Wie es zu der Echtzeitüberweisung kommt spielt doch aber keine Rolle. Die Abwicklung ist in beiden Fällen doch vollkommen identisch.
Entweder sie klappt oder eben nicht, ob manuell angewiesen oder automatisch ist doch egal.
Wie die Bank im Fehlerfall damit umgeht kann man natürlich diskutieren, aber idealerweise sollte es auch erst gar nicht dazu kommen.
Bei einer normalen SEPA Überweisung könnten ja genauso technische Fehler im Hintergrund passieren und für diese sind die anschließenden Abläufe doch auch geregelt. Für Echtzeitüberweisungen müsste das einfach ebenfalls abgebildet werden.
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Nein, die Abwicklung ist nicht identisch (wurde hier schon mehrfach beschrieben).
Und zum Thema Fehlerkorrektur:
ich habe in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach Fehlbuchungen erlebt, z.B. auch doppelte -also fehlerhafte- Gutschriften von Miet-Daueraufträgen von eigenen Mietern. Und in allen Fällen habe ich natürlich den Mieter und die Bank darauf hingewiesen (weil ein Verwenden/Ausgeben solcher Beträge ohne Hinweis an die Bank stellt eine strafbare Untreue nach § 266 StGB dar). Und in mindestens zwei Fällen kam es danach nie zu einer Rückbuchung, einmal über mehrere hundert DM (noch in den späten 1990er), die mir dadurch quasi 'geschenkt' wurden.
Ich bin ja kein Banker, sondern Jurist (mit zusätzl. VWL-Vordiplom), aber alles was ich über Buchhaltung, Banken, Zentralbanken gelernt habe, sagt mir, dass Banken und große Unternehmen für solche Fehlbuchungen, die nachzurecherchieren sündhaft teuer wären, irgendwelche 'Ausgleichs-Töpfe' unterhalten, mit denen solche Verluste durch fehlerhafte Buchungen am Ende in der GuV-Rechnung -als z.B. Verlust aus sonstigen Gründen (lasse mich von ausgebildeten Bänkern gerne insoweit genauer informieren)- verarbeitet werden. All das, was schieflaufen kann, verschwindet bei 'normalen' Überweisungen am Ende also in einem großen Verlust-Topf.
Bei einer Instant-Überweisung, die ja eine sofortige Bestätigung an den Empfänger nach sich zieht (wenn erfolgreich), wäre das ja nicht so einfach möglich, denn es wäre ja prinzipiell unter den -auch millionenfach- anfallenden täglichen Buchungen im Prinzip möglich zu prüfen, warum jetzt eine Zahlung über z.B. 23,59 € fehlgeleitet wurde. Und was würde die Arbeitsstunde für den Buchhalter kosten, der das nachrecherchiert ...?