United flight strikes light pole, damages truck while landing in Newark

ANZEIGE

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.580
12.115
Dahoam
ANZEIGE
Ist nicht ganz so einfach. Es gibt keinen IFR Anflug auf diese Bahn. Das ist also ein reiner Visual. Mit einem langen Flugzeug, relativ geringer Speed reicht es u.U. schon bei 3 statt 2 Roten Lichtern der Papi, um so niedrig zu sein.
Wenn man zu tief reinkommt muss man halt die Landebahnlänge mit einer displaced threshold verkürzen. Es mögen dann vielleicht nicht mehr alle Flieger auf dieser Bahn landen, aber safety first, alles andere ist unprofessionell. Wobei die Professionalität in der US-Luftfahrt eh so eine Sache ist. Zwischen dem wo sie sich glauben und wo sie wirklich sind ist schon ein recht große Diskrepanz. Dazu die schon oben erwähnte "passt-scho"-Mentalität der Amis ist eine sehr ungesunde Kombination in der Zivilluftfahrt.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.178
12.412
Airline Operations != Military Operations
Trotzdem sind sie hoch professionell, können wirklich fliegen und die Verfahren die für sie gelten steng einhalten. Natürlich muss man auf den individuellen Flugbetrieb umgeschult werden, aber wer auf dem Flugzeugträger Durchstartentscheidungen treffen gelernt hat, der sollte das auch in Newark hinbekommen.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.605
7.053
können wirklich fliegen
Das in jedem Fall. Sie landen ja auch erfolgreich auf dem Hudson.

Auf dem Video des Anflugs sieht man, dass sich kurz vor der I95 die Sinkrate erhöht. Das wird auch durch mehr Pitch kompensiert - allerdings kann man deutlich sehen, wie es bei dem großen Flugzeug etwas dauert, bis sich der Flugweg ändert. Dann ist es aber schon zu spät zumal mit mehr Pitch das Hauptfahrwerk noch weiter unter der Sichtlinie sitzt.

Ist halt ein Anflug mit Null Reserven. Sie sind mit 3 Rot auf der Papi angekommen und dann leicht durchgesackt. In diesem Moment hätte natürlich auch ein G/A nicht mehr geholfen. Bis sich da der Flugweg entscheidend ändert, dauert es bei dem großen Flugzeug noch länger.
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.641
8.459
Amerika hat die letzten 25 Jahre die beste Unfallstatistik weltweit gehabt, das hat dazu geführt das überall Einsparpotential gesehen wurde, und natürlich auch zur korrekt identifizierten Overconfidence geführt.
Das mit der Statistik bezieht sich aber nur auf “fatal crashes”.

Und die gab es in vielen Laendern nicht.
 
  • Like
Reaktionen: Okin und juliuscaesar

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.770
13.592
irdisch
Mal eine ganz wilde Idee: Habe ein Foto der vielen, frühen Aufsetzzonen-Skidmarks dort gesehen. Kann es sein, dass es an dieser eher schwierigen Piste so ne Art Wettbewerb gibt, wer zuerst aufsetzt? Könnte der ultratiefe Endanflug Absicht gewesen sein, der halt bei Böen auch mal zu tief enden kann?
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.178
12.412
Die Piste ist halt kurz (6800 ft), da will niemand zu spät aufsetzen. Wettbewerb trifft es da nicht, eher Notwendigkeit.
Die Piste ist in jeder Hinsicht eine unglückliche Kombination und macht nur bei starken Westwinden wirklich Sinn.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.178
12.412
Haben aber auch keine 100m vor der Aufsetzzone verschenkt sondern jeden Meter genutzt...
 

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
1.356
1.193
Wettbewerb trifft es da nicht, eher Notwendigkeit.
Die Piste ist in jeder Hinsicht eine unglückliche Kombination und macht nur bei starken Westwinden wirklich Sinn.

"Notwendig" ist rein gar nichts, die Besatzung kann jederzeit darum bitten, eine andere Piste zugewiesen zu bekommen - oder eben ausweichen.
 
  • Like
Reaktionen: MANAL

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.770
13.592
irdisch
Zu kurz reinkommen müsste man ja an den optischen Anflughilfen wahrnehmen und am Radarhöhenmesser, abgesehen davon, dass man rausguckt?
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.580
12.115
Dahoam
Der Radarhöhenmesser ist nicht unbedingt aussagekräftig wenn es über bebautes Gelände geht, da springt der auch permanent rauf und runter je nachdem ob er ein Gebäude erwischt oder nicht. Nach dem sollte man nicht fliegen. Für sowas gibt es die optischen Anzeigen PAPI/VASI.
Grundsätzlich sollte so ein Anflug ausreichend Luft nach unten haben und es ist falsch den Aufsetzpunkt so nah an Hindernissen zu haben.
 
  • Like
Reaktionen: marcus67

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.178
12.412
es ist falsch den Aufsetzpunkt so nah an Hindernissen zu haben.
Aber eben der kurzen Piste geschuldet. Und ja, wie gesagt diese Piste ist eine ziemlich unglückliche Kombination aus Nachteilen. Eigentlich sollte sie wirklich nur in Notfällen genutzt werden, oder nur von kleinen Flugzeugen.
Aber dann kommen eben die "was andere in der 737 können kann ich in der 767 schon lange" Piloten... Und in 99.99% der Fälle können sie es ja tatsächlich.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.605
7.053
Aber dann kommen eben die "was andere in der 737 können kann ich in der 767 schon lange" Piloten... Und in 99.99% der Fälle können sie es ja tatsächlich.
Ist halt die Entscheidung: Lieber 20G30kt von vorne auf der kurzen Bahn oder auf der 22 praktisch direkt von der Seite.

Mit 20kt von vorne ist die Bahn auch effektiv gar nicht mehr so kurz - sieht aber immer noch kurz aus.
 

eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
5.629
3.928
Europa
Dürfte vom Wind abhängen, der dort auch mal kräftig weht und hilft.
Glaube ich eher nicht, dass es eine B747 oder MD11, die Kurve schaffen nach den Waypoint AXELL, vielleicht ohne Payload aber mit Passagieren eher unwahrscheinlich

auf der 22L habe ich mehrmals B773 und 747 gesehen die mit Crosswind gelandet sind und die Nase zeigt meistens auf den Norden und nicht auf der Landebahn

IMG_5981.png
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.605
7.053
Auch MD11 sind schon viele, viele auf der 29 gelandet. Sind halt verschiedene Faktoren, die dabei eine Rolle spielen:

- Landing weight
- Wind
- Bahnzustand (Trocken / Nass)

Wenn man die 29 nutzt, hat man auf jeden Fall mindestens 20kt Wind aus NW. Das verkürzt die Landestrecke deutlich.


Glaube ich eher nicht, dass es eine B747 oder MD11, die Kurve schaffen nach den Waypoint AXELL, vielleicht ohne Payload aber mit Passagieren eher unwahrscheinlich
Die Kurve ist nicht das Problem. Interessant ist das saubere Ausrichten auf der Landerichtung. Da ist es aber am Ende egal ob B777, B747 oder MD11.
Mit den Airbussen eh kein Thema, da die mit kleineren Flächenbelastungen langsamer sind.
 
  • Like
Reaktionen: Loungepotato

eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
5.629
3.928
Europa
Die Kurve ist nicht das Problem. Interessant ist das saubere Ausrichten auf der Landerichtung. Da ist es aber am Ende egal ob B777, B747 oder MD11.
Mit den Airbussen eh kein Thema, da die mit kleineren Flächenbelastungen langsamer sind.

Ich bin mal mit der B772 auf den Simulator auf der 29 gelandet und der Wind hat mich außerhalb der Kurve gedruckt, musste 2 mal durchstarten (war bei Vatsim)
Bis AXELL alles perfekt, danach druckt der Wind und bringt dir den Flieger aus der Route, du hast ja keine Lichter wie z.B in Kai Tak oder Reggio Calabria, die dir die Kurve perfekt zeigen
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.178
12.412
War der Pilot dieses Fluges mit militärischem Hintergrund?
Keine Ahnung, sage ich ja. Was ich sage, ist dass du in der US Verkehrsluftfahrt sehr viel mehr ex-Militärpiloten findest als bei uns. Und daher statistisch auch viel mehr sehr erfahrene, die wirklich (manuell, auf Sicht) fliegen können. In der Hinsicht müssen wir nicht abfällig auf die US Pilotenschaft gucken.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.770
13.592
irdisch
Die zivilen Piloten dort müssen 1500 Flugstunden vorweisen und viele machen noch ein verwandtes Ingenieur-Studium. Man braucht oft Bürgen unter den Bestandspiloten, wenn man neu bei den Majors unterkommen will. Die US-Piloten aller Herkünfte sind deshalb fachlich richtig gut. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich frage, ob es vielleicht irgendwelche Motive gibt, absichtlich derartig tief anzufliegen?