On-Board Kurier

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10.02.2012
6.562
4.243
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genau dasselbe kenne ich aus einem ehemaligen Job: Sobald irgendwelche Hobbyleute kommen und den selben Auftrag samt ihres Hobbyequipments im Wert eines Kleinstwagens quasi kostenlos erledigen, halt nur fuer den Eintritt, kannst Du nicht mehr davon (ueber)leben.
 

Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
3.391
3.804
Da dir die Frage, die hier schon sehr oft beantwortet wurde, sehr wichtig zu sein scheint, beantworte ich sie dir gerne nochmals. Die Antwort ist: vermutlich niemand. Die Annahme, dass Menschen das wegen des Geldes machen, ist falsch.

Jeder Mensch hat andere Hobbys und wenn dazu noch n Euro raus springt ist es doch okay. Es gibt sogar Leute, die zahlen dafür Eintritt, anderen Samstags nachmittags dabei zuzugucken einem Ball hinterher zu rennen. Das halte ich beispielsweise für Grotresk. Wenn’s anderen gefällt - super.

Das ewig negative framing „man muss ja dumm sein das für die peanuts zu machen“ ist wirklich langweilig und zeugt von einem wirklich sehr kurzen eigenen Horizont.
Neoliberaler BS.

Besonders schräg finde ich das „wenn noch ’n Euro rausspringt, ist es doch okay“.

Das dreht die Perspektive komplett um:

Nicht mehr derjenige, der Arbeitsleistung nachfragt, muss erklären, warum sie so wenig wert sein soll, sondern derjenige, der sie leistet, soll dankbar sein, überhaupt etwas zu bekommen.
Und wer die geringe Vergütung thematisiert, wird anschließend noch als „negativ“, „langweilig“ und „kurzhorizontig“ abqualifiziert.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
92
genau dasselbe kenne ich aus einem ehemaligen Job: Sobald irgendwelche Hobbyleute kommen und den selben Auftrag samt ihres Hobbyequipments im Wert eines Kleinstwagens quasi kostenlos erledigen, halt nur fuer den Eintritt, kannst Du nicht mehr davon (ueber)leben.
Ich würde mal behaupten, wenn „irgendwelche Hobbyleute“ aus Spaß mit ihrem Hobby dieselbe Leistung erbringen können wie du, dann solltest du die eigene Wertschöpfungstiefe hinterfragen und nicht die Hobbyisten dafür verantwortlich machen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Neoliberaler BS.

Besonders schräg finde ich das „wenn noch ’n Euro rausspringt, ist es doch okay“.

Das dreht die Perspektive komplett um:

Nicht mehr derjenige, der Arbeitsleistung nachfragt, muss erklären, warum sie so wenig wert sein soll, sondern derjenige, der sie leistet, soll dankbar sein, überhaupt etwas zu bekommen.
Und wer die geringe Vergütung thematisiert, wird anschließend noch als „negativ“, „langweilig“ und „kurzhorizontig“ abqualifiziert.
Ist gut Karl Marx, wir wissen, dass dem Kommunisten ein Dorn im Auge ist, wenn Menschen in einem Vorgang ihre Freiheit genießen und in ihrem leben machen, was ihnen Spaß bringt. Das ist natürlich „Neoliberaler BS“. Besser wäre, wenn der Werkarbeiter für Flugdienstlieferungen selbstverständlich ein Mindestgehalt und die besagten 8k Brutto bekäme, für seine körperlichen Höchstleistungen: Bockwurst in der Lounge essen, 3h sitzen, 1h Taxi fahren, im Hotelbett pennen und sich am Buffet bedienen. Das ist quasi unmenschliche Tätigkeit!

Übrigens: da ich für Zollabfertigungen immer sehe, was sowohl der Warenwert ist, als auch, was der Broker verdient, und ohnehin weiß, was ich am Ende vom Kuchen bekomme und auch was das Ticket kostet, kann ich sehr sicher sagen: Die Margen sind jetzt nicht soo üppig, dass da noch sonderlich viel Spielraum wäre mir mehr zu zahlen. Aber auch hier sollte der Gesetzgeber sicher eingreifen und besser einen Einheitspreis festlegen.
 
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FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.160
924
Das ist quasi unmenschliche Tätigkeit!

Na ja, die Arbeitsbedingungen im OBC-Geschäft sind für die Kuriere schon so schlimm, dass sie hier im Thread völlig zu recht (wenn ich mich richtig erinnere) mal als "fast schon kriminell" bezeichnet wurden. So ehrlich sollte man schon sein. Wo ich hingegen bei dir mitgehe, ist, daß natürlich jeder frei für sich entscheiden kann, ob er sich das dennoch antut.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
92
Na ja, die Arbeitsbedingungen im OBC-Geschäft sind für die Kuriere schon so schlimm, dass sie hier im Thread völlig zu recht (wenn ich mich richtig erinnere) mal als "fast schon kriminell" bezeichnet wurden. So ehrlich sollte man schon sein. Wo ich hingegen bei dir mitgehe, ist, daß natürlich jeder frei für sich entscheiden kann, ob er sich das dennoch antut.
Ich kann nur für mich sprechen, habe aber noch nie schlimme Arbeitsbedingungen oder auch nur Dinge, die annähernd als kriminell zu bezeichnen sind, erlebt. Ich wüsste nichtmal, wie das stattfinden sollte. Ganz im Gegenteil: während bspw. ein LKW Fahrer sicherlich teilweise wirklich miese Arbeitsbedingungen hat, hat ein OBC es im Vergleich extrem entspannt. Außer man macht es sich selber durch schlechte Vorbereitungen oder allgemeine Dummheit schwer, dann ist aber jeder Job Mist.
 
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rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
92
was hat es damit zu tun, wenn jemand aus Spass aehnliches Equipment kauft und anderweitig seinen noetigen Lebensunterhalt verdient?
Wenn ein Hobbyist mit ähnlichem Equipment dieselbe Leistung gratis erbringen kann wie man selber als „Profi“, dann ist man entweder 1.) zu schlecht in seinem Job, oder hat 2.) ein schlechtes Business Model. Bei den üblichen Jobs die mir da einfallen (Fotografen, Screen-Designer uvm.), ist es meistens eine Mischung aus beidem.
 

Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
3.391
3.804
Ich würde mal behaupten, wenn „irgendwelche Hobbyleute“ aus Spaß mit ihrem Hobby dieselbe Leistung erbringen können wie du, dann solltest du die eigene Wertschöpfungstiefe hinterfragen und nicht die Hobbyisten dafür verantwortlich machen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:


Ist gut Karl Marx, wir wissen, dass dem Kommunisten ein Dorn im Auge ist, wenn Menschen in einem Vorgang ihre Freiheit genießen und in ihrem leben machen, was ihnen Spaß bringt. Das ist natürlich „Neoliberaler BS“. Besser wäre, wenn der Werkarbeiter für Flugdienstlieferungen selbstverständlich ein Mindestgehalt und die besagten 8k Brutto bekäme, für seine körperlichen Höchstleistungen: Bockwurst in der Lounge essen, 3h sitzen, 1h Taxi fahren, im Hotelbett pennen und sich am Buffet bedienen. Das ist quasi unmenschliche Tätigkeit!

Übrigens: da ich für Zollabfertigungen immer sehe, was sowohl der Warenwert ist, als auch, was der Broker verdient, und ohnehin weiß, was ich am Ende vom Kuchen bekomme und auch was das Ticket kostet, kann ich sehr sicher sagen: Die Margen sind jetzt nicht soo üppig, dass da noch sonderlich viel Spielraum wäre mir mehr zu zahlen. Aber auch hier sollte der Gesetzgeber sicher eingreifen und besser einen Einheitspreis festlegen.
Unsachlicher BS.
Prostituier dich weiter für 200€ am Tag und genieße deine Freiheit. Paulanerkurier😚😆😆

Wir haben fertig.
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.314
14.069
irdisch
Es gibt ja bei diesen Improvisationskurieren auch das Risiko, dass man Dinge untergejubelt bekommt, die man lieber nicht transportieren sollte. Dann ist man richtig dran, in vielen Ländern. Das ist eben kein Hobby, sondern Ernst.
Logistik ist eine richtige Branche, mit festen, seriösen Regeln, da braucht es auch so ne Hobbykuriere nicht. Kein Lohn, aber jederzeit volles Risiko im Knast zu landen? Weil Abendessen mit Kollegen in Mexiko so schön ist? Wie blöd muss man sein? Und wer erteilt solche Aufträge? Da müsste man mal den Zoll drauf anspitzen.
 
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rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
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Es gibt ja bei diesen Improvisationskurieren auch das Risiko, dass man Dinge untergejubelt bekommt, die man lieber nicht transportieren sollte. Dann ist man richtig dran, in vielen Ländern. Das ist eben kein Hobby, sondern Ernst.
Logistik ist eine richtige Branche, mit festen, seriösen Regeln, da braucht es auch so ne Hobbykuriere nicht. Kein Lohn, aber jederzeit volles Risiko im Knast zu landen? Weil Abendessen mit Kollegen in Mexiko so schön ist? Wie blöd muss man sein? Und wer erteilt solche Aufträge? Da müsste man mal den Zoll drauf anspitzen.
Auch das ist ein sehr lustiger Mythos, der immer wieder kreist, aber nicht der Realität entspricht. Wie genau sollte das stattfinden? Wie kommst du darauf, man würde etwas transportieren und wisse nicht, was? Sehr lustige Theorie, nur leider komplett falsch.
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Unsachlicher BS.
Prostituier dich weiter für 200€ am Tag und genieße deine Freiheit. Paulanerkurier😚😆😆

Wir haben fertig.
Ah. Danke für diesen sachlichen, hilfreichen Beitrag. Er entspricht immerhin, wenn man dein Profil besucht, dem Durchschnitt aller anderen Beiträge und erklärt ganz gut, warum du dem Kontext hier offenbar kognitiv nicht folgen kannst.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.314
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irdisch
Wenn man hier naiven Fluginteressierten solche Flöhe mit weltweitem Reisen in den Kopf setzen will, "Traumjobs", die sich dann als unbezahlt und dubios entpuppen, muss man auch Kritik vertragen können. Das sind bestenfalls Märchen, schlimmstenfalls Köder.
Richtige Kuriere werden bezahlt, haben Versicherung, Spesen und korrekte Zollpapiere.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
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Wenn man hier naiven Fluginteressierten solche Flöhe mit weltweitem Reisen in den Kopf setzen will, "Traumjobs", die sich dann als unbezahlt und dubios entpuppen, muss man auch Kritik vertragen können. Das sind bestenfalls Märchen, schlimmstenfalls Köder.
Richtige Kuriere werden bezahlt, haben Versicherung, Spesen und korrekte Zollpapiere.
Ersteres hat hier meinem Vernehmen nach niemand getan, letzteres hat jeder Kurier immer. Und nu? Wo ist das Problem? Und wo waren genau die Belege für die ausgedachte Schmuggel-Story?

Mir scheint es wirklich, als würden hier wenige einzelne, die möglicherweise frustriert sind weil sie aufgrund ihrer persönlichen Umstände diesen Job nicht machen können oder nicht genommen wurden, mit aller Macht und ausgedachten abenteuerlichen Geschichten versuchen, die Sache schlecht zu reden. Nur eben vollkommen sinnlos.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
Seriöse Kuriere arbeiten bei seriösen Firmen und bekommen dafür Lohn oder Gehalt. Den Seemannsgarn sollte man vielleicht weglassen, falls das Thema überhaupt ernst gemeint sein sollte.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
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Seriöse Kuriere arbeiten bei seriösen Firmen und bekommen dafür Lohn oder Gehalt. Den Seemannsgarn sollte man vielleicht weglassen, falls das Thema überhaupt ernst gemeint sein sollte.
Ah. Also weiterhin gar keine Fakten oder eingehen auf die konkreten Fragen, sondern nur „wäh wäh wäh“.
„Sinnlos frustriertes meckern“ QED.
 

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.160
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Ich kann nur für mich sprechen, habe aber noch nie schlimme Arbeitsbedingungen oder auch nur Dinge, die annähernd als kriminell zu bezeichnen sind, erlebt [...] hat ein OBC es im Vergleich extrem entspannt.

Hattest du wirklich noch nie den Fall, dass der Broker versucht hat, dich dazu zu bewegen, beim Zoll durch den grünen Kanal zu gehen (was illegal ist), statt wie angebracht im roten Ausgang die Sendung ordnungsgemäß zu deklarieren?

Und nach meinen Erfahrungen sind OBC-Aufträge keinesfalls pauschal als "extrem entspannt" zu bezeichnen; auf vielen davon herrschen durchaus schlimme Arbeitsbedingungen.

So bringen einen (nach meinen eigenen, subjektiven Erfahrungen) etwa 5 bis 10% davon an den Rand eines Herzinfarkts, weitere etwa 20% gehen mit albtraumhaftem Stress einher, während wiederum weitere etwa 30% mit hohem Druck und Anspannung (aber beherrschbar) verbunden sind. Der Rest verläuft tatsächlich eher entspannt.

Hinzu kommt das mehr oder weniger stark ausgeprägte Schlafdefizit auf schätzungsweise 60% der Aufträge, bis hin zu regelmäßig vollständig fehlendem Schlaf in einer Nacht, in Extrem- und Einzelfällen auch über 24 Stunden hinaus.

Außer man macht es sich selber durch schlechte Vorbereitungen oder allgemeine Dummheit schwer

Das stimmt zwar, lässt aber unberücksichtigt, dass man gerade als OBC ein Spielball externer Faktoren und Umstände ist, die einem alles verhageln können.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
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Hattest du wirklich noch nie den Fall, dass der Broker versucht hat, dich dazu zu bewegen, beim Zoll durch den grünen Kanal zu gehen (was illegal ist), statt wie angebracht im roten Ausgang die Sendung ordnungsgemäß zu deklarieren?

Und nach meinen Erfahrungen sind OBC-Aufträge keinesfalls pauschal als "extrem entspannt" zu bezeichnen; auf vielen davon herrschen durchaus schlimme Arbeitsbedingungen.

So bringen einen (nach meinen eigenen, subjektiven Erfahrungen) etwa 5 bis 10% davon an den Rand eines Herzinfarkts, weitere etwa 20% gehen mit albtraumhaftem Stress einher, während wiederum weitere etwa 30% mit hohem Druck und Anspannung (aber beherrschbar) verbunden sind. Der Rest verläuft tatsächlich eher entspannt.

Hinzu kommt das mehr oder weniger stark ausgeprägte Schlafdefizit auf schätzungsweise 60% der Aufträge, bis hin zu regelmäßig vollständig fehlendem Schlaf in einer Nacht, in Extrem- und Einzelfällen auch über 24 Stunden hinaus.



Das stimmt zwar, lässt aber unberücksichtigt, dass man gerade als OBC ein Spielball externer Faktoren und Umstände ist, die einem alles verhageln können.
Zu 1: Nein. Im Gegenteil. Mein Broker "verbietet" mir das. Und anders gesagt: Ich würde halt auch gar nicht los fliegen, denn die verpflichtende Nutzung eines roten Kanals bei Ankunft bedeutet eigentlich in allen Fällen, dass ich auch vor Abflug schon Export Customs Ex DE machen muss. Wenn ich da die nötigen unterlagen nicht habe, sage ich "nö". Kommt aber nicht vor.

"So bringen einen (nach meinen eigenen, subjektiven Erfahrungen) etwa 5 bis 10% davon an den Rand eines Herzinfarkts, weitere etwa 20% gehen mit albtraumhaftem Stress einher, während wiederum weitere etwa 30% mit hohem Druck und Anspannung (aber beherrschbar) verbunden sind. Der Rest verläuft tatsächlich eher entspannt."
Auch das klingt irgendwie sehr aus der Luft gegriffen bzw mag individuelle Paranoia sein. Du nennst hier kein einziges Beispiel. Ich war noch nie am Rand des Herzinfarkts oder bei albtraumhaftem Stress, nichtmal an hohen Druck oder Anspannung kann ich mich erinnern. Das höchste der Gefühle ist halt mal ein kurzer Zwischensprint am AMS oder FRA, weil eine MCT knapp ist. Deine Szenarien kann ich mir gar nicht vorstellen. Was meinst du damit genau?

"Hinzu kommt das mehr oder weniger stark ausgeprägte Schlafdefizit auf schätzungsweise 60% der Aufträge, bis hin zu regelmäßig vollständig fehlendem Schlaf in einer Nacht, in Extrem- und Einzelfällen auch über 24 Stunden hinaus."
Auch das ist vermutlich sehr individuell. Das ist vermutlich nur der Fall, wenn man im Flieger nicht pennen kann? Man ist doch selten mehr als 1-2h "aktiv", alles dazwischen sind Flugzeug- oder Aufenthalts-/Wartezeiten. Warum sollte man da hohes Schlafdefizit haben?

Thema externe Faktoren: Ja, aber dann isses halt - wie du sagst - ein externer Faktor. Bei mir sind auch schon Lieferungen schief gegangen wegen Flugchaos, oder weil eine Kontaktperson was versammelt hat. Das ist der dann nicht mein Problem. Gehe ich in die Lounge und trinke ein (natürlich streng verbotenes Bier.). Mir wird dann ja nicht vom Broker der Kopf abgerissen, wenn es nicht in meinem Verschulden liegt. Da wird dann halt umgebucht und dann ist es eben so.
 

morepp

Erfahrenes Mitglied
13.09.2010
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Zu 1: Nein. Im Gegenteil. Mein Broker "verbietet" mir das. Und anders gesagt: Ich würde halt auch gar nicht los fliegen, denn die verpflichtende Nutzung eines roten Kanals bei Ankunft bedeutet eigentlich in allen Fällen, dass ich auch vor Abflug schon Export Customs Ex DE machen muss. Wenn ich da die nötigen unterlagen nicht habe, sage ich "nö". Kommt aber nicht vor.
Was hat denn Export mit Import zu tun?
 
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rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
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Was hat denn Export mit Import zu tun?
Pauschal nichts - im Handling aber doch. Die verschiedenen Freihandelszonen und bilateralen Zollabkommen sind für die üblichen Goods (Aircraft Parts, Industriali machinery usw) fast immer wechselseitig. Dh es kommt, zumindest bei mir, eigentlich nie vor, dass ich etwas transportiere, was im Zielland Import clearance braucht, aber im ex Land keine Export clearance. So oder so, ich kenne alle Daten ja schon bei Auftragseingang.
 
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global2011

Erfahrenes Mitglied
04.06.2011
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So bringen einen (nach meinen eigenen, subjektiven Erfahrungen) etwa 5 bis 10% davon an den Rand eines Herzinfarkts, weitere etwa 20% gehen mit albtraumhaftem Stress einher, während wiederum weitere etwa 30% mit hohem Druck und Anspannung (aber beherrschbar) verbunden sind. Der Rest verläuft tatsächlich eher entspannt.

Hinzu kommt das mehr oder weniger stark ausgeprägte Schlafdefizit auf schätzungsweise 60% der Aufträge, bis hin zu regelmäßig vollständig fehlendem Schlaf in einer Nacht, in Extrem- und Einzelfällen auch über 24 Stunden hinaus

Bevor du einen Auftrag annimmst, bekommst du aber ja folgende Informationen mitgeteilt:
  • wo und wann du die Sendung entgegen nehmen sollst
  • wie groß und wie schwer die Sendung ist bzw. wie viele Pakete sie umfasst
  • die Flugverbindung
  • wo und an wen du die Sendung im Zielland übergibst
  • dein Verdienst (entweder gemäß geltender Pauschalen oder auftragsspezifischer Vereinbarung)
Oftmals (aber nicht immer) ist vor Auftragsannahme auch die Rückflug-Verbindung bekannt.

Auf Basis dieser Informationen kann ich dann entscheiden, ob ein Job
  • für mich interessant klingt und entspannt machbar ist (dann nehme ich an bzw. nenne einen Preis, den ich für meine Dienstleistung haben will)
    oder
  • für mich zu stressig ist (dann winke ich eben ab)
 

Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
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Das ist viel zu kompliziert. Wir haben hier doch gelernt: 200€ Tagespauschale egal woher nach egal wohin. Kreti und Plethi Hobby Hauling machens dirty 😆😆😆
 

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.160
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Bevor du einen Auftrag annimmst, bekommst du aber ja folgende Informationen mitgeteilt:

Nicht zwingend immer bzw. nicht bei jedem Broker. Und nach Auftragsannahme können sich noch Änderungen ergeben, wie zB. dass sich der Versender im letzten Moment entscheidet, viel mehr (schwere) Pakete zu verschicken als angekündigt.

Oder dass man damit konfrontiert wird, dass die Sendung nicht wie geplant am späten Abend bereits ausgeflogen wird, sondern du auf einen sehr frühen Flug am nächsten Morgen um 6:00 Uhr umgebucht wurdest.

Auf Basis dieser Informationen kann ich dann entscheiden, ob ein Job
  • für mich interessant klingt und entspannt machbar ist .. oder für mich zu stressig ist

Wie bereits erwähnt, sind negative externe Einflussfaktoren nicht berechenbar. Ich hatte oft genug schon Aufträge, die zunächst "auf dem Papier" entspannt aussahen, dadurch jedoch in Stress ausarteten, oder zu Schlafmangel führten.
 

rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
92
Nicht zwingend immer bzw. nicht bei jedem Broker. Und nach Auftragsannahme können sich noch Änderungen ergeben, wie zB. dass sich der Versender im letzten Moment entscheidet, viel mehr (schwere) Pakete zu verschicken als angekündigt.

Oder dass man damit konfrontiert wird, dass die Sendung nicht wie geplant am späten Abend bereits ausgeflogen wird, sondern du auf einen sehr frühen Flug am nächsten Morgen um 6:00 Uhr umgebucht wurdest.



Wie bereits erwähnt, sind negative externe Einflussfaktoren nicht berechenbar. Ich hatte oft genug schon Aufträge, die zunächst "auf dem Papier" entspannt aussahen, dadurch jedoch in Stress ausarteten, oder zu Schlafmangel führten.
Magst du nochmal genau beschreiben, wie es zu diesem Stress und Schlafmangel real kommen kann? Ich kanns mir beim besten Willen nicht vorstellen.

davon abgesehen klingt das, als hättest du einfach einen Müllbroker. Wenn ich als selbständiger OBC einen Auftrag annehme, dann so, wie er da steht. Da ändert sich dann auch gar nichts mehr (andere Pakete, mehr Teile usw).
wenn sich Eckdaten ändern, ist das ein neuer Auftrag den ich neu annehmen oder ablehnen kann. Wenn ich spontan wo von abends auf morgens umgebucht werde, freue ich mich über eine hotelnacht, die entsprechend abgerechnet wird.
 

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.160
924
Magst du nochmal genau beschreiben, wie es zu diesem Stress und Schlafmangel real kommen kann? Ich kanns mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Dass du dies nicht kannst, lässt sich für mich nur so erklären, dass du erst eine überschaubare Zahl an Aufträgen durchgeführt hast, mit denen du Glück hattest.

Wenn ich als selbständiger OBC einen Auftrag annehme, dann so, wie er da steht. Da ändert sich dann auch gar nichts mehr (andere Pakete, mehr Teile usw). wenn sich Eckdaten ändern, ist das ein neuer Auftrag den ich neu annehmen oder ablehnen kann.

Wenn du wegen sowas den Auftrag mittendrin abbrichst, war das dein letzter Auftrag für den Broker, und du riskierst eine Schadensersatzforderung gegen dich.

Wenn ich spontan wo von abends auf morgens umgebucht werde, freue ich mich über eine hotelnacht, die entsprechend abgerechnet wird.

Nee, dann stellst du dir den Wecker Zuhause im eigenen Bett auf 3 Uhr, um die üblicherweise geforderten mindestens 2 Stunden vor Abflug deines 6-Uhr-Flugs am Flughafen zu sein. Und du rechnest nicht 2 Tage ab, sondern nur einen.

Denn wenn es eine europäische Kurzstrecke ist, fliegst du deshalb in der Regel noch am selben Tag zurück, und kommst (je nach dem wann der Rückflug geht) irgendwann am Nachmittag bis späten Abend, gerädert vom Schlafdefizit, wieder heim, und fragst dich, warum du dir dies eigentlich antust. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist.
 
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rapaLLa

Aktives Mitglied
06.01.2017
147
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Dass du dies nicht kannst, lässt sich für mich nur so erklären, dass du erst eine überschaubare Zahl an Aufträgen durchgeführt hast, mit denen du Glück hattest.

Damit liegst du vollständig falsch.

Wenn du wegen sowas den Auftrag mittendrin abbrichst, war das dein letzter Auftrag für den Broker, und du riskierst eine Schadensersatzforderung gegen dich.
Naja. Wie soll sich denn die Anzahl der Pakete mitten im Auftrag ändern? Ich erhalte meinen Auftrag, übernehme die Sendung, fliege los. Nach dem losfliegen hat mir bisher noch niemand eine Sendung während des Fluges getauscht.


Nee, dann stellst du dir den Wecker Zuhause im eigenen Bett auf 3 Uhr, um die üblicherweise geforderten mindestens 2 Stunden vor Abflug deines 6-Uhr-Flugs am Flughafen zu sein. Und du rechnest nicht 2 Tage ab, sondern nur einen.
Ich rechne nicht Tage ab, sondern den Betrag, auf den sich vorher geeignet wurde, + Spesen. Nach dem boarding im Flieger schlafe ich. Du kannst dann nicht schlafen? Das ist bitter, aber dann sollte man den Job vielleicht nicht machen, oder die "schlechten Arbeitsbedingungen und Schlafmangel" nicht auf den schlimmen Job schicken. Ein LKW Fahrer beschwert sich ja auch nicht, dass er wegen einer Nachtfahrt 24h wach ist, weil er in seiner Ruhezeit von 10-17.00 Uhr leider nicht so gut schlafen kann.

Denn wenn es eine europäische Kurzstrecke ist, fliegst du deshalb in der Regel noch am selben Tag zurück, und kommst (je nach dem wann der Rückflug geht) irgendwann am Nachmittag bis späten Abend, gerädert vom Schlafdefizit, wieder heim, und fragst dich, warum du dir dies eigentlich antust. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist.
Diese Pauschalität würde ich verneinen. Et kütt so wie et kütt, wie man im Rheinland sagt. Mal am selben Tag zurück, mal am nächsten. Und nochmal: Auch hier bis zum Rückflug zwingt dich ja keiner per Waterboarding, nicht zu schlafen. Auf dem Rückflug auch nicht. Du kannst einfach die Augen zu machen.

Was mich zu meinem Punkt von vorhin bringt.. manche Menschen sind einfach nicht besonders gut für ihren Job gemacht. Wenn eine kurze Umstiegszeig schon Panik auslöst, und man es nicht schafft auf einem 3h Flug die Augen zuzumachen, damit man kein Schlafdefizit hat, sollte man vielleicht lieber was mit Holz machen. Und wenn sich ein Auftrag mittendrin ändern kann (was per Definition nicht geht - denn dann haben wir keine Selbständige Tätigkeit mehr...), oder dein Broker dich zu Illegalitäten drängt, dann ist der Broker vielleicht auch scheiße. Mir scheint, als käme bei Dir beides zusammen. All diese Dinge habe ich noch nie erlebt.
 
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