Klauen im Supermarkt

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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Im gewissen Maß ist das so (wobei es in sehr vielen Branchen aufgrund des Wettbewerbdrucks heute nicht mehr möglich ist),

Da Ladendiebstahl ein branchenweites Problem ist, ist es auch branchenweit eingepreist - den auch der Wettbewerb muss sich der Realität stellen.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.148
5.888
Z´Sdugärd
Auch wenn es mich eigentlich nicht verwundert, so erstaunt es mich dennoch immer wieder, wie von sehr vielen ein Ladendiebstahl verharmlost wird. Jährlich entstehen Millionen-Schäden durch Diebstahl - sei es von Kunden oder von Mitarbeitern - nicht nur im Handel. Hier ist es Büromaterial, dort sind es Putzutensilien und da ist es der Diebstahl durch Kunden.
Und? Ich will das ganze nicht schön reden, sowas macht man nicht. ABER zeig mir bitte EINEN Supermarkt/Klamottenladen der sowas nicht in seiner Mischaklkulation drin stehen hat. Bezahlen tut das der Kunde. Wen nun weniger geklaut wird steigt der Gewinn, wird das an den Kunden weiter gegeben? Sicherlich nicht!

Von daher distanziere ich mich natürlich vom Ladendiebstahl, aber das sowas "schlecht" für den Händler ist, da lach ich ja mal! Ach ja und wen Mitarbeiter im grossen Stil hier Zeugs mitgehen lassen dann sollte ich mich auch mal fragen WARUM die das machen? Oder warum den Leuten ein Tip das da was geklaut wird herzlich egal ist. Vielleicht weil die zwofuffzisch die Stunde nicht wirklich motiviert und zufrieden macht? Schonmal dadran gedacht? Gehts dem Mitarbeiter gut dann gehts auch dem Chef und der Firma gut (in der Regel). Natürlich gibts immer die Ausnahmen...aber von denen Reden wir nicht.
 

GerneFlieger

Aktives Mitglied
19.08.2013
144
5
CGN
Da Ladendiebstahl ein branchenweites Problem ist, ist es auch branchenweit eingepreist - den auch der Wettbewerb muss sich der Realität stellen.

Ganz so einfach ist es leider nicht. Je nach Vertriebskanal variieren die Stellen an denen eine Inventurdifferenz entstehen kann. Hinzu kommt, dass ich in einer sehr spezialisierten Branche tätig bin. Die von uns vertriebenen Produkte werden jedoch von vielen branchenfremden Anbietern - vor allem online - als "Lockartikel" zu entsprechenden Dumpingpreisen angeboten. Dort spielt der Deckungsbeitrag für diese Produkte keine Rolle, da das Geld mit dem eigenen Kernsortiment verdient wird. Eine Berücksichtigung der Diebstähle in der Kalkulation ist somit nicht unbedingt möglich.
 
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GerneFlieger

Aktives Mitglied
19.08.2013
144
5
CGN
Und? Ich will das ganze nicht schön reden, sowas macht man nicht. ABER zeig mir bitte EINEN Supermarkt/Klamottenladen der sowas nicht in seiner Mischaklkulation drin stehen hat. Bezahlen tut das der Kunde. Wen nun weniger geklaut wird steigt der Gewinn, wird das an den Kunden weiter gegeben? Sicherlich nicht!

Sorry, aber das ist ein bisschen einfach gedacht. Inventurdifferenzen (in denen auch Ladendiebstähle inbegriffen sind) werden jedes Jahr neu bewertet und - sofern es möglich ist - in der Kalkulation berücksichtigt. Wie in meinem vorhergehenden Post geschrieben, ist jedoch selbst dies nicht unbedingt möglich. Sinkt die Inventurdifferenz, sinkt auch der daraus resultierende in der Kalkulation zu berücksichtigende Faktor.

Ach ja und wen Mitarbeiter im grossen Stil hier Zeugs mitgehen lassen dann sollte ich mich auch mal fragen WARUM die das machen? Oder warum den Leuten ein Tip das da was geklaut wird herzlich egal ist. Vielleicht weil die zwofuffzisch die Stunde nicht wirklich motiviert und zufrieden macht? Schonmal dadran gedacht? Gehts dem Mitarbeiter gut dann gehts auch dem Chef und der Firma gut (in der Regel). Natürlich gibts immer die Ausnahmen...aber von denen Reden wir nicht.

Auch das ist aus meiner Sicht zu einfach gedacht, nach dem Motto "der Arbeitgeber ist alles schuld". Sicherlich mag das hier und da zutreffen, wobei auch eine Unzufriedenheit mit meinem Arbeitgeber mich nicht dazu legitimiert, diesen zu beklauen. Ein solches Rechtsverständnis finde ich schon sehr bedenklich.

Ich kann jedoch nur für mein Unternehmen sprechen und denke, dass wir ein recht guter Arbeitgeber sind. Die Gehälter sind sicher nicht die höchsten in der Branche, jedoch mehr als fair. Weiterhin ist für uns die Berücksichtigung individueller Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter extrem wichtig sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zahlreiche weitere "soft skills" tragen dazu bei, dass wir eine extrem niedrige Mitarbeiter-Fluktuation haben und die Zufriedenheit im Allgemeinen sehr hoch ist. Daher wäre Dein Argument für den Mitarbeiter-Diebstahl aufgrund von berechtigter Unzufriedenheit für mich nicht anwendbar.
 

Tecci79

Erfahrenes Mitglied
10.10.2011
1.167
0
Nein das ist falsch, wenn du im Supermarkt was in die Jackentaschen steckst kannst du schon ein Problem bekommen - es geht sogar weiter, wenn du an der Kasse was einpackst was nicht auf dem Bon steht bekommst du ein Problem (ist mir vor X Jahren passiert - die Kassiererin hat vergessen eine Flasche Gin zu bonen, ich habe sie eingepackt - Ladendetektiv -> Polizei -> Anzeige -> Strafbefehl -> Widerspruch -> verurteilt.

Hm... Wie hat man Dir denn den Vorsatz nachgewiesen hierbei?
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Hm... Wie hat man Dir denn den Vorsatz nachgewiesen hierbei?


as ganze war ja ein schriftliches Verfahren, und ich habe damals keinen Anwalt bemüht weil es mir soooo lächerlich erschien (ich war naiv, arrogant und Anfang 20) am Ende hatte ich den Salat (Strafbefehl).
 

bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.742
357
In Berlin tut die Polizei nichts mehr im Falle von Taschendiebstahl, Fahrradiebstahl etc. Wenn der Supermarkt nicht auf totale Videoueberwachung setzt und einem Ladendetektiv anheuert, dann muss man wohl mit Diebstahl leben.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.148
5.888
Z´Sdugärd
Auch das ist aus meiner Sicht zu einfach gedacht, nach dem Motto "der Arbeitgeber ist alles schuld". Sicherlich mag das hier und da zutreffen, wobei auch eine Unzufriedenheit mit meinem Arbeitgeber mich nicht dazu legitimiert, diesen zu beklauen. Ein solches Rechtsverständnis finde ich schon sehr bedenklich.
Nicht falsch verstehen, ich finde Diebstahl natürlich auch nicht gut und bin auch nicht dafür. Aber jetzt nehmen wir mal einen Onlinehändler der bekannter weise sich irgendwie mit immer mehr lustigen Ausreden um eine faire Tarifbezahlung drückt. Nennen wir ihn mal so wie einen Fluss in Südamerika. So nun beschäftigt dieser Händler viele Mitarbeiter mehr oder weniger unterbezahlt und geht auf keinerlei Änderungen ein. Da hat man durchaus etwas Frust. Und wen man dann mit teuren Sachen zu tun hat dann ist die Gefahr das man "verführt" wird (auch das soll es nicht gutheisen) eben umso grösser umso unzufriedener der Mitarbeiter ist. Und das läuft zum grössten Teil eben über die Bezahlung. Ist der Mitarbeiter zufrieden weil er auch sieht das sich sein Chef "da oben" um einen kümmert dann muss man ja kein Hellseher sein um zu erkennen das dann anders ist.

Wobei Diebstahl auch in manchen Fälle durchaus anders interpretiert werden kann: Fristlose Kündigung: Gekündigte Mitarbeiterin siegt vor Gericht | ZEIT ONLINE Mag juristisch ein sonnenklarer Fall sein aber wer lächelt darüber nicht?
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Nicht falsch verstehen, ich finde Diebstahl natürlich auch nicht gut und bin auch nicht dafür. Aber jetzt nehmen wir mal einen Onlinehändler der bekannter weise sich irgendwie mit immer mehr lustigen Ausreden um eine faire Tarifbezahlung drückt. Nennen wir ihn mal so wie einen Fluss in Südamerika. So nun beschäftigt dieser Händler viele Mitarbeiter mehr oder weniger unterbezahlt und geht auf keinerlei Änderungen ein.
Ach, du meinst den Onlinehändler, bei dem keiner ab dem 2. Jahr der Beschäftigung weniger als 10 Euro die Stunde verdient? Und das für eine Arbeit, für die man keine Qualifikation benötigt? Verdi-Propaganda hat wohl bei dir gewirkt. Klar, der Artikel ist von 2013, aber da wird sich nicht viel geändert haben:
Beispiele zur Bezahlung bei Amazon: In Bad Hersfeld beträgt der Einstiegslohn für einen Lagerarbeiter laut Unternehmen pro Stunde 10,01 Euro, im zweiten Jahr 11,59 Euro und im dritten Jahr 11,71 Euro. Nach dem Versandhandelstarif müssten es in den ersten drei Jahren durchgängig 11,77 Euro sein, in der Logistikbranche 10,93 Euro.
Böses, böses Unternehmen, bezahlt mehr, als es nach dem Tarifvertrag in dessen Branche es sich sieht zahlen müsste, und selbst im dritten Jahr noch 6 Cent weniger als nach dem von Verdi geforderten Tarif. Klar geht es auch um Nebenleistungen, aber man sieht mal wieder: Gewerkschaftspropaganda, die ungeprüft durch die Presse weiterverteilt wird, wird von den meisten keiner kritischen Prüfung unterzogen. Was eine Gewerkschaft sagt, muss schließlich stimmen, die sind doch die uneingeschränkt Guten, die selbstverständlich nicht im Eigeninteresse, sondern ausschließlich im Interesse der Angestellten und Arbeiter handelt. Oder doch nicht? ;)
 
A

Anonym-36803

Guest
Ach, du meinst den Onlinehändler, bei dem keiner ab dem 2. Jahr der Beschäftigung weniger als 10 Euro die Stunde verdient? Und das für eine Arbeit, für die man keine Qualifikation benötigt? Verdi-Propaganda hat wohl bei dir gewirkt. Klar, der Artikel ist von 2013, aber da wird sich nicht viel geändert haben

Hier gibt's aktuelle Zahlen inkl. einer kürzlichen Lohnerhöhung: "Der Basislohn liege bei mindestens 10,30 Euro brutto pro Stunde, berichtete der Konzern. In Bad Hersfeld betrage der Einstiegslohn 10,71 Euro, nach 24 Monaten liege er bei 12,53 Euro."
von: Amazon sucht Aushilfen für Weihnachtsgeschäft | heise online
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Ach, du meinst den Onlinehändler, bei dem keiner ab dem 2. Jahr der Beschäftigung weniger als 10 Euro die Stunde verdient? Und das für eine Arbeit, für die man keine Qualifikation benötigt?


Nun das ist aber eben weniger als der Wettbewerb zahlt und weniger als der Tarifvertrag vorsieht - aber immerhin über Mindestlohn. Das wäre dann schon ein bisschen mehr - aber man darf sich in D ja nicht ärgern wenn Menschen zu Löhnen arbeiten die Altersarmut vorprogrammiert - sollen halt alle was gescheites lernen (nur wer macht dann die HiWi Jobs?).
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Nun das ist aber eben weniger als der Wettbewerb zahlt und weniger als der Tarifvertrag vorsieht - aber immerhin über Mindestlohn. Das wäre dann schon ein bisschen mehr - aber man darf sich in D ja nicht ärgern wenn Menschen zu Löhnen arbeiten die Altersarmut vorprogrammiert - sollen halt alle was gescheites lernen (nur wer macht dann die HiWi Jobs?).
??? Es ist mehr als der Logistiktarifvertrag von Verdi vorsieht. Und die Amazon Logistik GmbHs (um die es bei dem ganzen Theater geht) erbringen Logistikdienstleistungen für die Amazon EU S.a.r.L. bei denen man üblicherweise einkauft, wenn man auf amazon.de etwas bestellt. Kannst du mir erklären, warum im benachbarten Logistikzentrum die Arbeiter nach Verdi-Logistiktarifvertrag einen geringeren Stundenlohn bekommen als die Amazon-Angestellten? Und warum Amazon dann der böse ist? Man kann sich ja über Altersarmut aufregen, dann regt man sich aber gleichzeitig über Verdi auf, weil die es in dem meisten Branchen nicht hinbekommen, dass vernünftige Löhne gezahlt werden. Warum jetzt ausgerechnet Amazon Schuld sein soll, wo es hunderte Unternehmen in D gibt, die aus Zwang gerade mal den Mindestlohn zahlen, müsste man schon irgendwie erklären.
 

huihui

Erfahrenes Mitglied
03.01.2010
756
11
Sooo...

ich war heute dann doch ein wenig unschlüssig...folgende Situation:

Ich im Supermarkt vorm Regal bemerke, dass mich ein alter, eher schlecht angezogener Herr doof ansieht. Ich schau zurück und er schaut sofort weg. Nach dem 2. Mal war mir klar...der will klauen und beobachte ihn aus dem Augenwinkel, tue aber so als ob ich vertieft etwas suche. Und zack verschwinden ein paar Pralinen in seiner Jackentasche.

So und nun...was macht man?

Wie hättet ihr reagiert?

Gib ihm 5.- Euro und erinnere ihn daran - das macht man nicht.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
??? Es ist mehr als der Logistiktarifvertrag von Verdi vorsieht.

Auf die schnelle, der niedrigste Stundenlohn den ich für die Logistbranche finden konnte (aus 2014) war der für NRW, dort beginnt man ohne Ausbildung und Vorkenntnisse bei 11,06€/Stunde - das gilt seit 1.7.2015.


Ist der hessische Lohn wirklich derart niedriger?
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Auf die schnelle, der niedrigste Stundenlohn den ich für die Logistbranche finden konnte (aus 2014) war der für NRW, dort beginnt man ohne Ausbildung und Vorkenntnisse bei 11,06€/Stunde - das gilt seit 1.7.2015.


Ist der hessische Lohn wirklich derart niedriger?

Hast du alle Posts gelesen? In Heise-Artikel stehen doch die Zahlen für 2013
Beispiele zur Bezahlung bei Amazon: In Bad Hersfeld beträgt der Einstiegslohn für einen Lagerarbeiter laut Unternehmen pro Stunde 10,01 Euro, im zweiten Jahr 11,59 Euro und im dritten Jahr 11,71 Euro. Nach dem Versandhandelstarif müssten es in den ersten drei Jahren durchgängig 11,77 Euro sein, in der Logistikbranche 10,93 Euro.
John Rebus ergänzte dann aktuellere Zahlen
"Der Basislohn liege bei mindestens 10,30 Euro brutto pro Stunde, berichtete der Konzern. In Bad Hersfeld betrage der Einstiegslohn 10,71 Euro, nach 24 Monaten liege er bei 12,53 Euro."
Also außer im ersten Jahr verdient man bei Amazon immer mehr als im Tarifvertrag, selbst wenn man deine 11,06€ zugrunde legt und den Verdienst aus dem 2013er Artikel.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
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Hast du alle Posts gelesen? In Heise-Artikel stehen doch die Zahlen für 2013

Also außer im ersten Jahr verdient man bei Amazon immer mehr als im Tarifvertrag, selbst wenn man deine 11,06€ zugrunde legt und den Verdienst aus dem 2013er Artikel.

Stellt sich die Frage ob Amazon ein Logistik Unternehmen oder ein Versandhändler ist. Wie gesagt, aktuelle Zahlen wären zudem hilfreich.
 
A

Anonym-36803

Guest
Stellt sich die Frage ob Amazon ein Logistik Unternehmen oder ein Versandhändler ist. Wie gesagt, aktuelle Zahlen wären zudem hilfreich.

Das, was Du als Amazon bezeichnest und was ein Versandhändler ist bei dem Du unter amazon.de einkaufen kannst, ist die amazon EU SARL in Luxemburg. Die deutschen Unternehmen, die verdi bestreikt, sind reine Logistikunternehmen, die die Logistik für amazon.de, aber auch für andere übernehmen.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Das, was Du als Amazon bezeichnest und was ein Versandhändler ist bei dem Du unter amazon.de einkaufen kannst, ist die amazon EU SARL in Luxemburg. Die deutschen Unternehmen, die verdi bestreikt, sind reine Logistikunternehmen, die die Logistik für amazon.de, aber auch für andere übernehmen.

Klar doch.............

Das ist natürlich in erster Linie eine Frage des Anstandes wie man so etwas regelt. Erstaunlich das in D ein einziger Lagermitarbeiter nach dem Tarif des Versandhandels bezahlt wird - jetzt ist es aber vollkommen OT.

Wobei man sich fragen kann wer jetzt verwerflicher handelt, der Pralinendieb oder Amazon.
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Wobei man sich fragen kann wer jetzt verwerflicher handelt, der Pralinendieb oder Amazon.
Amazon wurde ja ins Spiel gebracht, um für Verständnis für schlecht bezahlte Leute zu werben, die dann eher geneigt sein könnten mal was mitgehen zu lassen. Da ich etliche Branchen kenne, wo deutlich weniger als 10 Euro die Stunde bezahlt wird, wohlgemerkt für ausgebildete Arbeitskräfte (und ohne Mindestlohn noch weniger gezahlt würde), fand ich das Beispiel unangebracht. Ansonsten sind die deutschen Amazon-Gesellschaften nicht dafür bekannt, Sozialabgaben etc. nicht ordnungsgemäß zu zahlen. Dass Amazon (also die luxemburgische Gesellschaft) wie so viele andere Unternehmen auf den Double Irish With a Dutch Sandwich zurückgreift ist unschön, aber eben eine legale Möglichkeit in Europa und betrifft auch die deutschen GmbHs nicht direkt. Wer die Steuervermeidungsmöglichkeit verhindern möchte, muss Leute wie Martin Sonneborn wählen.
 
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