Prime Air Flight 7598 Vorfall

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VHHH

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09.02.2024
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Angeblich ist die Maschine erst bei der halben Länge der Runway aufgesetzt und beim linken Hauptfahrwerk könnte sich anschliessend der WoW-Schalter nicht geschlossen haben.

Es gibt bei Reddit ein Video, welches die These stützt. Das linke MLG hatte lange keinen richtigen Kontakt mit der Bahn.

 

skywalker1989

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12.10.2017
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LUX

longhaulgiant

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22.02.2015
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Wenn ich mir die Daten von FR24 ansehe verstehe ich es noch weniger. Die hatten zur Bahnmitte noch ca. 140 kt, im letzten Drittel 130 kt. Wieso hat niemand den TOGA Knopf gedrückt und am Horn gezogen?

Glaubt man den ADS-B Daten sind die auch deutlich zu schnell reingekommen. Wenn die nicht gerade massiven Rückenwind hatten sind 178 kt mit vollen Klappen deutlich zu schnell, selbst für MLW.
 
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vapianojunkie

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15.01.2014
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MUC
Wenn ich mir die Daten von FR24 ansehe verstehe ich es noch weniger. Die hatten zur Bahnmitte noch ca. 140 kt, im letzten Drittel 130 kt. Wieso hat niemand den TOGA Knopf gedrückt und am Horn gezogen?

Glaubt man den ADS-B Daten sind die auch deutlich zu schnell reingekommen. Wenn die nicht gerade massiven Rückenwind hatten sind 178 kt mit vollen Klappen deutlich zu schnell, selbst für MLW.
Wenn man sich dieses Video anschaut, sieht man das Wetter zu der Zeit: https://www.instagram.com/p/Dc9w7KwAWBm/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=embed_video_watch_again

Vielleicht hat das eine Rolle gespielt. Wäre nicht der erste, der es erzwingend will, wenn der Go Around längere Warteschleifen oder eine Diversion bedeutet. Die 5 Toten und 5 teils Schwerverletzten müssen richtig Pech gehabt haben, dass sie wohl primär auf der Straße erwischt wurden. Eigentlich ist da ja sonst nix. :(
 

longhaulgiant

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22.02.2015
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Wenn die Flugschreiber die ADS-B Daten und Beobachtungen auf den Videos stützen, sieht es zappenduster für die zwei im Cockpit aus. Nicht nur, dass die deutlich zu schnell waren, sie hatten auch noch 10 kt Rückenwind (von dem sie in dem Moment nichts wussten), waren aber gleichzeitig auch deutlich zu hoch! Das hätte schon weit vor der Aufsetzschwelle ein GA sein müssen. Dann sind sie über 2000 ft zu spät aufgesetzt - nächster GA. Dann konnten sie die Geschwindigkeit nicht signifikant reduzieren - nächster GA. Die hatten hier drei Chancen das richtige zu tun und haben bei allen Dreien - bei mindestens zwei offensichtlich und willentlich - gegen die Sicherheit entschieden. Alle eingebauten Puffer wurden maximal aufgebraucht und teils deutlich überschritten.

Wenn nicht noch mildernde Umstände auftauchen sehe ich die beiden nie wieder ein Flugzeug führen und in den Bau werden sie für den Tod der mindestens fünf Opfer ebenfalls für ein paar Jahre wandern.
 

marcus67

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17.01.2015
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Korrekt, nicht stabilisierter Anflug, T/D Zone verpasst, Reverse und Ground Spoiler nicht aktivierbar, da zu schnell und daher kein Gewicht auf dem Fahrwerk.

Bei den Speeds wäre auch noch am Boden ein G/A problemlos möglich gewesen. - Alles verpasst.

Beim letzten Amazon (Atlas 3591) Absturz in Texas war schon der F/O eine absolute Katastrophe und hat das Flugzeug zum Absturz gebracht während der Kapitän daneben saß und nicht bemerkt hat, was gerade passiert.

in den Bau werden sie für den Tod der mindestens fünf Opfer ebenfalls für ein paar Jahre wandern.
Tatsächlich passiert das in den USA außerhalb von Vorsatz praktisch nie. - Zivilrechtlich ist natürlich eine andere Frage.
 
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Siehe Comair 5191 - der alleinüberlebende F/O als P/F wurde strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen, weil es halt einfach "nur" ein Unfall war, den er durch einen Fehler verursachte. Das ist, warum auch immer, ein anderer Ansatz in den USA.
 
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longhaulgiant

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22.02.2015
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Ich sag mal so: wenn man dafür den Betreiber in Grund und Boden klagt (und ggfs. dessen Auftraggeber) dann ist das Korrektiv auch wieder vorhanden. Es ist anzunehmen, dass die Piloten entweder aus wirtschaftlichem oder regulatorischem Druck so gehandelt haben, welcher sie beim GA erwartet hätte. Empfindliche Strafen für den AG hätten hier ebenfalls Signalwirkung, um den Druck aus dem System zu nehmen.
 
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marcus67

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17.01.2015
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ein GA wurde sehr spät gefahren, aber kurz danach wieder abgebrochen. Warum, weshalb und ob Mensch oder Technik dafür verantwortlich waren, ist noch nicht bekannt. Befragung der Piloten soll heute erfolgen.
Zu diesem Zeitpunkt war es schon viel zu spät für einen G/A. Es dauert ja schon 5-6s (oder noch länger aus Ground Idle) bis die Triebwerke wieder hochgelaufen sind. Bis dann dass Flugzeug nennenswert beschleunigt hätte, hatten sie die Bahn schon verlassen.

Die ersten 11s der "Landung" hat das Flugzeug praktisch noch fliegend verbracht und nur 1-2 Komponenten des Fahrwerks über den Boden rollen lassen (ohne Belastung). Danach waren erst alle Räder auf dem Boden. Warum die Groundspoiler nicht ausgefahren sind und auch die Schubumkehr nicht genutzt wurde ist auch rätselhaft. Mit voller Verzögerung (hierfür sind die Groundspoiler extrem wichtig) und max. Reverse hätten sogar die verbleibenden 1000m noch genügt, um zum Stehen zu kommen. Wenn überhaupt, wäre es zu einem Overrun von 50-100m gekommen - ohne Personenschaden.

Die Hauptfrage bleibt natürlich, warum man über die halbe Bahn schwebt ohne Durchzustarten.
 

longhaulgiant

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22.02.2015
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Ich lasse mir bei entsprechender Erfahrung noch eingehen, dass man bestimmte Sicherheitspuffer ausreizt oder minimal überschreitet, wenn man genau weiß, dass man noch Optionen hat. Aber das hier? Mit jeder neuen Information die auftaucht wird der ganze Vorgang immer noch haarsträubender…