Spekulationen über Airlinepleiten

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red_travels

Reisender
16.09.2016
29.631
21.404
www.red-travels.com
Oder die Geduld, wie damals bei Air Berlin?

Ist aber - passend zum Thread-Titel - wie richtig angemerkt reine Spekulation.

wobei eine eigene Airline wohl erheblich wichtiger für den Stolz ist als eine spekulative Anleihe wie AB oder AZ damals.

JU hat ja die Partnerschaft selbst beendet und Serbien die EY-Anleihe zurückgekauft... on EY Guest will man sich ja auch trennen (Plan war mal diesen Monat, man hört nur nix mehr dazu)
 

Icecreamman

Erfahrenes Mitglied
04.07.2022
3.316
4.024
Schwierig zu beurteilen das Ganze.

Mit EK und QR sind ja zugleich zwei der größten Frachtfluggesellschaften weltweit betroffen. Zudem kommen weitere Faktoren hinzu, wie just heute: https://www.wiwo.de/politik/ausland...eis-und-chipindustrie-bedeutet/100209786.html
Siehe auch

So gut die Finanzen der beiden Länder sein mögen, sehr lange wird und kann das nicht gut gehen, wenn zentrale Einnahmequellen wegbrechen.
Vgl. auch https://www.rohstoffaktien.news/vae-olforderung-halbiert-hormus-schliessung-trifft-adnoc-hart
 
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HLX4U

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05.03.2012
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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
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FRA
Wann zieht der Scheich den Stecker?

Am stärksten von den Golfairlines betroffen ist Qatar Airways. Der Krieg setzt der Fluggesellschaft aus Doha schwer zu und zwingt sie jetzt auch, zu handeln. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Qatar Airways Leasingfirmen kontaktiert, um Mietzahlungen für Flugzeuge zu verschieben oder zu reduzieren:

 
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CarlD

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03.04.2022
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1.077
Nein, das sieht nicht gut aus (wenn die im Artikel genannten Zahlen stimmen): Weit über 1,5 Milliarden Euro lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten, kaum Kerosinhedging, weitere laufende Verluste. Hier hat man sich komplett übernommen.

Und wie allein die knapp 400 Millione aus der Anleihe, die nur noch als kompletter Junk gehandelt wird, abgelöst werden sollen, ist mir auch schleierhaft. Die in meinem letzten Post zu diesem Thema skizzierte Bruchlandung rückt jedenfalls näher. Die Frage scheint mir eigentlich nur noch zu sein, ob der lettische Staat (< 2 Millionen Einwohner), den mit selbiger zweifelsohne verbundenen Prestigeverlust auf Kosten seiner Bürger abwenden möchte oder nicht. Das wäre ja in etwa so, als wenn Hamburg eine Fluglinie von Condor-Größe retten müsste.
 
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HLX4U

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05.03.2012
3.607
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Nein, das sieht nicht gut aus (wenn die im Artikel genannten Zahlen stimmen): Weit über 1,5 Milliarden Euro lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten, kaum Kerosinhedging, weitere laufende Verluste. Hier hat man sich komplett übernommen.

Und wie allein die knapp 400 Millione aus der Anleihe, die nur noch als kompletter Junk gehandelt wird, abgelöst werden sollen, ist mir auch schleierhaft. Die in meinem letzten Post zu diesem Thema skizzierte Bruchlandung rückt jedenfalls näher. Die Frage scheint mir eigentlich nur noch zu sein, ob der lettische Staat (< 2 Millionen Einwohner), den mit selbiger zweifelsohne verbundenen Prestigeverlust auf Kosten seiner Bürger abwenden möchte oder nicht. Das wäre ja in etwa so, als wenn Hamburg eine Fluglinie von Kondor-Größe retten müsste.
Wer allerdings eine Anleihe zu 14,5% zeichnet, müsste mit einem hohen Ausfallrisiko kalkulieren oder er hat keine Ahnung ;-).
 
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geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
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Bitte, gerne geschehen.

Ansonsten: Das Wort "wer" deutet im Deutschen stark auf einen Bezug zu einer natürlichen Person oder Gruppe von Personen (kann also auch eine Organisation sein). Eine Maschine würde man sprachlich so nicht referenzieren.

Zum Inhaltlichen Aspekt: letztlich sind auch maschinell ausgeführte Investionsentscheidungen immer von Menschen getroffen, im Zweifelsfall demjenigen, der sich dafür entschiedenen hat, für den Prozess jene Maschine einzusetzen.
"Computer says no" ist zwar eine bekannte Groteske, aber nicht wirklich eine valide Ausrede, auch wenn man das häufig findet ("ich kann gar nichts dafür, das hat der Computer so gemacht") :)
 
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SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
781
1.459
Nein, das sieht nicht gut aus (wenn die im Artikel genannten Zahlen stimmen): Weit über 1,5 Milliarden Euro lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten, kaum Kerosinhedging, weitere laufende Verluste. Hier hat man sich komplett übernommen.

Und wie allein die knapp 400 Millione aus der Anleihe, die nur noch als kompletter Junk gehandelt wird, abgelöst werden sollen, ist mir auch schleierhaft. Die in meinem letzten Post zu diesem Thema skizzierte Bruchlandung rückt jedenfalls näher. Die Frage scheint mir eigentlich nur noch zu sein, ob der lettische Staat (< 2 Millionen Einwohner), den mit selbiger zweifelsohne verbundenen Prestigeverlust auf Kosten seiner Bürger abwenden möchte oder nicht. Das wäre ja in etwa so, als wenn Hamburg eine Fluglinie von Condor-Größe retten müsste.

Schwer zu sagen, wie relevant BT für den lettischen Staat wirklich ist und wie die Situation ohne das Wet-Lease Geschäft wäre.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
676
1.077
Schwer zu sagen, wie relevant BT für den lettischen Staat wirklich ist und wie die Situation ohne das Wet-Lease Geschäft wäre.
Es wäre vor allem auch eine politische Blamage, die man im Kreml weidlich ausschlachten würde. Das ist m.M. nach das stärkste Argument für eine staatliche Rettung der Airline - und nichts anderes wäre angesichts der derzeitigen Besitzverhältnisse auch eine Kapitalerhöhung.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.911
8.808
Vielleicht steckt Lettland das Geld lieber in Aufrüstung und lässt dafür dem Kreml den kleinen Propagandatriumph.
Wir werden sehen.