Das mag die Bahn machen, aber jedes Unternehmen rechnet mit Plankosten die auf der vorrausichtlichen Auslastung und den vorrausichtlichen operativen Stückkosten basiert.
Lufthansa: offenbar 12 Mio daneben bei guter Auslastung?
Ist natürlich best guess, aber mit irgendetwas musst du arbeiten.
Richtig.
Wie würdest Du es machen?
Konkreten Aufbau muss man natürlich sehen, ich hab sowas Ähnliches mal als Gesellschafter einer Schiffsbesitzgesellschaft gemacht (die Probleme sind da nicht wirklich anders), da heißt das dann nicht Ticket sondern Charterrate.
Kosten des letzten bzw. aktuellen Jahres anschauen, d.h. alle Ist-Kosten auflisten (gibt einen guten Überblick)
Zukünftige Veränderungen prüfen und ggf. als neue Ansätze neben die bisherigen Ausgaben schreiben, u.a. Treibstoffkosten, erwartete Gebührenänderungen, Steuern, Kosten Crew, Kosten Flugzeug etc. => Das ist die Hauptarbeit!
Dann weiter mit einer Methodik ähnlich wie für einen Weight Control Report nach ISO 19901-5 (dort geht es Gewichtsmanagement bei Offshore Öl&Gas, nicht Gewichtsrechnung!)
Zuschläge in Abhängigkeit vom Grad der Definition (es geht nicht um die konkreten Prozente, es geht mehr um die Methodik):
- 3%: für alle Positionen, deren Kosten für die Ticketgültigkeit bekannt sind (ohne Mehrkostenpotenzial) - im Original "gebaut"
- 5%: Vertrag geschlossen, Risiko Mehrkosten für bekannte Positionen - im Original "Konstruktionsunterlagen freigegeben"
- 10%: Standard-Zulage (vor Vertrag) - im Original "Primärkomponenten geplant")
- 20%: Höhere Zulage für nicht genau bestimmbare Kostenanteile - Original "Sekundär-/Ausrüstungskomponenten geplant"
Zum Schluss noch ein Auslastungsfaktor, auch mit Zuschlägen versehen (anfänglich 20%, je nach Auslastung abfallend).
Angestrebte Gewinnmarge (Vorgabe Konzern)
Natürlich wird es so sein, dass sich einzelne Positionen nach unten oder nach oben bewegen. Dann muss/kann überarbeitet werden.
Bin mir sicher, mit einer passenden (erweiterten) Kostenträgerrechnung funktioniert das auch automatisch.
Da kommt zwar sicher noch das Ding der Umsteigeverbindungen ("Netzbeitrag"), aber das ist Konzern-Kontrolling und nicht Kostenträger (gleich Flugverbindung).
Und ich erwarte eigentlich NICHT, dass eine Flugverbindung BRE-FRA-SIN billiger ist FRA-SIN (ist es aber aufgrund von Marketing manchmal). Das sind dann aber eigentlich Marketingkosten.
Volles Programm bzw stündliche Flüge teuer anbieten und hoffen das die Kundschaft kommt?
Erstmal einen kostendeckenden Preis ermitteln und anbieten und nicht schulterzuckend 1 Mio im Monat versenken.
Dafür muss der Preis hoch und bei erkennbarem Nachfrageeinbruch ggf. die Kapazität angepasst werden. Zwischen 0 und 5000 Passagieren ist da ein weites Feld.