Vermeintliche Bombendrohung via Bluetooth

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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13.281
HAM

Japandi

Erfahrenes Mitglied
06.04.2014
1.577
1.100
BRN
Ben von OMAAT hat da eine klare Meinung zu, welche ich teile:

Wegen einem Wifi oder Bluetooth-Namen so viel Zeit und Geld zu verschwenden, ist lächerlich. Und erhöht / dient zu exakt 0% der Sicherheit.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
8.382
6.272
Für hauptberufliche Armchair Panik Macher auch. 🙄
Btw., war nicht letztens was ähnliches oder ist das die selbe Geschichte neu aufgewärmt?
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.152
9.092
So ähnliche Vorfälle gab es auch in der Vergangenheit schon, auch dumme (und folgenreiche) Witze an der SiKo.
Würde ich gerade bei einer US-Airline allerdings besser drauf verzichten.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.024
777
Sorry aber das ist albern, man gibt seinen Bluetooth Geräten Namen, da gibt es keine wirklich verbotenen Namen, und danach vergisst man den Namen meist sofort, gerade wenn es sich um Geräte wie Kopfhörer oder Boxen handelt.

Also ich wüsste aktuell keinen Namen einer Bluetoothbox oder eines Kopfhörers kann sein das einer TNT heisst - Flugabbruch? BoobyTrap? - Flugabbruch? oder Timebomb? - Flugabbruch?

Also wenn man wegen so etwas Ärger bekommt dann sollte man öffentlich machen welche Namen unerwünscht sind. Hat im übrigen nix mit schlechten Scherzen an der SiKo zu tun - das sind schlicht Namen die man irgendwann mal vergeben hat.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.607
13.420
irdisch
Solche Namensgebung ist nicht gut und unnötig, aber ganz normale, harmlos-"doofe" Leute und Passagiere sind halt nicht in diesem polizeilichen Sicherheits-Mindset drin, der auf der Profi-Seite solche Aktionen triggert. Mal ein anderes Beispiel: Wer läuft heute nicht alles mit Tarnklamotten rum und führt trotzdem nichts Böses im Schilde? So ähnlich sind diese Quatschnamen. Und dann wird noch per Durchsage gebeten, Bluetooth auszuschalten? Wenn da jemand wirklich eine Bombe mit hätte, würde er sie doch spätestens dann gezündet haben.
 
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jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.263
1.296
CGN
Im Nachhinein lässt sich das leicht sagen als Armchair Flight Captain.

Hier übrigens ein Livemitschnitt:
Naja, aber in der Durchsage sagen sie ja selbst, dass es ein Joke sei, aber kein witziger. Und dass es die Sicherheit von Crew und Passagieren kompromittiert (wieso?)

Wenn es erkennbar ein Joke ist, dann muss ich nicht umkehren, es sei denn ich traue den Spaniern am Ende der Reise nicht zu, mit der nötigen Härte gegen .... was auch immer ... vorzugehen.

Wenn man Angst haben muss, dass da wirklich jemand eine Bombe dabei hat und per App und Bluetooth steuern will, würde man dann nicht besser unauffällig umkehren statt so eine Show zu machen? Und ist die Bombe wirklich entschärft wenn man den Attentäter per Durchsage bittet, das Bluetooth Modul unsichtbar zu schalten?

Wenn man Angst hat, dass davon einem vorherigen Pax eine Bombe an Bord ist, dann würde das "bitte schalten Sie Ihre Geräte aus" ja noch vielleicht Sinn ergeben, denn als das Ding nicht ausgegangen ist musste man davon ausgehen, dass das Gerät keinen Passagier gehört. Aber wenn man dann schon umkehrt (ist der Sicherheitsgewinn gegenüber weiterfliegen wirklich da? Immerhin hatten sie schon 2h Flugzeit hinter sich), würde man das dann nicht diskreter kommunizieren?

Alles irgendwie seltsam.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
18.695
17.802
IAH & HAM
Naja, aber in der Durchsage sagen sie ja selbst, dass es ein Joke sei, aber kein witziger. Und dass es die Sicherheit von Crew und Passagieren kompromittiert (wieso?)

Und jetzt stell Dir nur für eine Minute vor, das Flugzeug waere weitergeflogen und auf halben Weg nach PMI waere eine Bombe explodiert...... Der Schaden für UA waere nicht und Geld zu bemessen.....Nachdem die erste Ansage gemacht wurde, war dies die einzige Option.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
18.695
17.802
IAH & HAM
Mit der Argumentation hätte man aber sofort nach Halifax runter müssen, anstatt gemütlich die 2 Stunden zurückzufliegen.

Ich bleibe bei meiner Ansicht, sinnlose Verschwendung von Zeit und Geld.

Es war reputation risk management. Wenn sie weitergeflogen waeren, und die Presse das Thema auch ohne Zwischenfall ausgeschlachtet haette, waeren die Public Relations Kosten für UA um ein vielfaches teurer gewesen....
 
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Ed Size

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16.03.2009
10.024
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Es war reputation risk management. Wenn sie weitergeflogen waeren, und die Presse das Thema auch ohne Zwischenfall ausgeschlachtet haette, waeren die Public Relations Kosten für UA um ein vielfaches teurer gewesen....
Klar aber jeden Tag gibt es hunderte Vorfälle an Flughäfen oder in Flugzeugen, die meisten schaffen es nicht in die Medien. Wenn man alleine bedenkt das statistisch mindestens ein Mensch am Tag an Bord eines Flugzeuges stirbt - und man dann die aufgeregte Berichterstattung zu einem Fall alle 8 - 16 Monate liest. Die anderen Toten interessieren nicht. Startabbrüche, unruly passengers, alles kommt jeden Tag vor - nur nicht alles schafft es in die Medien..

Ich frage mich hier aber tatsächlich, trägt der Passagier überhaupt eine Schuld? bzw. kann man ihn in die Haftung nehmen? Ich denke eher nicht.
 

geos

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23.02.2013
15.152
9.092
Vermutlich gibt es bei United klare (das heißt nicht zwingend konsistente oder sinnvolle; aber so ist das bei Compliance immer) Regeln, wie man mit potenziellen Bedrohungssituationen umzugehen hat, und die Besatzung ist diesen gefolgt, egal für wie wahrscheinlich sie eine echte Bedrohung gehalten haben.
 
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Ed Size

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16.03.2009
10.024
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nach der ersten Durchsage gab es 300 potentielle Amateur Reporter / blogger…..
Gibt es bei jeder Durchsage bei der es um Tote geht auch. Ist mir schon dreimal passiert keiner der Todesfälle hat es in die Medien geschafft.

Einmal hat man uns in Tiflis sogar erklärt das der Tod "glücklicherweise" schon vor der Landung eingetreten ist und wir daher weiterfliegen dürfen.
 

DFW_SEN

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28.06.2009
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IAH & HAM
Gibt es bei jeder Durchsage bei der es um Tote geht auch. Ist mir schon dreimal passiert keiner der Todesfälle hat es in die Medien geschafft.

Einmal hat man uns in Tiflis sogar erklärt das der Tod "glücklicherweise" schon vor der Landung eingetreten ist und wir daher weiterfliegen dürfen.
Das ist tragisch aber keinerlei Bedrohung für andere Passagiere.

“Pilot ignoriert Bombendrohung” macht da viel mehr her.
 

Ed Size

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16.03.2009
10.024
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Das ist tragisch aber keinerlei Bedrohung für andere Passagiere.

“Pilot ignoriert Bombendrohung” macht da viel mehr her.
Zuallererst, es gab keine Bombendrohung. Desweiteren noch mal die Frage welche Namen für Bluetooth Geräte sind erlaubt?! Welche nicht?

Da wurde halt massiv überreagiert.
 

dplane

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04.01.2017
2.070
2.026
Braucht es dafür wirklich eine abschließende Liste? Im vorliegenden Fall wurde der Name als Sicherheitsrisiko von Pax und Crew aufgefasst und von Letzterer versucht mit den Durchsagen eine Reaktion zu erzwingen. In dem Fall ist es doch egal, ob einem der Name seines Netzwerks entfallen ist, man macht seinen Kram halt aus. Problem ist also eher, dass man offensichtlich die Kombination aus 1) zweifelsohne ungünstigem Netzwerknamen, 2) Pax der keinen Anweisungen folge leistet und 3) sich gleichzeitig nicht identifizieren lässt an Bord hat.

Verstehe daher nicht so recht, warum man sich an dem Namen alleine aufhängt und weshalb man "dumme" und historisch unkorrelierte Bedrohungslagen plötzlich nicht ernst nehmen sollte. Falls dann doch etwas passiert heißt es ja genau umgekehrt: Wie konnte man so doof sein und die Situation nicht ernst nehmen?
 
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jodost

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23.10.2011
4.263
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potenziellen Bedrohungssituationen
Wen jemand aus einem Bluetooth Namen eine Bedrohung ableitet, muss man aber durchaus dessen generelle situational awareness und damit sich dessen Befähigung zum Führen eines Luftfahrzeuges hinterfragen.

Dass eine Bombe mit einem gleichnamigen BT-Device an Bord ist, wird ja wohl niemand ernsthaft geglaubt haben.

Und in allen anderen Szenarien (ein Mittäter hat kalte Füße bekommen und sein Smartphone umbenannt in der Hoffnung dass jemand die bombendrohung sieht und versteht) wäre die vorgehensweise mit durchsagen und Bluetooth abschalten und so weiter total sinnbefreit.
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.607
13.420
irdisch
Wie kann was Gefährliches im Flugzeug sein, wo doch alles kontrolliert ist?

Die echten Täter sind ja Profis. Von oben angeleitete Leute mit Geheimdienstverbindungen und militärischen Ausbildungen und Waffen/Sprengstoffen. Eben keine Einzelspinner. Was wir machen ist ein Art politische Übersprungshandlung. Jeder kriegt vermittelt, vorgespielt könnte man fast sagen, es würde unglaublich streng kontrolliert. Aber die Lockerbie-Bombe wurde eingeflogen und übers Vorfeld ins Unglücksflugzeug gebracht. Die 9-11-Leute waren "Profi"-Flugschüler, die richtigen Taten spielen sich auf anderen Ebenen ab. Das ist eine Geheimdienstaufgabe. Oder man steckt richtig Geld und Leute rein und kontrolliert eisenhart, wie die Israelis das machen. Mit Ausfragen durch geschulte Leute und Vergleichen. Das dauert, ist mühsam aber das klappt dann auch wasserdicht. Doofe Teenager wegen doofer WLAN-Namen zu verfolgen bringt gar nichts. Und auch nicht, sich darüber aufzuregen.
 
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DFW_SEN

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28.06.2009
18.695
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IAH & HAM
Zuallererst, es gab keine Bombendrohung. Desweiteren noch mal die Frage welche Namen für Bluetooth Geräte sind erlaubt?! Welche nicht?

Da wurde halt massiv überreagiert.
Es wurde von dem Captain des Fluges als Bedrohung angesehen, sonst haette er nicht mehrfach die Durchsagen gemacht. Und an Bord des Flugzeuges entscheidet nun einmal der Captain. Der Captain haette sich entscheiden koennen nicht zu reagieren, aber weder Du noch ich wissen was ihn zur Durchsage veranlasst hat. Wenn sich ein oder meherer “besorgte” Fluggaeste an die Creew gewandt haben, wenn in einem Bereich der Kabine Unruhe ausgebrochen ist, dann hatte er keine andere Wahl als zu reagieren. Denn auch “Unruhe” ind er Kabine kann ein Sicherheitsrisiko sein. Und wenn dann der Fluggast das beanstandete Geraet nicht ausschaltet, dann gab es eigentlich keine andere Loesung als den Flug anzubrechen. Es bedarf keiner Liste von “erlaubten” Namen, der Captain entscheidet.

Und die Kosten des Flugabbruches von vielleicht $150,000 sind “Peanuts” mit den Kosten einer PA Kampagne. United hat so gehandelt, wie jedes grosse Unternehmen mit breiten oeffentichen Profil gehandelt haette.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wen jemand aus einem Bluetooth Namen eine Bedrohung ableitet, muss man aber durchaus dessen generelle situational awareness und damit sich dessen Befähigung zum Führen eines Luftfahrzeuges hinterfragen.

300 Passagiere bewerten was sie persoenlich als Bedrohung ansehen, nicht nur der Kapitain. Und wenn sich das hochschaukelt, dann kann das duchaus sicherheitsrelevant sein.