Ein baltisches Abenteuer — Eine Rundreise

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travellersolo

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Vorwort

Kurz nach der Rückkehr aus Usbekistan musste ich schon wieder den Sommerurlaub planen. Und daraus ist eine Rundreise im Baltikum entstanden, letzten Winter war ich bereits in wenigen Teilen, dieses Mal sollte es noch in andere Ecken gehen.

Pfingstsonntag, 9. Juni 2019

Wer hat nochmal die Flüge gebucht? Warum fliege ich erst gegen Abend? Achja, das war dann wohl ich, wenn sich sonst kein freiwilliger meldet. Leider ist Kaunas von Deutschland aus schwer erreichbar, kein Billigflieger fliegt von hier direkt. Ich hatte Flüge mit LOT gebucht, die einzig vernünftige Anreise ab Hamburg und nur abends.
Gegen 16 Uhr fahre ich zum Hamburger Flughafen, etwas früh für den Check-In muss ich noch warten und gehe kurz einen Wrap essen. Bei LOT hat man als FTL wenigstens noch Freigepäck im billigsten Tarif, gegen halb 6 bin ich meine Reisetasche los und schnell durch die Siko auf dem Weg in die Lufthansa-Lounge.


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Nach vier halben Bier und ein paar Desserts gehe ich zum Gate C10 in den Keller. Erst zur Boardingzeit wird die Verspätung von 50 Minuten mitgeteilt. Zwischendurch gab es noch einen Aircraft-change auf die Q400, welch ein Spaß, Reihe 21 gibt’s dort nicht.

Irgendwann beginnt dann doch das Boarding und ich bekomme einen neuen Boarding Pass für 10A, immerhin auch ein Fenster. Der Flug ist nicht sonderlich gut gebucht, das sah im Check-In noch anders aus, als nur noch die letzte Reihe frei war. Durch die Auslastung von vielleicht 40% bleibt mein Nebensitz glücklicherweise frei. Beim Abflug gibt’s einen schönen Weitblick auf die Elbmündung, später auf den Lübecker Flughafen sowie Schwerin, bevor wird in einer dichten Wolkendecke verschwinden.

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Vor Warschau wird die Sicht wieder besser, sodass ich, auf der richtigen Seite sitzend, einen super Blick auf die Stadt und die zwei stadtnahen Flughäfen erhaschen kann.


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Mit dem Bus geht’s zum Terminal und für mich direkt in die LOT-Business Lounge bei Gate 25, somit ist der Weg zum Anschlussflug auch sehr kurz.


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Nachdem ich mich gestärkt habe beginnt das Boarding und mit einem weiteren Bus geht’s zur ehemaligen eurolot Q400, der Flug ist ausgebucht. Nach gut einer Stunde landen wir sicher in Kaunas. Der Flughafen wirkt verlassen. Mein Gepäck ist dank Prioritytag als erstes auf dem Band und mit dem Bus 29 geht’s in die Stadt.


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Gebucht hatte ich das ibis Kaunas Centre, im Superior Room wartet auf mich noch ein Begrüßungsbrownie bevor es ins Bett geht.


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travellersolo

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Pfingstmontag, 10. Juni 2019

Ich schlafe endlich mal wieder richtig aus, das Frühstück lasse ich kurzerhand ausfallen und gehe gegen Mittag in den Rimi-Supermarkt nebenan und hole mir etwas für unterwegs. Es ist bereits sehr heiß, wir haben knapp über 30°C. Mein erster Stopp heute ist die Insel Nemunas in der Memel. Nachdem ich im Schatten mit Blick auf’s Wasser gefrühstückt habe, geht’s in die Altstadt.

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Die Fußgängerzone des neueren Teils wird derzeit ausgebaut, ich komme am Museum für Blinde, welches sich in der Kirche des Erzengels Michael befindet, vorbei. Durch die Allee geht’s hinaus in die Altstadt, vorbei an der St. Peter und Paul Kathedrale und dem Stadtmuseum Kaunas’ im historischen Rathaus.


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auf der anderen Seite des Platzes befindet sich das Priesterseminar Kaunas

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Rückseite des hist. Rathauses

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Villa Kaunensis

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Neben der St. George Kirche geht der Blick auf die alte Burg von Kaunas über.

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Vom Kauno Pilis steht heute nur noch ein kleiner Teil des Mauerwerks und ein Turm. Unter einem Baum neben der Ritterstatue genieße ich die Ruhe und den Blick auf die Neris. Langsam kommt der Hunger und ich schaue wieder in Richtung der Hauptgasse zu den Restaurants hin.


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Das Pas Stanley gefällt mir ganz gut, es gibt Hühnchen in allen Variationen, dazu ein kühles, dunkles Volfas Engelman. Das Essen und Bier waren sehr
gut, bei einem zweiten lasse ich den Tag ausklingen, bevor ich zurück zum Hotel laufe.


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Im Hotel gibt's noch den Welcome Drink

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concordeuser

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01.11.2011
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Danke für Bericht und Fotos. War oft in Litauen aber noch nie in Kaunas. Daher gerne gelesen.

PS Was hast du für deinen Flug gezahlt?
 
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KvR

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05.11.2012
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Meine erste Reise ins Baltikum vor 7 Jahren ging nach Kaunas, mit dem Auto ab Berlin. Ich hatte damals auch das Ibis Hotel im voraus gebucht. Abends bin ich in Richtung Bahnhof spaziert und habe mich lange mit einer älteren, sympathischen Dame in einem Zeitungskiosk an der Straße zwischen Hotel und Bahnhof unterhalten. Sie hat hervorragend Englisch gesprochen und mir vieles über Kaunas und die bewegte Geschichte von Litauen erzählt. Die schönste Erinnerung an diese Reise.
 

Hene

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27.03.2013
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BER
Meine erste Reise ins Baltikum vor 7 Jahren ging nach Kaunas, mit dem Auto ab Berlin. Ich hatte damals auch das Ibis Hotel im voraus gebucht. Abends bin ich in Richtung Bahnhof spaziert und habe mich lange mit einer älteren, sympathischen Dame in einem Zeitungskiosk an der Straße zwischen Hotel und Bahnhof unterhalten. Sie hat hervorragend Englisch gesprochen und mir vieles über Kaunas und die bewegte Geschichte von Litauen erzählt. Die schönste Erinnerung an diese Reise.
Ich hoffe, die Dame hat dabei nicht die dunklen Seiten unterschlagen, die die litauische Geschichtsschreibung gern ignoriert.

Danke für den Bericht, lese sehr gern mit und habe registriert, dass halbe Biere zurückstellen Vergangenheit ist.
 

travellersolo

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16.09.2016
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Danke für Bericht und Fotos. War oft in Litauen aber noch nie in Kaunas. Daher gerne gelesen.

PS Was hast du für deinen Flug gezahlt?

ca. 3 Monate vorher gebucht 110€ in Light für den Oneway.

Meine erste Reise ins Baltikum vor 7 Jahren ging nach Kaunas, mit dem Auto ab Berlin. Ich hatte damals auch das Ibis Hotel im voraus gebucht. Abends bin ich in Richtung Bahnhof spaziert und habe mich lange mit einer älteren, sympathischen Dame in einem Zeitungskiosk an der Straße zwischen Hotel und Bahnhof unterhalten. Sie hat hervorragend Englisch gesprochen und mir vieles über Kaunas und die bewegte Geschichte von Litauen erzählt. Die schönste Erinnerung an diese Reise.

Ich bin Abends auch zum Bahnhof wollte eigentlich nach einer Zugverbindung schauen, aber der Bahnhof war komplett geschlossen und wegen einer Baustelle auf der Strecke fuhren auch keine Züge

Danke für den Bericht, lese sehr gern mit und habe registriert, dass halbe Biere zurückstellen Vergangenheit ist.

(y)
 

travellersolo

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Dienstag, 11. Juni 2019

Frühstück

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Für den heutigen Tag habe ich mir das IX. Fortas vorgenommen, mit dem Bus 23 geht’s raus aus der Stadt, nach einem kurzen Fußmarsch stehe ich auch schon vor der, vor dem ersten Weltkrieg errichteten, Verteidigungsanlage, die eine grausige Geschichte hinter sich hat. Tausende Juden wurden von den Nazis hierher verschleppt und brutal ermordet.


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Ich bleibe draußen. Stille steht über diesem Ort, weiter im Park ist ein Holocaust Mahnmal und viele Gedenktafeln.


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Bevor ich mich auf den Rückweg mache, schaue ich nach der besten Verbindung auf die andere Seite der Stadt. Mit dem Bus der Linie 35 geht’s zum Litauischen Luftfahrtmuseum, die Fahrt dauert knapp 50 Minuten, der Eintritt beträgt 3€.


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Im Innenbereich sind ein paar Ausstellungen über die Entstehung der Litauischen Luftfahrt und auch ein paar alte Bilder der Lufthansa Ju und Swissair DC-3 auf diesem Flugplatz, der bereits mehr als 100 Jahre alt ist. Im Außenbereich stehen eine An-24, eine polnische An-2 und ein paar andere Schönheiten.


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Kensgaila VK-9 (experimental), viel findet man nicht über sie, wen's interessiert kann mal hier rein schauen
https://www.secretprojects.co.uk/threads/little-known-lithuanian-aircraft.27404/


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Die Antonov An-2R "CCCP-70224" wurde am 17.7.1972 bei PZL Mielec in Polen gebaut
was used in the Lithuanian SSR branch of Aeroflot agricultural department. In 1987 transferred to DOSAAF and in 1989 to Kaunas Aviation Sport Club. Operated as LY-AGF until 1995 by the Vilnius Flying Club. Now restored and in the livery of the 23-Aug-1989 when she was flown (against the orders of the DOSAAF) to support 2 million people human-chain linking Vilnius and Tallinn, supporting the return to independence of the Baltic States.

Quelle: Antonov An-2R - Aviationmuseum


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Nach einer guten Stunde in dem kleinen Museum ziehe ich weiter zur knapp zwei Kilometer entfernten Standseilbahn von Aleksotas.


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Von hier gibt’s auch einen netten Ausblick über die Altstadt von Kaunas. Die Seilbahn ist die zweitälteste in Litauen, die älteste befindet sich ebenfalls in Kaunas, im Stadtteil Žaliakalnis. Die Fahrt dauert eine knappe Minute und überwindet 133m.


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Nach diesem doch recht anstrengenden und heißen Tag gehe ich erstmal ins Hotel, bevor ich am Abend wieder im Pas Stanley essen gehe.

Da ich leider kein Late Check-Out bekomme, plane ich den nächsten Tag nochmal etwas um, auch wegen der aktuellen Baustelle auf der Bahnlinie zwischen Kaunas und Vilnius.

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Das Essen war wieder sehr lecker und nach einer kleinen Runde über die Insel Nemunas gehe ich zurück zum Hotel.

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Bahnhof von Kaunas

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kingair9

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18.03.2009
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Unter TABUM und in BNJ
Schöne Bilder!

Was sind denn die „zwei Stadtnahen Flughäfen Warschaus“..? WAW kann ich ja nachvollziehen aber Modlin ist doch immerhin 40km vom Stadtzentrum entfernt. Was verpasse ich?
 

Hopper

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29.04.2010
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grounded
Man nehme reichlich Bier, ein paar Ostblockflugzeuge und garniere dies mit den Sehenswürdigkeiten der Orte, günstigen Flügen und Hotels und fertig ist der Tripreport von Traveller Solo... :D
 
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travellersolo

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"Bemowo airport sagt man dazu in Warschau, gemeint ist dieser kleine Flugplatz:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Warschau-Babice

exakt der war gemeint, das Handyfoto ist allerdings nichts geworden.

Man nehme reichlich Bier, ein paar Ostblockflugzeuge und garniere dies mit den Sehenswürdigkeiten der Orte, günstigen Flügen und Hotels und fertig ist der Tripreport von Traveller Solo... :D

haha, der Osten gefällt mir halt besser als der Westen :p
 
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travellersolo

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Mittwoch, 12. Juni 2019


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Nach dem Frühstück gehe ich in den Busbahnhof und kaufe mir ein Ticket nach Vilnius, mit dem Betreiber Kautra soll es um 12 Uhr in die Hauptstadt gehen, ich checke zeitnah aus und fahre gute anderthalb Stunden in die Hauptstadt.

Die Straßen sind leer, die Klimaanlage läuft bei diesen Temperaturen auf Hochtouren. Der Bus ist nicht voll. Die Fahrt endet am Busbahnhof von Vilnius, es ist nicht weit zum Bahnhof, wo ich erstmal mein Gepäck einschließe und mich langsam in die Innenstadt mache. Heute mal ganz entspannt ohne Bilder, lasse ich die Stadt im Sommer auf mich wirken, leider finde ich kein nettes Eiscafé, so gibt’s nur eine Kleinigkeit mit Salat und dann zurück zum Bahnhof.


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Das Railway-Museum hat auch dieses Mal geschlossen, ein paar Schönheiten sind aber auch gerade im Bahnhof. Eigentlich wollte ich mit dem Zug zum Flughafen, allerdings verpasse ich diesen knapp und muss mit dem Bus vorlieb nehmen. Nach gut zwanzig Minuten bin ich am Flughafen, der Check-In für den Nordica-Flug nach Tallinn hat bereits geöffnet, am Businessclass Schalter ist nichts los und so bin ich meine Tasche schnell los.

Durch die Kontrolle geht’s auch schnell und dann bin ich bereits in der Lounge auf ein kühles Bier. Es gibt die übliche Auswahl, außerdem Eis.

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Pünktlich zum Boarding gehe ich zum Gate A12. Mit dem Bus geht’s heute zur ATR 72-600. Endlich nicht weggetauscht.


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Foto für die ES-ATB (aufgenommen in HAJ)

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Die Maschine ist nicht ausgebucht, beim Check-In konnte ich noch 1F wählen. Beim Start, der leicht verspätet ist, gibt’s somit eine nette Aussicht auf den Airport, Vilnius und die Burgruine.


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Über Lettland liegt eine dichte Wolkendecke, die sich vor Tallinn wieder lichtet. Es gibt noch einen schönen Anflug über den See bevor wir sanft zum stehen kommen. Mit dem Bus geht’s direkt in die Ankunftshalle und zeitnah ist das Gepäck da. Mit der Tram der Linie 4 geht’s ein paar Stationen und einen kleinen Fußmarsch zu meinem Hostel. Zeitig geht’s ins Bett.


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travellersolo

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Donnerstag, 13. Juni 2019

Nächstes Mal gibt’s ein Hotel. Die Nacht war nicht die tollste und so bin ich bereits um viertel vor fünf wach. Gute Anderthalbstunden bevor ich aufstehen wollte. Ich vertreibe mir die Zeit noch mit YouTube und Musik bevor ich ins Bad gehe. Gegen Viertel nach sieben verlasse ich das Hostel und fahre zurück zum Flughafen mit der Linie 4. Pünktlich zum Check-In eine Stunde vor Abflug gebe ich mein Gepäck ab. Am Limit. An der Kontrolle ist nichts los, und schwups bin ich in der Lounge zum Frühstücken.


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Boarding ist um 8:25 an Gate 1. Mit dem Bus und 15 Mitfliegern geht’s zur Jetstream. Ich konnte es einfach nicht lassen und habe mal wieder auf Transaviabaltika gesetzt. Wie im Winter geht’s heute auch wieder nach Kuressaare auf Saaremaa.

Frühstück in der Lounge

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Heute sitze ich in Reihe 1 links, direkt neben der Musikmaschine. Wir rollen pünktlich los. Nachdem wir noch kurz auf einen startenden Airbus warten mussten, sind wir auch dran, es geht schnell, noch eine Rechtskurve und wir machen uns durch die Wolkendecke. Auf dem Festland ist heute Regen angesagt.


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Der Flug geht leider wieder viel zu schnell vorbei, die Landung ist dafür umso schöner, wenn es richtig wackelt. Wir kommen schnell zum Stehen und rollen zum kleinen Terminal. Noch ein Bild und schon kommt auch das Gepäck auf dem kleinen Band an.


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Der Bus ist leider schon weg gewesen, bevor die Maschine gelandet ist. Ich warte noch den Start ab und gehe dann zu Fuß in die Stadt. Vorbei an der Burg, verweile ich noch im Park, bevor ich mein Gepäck am Hostel abgebe.


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Ich gehe wieder ins Café aus dem letzten Jahr etwas essen und die Zeit vertreiben. Die Tagesplanung ist durch das unvorhersehbare Wetter etwas durchkreuzt. Nach dem ich gegessen habe, kann ich nun endlich auch ins Hostel einchecken, dieses Mal bleibe ich eine Nacht auf Saaremaa im Telegraf im DZ. Vor Ort miete ich direkt noch ein Rad, mein ursprüngliches Ziel die Kaali-Krater sind mir bei der ungewissen Wetterlage etwas zu weit entfernt und so entscheide ich mich einfach Kuressaare etwas mehr zu erkunden und mal zu umrunden.


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Bevor ich allerdings am Flugplatz vorbei Richtung Hafen/Roomassaare komme, beginnt es in der Ferne zu gewittern und während ich mich auf den Weg zurück zum Hostel mache, bin ich schon beim Stadion pitschnass. Ich kann mich gerade noch so unterstellen und den Regen ein wenig abwarten, bevor ich mich an das letzte Stück mache.



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Am Abend klart es wieder auf und ich gehe in die Stadt ins Restaurant. Das BBQ-Grill fand ich ganz interessant in einer alten Feuerwehr gelegen und so gibt’s hier lokales Bier und ein Schnitzel vom Schwein mit Pommes. Es fällt etwas klein aus.


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Must Nunn

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A.Le Coq

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Zurück im Hostel geht’s direkt ins Bett, meine Sachen sind inzwischen auch wieder trocken.


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concordeuser

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Danke für die Fortsetzung. So ein Ausflug auf "die Insel" mit so einem Gerät ist toll. :D
Habe im Oktober fast einen ganzen Tag in Tallin beim Umsteigen, freue mich nach deinem Bericht darauf.
 

travellersolo

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Danke für die Fortsetzung. So ein Ausflug auf "die Insel" mit so einem Gerät ist toll. :D
Habe im Oktober fast einen ganzen Tag in Tallin beim Umsteigen, freue mich nach deinem Bericht darauf.

Tallinn ist auch eine schöne Stadt, schau dazu mal in den Winterbericht ;).

Die Flüge werden wohl noch einige Zeit mit der Jetstream bedient, buchbar ist das Ganze hier https://sll.flights/en/
 

travellersolo

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Freitag, 14. Juni 2019

Den Wecker zu stellen war überflüssig, ich bin bereits gegen fünf in der Früh hellwach. Nach einer Stunde am Handy spielen kann ich auch aufstehen und mich fertig machen. Gegen Viertel vor Acht verlasse ich das Hostel und schreibe noch eine Nachricht bzgl. des Schlüssels und mach mich auf zur nächsten Bushaltestelle. Es kommt ein Bus, der die Station aber nicht anfuhr. Ich entscheide mich aufgrund der doch recht langen Zeitspanne bis zum Abflug dafür, die drei Kilometer zu laufen. #ITläuft so das Motto.


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Nach einer guten halben Stunde bin ich am Ziel und kann direkt meine Reisetasche abgeben. Es gibt ein handgeschriebenes Ticket. Die Security macht erst kurz vor der Ankunft der Jetstream 32 auf. Der heutige Frühflug in die Hauptstadt sieht ausgebucht aus.

Mit einer geringen Verspätung landet unsere alte Lady auch. Im Free-Seating entscheide ich mich für den Gangplatz direkt hinter dem Cockpit, wo man vorne alles gut beobachten kann. Der Start ist sehr angenehm. Zwischendurch werden wir ein wenig vom Wind geschüttelt und dann setzen wir auch schon zur Landung in Tallinn an.


Es war mal wieder ein sehr cooler Flug. Nachdem wir mit dem Bus in der Gepäckhalle abgesetzt worden, kommt meine Tasche auch sehr zeitig.

Durch den grünen Ausgang geht’s zum Schalter von Air Baltic, wo ich mein Gepäck direkt wieder einchecke. Die Security ist nach dem TK-Flug wieder leer und ich bin auf dem kürzesten Weg in die Airport-Business Lounge.


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Eine Kleinigkeit essen, etwas Instagram machen und dann geht’s auch schon zum Gate. Meine heutige 737-300 YL-BBR ist leicht verspätet und gut gebucht. Im Los habe ich einen Gangplatz recht weit hinten erhalten, während des Fluges lese ich entspannt.

Mir fällt gerade auf, ich habe gar kein Bild gemacht :eek: aber ihr wisst ja wie eine 733 der BT ausschaut :p

Im Café in Kuressaare hatte ich mir für heute noch einen Mietwagen gebucht, da mein Plan mit den Bussen durch’s Land zu fahren etwas ins Leere ging, als sich diese nicht buchen ließen bei Veröffentlichung der Fahrpläne und auch keiner auf Mails oder Anrufe reagierte.

Der Flug war recht angenehm, die angekündigten Turbolenzen, wegen welcher der Verkauf eingestellt wurde, waren überhaupt keine. Aber Sicherheit geht natürlich immer vor. Ob sich der Verkauf auf der Strecke überhaupt lohnt ist natürlich auch eine Frage.

Mit der entsprechenden Verspätung landeten wir um 14:45 in Riga, gegen kurz nach drei war das Gepäck auch schon da, für eine 737 waren doch recht wenige Gepäckstücke auf dem Band. Beim Verlassen der Gepäckhalle habe ich noch beim Vermieter angerufen bzgl. des Shuttles zum Mietwagen. Nach zehn Minuten war jenes auch schon da. Ich hatte bei PrimeCarRent einen Kleinwagen für die nächsten drei Tage ohne Kilometerbeschränkung gemietet. Erhalten habe ich einen Skoda Fabia mit knapp 1.000km auf der Uhr.

Nach einem kurzen Rundgang ohne Schäden geht’s schon auf die Straße nach Riga, der Verkehr ist ein grauen, muss ich doch leider durch die Stadt durch, ein Stück fahre ich auf der A2 (nein, es ist keine Autobahn) und vor den Baustellen verlasse ich diese wieder und fahre die nächsten 225km über Land.


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Vor mir liegt eine schöne Landschaft, von Wiesen über Felder und Wälder, zwischendurch kommt mal ein Dorf und das ein oder andere verlassene Haus in Form einer Ruine. Auch an vielen Seen komme ich vorbei, die Straßen sind teilweise sehr schlecht oder gar nicht als richtige Straße auszumachen.


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Keine Seltenheit dort.

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Zwischendurch muss ich doch mal an einem minitop! anhalten und mir was zu essen und trinken kaufen, selbst hier im tiefsten Inland nimmt man Kreditkarte.

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Störche gibt es etliche unterwegs

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Zwischendurch halte ich noch einmal zum Tanken (1,32€/L).
Nach rund viereinhalb Stunden bin ich an meinem Tagesziel angekommen und checke im Hotel Gulbene ein.


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Das gebuchte Doppelzimmer stellt sich als Twin raus. Naja egal, ich will auch nur schlafen und sonst nichts hier...
 

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Samstag, 15. Juni 2019

Ich konnte lang ausschlafen und mache mich kurz vor zwölf zum Check-out und mit dem Auto in Richtung Bahnhof auf. Das Auto lasse ich dort stehen und mache mich mit Rucksack und Kamera bewaffnet auf den Weg zu den Gleisen.


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Auf der rechten das Bahnhofsgebäude, auf der linken ein paar Wagen, die schon etwas älter aussehen. Ich gehe mal über den "Steg", der über die Gleise führt. Auf der anderen Seite steht eine atemberaubende Dampflok Sowjetischer Bauart mit einem Wagen als Art Museumszug. Eingesetzt wird dieser vermutlich nicht mehr. Auf dieser Seite befinden sich noch zwei Lokschuppen und eine Drehscheibe, an der Seite rostet ein Wagen vor sich hin.


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Die heutige Zugmaschine ist schon aus dem Schuppen gezogen worden und kommt gerade langsam zurück zu den anderen Wagen, ich mache mich auf den Weg dorthin, um noch ein paar Bilder vor der Abfahrt zu bekommen.


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Kaum sind die Wagen angehängt rollt sie auch schon vor auf das kleine Gleis am Gebäude. Mit der Schmalspurdamplok „Ferdinand“ aus dem Karl-Marx-Lokomotivbau zu Potsdam-Babelsberg geht es heute auf der 33km langen Strecke nach Aluksne und zurück.

1. Klasse

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2. Klasse

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Wir fahren durch die Natur und halten ein paar Mal unterwegs, voll sind die Wagen jedoch nicht. Ein paar deutsche Bahnspotter verfolgen die Bahn, wie ich später mitbekommen habe. Unterwegs halten wir einmal um Wasser aufzufüllen, währenddessen kann der Zug verlassen werden. Ich nutze die Chance für ein paar Bilder.


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Bis zum Ziel ist es nicht mehr weit, achja kurz nach Abfahrt kam der Schaffner und verkaufte die Tickets, oneway kostet 5€ und return gibt es nicht, dafür ein 5-Trip Ticket mit einer Gültigkeit von 3 Monaten für 9€.


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In Aluksne haben wir einen Stopp von gut 30 Minuten, die Dampflok wird abgekoppelt und hinten wieder dran gehängt. Leider gibt’s keine Drehscheibe, und so wird rückwärts gezogen.


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Ich hab noch Zeit, um mir im Kiosk ein Eis zu kaufen, bevor es wieder zurück nach Gulbene geht. Nach der Ankunft mache ich noch einige Bilder bevor es mit dem Auto weiter geht. Ich habe noch gut 140km bis zur nächsten Unterkunft vor mir.

Der Schmalspur-Dieselzug, der sonst auf der Strecke unterwegs ist

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Ich hab erst nicht verstanden, was man von mir wollte, als man mich wegschickte...aber dann kam das (und genau da saß ich:eek:)

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Zurück auf der Straße...Die Strecke ist nicht besser als die Vorherige ausgebaut und so brauche ich dank etlicher Baustellen gut zweieinhalb Stunden. Unterwegs halte ich einmal kurz bei einer netten Kirche an und nutzte das örtliche Plumpsklo.


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So ging es über etliche Kilometer

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In Sigulda schlafe ich heute im Hostel Livonija, es ist mehr ein B&B als ein Hostel, denn es sind Einzel bzw. Doppel/Dreibettzimmer.
(Vorne Links Hotel, hinten rechts Hostel)

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Ich habe noch Frühstück dazu gebucht und gefragt, wo ich um diese Zeit noch was nettes zu essen bekomme. Und so mache ich mich direkt nachdem die Sachen im Zimmer verstaut sind, auf dem Weg in ein nahes Restaurant.


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Die Karte ist interessant und so entscheide ich mich für den Hirsch-Burger und ein Bier. Es war sehr lecker, mal was ganz anderes. Nach dem Essen geht’s direkt ins Bett.


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Sonntag, 16. Juni 2019

Gegen 9 Uhr geht’s zum Frühstück, es gibt ein nettes Buffet.



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In der Ferne oberhalb der Brücke über die Gauja sehe ich bereits das Gut Krimulda.

Danach geht’s mit dem Auto direkt nach Turaida, auf dem großen Parkplatz musste ich noch ein Ticket für 1,50€ lösen, bevor es durch das Kassenhäuschen (6€ Eintritt) zur Burg von Turaida ging. Es ist recht wenig los und so stürme ich zunächst den Turm und genieße oben die Aussicht auf die weite Landschaft. Im noch stehenden Hauptteil der Burg ist heute ein Museum auf drei Ebenen.


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Blick in den Park

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Blick ins Museum

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Ich genieße die Zeit noch ein wenig und schaue auch die anderen Räumlichkeiten an, bevor ich noch einen Rundgang Außenrum mache.


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Danach geht’s nochmal durch das Museumsreservat, wobei an einer lettischen Kirche zum Teich, ein paar Bilder später stehe ich mit einem Kaffee am Auto.

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Das nächste Ziel ist die Seilbahnstation von Krimulda. Zwischen Sigulda und Krimulda verkehrt die einzige Seilbahn in Lettland. Die höchste Stelle ist ca. 43m hoch, man kann übrigens auch rausspringen, abends wenn der touristische Betrieb abgeschlossen ist.

Für mich geht’s nach einem kurzen Stopp an einer Hausruine zur Burgruine von Krimulda. Es ist echt unvorstellbar, wie groß die Burg doch einmal war, da nur noch die Grundmauern und eine Wand stehen.


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Es gibt noch eine Treppe...

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Von hier aus hat man auch noch Aussicht auf die Burg von Turaida.


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Mit dem Auto geht’s nochmal an einem verlassen Gut vorbei und über eine Schotterpiste in den Wald. War off-road eigentlich mit dem Mietwagen erlaubt?
Mein Ziel ist ein Waldparkplatz, den Google nicht kennt. Hoffentlich kommt jetzt keiner entgegen, der Weg ist eng und es geht steil bergab.


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Nach etwa 4km erreiche ich ihn doch noch, stelle den Wagen ab und mache mich mit Rucksack auf in den Wald. Eine Treppe führt nach unten. Am Ende ist die Steilwand, gut sieht man von hier aus nicht, da man praktisch drauf steht. Ich gehe zunächst nach links in Richtung des Moors. Über Stege behält man meist trockene Füße, das Wetter ist gut, nicht zu warm aber auch nicht zu kalt.


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Nach einiger Zeit komme ich zu einer Höhle, Maza Velnana oder der kleine Teufel. Die Höhle soll um 10 Meter tief sein.

Die Höhle ist seit dem späten 19. Jahrhundert bekannt, aber der Name des kleinen Teufels wurde erst in den 1950er Jahren zum ersten Mal erwähnt. 1977 nahm der Archäologe Juris Urtāns Bier in die Liste der Kulthöhlen auf. (per google Übersetzer)

In den Wänden sind etliche Zeichen eingekratzt, teilweise Jahreszahlen, teilweise Sprüche. Nach ein paar Minuten in dieser Ecke drehe ich um und mache mich auf den Rückweg, bzw. weiter zur Brücke.


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Da es anfängt zu regnen mache ich nur von der Brücke Fotos der Steilwand und mich dann auf den Rückweg zum Auto. Die Große Teufelshöhle ist nicht zugänglich, sie befindet sich an der Steilwand.

Velnala-40 m lange Höhle, künstlich gestreckt. Schwer zugänglich wegen des Beginns des Felsens in der Mitte acht Meter über der Gauja. Die Höhle in der Decke überlebte sechs Löcher, die bis zu 2 m tief sind, 10-15 cm im Durchmesser -"Teufel Schornsteine". Bis 1992 war die Höhle 10,7 m lang, Deckenhöhe 2,5 m, maximale Breite 5,6 m, Höhlenquadrat 45 m2, Volumen 70 m3. 1992 wurde die Höhle gereinigt und gegraben, wurde 40 m lang, 9 m breit, 4,8 m hoch (Messungen von Ansa Opmanis). Die Höhle wurde von der "Weißen Bruderschaft" auf der Suche nach einer Höhle ihres begrabenen "Tempels" erweitert. In der Vergangenheit ging der Weg zur Höhle über seine Decke, wo ihre Dicke nicht mehr als 1 Meter beträgt. Nun, die Annäherung der Brücke paart sich nach Gaujai, aber es gibt keine Höhle. Die Höhle entwickelte sich weiter, denn vor 10.000 Jahren ist die seitliche Erosion des Flusses und der Betrieb der Quelle verschwunden. Intensive Höhlenbildung könnte vor 5000 Jahren enden.
<Übersetzer>

Wieder geht’s durch den Wald und zurück nach Sigulda, ich bekomme etwas Hunger und nehme beim Elvi ein paar Bananen und Wasser mit. Der restliche Tag ist bis zum Abend sehr verregnet. Im Zimmer mache ich noch einen großen Teil der Reisekostenabrechnung fertig, man will ja wissen, was man so im Jahr für die großen Reisen ausgibt.

Abends gehe ich wieder ins Restaurant vom Vortag, denn es hat mir dort gefallen und geschmeckt. Leider ist es auch mein letzter Abend in Lettland. Heute gibt’s das Hühnchen-Filet auf saisonalen Gemüse, dazu ein (zwei) dunkles Bier und zum Abschluss noch das Schokoladen-Panna-Cotta mit Erdbeeren. Mit zwei Bier und Nachtisch sind 22€ vollkommen in Ordnung, ich gebe noch Trinkgeld und verabschiede mich.


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Dann geht’s auch schon ins Bett.
 

travellersolo

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Montag, 17. Juni 2019

Früh klingelt der Wecker, nachdem ich mich fertig gemacht habe, geht’s zum Frühstück. Das Buffet ist wie am Vortag auch gut eingedeckt. Nach dem Frühstück packe ich noch meine Sachen zusammen und bringe sie ins Auto, ehe ich mich für den schönen Aufenthalt bedanke und „auschecke“.

Da es heute noch mit dem Flieger weiter geht, mache ich einen kleinen Umweg auf der Rückfahrt. So geht es zunächst nach Saulkrasti zum Strand. Unterwegs treffe ich immer mal wieder auf Storche, bei einem Nest halte ich nochmal und nehme den Nachwuchs auf.


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Von Sigulda brauchte ich gute 40 Minuten bis zur Küste. Leider ist das Wetter heute nicht so gut, so mache ich mich also nach wenigen Bildern weiter.


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Google Maps ist ein ziemlicher Saftladen hier, die Routen sind teilweise nicht als Straße erkennbar. So werde ich falsch aus dem Kreisel gejagt und darf wieder durch einen Feldweg fahren, bevor ich auf die richtige Straße komme. Scheinbar wird diese „Straße“ auch von anderen genutzt, um abzukürzen, man könnte meinen, ich sei betrunken, so wie man teilweise den Schlaglöchern ausweichen muss. Wie war das nochmal mit Offroad?

Irgendwann habe ich es dann auch durch dieses Chaos geschafft und befinde mich auf der A8 Richtung Flughafen. Das Wetter hat inzwischen zu starkem Regen umgeschlagen. Anderthalb Stunden vor Mietende gebe ich das Auto mit einem Achtel mehr im Tank als vereinbart ab. Ich hasse diese Regeln, wenn es nicht FF ist. Immerhin keine Schäden, auch nicht vom Vogel, der auf die Scheibe gefallen ist.

Mit dem Shuttle geht’s dann direkt zum Flughafen. Aufgrund des schlechten Wetters kann ich heute wieder nicht ins Aviation Museum von Riga hier am Flughafen. Irgendwann schaffe ich das sicherlich noch…


Am airBaltic Schalter gebe ich meine Reisetasche ab und bekomme doch tatsächlich noch zwei Boarding-Pässe ausgestellt, ganz ohne Nachfrage.

Die Kontrolle geht fix und so sitze ich auch direkt in der Primeclass Lounge mit einem netten Ausblick auf A220, 737 von airBaltic und eine A320neo der Uzbekistan Airways.


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Es gibt eine ganz gute Auswahl an Speisen und Getränken. Pünktlich zum Boarding breche ich wieder auf zum Gate. Auch hier werden wieder etliche Koffer kontrolliert und nachgelabelt. Der Mist bleibt mir Glücklicherweise mit dem kleinen Rucksack erspart und so komme ich recht schnell in die 737-300 YL-BBI. Für den heutigen Flug in den Norden habe ich mir 22F gebucht, da es inzwischen aufgeklart ist, freue ich mich auf eine nette Aussicht auf Lettland.


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Die Maschine scheint ausgebucht zu sein, wir heben leicht verspätet ab und ich werde mit einer sehr schönen Aussicht auf Riga nicht enttäuscht.


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Nach gut einer Stunde landen wir wieder in Tallinn. Das Gepäck wird zum Glück durchgecheckt und so gehe ich direkt in die Business Lounge hoch.


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Es gibt die übliche Auswahl, es ist auch wieder recht voll und so gibt’s erstmal nur einen Gemüseeintopf und ein Bier. Später dann noch ein paar Kleinigkeiten und ich probiere ich einen anderen Gin aus.


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Nach einer Weile geht’s auch schon zum Anschlussflug in einer Q400 nach Vilnius, die Maschine ist nicht ausgebucht und so rücke ich an’s Fenster. In Vilnius landen wir mit etwas Verspätung. Die Sachen sind schnell da und mit dem Bus und zu Fuß geht’s zum Hotel.

Ich hole mir noch ein Bier an der Bar bevor es ins Bett geht.

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