Frankreich ohne Sprachkenntnisse?

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frontloop

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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0
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Hi,

vielleicht eine doofe Frage, aber über die Franzosen sagt man ja so einiges:
Wie ist es denn mit einem Frankreichurlaub (also z.B. Nizza/Marseille), wenn die Französischkenntnisse doch sehr rudimentär sind?
Also zum einen: Wie kommt man in den Städten zurecht?
Und zum anderen: Ist man völlig verloren, wenn man z.B. mit dem Auto in eins der (kleineren) Weingüter der Provence fährt?
 

delpiero223

Erfahrenes Mitglied
30.11.2011
1.475
116
RLG
kreuzundpeer.de
Wie ist es denn mit einem Frankreichurlaub (also z.B. Nizza/Marseille), wenn die Französischkenntnisse doch sehr rudimentär sind?
Also zum einen: Wie kommt man in den Städten zurecht?

Als ich damals in Nizza war, hat die Grundverständigung ganz gut geklappt obwohl ich kein Wort Französisch konnte. In der Innenstadt hatte ich einmal Hilfe zur Orientierung gebraucht und ein junger Mann konnte mir auf Englisch sofort weiterhelfen. Gefühlt läuft es mit dem Englisch dort besser als in anderen Teilen Frankreichs.

Vor allem ältere Personen blocken allerdings dennoch sofort ab, wenn man auf Englisch fragt. Mir wurde in der Flughafengegend das Smartphone geklaut (an der Bushaltestelle direkt aus der Hand gerissen) und ohne Sprachkenntnisse steht man dann erstmal ganz schön blöd dar. Bei der Frage nach "Police" zeigen die meisten wenigstens in die richtige Richtung, aber das war es dann auch schon mit der Hilfe.
 

pierce

Erfahrenes Mitglied
06.10.2011
6.639
418
Rheinland-Pfalz
Auch meine Erfahrung , auch wenn die Franzosen aus Nationalstolz nix anderes wollen können sie es aber.
Ganz schlimm meiner Erfahrung nach aber in Spanien. Da können sie es nichtmal.
 

berlinet

Erfahrenes Mitglied
21.07.2015
4.039
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Ich finde, das hat sich in den letzten 10/15 Jahren radikal geändert in Frankreich. Aus den 90ern kenne ich das auch noch, aber in den letzten Jahren wechselten alle sofort ins Englische. Ich kramte vor Kurzem mein Französisch aus, weil ich einen älteren Herrn nach einem U-Bahn-Eingang fragte. Der war so gerührt, dass ich es auf Französisch versuchte, dass es mir schon peinlich war.
 

Hauptmann Fuchs

Erfahrenes Mitglied
06.04.2011
3.407
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GRQ
Ich finde, das hat sich in den letzten 10/15 Jahren radikal geändert in Frankreich. Aus den 90ern kenne ich das auch noch, aber in den letzten Jahren wechselten alle sofort ins Englische.

So erlebe ich es auch: mein Französisch wird oft mit Englisch gekontert. Die erste paar Sätze klinge ich wie ein sale Boche für einen Franzosen, also nichts mit Niederländer-Bonus!
 
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honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
1
provence Weingüter: No Problem. Die wollen verkaufen. Die großen und mittleren sprechen englisch
die kleinen und kleinsten mit Händen und Füssen und sehr willig.

eigene Erfahrungen

Städte cote Azur soso... kommt aber gut durch

und ich kann kein französisch nur die üblichen Floskeln.
 

malone

Erfahrenes Mitglied
11.05.2015
862
15
Wenn man sich etwas Mühe gibt, und ein paar Höflichkeiten in der Landessprache von sich gibt, ist alles recht entspannt.

Man trifft allerdings immer wieder Leute, die können definitiv nur französisch und sonst nix (auch jüngere)
 
Zuletzt bearbeitet:

kingair9

Megaposter
18.03.2009
22.362
712
Unter TABUM und in BNJ
Ich spreche französisch nahezu auf Muttersprachler-Niveau und kenne das Land imho recht gut. Was man mal deutlich sagen muss: Es liegt NICHT daran, dass die Franzosen nicht wollen. Es ist das Schulsystem, die meisten können einfach nicht - so sehr sie auch bedauern und gerne können würden...
 
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Marty McFlight

Erfahrenes Mitglied
14.09.2016
259
11
Ich verstehe Französisch sehr gut, spreche es aber nur leidlich. Meine Erfahrung aus vielen yurlauben ist, dass man nur nicht wie selbstverständlich voraussetzen sollte, dass man mit Englisch durchkommt.
Geht man erstmal mit ein paar Brocken Französisch auf die Leute zu, läuft es wie von selbst. Habe aber schon beobachtet, wie Touris vor mit mit Englisch komplett aufgelaufen sind, während der Gegenüber komplett auftaute, als er merkte, wir versuchen es in seiner Muttersprache.
Fazit: wenn man mit Einheimischen in Kontakt kommt, braucht man ein paar Brocken Französisch. Ist meine Erfahrung.
 

Brainpool

Erfahrenes Mitglied
15.03.2014
2.801
118
Fahr mal in Deutschland ins "Hinterland" und sprech mal einfach Leute auf Englisch an.... also wirklich.
Da Englisch in Deutschland Pflichtfach ist sehe ich da kein allzu großes Problem drin.
Eher ist es für den angesprochenen Dorfbewohner ungewohnt das ihn jemand auf englisch anspricht und daher mit Scharm und Lampenfieber verbunden auch englisch zu antworten.
 
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PAXfips

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15.12.2016
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Mit Schirm, Scharm und Lampenfieber? :)

Was so das Thema Pflichtfach angeht.. fuer ein "there behind, left" wird es reichen ;).
 
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SQ325

Erfahrenes Mitglied
11.10.2011
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Frankreich ist besser als sein Ruf. Ich spreche kein Franzoesisch und bin bisher eigentlich immer gut durchgekommen. In den Touristengebieten am Mittelmeer wird in der Zwischenzeit Englisch i.d.R. verstanden. Einzig Speisekarten sind nachwievor haeufig nur in franzoesisch verfuegbar.


Fahr mal in Deutschland ins "Hinterland" und sprech mal einfach Leute auf Englisch an.... also wirklich.

So weit muss man dafuer nicht fahren, versuchs mal im Supermarkt einer beliebigen Grosstadt in Deutschland.
 

Brainpool

Erfahrenes Mitglied
15.03.2014
2.801
118
So weit muss man dafuer nicht fahren, versuchs mal im Supermarkt einer beliebigen Grosstadt in Deutschland.

Letztes Jahr hatte ich die kanadische Verwandtschaft hier zu Besuch, wir also ins nächste Dorf zum Pizza Bäcker.
Die dortige Angestellte hat die Speisekarte in einwandfreiem Englisch erklärt, ein paar besondere Zutaten / Gerichte machten ein Nachdenken erforderlich, hat aber geklappt.
Die Bedienung war übrigens deutscher Abstammung.
Ich denke mal das die Allgemeinbildung in Deutschland doch schon ein rechte hohes Niveau erreicht hat. Auch wenn man es nicht immer gleich erwartet.
Zumindestens sind wir in der Lage die PISA Studie zu lesen
 

SQ325

Erfahrenes Mitglied
11.10.2011
3.227
4
SIN
Letztes Jahr hatte ich die kanadische Verwandtschaft hier zu Besuch, wir also ins nächste Dorf zum Pizza Bäcker.
Die dortige Angestellte hat die Speisekarte in einwandfreiem Englisch erklärt, ein paar besondere Zutaten / Gerichte machten ein Nachdenken erforderlich, hat aber geklappt.

Ich habe da sehr haeufig andere Erfahrungen gemacht.
 
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hopstore

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22.04.2012
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ich finde es unproblematisch. Waren zwei mal in der Provence. Ohne französische Sprachkenntnisse. So lange man mit Bonjour anfängt, dann nett und freundlich ist, kommt man meist komplett mit englisch weiter. Habe - trotz bekannter Vorurteile - zumindest in der Provence keine Probleme gehabt. Irgendeinen der englisch spricht, gibts immer.

Für ganz hartnäckige Fälle, hilft der offline/online-Translator. Für Speisekarten die Bilderkennung, die selbst mit google Translator halbwegs akzeptabel läuft.
Ich würde mir da keinen Kopf vertieft drüber machen. Dafür ist das Stück Erde da einfach viel zu schön, um es wegen fehlender Sprachkenntnisse auszulassen ...
 
Zuletzt bearbeitet:

TheDude666

Erfahrenes Mitglied
02.05.2012
2.250
182
ARN
Da Englisch in Deutschland Pflichtfach ist sehe ich da kein allzu großes Problem drin.
Eher ist es für den angesprochenen Dorfbewohner ungewohnt das ihn jemand auf englisch anspricht und daher mit Scharm und Lampenfieber verbunden auch englisch zu antworten.
Die Realität sieht aber anders aus. Nahezu alle im Alter um die 30, die in Deutschland min. 5 Jahre Englischunterricht hatten, können keine Konversation in Englisch führen. Selbst Smalltalk ist grenzwertig. Und jetzt kommt`s: Selbst Studienabsolventen scheuen sich enorm, wenn Sie es beruflich nie brauchten. Ist immer wieder peinlich wenn nicht mal der Versuch gewagt wird eine Konversation zu führen. Beobachtung: Persönliche Erfahrung, da meiner Frau (noch) kein deutsch spricht.
In Düsseldorf dagegen sieht es besser aus, aber im Umland darum.... übel...
 

berlinet

Erfahrenes Mitglied
21.07.2015
4.039
793
können keine Konversation in Englisch führen. Selbst Smalltalk ist grenzwertig
Aber hier geht es doch weniger um Smalltalk sondern darum, ob man als Tourist Essen bestellen, nach dem Weg fragen usw. kann. Dafür muss das Gegenüber über mehr passives als aktives Sprachwissen verfügen, also verstehen, was die Frage ist. Die Antwort darf dann ja gebrochen sein und mit Gesten unterstützt.

Nicht umsonst sind es eher kleine Länder, die bei Fremdsprachen gut abschneiden. Die sind schlicht mehr darauf angewiesen, weil ihre eigene Sprache nicht sehr verbreitet ist.
 

Brainpool

Erfahrenes Mitglied
15.03.2014
2.801
118
Meine eigenen Erfahrungen zum Thema Englisch.
Unterricht in der Hauptschule 10b Abschluß
Englisch Lehrer war Berufsalki ohne Durchsetzungsvermögen.
Bei ihm im Unterricht war immer HighLife angesagt, ihm wurde sogar schon bei einer wilden Verfolgungsjagd im Klassenraum der Stuhl unter dem Hintern weggezogen (unabsichtlich:eek:) und der arme Pauker lag wie ein Maikäfer auf dem Rücken.
Dieser Lehrer hat uns von der 5-10 Klasse in Sachen Englisch unterrichtet.
Da kann man sich schon vorstellen das es nicht so berauschend gelaufen ist.
Dann kam der erste Auslandsurlaub nach Dänemark, zusammen mit 2 Realschulabsolventen.
Wer musste in der Tanke die Spritrechnung bezahlen und sonstige Verhandlungen auf Englisch führen... Der Hauptschüler (Ich)
Danach habe ich dann 25 Jahre kein Wort Englisch gesprochen, selbst bei einer Bekannten die einen Engländer geheiratet hat und der englische Besuch vor Ort war, habe ich mich gedrückt und mir übersetzen lassen.
Dann kam die erste chinesische Studentin ins Haus und man musste (sie lernte Deutsch) die Unterhaltung mit Englisch unterstützen.
Danach folgte dann meine (Ex)Verlobte mit der man sich komplett auf Englisch unterhalten hat sowie diverse Fernreisen nach China, Australien, Kanada und USA.
Von einigen Holpersteinen im Anfang, als man noch das eine oder andere Wort im Wörterbuch nachschlagen musste, klappt es jetzt "Frei Schnautze"
nicht unbedingt Fehlerfrei, aber selbst Native English Speaker understand me...
Über solche Feinheiten wie Verben in allen möglichen Zeitformen schweige ich dezent, mir reicht die Gegenwart:censored:

Wenn man nicht gefordert wird obsiegt ganz einfach die Faulheit
 
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