Wero - Europäisches digitales Zahlungssystem

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VS007

Erfahrenes Mitglied
16.05.2019
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STR
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Das ist halt systemimmanent: Wero ist nur ein "URL-shortener" für SEPA und SEPA ermöglicht seine sehr niedrigschwelligen (und günstigen) Transaktionen u.a. dadurch, dass keine anonyme Teilnahme möglich ist. Ich halte es tatsächlich für eine Schwäche (nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern weil die meisten Nutzer mehr als ein Konto haben), dass kein freies Pseudonym gewählt werden kann, gehe aber davon aus dass man - auch hier die Analogie zum URL-shortener - das Missbrauchspotenzial zu groß gesehen hat.
 
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knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
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Insofern kann ich sagen, dass bei meiner VR-Bank keine IBAN des Gegenübers auftaucht.

Über eine HBCI-fähige Software aber vermutlich schon.

FIDUCIA /ATRUVIA hat schon vor vielen Jahren die IBAN-Anzeige auf den Kontoauszügen abgeschafft, via HBCI aber weiterhin abrufbar.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Manche Banken (comdirect, DKB etc) unterdrücken die IBANs aus "Datenschutzgründen" - sie liegen aber natürlich trotzdem vor.

Auch bei Commerzbank und ING-Diba so.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
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Kann man per Wero Geld "an eine Telefonnummer" bzw. "an eine Emailadresse" senden, wenn man den Namen des Empfängers nicht kennt? Wie reagiert Wero, wenn dieser nicht oder nicht ganz richtig oder komplett falsch angegeben ist?
 
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knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
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Vielleicht kann da jemand, der Wero schon genutzt hat, konkret berichten?
also im April 2015 habe ich es mal ausprobiert mit Wero zwischen meiner Genobank (Atruvia) und der Postbank.
In der Banking-Software (HBCI) sind sowohl bei der Genobank als auch bei der Postbank die IBAN der eingehenden Zahlungen sichtbar, bei den ausgehenden hat die nur Atruvia geliefert.
Die IBAN ausgehender Zahlungen liefert die Postbank sonst aber schon (via HBCI), aber da gibt man sie in der Überweisungsmaske ja auch selbst ein.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.339
9.284
Das ist halt systemimmanent: Wero ist nur ein "URL-shortener" für SEPA und SEPA ermöglicht seine sehr niedrigschwelligen (und günstigen) Transaktionen u.a. dadurch, dass keine anonyme Teilnahme möglich ist. Ich halte es tatsächlich für eine Schwäche (nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern weil die meisten Nutzer mehr als ein Konto haben), dass kein freies Pseudonym gewählt werden kann, gehe aber davon aus dass man - auch hier die Analogie zum URL-shortener - das Missbrauchspotenzial zu groß gesehen hat.
Ich denke dass der Mehrwert von Wero (wir reden hier über P2P) darin bestehen soll, dass der Zahlungsempfänger eben an Hand einer dem Zahler bereits sowieso bekannten und geläufigen Kennung adressiert werden kann (anstelle der IBAN). Vor diesem Hintergrund gibt es keinen Bedarf für eine spezielle "Wero-Kennung". Wer meint, das zu brauchen (und nicht sowieso direkt die IBAN angibt), richtet sich vermutlich dafür eine dedizierte Emailadresse oder Telefonnummer ein. Das dürfte aber eher ein exotischer Bedarfsfall sein.
 
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kammann

Aktives Mitglied
23.06.2017
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Kann man per Wero Geld "an eine Telefonnummer" bzw. "an eine Emailadresse" senden, wenn man den Namen des Empfängers nicht kennt? Wie reagiert Wero, wenn dieser nicht oder nicht ganz richtig oder komplett falsch angegeben ist?
Der Name des Empfängers ist für die Transaktion nicht relevant - man kann jede Nummer bzw. Mailadresse mit beliebigen Namen im lokalen Adressbuch hinterlegen und diesen dann für eine Transaktion auswählen. Der Empfänger sieht aber den vollständigen Namen des oder der Kontoinhaber auf seinem Kontoauszug. Wie schon andere geschrieben haben - Wero ist nicht für anonyme Zahlungen entwickelt worden.

Wir nutzen Wero schon seit Monaten in der Familie und kommen so auf auf 8 Kontoverbindungen (alle bei VR-Banken und Sparkassen), die sich untereinander Geld schicken. Interessant sind die unterschiedlichen Freigabe-Algorithmen. Bei einer VR Bank muss man bei jedem Geldversand (egal welche Summe) immer eine TAN eingeben. Bei meiner Sparkasse nur beim ersten Mal an einen neuen Absender - finde ich persönlich ganz praktisch, da ich ausschließlich Chip-TAN nutze und das ist zugegebenerweise auf einem Smartphone nicht so praktisch.
 
Zuletzt bearbeitet:

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.339
9.284
Der erste Punkt erstaunt mich, stellt WERO doch eine SEPA Echtzeitüberweisung dar. Muss da nicht die Bank den Empfängernamen verifizieren und zumindest dem Kunden mitteilen, wenn keine Übereinstimmung besteht?
 

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
1.432
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Leider wird aus Deiner Antwort nicht klar, ob der Endkunde sie auch sehen kann. Vielleicht kann da jemand, der Wero schon genutzt hat, konkret berichten?

Im Okt. 2025 habe ich auch mein Konto bei der ING freigeschaltet und testweise je eine Übertragung auf mein Genobank- und mein Postbank- Konto veranlasst.

Bei der ING sind in beiden Fällen die IBAN via HBCI geliefert worden, auf der Zielseite wie üblich auch. In der ING-App wird auch alles angezeigt (und als Echtzeit-Überweisung ausgegeben).
 

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
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Vielleicht kann da jemand, der Wero schon genutzt hat, konkret berichten?

Habe gerade noch eine WERO-Überweisung von meinem Postbank- an mein ING-Konto gemacht (will ohnehin das aktuelle Minus auf dem letzteren ausgleichen).

Weder in der WERO-App (Postbank) werden die Ziel-, noch in der ING-App die Absender-IBAN angezeigt.

Die Übermittlung der IBAN-Daten bei Standard-, SEPA-Instant- und WERO-Überweisungen handhabt also wohl jede Bank so, wie sie es gerade lustig findet (offiziell dann 'Datenschutz' o.dgl. Gehampel genannt).

EDIT:
im Onlinebanking der Postbank wird die Ziel-IBAN angezeigt (und wie auch in der WERO-App der Empfänger-Name), nirgendwo aber die Ziel-Mobilfunk-Nummer, über die ja die Auswahl erfolgte.
Und via HBCI zeigt die Postbank weder Empfänger, noch Ziel-IBAN oder Ziel-Rufnummer an.

Es bleibt dabei: die Datenübermittlung der Banken an den Kunden erfolgt nach Lust & Laune ihrer IT-Leute, die es programmiert haben. System dahinter ? Fehlanzeige ...


EDIT 2:
ich vergaß, dass ja nicht nur das OB und die Apps der Banken zuweilen verschiedene Daten übermitteln, sondern auch die HBCI- und soweit vorhanden PSD-2-Schnittstellen unterschiedliche Rückantworten zulassen bzw. ergeben (je nach abfragender Software); die obige Angabe bezog sich also nur auf AlfBanco.

So ergeben sich also für die zuvor genannte WERO-Überweisung folgende Daten-Rückgabe bei der Postbank via HBCI:

AlfBanco:
Empfänger: nein Empf-IBAN: nein Empf-Rufnummer: nein

WISO OnlineBanking:
Empfänger: ja Empf-IBAN: ja Empf-Rufnummer: nein

StarMoney:
Empfänger: ja Empf-IBAN: ja Empf-Rufnummer: nein

Banking 4:
Empfänger: ja Empf-IBAN: ja Empf-Rufnummer: nein

MoneyMoney unter MacOS:
werde ich in den kommenden Tagen abrufen (muss mal wieder mein Apple Notebook anwerfen).


Noch irgendwelche Fragen ...?
 
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eham

Erfahrenes Mitglied
22.03.2023
1.715
1.909
NRW
[...]

AlfBanco:
Empfänger: nein Empf-IBAN: nein Empf-Rufnummer: nein

WISO OnlineBanking:
Empfänger: ja Empf-IBAN: ja Empf-Rufnummer: nein

[...]
Welche Daten im Rahmen einer SEPA-Überweisung zwischen den Banken ausgetauscht wird, ist in den SEPA-Standards (Rulebooks u. Guidelines) festgelegt.

Die Rufnummern oder Email (aus Wero) gehört nicht dazu, die Namen und IBANs von Sender und Empfänger schon.

Was die Banken in ihren Apps oder Web oder sonstigen Schnittstellen anzeigen, bleibt dann der jeweiligen Bank überlassen. Im Kernbanksystem liegen die Infos aus der SEPA aber vor.
 
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knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
1.432
932
Welche Daten im Rahmen einer SEPA-Überweisung zwischen den Banken ausgetauscht wird, ist in den SEPA-Standards festgelegt.

Die Rufnummern oder Email (aus Wero) gehört nicht dazu, die Namen und IBANs von Sender und Empfänger schon.

Was die Banken in ihren Apps oder Web oder sonstigen Schnittstellen anzeigen, bleibt dann der jeweiligen Bank überlassen. Im Kernbanksystem liegen die Infos aus der SEPA aber vor.

ja genau, und dem Kunden werden dann -seitens der Bank- der Datenumfang bereitgestellt, der den jeweiligen IT-Verantwortlichen gerade halt so in den Kram passt.

Bei comdirect, Commerzbank und ING-Diba fehlen deshalb immer die Absender- bzw. Lastschrift-Empfänger- IBAN, auch via HBCI-Schnittstelle. Es sei denn, die IBAN wird zusätzlich im Verwendungszweck-Feld geliefert (so macht es z.B. die Cobank bei Lastschriften für die Annuitäten der Immo-Kredite).

Was das soll ?
Angeblich Datenschutz ...
(Anm. meinerseits: als ob der Geschäftspartner, der die Zahlung erhält oder von dem sie kommt, ein großes Interesse daran haben müsste, dass seine IBAN dem Zahlenden bzw. Empfänger verborgen bleibt; zu Zeiten, als es noch die Papier-Überweisung gab, konnte man die Absender-Konto-Nr. übrigens auch auf den mit dem Kontoauszug mitgelieferten Überweisungs-Belegen sehen).

Dass die Banken selbst über alle diese Zahlungsdaten verfügen, ist klar. So bekommen auch Staatsanwaltschaft, und über diese Polizei und Steuerfahndung, diese Komplett-Daten. Wer also glaubt, irgendetwas Relevantes verbergen zu können, weil er es nicht auf dem Kontoauszug oder im OB findet, der täuscht sich ...
 

Pfote

Reguläres Mitglied
10.01.2026
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Sehr schön:

Zudem fürchten die Banken, dass just Paypal vergleichsweise einfach Zahlungen in digitalem Euro integrieren könnte. Auch Apple und Amazon, so zusätzliche Befürchtungen in Bankenkreisen, könnten ihrerseits entsprechende Zahlungskonten anbieten. Die Kosten für die Umsetzung würden dagegen vor allem bei europäischen Banken anfallen.
 

Sanformatiker

Reguläres Mitglied
31.05.2024
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Liebe Banken, macht aus wero einfach einen besseren PayPal-Klon. Dann könnt ihr das auch alles integrieren und müsst keine Angst haben. Aber ein wero als aufgebohrte SEPA Echtzeitüberweisung braucht es halt einfach nicht. Wir brauchen halt ein echtes europäisches Zahlungssystem als Alternative. Dazu gehört dann übrigens auch ein mindestens europaweites Card Scheme, um eine Alternative zu MasterCard, Visa und Amex zu haben. Und dafür dann langfristig auch weltweite Akzeptanzstellen.
 

AJ44

Erfahrenes Mitglied
24.03.2019
8.864
8.140
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Alles andere als das die größten Banken (neben Sparkassen & VR Banken) da mitmachen, wäre doch auch eine Überraschung. Ob sich Wero jetzt durchsetzt oder eine gute Idee ist, spielt dabei erstmal keine Rolle.