Drohender Streik an deutschen Flughäfen

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trichter

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
2.450
3
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Ach darum geht´s, wenn die das können kann es Verdi auch?
 

Hape1962

Erfahrenes Mitglied
24.01.2011
3.419
2.104
CGN
Nein. Darum geht es nicht. Es geht darum das man mal die Relationen im Kopf behalten sollte. 20% von einem aktuellen Durchschnittslohn von sagen wir mal EUR 10,- sind in meinen Augen deutlich weniger als das was anderenorts, auch in anderen Industriebereichen, gefordert wird. Man sollte also auch mal einen Blick dafür haben von welchen Stundenlöhnen als Ausgangsbasis ausgegangen wird. Ich hab kein Problem damit wenn Personen die große Verantwortung tragen entsprechend entlohnt werden - ich fliege ja schliesslich auch. So gesehen habe ich kein großes Problem damit.

Und nochmal : solange es nicht möglich ist halbwegs normal von seinem Lohn zu leben, wie das beim Mindestlohn der Fall ist, sind 20% Peanuts. Vor allem wenn man berücksichtigt das auf der einen Seite die Kosten für KV, PV und AV noch runtergehen, es i.d.R. keine weiteren Vergünstigungen gibt und man insofern auch noch versuchen muss Geld für die Altersvorsorge zurück zu legen. Denn was am Ende für eine Rente rauskommt kann sich jeder selbst ausrechnen. Von Pensionsfonds, Übergangsgeldern, Arbeiten bis 57 und anderen Dingen reden wir hier garnicht erst.

Es sucht sich keiner aus für den Mindestlohn zu arbeiten - aber es gibt leider viel zu viele in D, die, ob selbst verschuldet oder nicht, keine andere Wahl haben. Leider gibt es natürlich auch einen Personenkreis der lieber faul zu Hause rumhängt weil er mehr Stütze bekommt als wenn er für den Mindestlohn arbeiten würde. Man kann es drehen und wenden wie man will...
 
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Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
12.677
12.484
LEJ
Alles OT und ist in GudW besser aufgehoben.
Trotzdem: Es ist spielt keine Rolle ob der Pilot 150000€ bekommt. Das ist nicht das Thema.
Der Kern des Problems liegt nicht nur an einer fairen Entlohnung, sondern auch in einer "normalen " Altersvorsorge. Mit dem Mindestlohn ist heute schon vorprogrammiert, dass die Altersversorgung später nicht ausreicht und diese Leute auf Sozialgeld angewiesen sind. Diese Mittel werden aus Steuergeldern finanziert und somit sozialisiert. Ich behaupte sogar, dass der Mindestlohn in seiner heutigen Form eine versteckte Kreditaufnahme ist, bei der die Rechnung in einigen Jahren auf den Tisch gelegt wird. Heute wird billigst geflogen, gegessen, gekauft etc. und von Dienstleistern mit Billiglöhnen angeboten. Bezahlt werden muss es irgend wann und und jeder denkt dabei an das Floriansprinzip. Gewinner sind nur die Inhaber der Dienstleister von heute.
Manchmal denke ich, wir ticken nicht mehr richtig.
 
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justinterested

Reguläres Mitglied
24.03.2015
68
0
Also man kann es nur unterstützen, dass Minijobber und Niedriglöhner anständig entlohnt werden. Und ich weiss nicht, warum sich einige Forumsinsassen hier so aufregen. Es geht um den Lohn für Menschen, die meinen Koffer im Flugzeug verstauen, meinen Flug am Gate abfertigen, den Rollstuhl für den Gehbehinderten fahren, das Essen für uns kochen ....

Das alles sind Tätigkeiten, die anständig entlohnt werden sollen. Und es sind Tätigkeiten, die auch Respekt verdienen. Das meine nicht nur ich, sondern auch der Präsident der IHK Oberbayern, selbst Unternehmer und als Unternehmer ein Vorkämpfer für den Mindestlohn.

Danke sehr für deinen Beitrag.

Ich kann nicht betonen wie abwertend und überheblich ich den Begriff "Kötter-Mitarbeiter" empfinde, der hier im Thread aufgeworfen wurde. Du hast mit deinem Beitrag ganz klar aufgezeigt, dass diese Mitarbeiter genauso ein Recht auf Anerkennung und Wertschätzung haben und nicht eine solche Schmähung verdient haben, Bergmann.

Und an jene die meinen über manche Menschen urteilen zu wollen bzw. gar zu können. Erinnert euch bitte mal an euren Anfang und was euch zu dem gemacht hat, wo ihr heute steht. Finde diesen Cartoon dazu sehr passend:
brightside.me/article/what-you-should-think-about-before-you-judge-others-10155/
 
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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
23.066
16.470
FRA/QKL
(...) nimmt man auch Jobs bei den Sklavenhändlern, sorry Zeitarbeitsfirmen, an um wieder an die Arbeit zu kommen.
Stundenlöhne oberhalb 10 Euro ist schon fast utopisch. (...)
Ich kann dir versichern, dass es auch bei Zeitarbeitsfirmen viele Jobs mit deutlich über 10€ gibt. Entsprechende Qualifikation vorausgesetzt. Auch wir setzen das Konstrukt der Arbeitnehmerüberlassung ein, einfach um Spitzen abzufangen für die ich nicht langfristig Personal aufbauen kann. Und da Entlassen in diesem unserem Land ja nicht geht (bzw. die Hürden utopisch hoch sind) bin ich als Unternehmer quasi dazu gezwungen mir meine gewünschte unternehmerische Flexibilität über Zeitarbeitsfirmen einzukaufen. Allerdings liegt der Stundenlohn den ich dafür bezahle z.Zt. im Schnitt bei über 85€. Bei den Personen kommen gut 50% als Bruttolohn an. Also über 40€, aber dafür sind diese Leute auch ausreichend qualifiziert die Tätigkeit zu leisten. ;)
 
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Tipene

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15.08.2014
246
1.121
TXL
........ Allerdings liegt der Stundenlohn den ich dafür bezahle z.Zt. im Schnitt bei über 85€. Bei den Personen kommen gut 50% als Bruttolohn an. Also über 40€, aber dafür sind diese Leute auch ausreichend qualifiziert die Tätigkeit zu leisten. ;)

Respekt für einen hochgerechneten Monatslohn von 6400 € Brutto bei einer 40 Stunden Woche. Wir haben auch zeitweise mit Zeitarbeitsfirmen zu tun, aber bei den Mitarbeitern kommen bestimmt keine 40 € an. Und das bei Leuten mit Bachelor of Science.
 
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peter42

Moderator
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09.03.2009
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Respekt für einen hochgerechneten Monatslohn von 6400 € Brutto bei einer 40 Stunden Woche. Wir haben auch zeitweise mit Zeitarbeitsfirmen zu tun, aber bei den Mitarbeitern kommen bestimmt keine 40 € an. Und das bei Leuten mit Bachelor of Science.

In der Größenordnung ist es auch keine klassische Zeitarbeit, sondern meist eher Vermittler von Freelancern. Wenn da ein Vermittler dazwischen ist, ist das Thema Scheinselbstständigkeit wohl einfacher zu erschlagen.
 

janfliegt

Erfahrenes Mitglied
28.07.2011
6.129
5
FHH (Feld hinterm Haus)
Alles OT und ist in GudW besser aufgehoben.
Trotzdem: Es ist spielt keine Rolle ob der Pilot 150000€ bekommt. Das ist nicht das Thema.
Der Kern des Problems liegt nicht nur an einer fairen Entlohnung, sondern auch in einer "normalen " Altersvorsorge. Mit dem Mindestlohn ist heute schon vorprogrammiert, dass die Altersversorgung später nicht ausreicht und diese Leute auf Sozialgeld angewiesen sind. Diese Mittel werden aus Steuergeldern finanziert und somit sozialisiert. Ich behaupte sogar, dass der Mindestlohn in seiner heutigen Form eine versteckte Kreditaufnahme ist, bei der die Rechnung in einigen Jahren auf den Tisch gelegt wird. Heute wird billigst geflogen, gegessen, gekauft etc. und von Dienstleistern mit Billiglöhnen angeboten. Bezahlt werden muss es irgend wann und und jeder denkt dabei an das Floriansprinzip. Gewinner sind nur die Inhaber der Dienstleister von heute.
Manchmal denke ich, wir ticken nicht mehr richtig.

Die Frage ist, wer die Dienstleistungen dann in Anspruch nimmt. Warum haben wir denn in D eine Schattenwirtschaft ohne Ende? Da zahlt man lieber 20€ pro Stunde schwarz, als die offiziellen 69€ mit MwSt. ;)
 

trichter

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09.03.2009
2.450
3
Nein. Darum geht es nicht. Es geht darum das man mal die Relationen im Kopf behalten sollte. 20% von einem aktuellen Durchschnittslohn von sagen wir mal EUR 10,- sind in meinen Augen deutlich weniger als das was anderenorts, auch in anderen Industriebereichen, gefordert wird.

Ich kenne keinen Industriebereich in dem 20% mehr gefordert werden, kennst du einen? Außerhalb der Luftfahrt/Verkehr bei den Berufen mit weniger Erpressungspotential ist das... nunja, sagen wir einmal es ist ziemlich ungewöhnlich.

Im übrigen verstehst du mich so wenig wie ich dich, mir geht es nicht darum, dass meine Koffer möglichst billig verladen werden. Ich wünsche jedem Arbeitnehmer am Flughafen - und auch sonst - ein auskömmliches Gehalt. Ich mag nur die inflationären Streiks im Luftfahrtbereich nicht und ich glaube, dass man vernünftige Vereinbarungen auch ohne dieses Getöse erreichen könnte. Evtl. kommt man dann aber nicht in die Nachrichten...
 

peter42

Moderator
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09.03.2009
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Ich kenne keinen Industriebereich in dem 20% mehr gefordert werden, kennst du einen? Außerhalb der Luftfahrt/Verkehr bei den Berufen mit weniger Erpressungspotential ist das... nunja, sagen wir einmal es ist ziemlich ungewöhnlich.

Im übrigen verstehst du mich so wenig wie ich dich, mir geht es nicht darum, dass meine Koffer möglichst billig verladen werden. Ich wünsche jedem Arbeitnehmer am Flughafen - und auch sonst - ein auskömmliches Gehalt. Ich mag nur die inflationären Streiks im Luftfahrtbereich nicht und ich glaube, dass man vernünftige Vereinbarungen auch ohne dieses Getöse erreichen könnte. Evtl. kommt man dann aber nicht in die Nachrichten...

Ich biete mal 30%: Gesundheit - Ärzte fordern 30 Prozent mehr Gehalt - Wirtschaft - Süddeutsche.de
 
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flyglobal

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25.12.2009
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Respekt für einen hochgerechneten Monatslohn von 6400 € Brutto bei einer 40 Stunden Woche. Wir haben auch zeitweise mit Zeitarbeitsfirmen zu tun, aber bei den Mitarbeitern kommen bestimmt keine 40 € an. Und das bei Leuten mit Bachelor of Science.

In der Größenordnung ist es auch keine klassische Zeitarbeit, sondern meist eher Vermittler von Freelancern. Wenn da ein Vermittler dazwischen ist, ist das Thema Scheinselbstständigkeit wohl einfacher zu erschlagen.

Das kann ich so bestätigen. Als Firma kann man kaum noch Freelancer direkt beschäftigen, denn die hochqualifizierten werden ja ohnehin in richtige Projekte eingespannt und sind dann praktisch zu 100% beim Unternehmen. Das geht praktisch nur indem man den Vermittler als eigentlich verantwortlichen Arbeitgeber hat.

Allerdings ergeben sich so auch dauerhafte Arbeitsverhältnisse, denn wir stellen durchaus gut 50% (eher 2/3) aller ANÜ ein. Durchaus nicht unüblich entpuppen sich einige davon als wahrlich gut zum Unternehmen passend, obwohl sie in der regulären Bewerberauswahl zur sofortigen Festanstellung durchs Raster gefallen wären. Wir haben daher auch inzwischen das Raster etwas angepasst.

Dazu kommt dass es oft ein beidseitiges passen ist, dann andere wiederum die den ANÜ Job erst mal als Warte und Erfahrungsschleife nehmen (weil z.B. erst die Partnerin mit dem Studium fertig sein soll) und sonst eher nicht bei uns als bevorzugter Arbeitgeber angefangen hätten erkennen dann dass hier mehr Möglichkeiten bestehen als anfangs gedacht.

So haben beide die Möglichkeit zu erkennen ob man zusammenpasst.


Flyglobal
 
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Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
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LEJ
Die Frage ist, wer die Dienstleistungen dann in Anspruch nimmt. Warum haben wir denn in D eine Schattenwirtschaft ohne Ende? Da zahlt man lieber 20€ pro Stunde schwarz, als die offiziellen 69€ mit MwSt. ;)
(Liebes Finanzamt, ich kenne da einen der......)
alle machen mit und waschen ihre Hände in Unschuld.

Du geht auf die Stundenverrechnugssätze. Gut, dann lass und das doch mal bei einem Stundenlohn von 10,00€ hochrechnen.
Abzurechnende Bruttojahresarbeitsstunden: (365-104 Tage für Sa/So) = 263 Tage*8Stunden*10€ = 21.040€
Arbeitgeberanteil SV = 20% = 4.208€
Personalverwaltungskosten = 5% = 1.052€
Kalkulierter Ertrag = 15% = 3.146€
AVK pauschal 10% = 2.104€
Sonstiges 5% = 1.052€
Summe Aufwand 32.602€

Ermittlung der Netto Arbeitszeit
Urlaub 26 Tage
Krankheit Mittelwert 14 Tage
Feiertage 14
Personalersatz Urlaub/Krankheit 40 Tage
Summe 94 Tage

Bruttotage 263
Fehltage 94
Nettotage 169

Aufwand Mitarbeiter / 169Tage/ 8Stunden = 32.602€/169/8 = 21,11€ Stundenverrechnungssatz

Sofern ich mich nicht vertan (noch ein paar Schrauben von links nach rechts drehen) habe, sollten nicht mehr als 25€/Stunde plus MWST mit dem Auftraggeber verrechnet werden. Auf 69€ komme ich aber noch lange nicht.

Für den der die Rechnung nicht versteht, sollte seinen Personaler, Controller, beim RKW oder REFA-Verband nachfragen oder einen anderen Rechenweg finden.
 
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GoldenEye

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30.06.2012
13.190
536
Aus http://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_pb_9_2017.pdf kann ich jetzt auf die Schnelle keine methodischen Fehler oder willkürlichen Interpretationen erkennen.

Die Daten kommen vom DIW und der IAB.

Danke für die Verlinkung der Originalquelle.
DIW ist natürlich auch nicht neutral (ebenfalls gewerkschaftsnah, so wie Hans-Böckler-Stiftung auch).
Zwei Dinge, die mir bei kurzem Überfliegen aufgefallen sind:
1) 50% der Stichprobe sind Hartz-IV-Empfänger. Da wundert es nicht, daß das Ergebnis ist, daß darunter viele Mini-Jobber sind.
2) Die Stichprobe stammt aus 2014/2015. Das Mindestlohngesetz wurde aber erst zum 1.1.2015 eingeführt. Auch da wundert es nicht, daß "vielen der Mindestlohn vorenthalten" wird. :doh:
 

GoldenEye

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30.06.2012
13.190
536
...Der Kern des Problems liegt nicht nur an einer fairen Entlohnung, sondern auch in einer "normalen " Altersvorsorge. Mit dem Mindestlohn ist heute schon vorprogrammiert, dass die Altersversorgung später nicht ausreicht und diese Leute auf Sozialgeld angewiesen sind. ....

Und woher leitest Du die Gleichung "Einmal Mindestlohn = immer Mindestlohn" ab? Denn das unterstellst Du ja offensichtlich, wenn Du annimmst, daß jemand in 45 Berufsjahren nichts für die Altersvorsorge zur Seite legt.
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
12.677
12.484
LEJ
Und woher leitest Du die Gleichung "Einmal Mindestlohn = immer Mindestlohn" ab? Denn das unterstellst Du ja offensichtlich, wenn Du annimmst, daß jemand in 45 Berufsjahren nichts für die Altersvorsorge zur Seite legt.
Bei unserem "Human-Management" der heutigen Zeit bist du mit 40+ weg vom Fenster und dann geht es abwärts. Die Ursache dafür ist zunächst unerheblich.
Um nach 40 Berufsjahren eine Bruttorente von ca 800€ (Grenze zum Sozialgeld) zu bekommen, musst du 40 Jahre im Mittelwert ein Monatseinkommen von ca. 1.500€ gehabt haben.
 
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Hape1962

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24.01.2011
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Ich kenne keinen Industriebereich in dem 20% mehr gefordert werden, kennst du einen? Außerhalb der Luftfahrt/Verkehr bei den Berufen mit weniger Erpressungspotential ist das... nunja, sagen wir einmal es ist ziemlich ungewöhnlich.

Im übrigen verstehst du mich so wenig wie ich dich, mir geht es nicht darum, dass meine Koffer möglichst billig verladen werden. Ich wünsche jedem Arbeitnehmer am Flughafen - und auch sonst - ein auskömmliches Gehalt. Ich mag nur die inflationären Streiks im Luftfahrtbereich nicht und ich glaube, dass man vernünftige Vereinbarungen auch ohne dieses Getöse erreichen könnte. Evtl. kommt man dann aber nicht in die Nachrichten...

Die 20% sind in der Tat recht "marktschreierisch". Da bin ich bei Dir. Aber die Aufmerksamkeit die man dadurch erreicht ist ungleich höher als wenn man sagen würde " wir reden hier über EUR 1-2/Stunde". Wobei das in diesem Fall möglicherweise sogar der bessere Ansatz wäre. Aber dann kommen wieder so Sprüche wie "die streiken wegen EUR 1 ???! Sind die noch ganz dicht".
Also irgendwie findet man da keinen richtigen Ansatzpunkt.

Wobei ich mir so einen Streik recht spannend vorstelle.
Gestresste, Krug umnebelte HON, SEN, FTLer die aus dem Flieger wackeln und zu spät merken das sie ihre wichtigen Unterlagen im Flieger vergessen haben und jetzt keinen finden der die da rausholt. Panische Vielflieger die hektisch ihre Hotline anrufen wegen Umbuchung. Was aber auch nix bringt da nicht eine Airline bestreikt wird sondern alle. Cockpitbesatzungen die fluchend am Fenster hängen weil sich keiner um sie kümmert. C & F Paxe die vergeblich auf ihr 5* Menü warten. Die Liste ist da ziemlich lang.

Und das alles wegen EUR 1-2 . Dürfte wohl einen Riesenaufschrei geben. Aber ich denke nicht das es so kommen wird.
 

peter42

Moderator
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09.03.2009
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Danke für die Verlinkung der Originalquelle.
DIW ist natürlich auch nicht neutral (ebenfalls gewerkschaftsnah, so wie Hans-Böckler-Stiftung auch).
Zwei Dinge, die mir bei kurzem Überfliegen aufgefallen sind:
1) 50% der Stichprobe sind Hartz-IV-Empfänger. Da wundert es nicht, daß das Ergebnis ist, daß darunter viele Mini-Jobber sind.
2) Die Stichprobe stammt aus 2014/2015. Das Mindestlohngesetz wurde aber erst zum 1.1.2015 eingeführt. Auch da wundert es nicht, daß "vielen der Mindestlohn vorenthalten" wird. :doh:
In der Studie ging es ja auch um Minijobber, das habe ich sogar im Radio mitbekommen.

Es steht auch explizit in der Studie, dass nur die Daten aus 2015 genommen wurden und die zunächst nicht unter den Mindestlohn fallenden Berufsgruppen nicht berücksichtigt wurden.

Und nochmal die Daten kommen kommen vom IAB.

Es werden dann die Löhne von 14 und 15 verglichen.
 
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Hape1962

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24.01.2011
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CGN
Flughafen Berlin Tegel/Schönefeld 98,6% FÜR STREIK

98,6% FÜR STREIK

Vom 28. Februar bis zum 2. März 2017 konnten die ver.di Mitglieder unter den etwa 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bodenverkehrsdienst in Berlin und Brandenburg entscheiden, ob sie bereit sind für einen neuen Vergütungstarifvertrag zu streiken.
Mit diesem Ergebnis habt ihr den Arbeitgebern eine Antwort gegeben, was ihr von ihrem selbsternannten „fairen Angebot“ haltet. Vorausgegangen sind insgesamt fünf Verhandlungsrunden über drei Monate und jeweils zwei Warnstreiks in Tegel und Schönefeld.
Damit ist der Weg für umfangreiche Streiks von euch geschaffen worden, um unsere Tarifforderungen mit Nachdruck durchzusetzen. Nun sind die Arbeitgeber aufgefordert, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Nur sie können jetzt noch Streiks an unseren Flughäfen abwenden, genauso wie sie die Verantwortung tragen, wenn wir wirklich streiken werden. Es ist die letzte Chance uns und unsere berechtigten Forderungen ernst zu nehmen. Wir haben entschieden, den Arbeitgebern eine letzte Chance bis zum 7. März 2017 einzuräumen. Danach können Streiks jederzeit beginnen.
Es ist keinesfalls das Ziel mit massiven Streiks wochenlang den Flugverkehr aus und nach Berlin lahm zu legen. Wir wollen endlich einen Vergütungstarifvertrag, der unsere Leistungen würdigt und unseren Qualifikationen gerecht wird.
An dieser Stelle auch mal von uns als Tarifkommission an euch: Vielen Dank für das Vertrauen und die Unterstützung, die ihr
uns als Tarifkommission gebt.

https://www.verdi-airport.de/1287
 

Langstrecke

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31.08.2013
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LEJ
Ich bin für eine gerechte Entlohnung und das Erkämpfen für diese, auch mit Streiks.
Aber bitte nicht heute, fangt morgen damit an,
denn ich bin auf dem Weg zum TXL und will noch fliegen.
(Ironieschalter aus)
 

Snappy

Erfahrenes Mitglied
23.07.2010
4.399
266
Bielefeld
Wir wollen endlich einen Vergütungstarifvertrag, der unsere Leistungen würdigt und unseren Qualifikationen gerecht wird.

War der nicht bekannt bevor man sich da beworben hat? Ich miete ja auch keinen Luxuswagen und gehe dann ein Tag später zur Autovermietung und sag das ich einen günstigeren Preis will, da ich ansonsten die Einfahrt zum Flughafenparkhaus blockiere. :rolleyes:
 
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odie

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30.05.2015
9.635
6.554
Z´Sdugärd
Beschwer dich doch bei den zuständigen. Was kostet es den paar % den Leuten "da unten" zu geben und was kostet ein Ausstand? Allein mal die Tatsache das der Lufthansa Pilotenstreik ein Vermögen gekostet hat...da hätte man jedem 50% Erhöhung geben können und würde immer noch sparen.

Wen nun ein Arbeiter sein Recht auf Streik warnimmt ist das nur eine Reaktion und keine Aktion. Schuld sind da durchaus andere. Oder um es mal mit den Worten von Robert Bosch zu sagen:
12573673_929928150432462_8469417126020037048_n.jpg

Und solange 0,002% Dividende wichtiger ist als die Gehälter der Mitarbeiter läuft eben was schief.
 

Langstrecke

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31.08.2013
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LEJ
Ein Streik fügt einer Volkswirtschaft massiven, langfristigen Schaden zu. Ob sich ein Land dies leisten kann? Wir werden sehen wie sich die deutsche Volkswirtschaft in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren entwickeln wird.
Erstens: Kontext nicht verstanden.
Zweitens: Diese Antwort ist eine der "dümmsten", die bisher hier geschrieben wurden.
...Grüsse aus KUL... (soviel zum Kontext)