LH Konzernumbau zu einer Holding

ANZEIGE

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
ANZEIGE
Also, aus meiner Sicht macht die LH in Sachen IT nicht mehr oder weniger Dinge falsch als andere DAX-Unternehmen auch. Es besteht da eher eine gewisse Trägheit auf Fachabteilungsebene. Man lässt sich eher mal drei Monate für eine Idee plus Abstimmung und will die Umsetzung dann schnell, schnell innerhalb von zwei Wochen. Das geht dann nur gemurkst mit Mut zur Lücke.
 

airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
Also, aus meiner Sicht macht die LH in Sachen IT nicht mehr oder weniger Dinge falsch als andere DAX-Unternehmen auch.

LH ist das DAX-30 Unternehmen, bei dem die IT Schnittstelle zum Kunden eine überragende Bedeutung hat. Und zwar sowohl bei der Buchung als auch während der Nutzung des Produktes, dem Flug. Zwar ist es theoretisch möglich, das Produkkt (Flug) ohne IT zu nutzen (Kauf Ticket Reisebüro, Check-in am Flughafen), aber schon beim Meilenkonto ist das nicht mehr möglich.

In Reihenfolge danach würde ich die Deutsche Bank und Deutsche Telekom und evtl. Deutsche Post (mit DHL) sehen. Für fast alle anderen ist die IT in Bezug auf Privatkunden nützlich und wichtig (adidas, Allianz, BMW, Daimler) aber keinesfalls essentiell, und selbst für ein Unternehmen wie Beiersdorf mit 80% Umsatzanteil im Consumerbereich (ohne Tesa !) ist die IT-Schnittstelle zum Kunden fast irrelevant.

Deshalb muss die IT Schnittstelle bei LH erstklassig funktionieren nur leider tut sie das nicht immer.
 

technikelse

Erfahrenes Mitglied
18.05.2016
2.092
8
Wiesbaden
IT Schnittstelle.

Von welcher sprichst Du? Bei einer Airline gibt es ein Konglomerat aus Systemen von unterschiedlichen Anbietern. Es gibt Alt- und Neusysteme, die auf unterschiedlichen Technologien basieren. Es gibt teilweise so alte Anwendungen, die nur noch einige Wenige überhaupt noch beherrschen. Es ist komplex weil auch Systeme von andren Airlines und GDS mit unterschiedlichem Funktionsumfang betroffen sind. Es gibt also nicht DIE Schnittstelle.
Strategische Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, sind nur ganz schwer und mit viel Zeitaufwand und Kosten zu beheben. Eine neue Plattform im laufenden Betrieb zu bauen ist eine Mamutaufgabe. LH scheint das inzwischen so langsam verstanden zu haben, denn sie haben jetzt ein eigenes Vorstandsressort für IT geschaffen. Hoffentlich machen sie was draus.
 
B

Boeing736

Guest
Zwar ist es theoretisch möglich, das Produkkt (Flug) ohne IT zu nutzen (Kauf Ticket Reisebüro, Check-in am Flughafen), aber schon beim Meilenkonto ist das nicht mehr möglich.
.

Also auch Reisebüros verkaufen Tickets nichts ohne IT und auch ein Check-in am Flughafen hängt an der IT.
Aber wenn die Konzernstrategie ist weiterhin alle Distributionssysteme bedienen zu wollen sind die Probleme nicht vermeidbar.
 

Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.575
9.982
BRU
Das Problem ist aber doch, dass es mit jeder neuen Website-Version schlechter wird anstatt besser. Egal, ob LH oder M&M

- Die Eingabe von Standardangaben wie Abflugs- und Zielflughafen, Datum, gewünschter Serviceklasse, Personen wurde mit jeder neuen Version umständlicher und dauert immer länger und länger und nochmal länger…

- Die Anzahl an ins Nirvana führenden Links wird größer und größer und größer….

- Die Anzahl an Buchungen, die ich nicht zu Ende führen kann, weil nach dem letzten Schritt statt des Buchungscodes eine Fehlermeldung auftritt (meistens habe ich zu dieser Zeit bereits die Mail von meiner Kreditkarte über den angefragten Betrag erhalten), wird immer größer – bei exakt den gleichen Verbindungen.

- Zusätzliche Funktionen oder Verbesserungen: Fehlanzeige. Nicht mal so einfache Dinge, wie dass ich bei Eingabe von Abflug 17.00 Uhr auch tatsächlich nur Flüge ab 17.00 Uhr angezeigt bekomme (funktioniert etwa bei Expertflyer problemlos – an GDS kann es hier also nicht liegen)

Ließe sich endlos fortsetzen (siehe den endlos langen Thread zu IT-Problemen…).

Mag sein, dass das nicht so einfach ist, vieles Altlasten usw. Nur warum kommt man dann ständig mit irgendeinem neuen Design, das alles nur noch schlimmer macht?

Und ja, mag auch sein, dass das nicht die Schuld des einzelnen IT-Angestellten ist. Für den Kunden ist es aber trotzdem absolut unbefriedigend und nervenaufreibend. Und ich gehöre ansonsten nur wirklich nicht zu den LH-Bashern.

Aber gut, vielleicht wird es ja mit dem neuen Management besser. Ich lasse mich gerne positiv überraschen.
 

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Vielleicht ist es einfach die von Dir am häufigsten genutzte Website. Hast Du mal in den letzten 12 Monaten versucht, bei BMW, Daimler oder Volkswagen einen Wagen zu konfigurieren? Dagegen sind die von Dir genannten Mängel Gold. Oder als Telekom-Kunde den Self-Service zu nutzen? Geht mal gar nicht und die anderen Male sehr schlecht. Da steht man nur im Vergleich zu Organisationen in öffentlicher Hand gut gar, diese performen stabil bei 10% des in der Privatwirtschaft üblichen Niveaus.

Nein, die sichtbare LH IT funktioniert recht gut. Ich buche alle LH/LX-Buchungen über die jeweilige Website und habe die genannten Probleme nicht.
 

ngronau

Erfahrenes Mitglied
04.11.2011
2.334
2.347
BER
„Die IT“ macht in der Regel, was das Management und die „Fachabteilung“ vorgeben. Sie kann zwar auf Mängel hinweisen, aber ohne Ressourcen kann sie diese nicht beheben. Wenn also das Management sagt „halt die Klappe“, dann ist das Management schuld, nicht die IT-Abteilung.

Was bei LH besonders ist, ist dass die Standard-Geschäftsprozess-IT so unglaublich fehlerhaft ist. Man beobachte nur die unzähligen Anmerkungen und Hinweise auf alles mögliche beim Buchungsprozess über die Website, bei gleichzeitiger Funktionseinschränkung. Oder das absolute Chaos, das rund um den Knopf „Sitzplätze reservieren“ angezeigt wird. Hier fehlt E-Commerce-Know-how, das scheinbar selbst in einfachster Form bei Lufthansa nicht vorhanden ist.

Hinzu kommt die extrem ignorante Haltung des Managements in diesen Dingen. Dirks wird es sehr sehr schwer haben.
 
  • Like
Reaktionen: Anonyma

BeyondTheCurtain

Erfahrenes Mitglied
29.05.2011
863
732
MUC
...Hier fehlt E-Commerce-Know-how, das scheinbar selbst in einfachster Form bei Lufthansa nicht vorhanden ist.
Hinzu kommt die extrem ignorante Haltung des Managements in diesen Dingen. Dirks wird es sehr sehr schwer haben.

Man höre und staune, aber das läuft selbst bei AF besser. Das betrifft den Wein ebenso wie die IT.
 
  • Like
Reaktionen: ngronau

thbe

Erfahrenes Mitglied
27.06.2013
9.444
9.876
Du musst die Bordkarte auf den Scanner legen, nicht rauchen!

Ist ein Tatsachenbericht. Habe derzeit >50 gebuchte Segmente offen. Alle persönlich gebucht. Jeweils ohne irgendwelche Probleme.

Und im Gegensatz zur deutlichen Mehrheit hier kenne ich mich mit IT von Konzernen ausreichend gut aus, um feststellen zu können, dass sich die LH IT da im Durchschnitt befindet - auch in Sachen eCommerce. Natürlich könnte der Durchschnitt besser ausfallen, Dich es bedeutet auch, das viele der LH IT-Kritiker eine schlechtere IT in ihrer Organisation haben - und das bei I.d.R. geringeren Anforderungen.

Übrigens würden die meisten Unternehmen weitaus restriktiver mit Kundenanforderungen umgehen. Das könnte man der LH IT-seitig noch vorwerfen. Sie praktizieren ein zu großzügiges Scope-Management. Ursache liegt wohl in der Naivität der Fachabteilungen.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.106
992
CGN
LH ist das DAX-30 Unternehmen, bei dem die IT Schnittstelle zum Kunden eine überragende Bedeutung hat. (..)
In Reihenfolge danach würde ich die Deutsche Bank und Deutsche Telekom

Ich würde die Telekom, deren Produkt rein aus IT zum Kunden hin besteht, nicht unbedingt auf Platz Drei hinter Lufthansa sehen.
 

Hwy93

Erfahrenes Mitglied
29.08.2011
4.426
1.408
Ich würde die Telekom, deren Produkt rein aus IT zum Kunden hin besteht, nicht unbedingt auf Platz Drei hinter Lufthansa sehen.

SAP, Deutsche Börse,...

Aber die Lufthansa ist halt das Unternehmen im DAX, das den direktesten Endkundenkontakt von der Order bis zum Fulfillment hat und sich mit seinen Self Services gegenüber dem Kunden stark exponiert. Von daher werden hier die vorhandenen Schwachstellen und Bugs sehr schnell wahrgenommen.

Dass der Self-Service nur die berühmte Spitze des Eisbergs ist und der größte Teil unsichtbar unter der Wasseroberfläche schwimmt, wird dabei einfach ignoriert.

Wie ein Mitforist schon schrieb, muss man immer das Gesamte betrachten. So schlecht kann die IT nicht sein, wenn täglich zig Tausend Flüge durchgeführt und jährlich 130 Millionen Passagiere transportiert werden. Das schafft man nämlich nicht mit Papier und Bleistift und auch nicht mit einer IT, die im wesentlichen nichts taugt.

Disclaimer: Ich sage damit nicht, dass die Welt in Ordnung sei, es keine Bugs, schlecht durchdachte Funktionalitäten etc. gäbe - ganz gewiss nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
Ich würde die Telekom, deren Produkt rein aus IT zum Kunden hin besteht, nicht unbedingt auf Platz Drei hinter Lufthansa sehen.


Der Umsatz der Telekom besteht im wesentlichen aus Festnetz, Mobilfunk, Magenta, und Breitband. Daneben gibt es e-mail Servicess und Cloud Services, die ein Kundeninterface haben. Natürlich ist alles/vieles IT-basiert, aber wenn das Festnetz und Mobilfunk oder Magenta laufen und keine Störung haben ist das direkte IT-Interface zum Kunden gleich Null. Das ist bei LH anders.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.106
992
CGN
aber wenn das Festnetz und Mobilfunk oder Magenta laufen und keine Störung haben ist das direkte IT-Interface zum Kunden gleich Null. Das ist bei LH anders.

Zumindest Festnetz und TV hängen von einer CPE (Router o.ä.) ab, die natürlich auch ein IT-Interface zum Kunden ist. Und wenn die eben doch mal eine Störung haben, ist der Kunde in seinem Produkt deutlich schlechter dran als ein Lufthansa-Patient, der in der App oder der Webseite seinen Flug nicht umbuchen kann.
 

Xray

Erfahrenes Mitglied
13.04.2017
2.030
1.124
SAP, Deutsche Börse,...

Aber die Lufthansa ist halt das Unternehmen im DAX, das den direktesten Endkundenkontakt von der Order bis zum Fulfillment hat und sich mit seinen Self Services gegenüber dem Kunden stark exponiert. Von daher werden hier die vorhandenen Schwachstellen und Bugs sehr schnell wahrgenommen.

Dass der Self-Service nur die berühmte Spitze des Eisbergs ist und der größte Teil unsichtbar unter der Wasseroberfläche schwimmt, wird dabei einfach ignoriert.

Wie ein Mitforist schon schrieb, muss man immer das Gesamte betrachten. So schlecht kann die IT nicht sein, wenn täglich zig Tausend Flüge durchgeführt und jährlich 130 Millionen Passagiere transportiert werden. Das schafft man nämlich nicht mit Papier und Bleistift und auch nicht mit einer IT, die im wesentlichen nichts taugt.

Disclaimer: Ich sage damit nicht, dass die Welt in Ordnung sei, es keine Bugs, schlecht durchdachte Funktionalitäten etc. gäbe - ganz gewiss nicht.


Vieles ist ja auch zuletzt wieder besser geworden. Und natürlich ist die eCommerce-IT genaugenommen nicht so wichtig, wie die IT "im Hintergrund". Wenn da selbst so simple Sachen häufiger passieren würden, wie eine rote Scannerlampe beim Boarden eines returns, weil die IT meint, ich hätte das hin-leg nicht angetreten, dann hätte LH natürlich ganz andere Probleme. Von Personal- und Materialdisposition und und und ganz zu schweigen.

Aber für den Kunden ist die IT halt die IT-Schnittstelle, mit der er interagiert. Und das war in den letzten Jahren nicht immer gerade eine Freude. Zwischenzeitlich war ja z.B. die M&M-Seite mal fast nur im inkognito-Modus oder mit ständigem Cookies-Löschen überhaupt erreichbar. So etwas geht einfach nicht, so etwas kann man nicht als eCommerce-Umgebung auf die Kunden loslassen und mir kann keiner erzählen, dass man das nicht vor dem online gehen hätte erkennen können.

Inzwischen wird einem ja sogar in der multi-stop-Suche neben light- und flex-Tarifen auch der Basic angeboten. Keine Ahnung seit wann, aber das dürfte nach Einführung der light-Tarife TATL sicher mehr als ein Jahr gedauert haben. Die multi-stop Buchung war damit für Eco-Bucher, die mit Gepäck reisen wollten, genaugenommen komplett unbrauchbar. Und das sieht man als Kunde. Was dahinter steckt, ist mir doch dabei völlig wurscht.
Ich sehe bei multi-stop aber immer noch nicht, ob von den angebotenen Segmenten einige teurer sind als andere. Ich muss immer erst die Reise komplett zusammenklickern und sehe dann am Ende den Gesamtpreis. Wenn ich vergleichen will, fange ich wieder von vorne an, tausche ein Segment aus und schaue wieder, was der Gesamtpreis ist. Für mich ist die Funktionalität immer noch schlecht. Und das ist auch absolut kein übertriebener scope . Ich will über die LH-IT das buchen können, was man buchen kann. Das soll einfach, übersichtlich, intuitiv und trotzdem vollständig sein. Ich glaube nicht, dass das übertriebene Anforderungen sind und ich glaube auch nicht, dass das nicht machbar ist.

Meine bevorzugte Verschwörungstheorie ist ja, dass man das neue M&M-Status-System eingeführt hat, damit die Premium-Kunden endlich aufhören, zu mosern, dass sie direkt nach Buchungsklassen suchen wollen und direkt Buchungsklassen auswählen wollen. So wie ja z.B. bei UA möglich...... :cool:
 
B

Boeing736

Guest
Ich sehe bei multi-stop aber immer noch nicht, ob von den angebotenen Segmenten einige teurer sind als andere. Ich muss immer erst die Reise komplett zusammenklickern und sehe dann am Ende den Gesamtpreis. Wenn ich vergleichen will, fange ich wieder von vorne an, tausche ein Segment aus und schaue wieder, was der Gesamtpreis ist.

Das ist aber wieder ein typisches Beispiel dafür, warum sich eine LH mit solchen Themen so schwertut. Es ist kein IT Thema sondern einfach der Airline-GDS Logik geschuldet. Ein einzelnes Segment hat kein Preis. Es gibt nur einen Gesamtpreis für ein Ticket. Bei "einfachen" Returns wird als Workaround erst der Return Preis berechnet und dann auf die beiden Flugrichtungen verteilt. Bei einem Multi-Leg funktioniert das schon wieder nicht. Dabei müssen die Segmente und der zeitliche Ablauf feststehen um eine Berechnung vorzunehmen.

Solange Airlines sich nicht aus der GDS Welt lösen wird das (und vieles weiteres) immer ein Problem sein.
 

pimpcoltd

Erfahrenes Mitglied
03.07.2009
3.316
10
Das ist aber wieder ein typisches Beispiel dafür, warum sich eine LH mit solchen Themen so schwertut. Es ist kein IT Thema sondern einfach der Airline-GDS Logik geschuldet. Ein einzelnes Segment hat kein Preis. Es gibt nur einen Gesamtpreis für ein Ticket. Bei "einfachen" Returns wird als Workaround erst der Return Preis berechnet und dann auf die beiden Flugrichtungen verteilt. Bei einem Multi-Leg funktioniert das schon wieder nicht. Dabei müssen die Segmente und der zeitliche Ablauf feststehen um eine Berechnung vorzunehmen.

Solange Airlines sich nicht aus der GDS Welt lösen wird das (und vieles weiteres) immer ein Problem sein.

Es ist selbstverständlich möglich, eine Auswahl von sinnvollen Verbindungen vorauszuberechnen und je nach Auswahl den niedrigsten möglichen (End-)Preis darzustellen. Siehe ITA Matrix. Siehe Expedia. Es scheitert nicht am GDS, sondern an LH. Und LH hat es im Vergleich zu ITA und XP noch leicht, weil es nur um das eigene Inventar geht.

Es ist auch falsch, dass es nur einen Gesamtpreis gebe. Jedenfalls Hin- und Rückflug sind zwei Komponenten und lassen sich problemlos auftrennen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Xray

Erfahrenes Mitglied
13.04.2017
2.030
1.124
Es ist selbstverständlich möglich, eine Auswahl von sinnvollen Verbindungen vorauszuberechnen und je nach Auswahl den niedrigsten möglichen (End-)Preis darzustellen. Siehe ITA Matrix. Siehe Expedia. Es scheitert nicht am GDS, sondern an LH. Und LH hat es im Vergleich zu ITA und XP noch leicht, weil es nur um das eigene Inventar geht.

Es ist auch falsch, dass es nur einen Gesamtpreis gebe. Jedenfalls Hin- und Rückflug sind zwei Komponenten und lassen sich problemlos auftrennen.

Absolut richtig. Siehe entsprechend auch die Buchungsschnittstelle bei United. Und da kann ich sogar noch so hübsche Sachen machen wie Ausschluss von bestimmten Umsteigeflughäfen etc.

Es wäre kein Problem, ab dem Startsegment den günstigst möglichen Gesamtpreis bei Auswahl der entsprechenden Alternative anzuzeigen. Und das macht man von Segment zu Segment immer so weiter. Wenn ich mich dann aus welchem Grunde auch immer bei einem Segment für eine teurere Alternativ entscheide, sehe ich, was mich das am Ende mehr kostet und gut is. Wenn ich das richtig sehe macht United das genau so.
 

Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.575
9.982
BRU
SAP, Deutsche Börse,...

Aber die Lufthansa ist halt das Unternehmen im DAX, das den direktesten Endkundenkontakt von der Order bis zum Fulfillment hat und sich mit seinen Self Services gegenüber dem Kunden stark exponiert. Von daher werden hier die vorhandenen Schwachstellen und Bugs sehr schnell wahrgenommen.

Sicher teilweise auch das. Und nein, natürlich ist es anderswo nicht überall besser. Nur bist Du da als Kunde aber auch nicht auf Website / App „angewiesen“.

Wenn ich in einem online-Webshop was kaufe, ist der Fall mit dem Abschicken der Bestellung erledigt. Bei einer Flugbuchung nicht, sondern ich möchte vielleicht noch Sitzplätze reservieren / ändern, ein Sondermenü bestellen, den Flug umbuchen, sonstige Zusatzleistungen nutzen (Upsells o.ä.). Bei LH muss ich derzeit für einen Großteil solcher Anliegen die Hotline anrufen, weil es online nicht geht….

Hier sehe ich einfach auch einen Widerspruch: Einerseits will LH, dass der Kunde direkt bei LH bucht, andererseits sind dort die Such- und Kombinationsmöglichkeiten dermaßen eingeschränkt, dass es oft gar nicht geht. Oder der Kunde entnervt aufgibt, wenn die Buchung im letzten Schritt in einer Fehlermeldung endet. Von meinen letzten 3 Buchungsversuchen endeten 2 ebenso, eine 4. habe ich gleich über ein RB getätigt, weil ich auf den LH-Group-Websites die gewünschten Flüge gar nicht wie gewünscht buchen konnte (reine LH-Gruppe-Verbindungen, aber dummerweise Verbindungen, die mir bei der Standardsuche nicht angezeigt werden, ich den Umweg über die "multistopp"-Eingabe gehen muss, wo ich dann aber wieder kein Flex-Ticket angeboten bekomme....).

Bzw. ich frage mich, wo die Prioritäten sind. Einerseits hört man von großartigen Plänen zu NDC, dynamic pricing, immer mehr Digitalisierung / Automatisierung (wo LH für sich eine führende Rolle beansprucht), andererseits funktionieren dann die banalsten Dinge nicht, endet die „Digitalisierung“ in Mitteilungen in der App, dass ich meinen Anschluss nicht mehr erreiche (in dem ich bereits sitze) oder zu Gate-Änderungen am Tag nach der Ankunft, und wird die Eingabe von Standard-Daten immer umständlicher....

Wobei ich keineswegs alles schlechtreden will. Nur die Probleme, die ich mit der LH-Website und LH-App habe sind für mich – aus Sicht eines vielfliegenden Kunden – einfach nervig viele. Gerade, weil ich bei LH zunehmend darauf angewiesen wäre, dass es funktioniert. Da immer mehr digitalisiert / automatisiert wird.
 
M

Mcflyham

Guest
Wobei die IT nicht der Grund für die zukünfitge Holding-Struktur der LH ist, um mal wieder einen Bogen zum Thread zu schlagen ;)
 

Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.575
9.982
BRU
Es fängt doch schon mit so Kleinigkeiten an, wie dass man bei Hinflug Samstag, Rückflug Sonntag (aber weniger als 24h am Zielort) Reise-Informationen zu seiner Reise „von Brüssel nach Brüssel“ bekommt. Und in Zukunft dann vermutlich „personalisierte“ Angebote für meinen Urlaub in Brüssel….

Oder die Hinweise in der OLCI-Email, dass der gewählte Light-Tarif kein Aufgabegepäck und nur 1 Stück Handgepäck beinhaltet, obwohl man ein Business flex-Ticket hat….

Oder die Mitteilungen zu verpassten Anschlüssen, nur weil irgendeine vorprogrammierte Zeit unterschritten wurde.

(…)

Derartiger Mist lässt sich wohl kaum mit komplexen Schnittstellen, GDS, Altlasten und Co. begründen. Wirkt für den Kunden aber einfach dilettantisch gemacht, und fördert nicht gerade sein Vertrauen in „die IT“.

Und ja, ich denke auch, dass der neue IT-Vorstand hier einiges zu tun hat, wenn er die Kunden davon überzeugen will, dass LH in der Digitalisierung führend ist (und wie gesagt - auch ich sehe nicht alles negativ).
 

BeyondTheCurtain

Erfahrenes Mitglied
29.05.2011
863
732
MUC
Hätte nie gedacht mal eine Hohelied auf AF zu singen, aber deren IT ist um Längen besser. Nicht nur, daß die Applikationen schnurren während die LH-App sich wartend im Kreise dreht, sondern auch die Kommunikation ist im Falle des Falles deutlich fokussierter und ebenfalls fix. Def letzte Flug über CDG lief trotz Generalstreiks im Lande unglaublich reibungslos, klar kommuniziert, pünktlich und hatte sogar Essen und Getränke an Bord. Bei LH funktioniert das nicht per App, sondern nur via HON-PA. Essen und Getränke scheinen hingegen bei LH ganz abgeschafft zu werden. Am Freitag gab es ex HAM in C und Y fast nix, außer stilles Wasser und der Bohnenkaffee basierte auf einem Rezept aus der letzten Weltwirtschaftskrise. Bin mir nicht sicher, ob überhaupt Kaffeebohnen verwendet wurden. Eine solche Plörre habe ich noch nicht einmal in den USA bekommen. Was sich LH dabei denkt?
 

Hwy93

Erfahrenes Mitglied
29.08.2011
4.426
1.408
[...]bei Hinflug Samstag, Rückflug Sonntag (aber weniger als 24h am Zielort) Reise-Informationen zu seiner Reise „von Brüssel nach Brüssel“ bekommt.
[...]
OLCI-Email, dass der gewählte Light-Tarif kein Aufgabegepäck und nur 1 Stück Handgepäck beinhaltet, obwohl man ein Business flex-Ticket hat….

Oder die Mitteilungen zu verpassten Anschlüssen, nur weil irgendeine vorprogrammierte Zeit unterschritten wurde.

(…)

Derartiger Mist lässt sich wohl kaum mit komplexen Schnittstellen, GDS, Altlasten und Co. begründen. Wirkt für den Kunden aber einfach dilettantisch gemacht, und fördert nicht gerade sein Vertrauen in „die IT“.

Nein, das lässt sich hiermit begründen:

„Die IT“ macht in der Regel, was das Management und die „Fachabteilung“ vorgeben. Sie kann zwar auf Mängel hinweisen, aber ohne Ressourcen kann sie diese nicht beheben. Wenn also das Management sagt „halt die Klappe“, dann ist das Management schuld, nicht die IT-Abteilung.

Shit in, Shit out.