuell nach Ostpolen, bevor auch dort die Massen kommen und das werden sie früher oder später.

Auf jeden Fall ist Rzeszow eine absolute Empfehlung. Ich habe dort auf dem Weg in die Ukraine bzw. zurück mehrfach Stopps eingelegt. Aus meiner Sicht auch hotelmäßig ganz gut erschlossen. Besser als Przesmysl, wo aber in einer alten Kaserne gerade ein Wellnesshotel gebaut wird. Unabhängig davon wäre Rzeszow immer mein Favorit.

In Litauen ist das jüdische Erinnerungszentrum Seduve eröffnet worden und das soll gemäss diverser Medien sehr gut sein. Es will ganzheitlich erinnern, also nicht nur den Holocaust beleuchten, sondern das Leben davor und danach.

Miforist @Piw hat mir zum Thema jüdisches Leben in Polen über die Jahrhuderte das Polin-Museum in Warschau empfohlen, das im Herbst auf meiner Besichtigungsliste steht.

das kommt halt immer ganz drauf an, was man machen möchte... will ich wandern und in die Berge, bringt mir der platte Osten nichts
die Frage ist dann auch, was die Massen gerade dorthin ziehen sollte...

Nun im Osten liegen die Karpaten und das Bieszczady ist halt der Inbegriff von Abenteuer. Es gibt halt keine Accor-Hotels dort.

WhatsApp Image 2026-07-21 at 16.12.06.jpeg
Gut das Bild ist noch aus dem letzten Jahrtausend als es noch keine Riesengrenzzäune gab.

Im Nordosten gibt es noch den Kopernikuspfad für Mehrtagestouren.


Im Süden im Flachlannd beginnend Richtung Zilina den Vrba-Wetzler-Memorial, den wir mit Schummeln im letzten Jahr abgelaufen sind:


Was ist an Wroclaw oder Poznan schöner als an Lublin oder Przemysl? Nichts. Die Leute gehen dorthin, weil diese Städte die Infrastruktur haben und schnell erreichbar sind und nicht, weil sie schöner sind als die Städte im Osten.

Poznan ist für mich immer noch DIE Stadt in Polen.

Przemysl hat sich aber seit den 1990ern sehr gut gemacht. Allerdings reicht es bei mir immer nur für eine Pizzalänge zwischen zwei Zügen.

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Es stimmt aber, man braucht sehr viel Zeit, um von A nach B zu kommen

Außerdem gibt es in der Region auf beiden Seiten Grenze interessante Spuren des Ersten Weltkriegs, der im deutschen Gedächtnis nicht so stark verankert ist.

Doch wenn es dort zu touristisch wird, weichen Leute aus, indem sie weiter nach Osten ziehen. Sobald der Osten leichter "besuchbar" wird, werden sie kommen, davon bin ich überzeugt. Was dort auch noch fehlt, sind ausreichend Hotels, ich bin hin und wieder im Osten und sehe jedes Mal mehr Touristen.

In Rszeszow sieht es wie oben geschrieben mit Hotels ganz gut aus. Mein Favorit ist das B&B am Bahnhof.

Wenn man allerdings schon einmal in Przemysl ist, dann natürlich Lviv, das sich in den letzten Jahren sehr gut gemacht hat. Die Hotels dort haben fast alle sichere Keller. Ich bin immer wieder beeidruckt von der Stadt.

Ich saß in der vorletzten Woche mit @juliuscaesar beim Bier in Lviv - die Stimmung in der Stadt war nahezu pervers entspannt - und wir waren uns einig, dass die Stadt nach einem Waffenstillstand sicher von Touristen überrannt werden wird. (Ich war im Dienst der Wissenschaft unterwegs, also kein Katastrophentourist.)

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Die Oper ein Hingucker, wie an vielen Orten des ehemaligen k.u.k-Reichs.

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Die Andreas-Kirche mit Schäden des Luftangriffs vom 24.3.

Wenn es um historisch relevante Entdeckungen gibt, ist mein absoluter Tipp Halytsch, das ehemalige Herz Galiziens.

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Ein österreichischer Soldatenfriedhof.

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Die alte Dnistr-Brücke.

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Der karaitische Friedhof.

In der gesamten Region kann man Monate verbringen und es gibt immernoch etwas zu entdecken.