Sonstige: Lübeck Air Sammelthread

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red_travels

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16.09.2016
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Lübeck will mit eigener Fluggesellschaft zurück in den Linienbetrieb - airliners.de

Künftig wolle man wachsen und Linienflüge anbieten, kündigte Flughafenchef Jürgen Friedel im Gespräch mit airliners.de an. Dazu habe man mit dem dänischen Charter-Anbieter Air Alsie einen strategischen Partner gefunden. Für Lübeck Air werde nun gemeinsam an einem passenden Linienangebot ab Lübeck gearbeitet.


Als erste potenzielle Strecke nannte Friedel eine Verbindung zwischen Lübeck und Stockholm.

Lübeck Air soll im April 2020 im Passagierdienst starten.

Lübeck Air opb. Air Alsie (y)
 
Zuletzt bearbeitet:

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
ATR ist genau die richtige Größenordnung. Wenn man nicht den Fehler macht, die Parkplätze zu teuer zu machen, kann man sicher Hamburger Aufkommen und den Osten und Süden von Hamburg angraben.
 

kingair9

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18.03.2009
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Unter TABUM und in BNJ
Mir fehlt, ehrlich gesagt, die Phantasie. Welche Destinationen könnte man anbieten, damit man ausreichend Aufkommen aus dem Dreieck Kiel-Hamburg-Schwerin generiert?

Denn warum sollte z.B aus dem Zentrum Hamburgs nach LBC fahren, um von dort ein Ziel anzufliegen, welches bereits ab HAM hochfrequent bedient wird?

Was bleibt da noch, wo entweder ausreichend Aufkommen aus dem genannten Dreieck kommt und welches man HAM abspenstig machen könnte? Oder alternativ Ziele, die ab HAM unterversorgt sind? Wohlgemerkt: Es müssen Ziele sein, wo die Zahlen ohne Umsteiger ausreichend sind. Also kein Feeding in ein Hub sondern nur O/D-Verkehr.

CPH? RTM? ORY? Oder etwas exotisches wie AGB in Konkurrenz zu HAM-MUC? Stockholm BMA? DUS Express in MGL?
 

freddie.frobisher

Erfahrenes Mitglied
23.04.2016
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ATR ist genau die richtige Größenordnung. Wenn man nicht den Fehler macht, die Parkplätze zu teuer zu machen, kann man sicher Hamburger Aufkommen und den Osten und Süden von Hamburg angraben.
Die Größe mag stimmen, ich frage mich allerdings warum man die dann nur mit 60 Plätzen bestuhlt. Natürlich wünscht sich jeder Reisende möglichst viel Beinfreiheit. Ob man diese bei unter einer Stunde Flugzeit auch bezahlen möchte, steht aber auf einem anderen Blatt. Oder rechnet man bereits mit einer halbvollen Maschine, und möchte keine leeren Sitze als Gewicht rumfliegen? Abgesehen davon ... ich mag die Turboprops ja, die betuchte Zielgruppe würde einen leisen CRJ wohl bevorzugen.
 

kingair9

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18.03.2009
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Unter TABUM und in BNJ
die betuchte Zielgruppe würde einen leisen CRJ wohl bevorzugen.

Die "betuchte Zielgruppe" der Geschäftsreisenden wird die Verbindung buchen, die ihr einen Zeitvorteil zum Reiseziel bringt.

Habe ich keinen Zeitvorteil auf der Strecke "Haustür => Termin", dann kommen plötzlich viele Punkte ins Spiel, die dann doch für eine Buchung ex HAM sprechen. Schlagworte: Frequenz, Meilensammeln, "schon immer so gemacht" etc.

Wenn ich z.B. aus Schleswig-Holstein geschäftlich in den Süden von Paris muß, dann habe ich die Wahl: Auto => HAM, Flug nach CDG und lokaler Transfer. Eine Strecke nach ORY könnte da sogar einen Innenstadt-Hamburger zum Flug ex LBC bringen.

Fliege ich aber relativ "einfallslos" parallel zu AF und Chickenwings LBC-CDG, dann limitiere ich meine potentielle Kundschaft auf die wenigen Piepel, die deutlich schneller von zu Hause aus in LBC sind statt in HAM.

Zeitgewinn der Gesamtreise schlägt "Lieber einen Jet..."
 
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rolandditz

Erfahrenes Mitglied
03.12.2012
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Westfalen
Das ist das Konzept von Air Alsie. Die fliegen mit 50 Plätzen in der ATR 72 auf der Strecke SGD-CPH (ca. 30 Minuten Flugzeit).

Vermutlich liegen die ersten Ziele von Lübeck Air ebenso in CPH oder ARN, evtl. mit Interlining mit SAS.

Ob sich das aber rechnet, so nah an HAM, halte ich für fraglich. Das hat in den 80er/90er-Jahren mit AGB und MUC oder THF und TXL funktioniert, aber seit der Zeit sind die bodengebundenen Verbindungen schon um einiges besser geworden. Nur das Denken einiger Regionalflughafen-Geschäftsführer scheint sich seither nicht weiterentwickelt zu haben.
 

kingair9

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18.03.2009
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Wie wäre denn Friedrichshafen? Oder LCY?

FDH gibt es ja ab HAM bereits und ob es da Bedarf für 1-2 weitere tägliche Flüge gibt?

Mir fehlt komplett der Einblick in die regionale Wirtschaftsstruktur um einzuschätzen, was für diese Zielgruppe gut ist. Und diese Einschätzung habe ich oben versucht zu erklären. LCY könnte da wie ORY in meinem Beispiel interessant sein - aber einfach so bekommt man da in den Docklands keine Slots als Newcomer.
 
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freddie.frobisher

Erfahrenes Mitglied
23.04.2016
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Die "betuchte Zielgruppe" der Geschäftsreisenden wird die Verbindung buchen, die ihr einen Zeitvorteil zum Reiseziel bringt.
LCY könnte da wie ORY in meinem Beispiel interessant sein - aber einfach so bekommt man da in den Docklands keine Slots als Newcomer.
Und da haben wir schon das nächste Problem: LBC-ORY sind 896km, LBC-LCY immer noch 761km. Die AT72 ist kein Rennpferd, das macht sich hier schon bemerkbar. Positiv sehe ich die Bahnanbindung von LBC. Andere Provinzairports wie RLG, SCN oder PAD können davon nur träumen. Könnte es eventuell Sinn machen, LBC an einen Nicht-Hansa-Hub anzubinden? CPH oder AMS, eventuell CDG oder LHR?
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
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140
Könnte es eventuell Sinn machen, LBC an einen Nicht-Hansa-Hub anzubinden? CPH oder AMS, eventuell CDG oder LHR?

HAM ist an CPH, AMS und LHR bereits bestens angebunden. Alles westlich von HAM würde eher über BRE oder HAJ fliegen als von Lübeck aus. Und ob jemand aus Schleswig Holstein nach Lübeck fährt um nach CPH zu fliegen? Eher nicht, gibt ja auch eine Bahnverbindung die ab HAM weniger als 4,5 Stunden braucht oder ab Padborg 2,5 Stunden. Damit spart man sich auch die Luftverkehrssteuer. Bleibt Mecklenburg Vorpommern. Ob sich das lohnt? Ich glaube es nicht.
 

red_travels

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16.09.2016
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www.red-travels.com
Und da haben wir schon das nächste Problem: LBC-ORY sind 896km, LBC-LCY immer noch 761km. Die AT72 ist kein Rennpferd, das macht sich hier schon bemerkbar. Positiv sehe ich die Bahnanbindung von LBC. Andere Provinzairports wie RLG, SCN oder PAD können davon nur träumen. Könnte es eventuell Sinn machen, LBC an einen Nicht-Hansa-Hub anzubinden? CPH oder AMS, eventuell CDG oder LHR?

Warum muss man immer an Hubs denken?
Sun Air fliegt hier ab FDH nach DUS/HAM/TLS bzw. BRE-TLS auch keine richtigen Hubs an, die Auslastung ist zwar oft nicht bei 100% aber dennoch rechnen sich die Strecken.

Ich denke mal auch dass man auf die industriellen Geschäftsbeziehungen innerdeutsch sowie im Nahbereich international abziehlt und da ist Zeit bekanntlich Geld und macht eine Anbindung an Hubs wie FRA CPH ARN LHR eher wenig Sinn.

Auf Urlauber gehen Lübecker die vermutlich nicht ein, die Konkurrenz ist in dem Segment einfach zu billig geworden
 

gee86

Erfahrenes Mitglied
27.08.2015
1.489
-14
HAJ
Sun Air fliegt hier ab FDH nach DUS/HAM/TLS bzw. BRE-TLS auch keine richtigen Hubs an, die Auslastung ist zwar oft nicht bei 100% aber dennoch rechnen sich die Strecken.
Hmm welche Mitarbeiter welches Unternehmen fliegen wohl auf diesen Strecken?

Wieviel Industrie hat den Lübeck so?
 

kingair9

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18.03.2009
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Innerdeutsch macht nur nach Frankfurt oder München Sinn.

Das sehe ich (komplett subjektiv) genau anders herum. FRA und MUC werden von HAM aus nahezu im Stundentakt geflogen und bedient nicht nur den O/D Markt sondern auch den Umsteigerverkehr.

Umsteigerverkehr könnte ab LBC nicht generiert werden (da ich nicht glaube, daß die LH mit einsteigt) - ex LBC dreht es sich zu 99,9% um reinen O/D Traffic um den man mit stündlich per LH bedienten Verbindungen konkurrieren würde.

Nee, nee. Das müsste schon etwas attraktives sein, was LH ab HAM nicht bieten kann. Oberpfaffenhofen oder Augsburg statt MUC, Mönchengladbach statt DUS.

Und genau da kommt das ins Spiel, was ich oben geschrieben habe - man müsste wissen, wohin die Mitarbeiter von Unternehmen aus dem Raum LBC fliegen. Ist es München oder Düsseldorf, dann könnte man die Karte "Express Airport" spielen. Oder man geht auf Ziele, bei denen man aufgrund von IHK- und sonstigen Umfragen weiß, daß da jeden Morgen und Abend mindestens 40 Leute unterwegs sind und bei denen ex HAM zwar Angebote da sind, diese aber nicht allzu attraktiv und mächtig sind - also zB STR oder BSL.

Aber mit einem schlechteren Produkt (teurer, weniger frequent, Prop) Head-to-Head gegen Hansa auf deren stärksten Strecken ab HAM zu gehen..? Kann in meinen Augen nur schiefgehen.
 
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kingair9

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18.03.2009
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Unter TABUM und in BNJ
Wieviel Industrie hat den Lübeck so?

Aus Wikipedia:
In Lübeck haben einige Branchen eine besondere Tradition, so die Medizintechnik, begünstigt auch durch die Universität zu Lübeck. Der größte Arbeitgeber mit Sitz in Lübeck ist dabei die Drägerwerk AG & Co. KGaA, ein 1889 begründeter Technologiekonzern[78] mit heute mehr als 11.000 Beschäftigten. Ein weiteres bedeutendes medizintechnisches Unternehmen ist Euroimmun, ein Hersteller von Laborkits zur Antikörper-Diagnostik.
Eine andere wichtige Branche ist die Lebensmittelindustrie, so z. B. Niederegger, der bekannteste Hersteller von Lübecker Marzipan, außerdem der Suppenhersteller Continental Foods, der die Erasco-Gruppe übernommen hat, und der größte deutsche Fischkonservenhersteller Hawesta. Im Bereich des Hafens hat sich der Cerealien-Hersteller H. & J. Brüggen niedergelassen.
Anm.: Schwartauer Werke hat man vergessen

Dazu Schwerin:
Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Helios Kliniken Schwerin


Gebäude der KGW Schweriner Maschinen- und Anlagenbau GmbH
Die Deutsche Bahn AG ist in Schwerin u. a. mit DB Netz, DB Dialog und DB Schenker vertreten.
Die Deutsche Post AG betreibt im Ortsteil Pampow eines ihrer 82 Briefzentren in Deutschland.
Die Helios Kliniken Schwerin beschäftigen über 2000 Arbeitnehmer.
Die Mubea Flamm International GmbH, im Gewerbegebiet Göhrener Tannen, produziert seit 2006 mit 270 Mitarbeitern Zulieferteile für Airbus.
Die Linda Waschmittel GmbH & Co. KG, die unter anderem Linda Neutral herstellt.
Die KGW Schweriner Maschinen- und Anlagenbau GmbH und der KGW Marine GmbH produzieren Türme für Windkraftanlagen, Schiffszubehör und Umwelttechnik.
Die Maplan Schwerin GmbH fertigt Maschinenbauteile für die Kunststoffverarbeitung.
Das Kabelwerk der Prysmian Cable and Systems, zuvor bei Siemens und Pirelli, fertigt Mittelspannungs- und Installationskabel.
Die Schoeller Allibert und die United Caps sind in der Kunststoffverarbeitung tätig.
Die aus den Stadtwerken Schwerin ausgegliederte Energieversorgung Schwerin und die WEMAG sind regionale Energieversorger.
Die buw Holding GmbH, ein Kommunikationsdienstleister, beschäftigt am Standort Schwerin rund 670 Mitarbeiter.
Nestlé hat im Gewerbegebiet Göhrener Tannen 220 Millionen Euro in ein neues Werk zur Produktion von Dolce-Gusto-Kaffeekapseln investiert.[78] Derzeit arbeiten hier 250 Arbeiter.
Invest in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Wirtschaftsfördergesellschaft mit Hauptsitz in Schwerin.
Die ZIM Flugsitz GmbH produziert Flugzeugsitze für die Luftfahrtindustrie.
Die Ypsomed Produktion GmbH hat ein neues Werk zur Produktion von Medizintechnik errichtet.

und Ludwigslust-Parchim:

Größere Werke sind unter anderem die Hydraulik Nord, die Hansa Baustoffwerke sowie mehrere Call-Center in der Kreisstadt Parchim. Die Fliesenwerke in Boizenburg/Elbe, das Süßwarenwerk in Grabow, der Nahrungsmittelhersteller Carl Kühne KG in Hagenow, die Lebensmittelhersteller Dr. Oetker und Stern-Wywiol in Wittenburg, die Edeka Nord und Tchibo GmbH in Gallin/Valluhn an der A24, zählen zu den größten Arbeitgebern im Landkreis.
 

concordeuser

Erfahrenes Mitglied
01.11.2011
5.755
1.807
Hamburg
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich diese Linienverkehre wirtschaftlich rechnen.

Und als Glücks-Carrier hätte ich meine Fluggesellschaft auch nicht bezeichnet.
 
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