Lufthansa Servicewueste

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Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.839
10.786
BRU
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Also wenn die Airline in den Upgrade-Bedingungen klar und deutlich kommuniziert, dass irgendeine günstige Upgrade-Option ausschließlich auf eigenen Flügen gilt, also kein vollwertiges C-Ticket ist (LX Komfortpaket, A3 Upgrade-Vouchers o.ä.), finde ich es in Ordnung, wenn bei Irregs die Umbuchung in Y erfolgt und der gezahlte Preis / Upgrade-Vouchers erstattet werden. Wüsste auch nicht, wo das gegen die EU-VO, Vertragsrecht oder was auch immer verstoßen sollte.

Wenn dagegen LH in den Bedingungen schreibt, dass der Kunde nach erfolgtem Upsell / angenommenen My Offer-Angebot ein normales C-Ticket hat, dann erwarte ich bei unfreiwilligen Umbuchungen auch Umbuchung in C (und nicht nur innerhalb der LH-Gruppe oder Star Alliance). Wie sie das mit anderen Airlines abrechnet, sollte dann nicht Problem des Kunden sein.
 

on_tour

Erfahrenes Mitglied
01.08.2010
8.918
1.612
Das beantwortet nicht die Frage, warum die Airline Dich kostenlos umbuchen soll. Dazu braucht es eine Anspruchsgrundlage. Mit anderen Worten: Woraus ergibt sich bei diesem Fall von höherer Gewalt bitte, dass das Problem der Airline ist? Wenn Du keine Chance hast, hast Du keine Chance und wenn Du keine Chance hast, hast Du erst einmal verloren. Oder?

schauen wir doch mal, was da passiert ist. LH und ihre Gehilfen waren nicht in der Lage, den Pax vertragsgemäss ein zu checken und zu transportieren.
Ich sehe hier null Verwantwortung beim Passagier, er hätte z.B: kein extra Personal bereitstellen können.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.587
2.702
Bayern & Tirol
Also wenn die Airline in den Upgrade-Bedingungen klar und deutlich kommuniziert, dass irgendeine günstige Upgrade-Option ausschließlich auf eigenen Flügen gilt, also kein vollwertiges C-Ticket ist (LX Komfortpaket, A3 Upgrade-Vouchers o.ä.), finde ich es in Ordnung, wenn bei Irregs die Umbuchung in Y erfolgt und der gezahlte Preis / Upgrade-Vouchers erstattet werden. Wüsste auch nicht, wo das gegen die EU-VO, Vertragsrecht oder was auch immer verstoßen sollte.

Wenn dagegen LH in den Bedingungen schreibt, dass der Kunde nach erfolgtem Upsell / angenommenen My Offer-Angebot ein normales C-Ticket hat, dann erwarte ich bei unfreiwilligen Umbuchungen auch Umbuchung in C (und nicht nur innerhalb der LH-Gruppe oder Star Alliance). Wie sie das mit anderen Airlines abrechnet, sollte dann nicht Problem des Kunden sein.

Dagegen! Was kommt noch? Da Sie ein besonders günstiges Ticket gekauft haben, haben wir Kompensation nach EU261 ausgeschlossen? Genau das ist doch der Punkt der EU-Verordnung! Egal wie teuer das Ticket gilt es: Sonst würde die Airline ja einfach bei billigen Tickets alle möglichen Rechte ausschließen. Die EU 261 geht auf Loyola de Palacio und ihre Erfahrungen mit IB zurück. Wenn jemand ein teureres Ticket hatte, ist jemand mit dem billigeren einfach stehen geblieben. Günstige Angebote sind eine kommerzielle Entscheidung der Airline. Kundenrechte können nicht per AGB/ABB ausgeschlossen werden.

VW kann ja auch nicht sagen: Du kriegst 1000 Euro Rabatt und dafür schließen wir die gesetzliche Gewährleistung aus!
 

Traze95

Reguläres Mitglied
10.07.2018
91
17
Kleines Update: "Feedback" Email habe ich vor ein paar Tagen an LH geschickt. Denke mal die brauchen aktuell sicher etwas laenger um zu antworten :D

Freue mich ueber die rege Diskussion hier.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
Ich denke die Situation ist schon etwas Komplex... Damit ein Upgrade verkauft werden kann, muss ja die entsprechende Buchungsklasse verfügbar sein. Ist sie das auf dem Ersatzflieger nicht, ist die Grundlage für den Vertrag entfallen, damit muss er (zwangsweise) rückabgewickelt werden, also Geld zurück und Y+ fliegen. Man hat ja nicht C gekauft, sondern C Buchungsklasse XYZ (wasweisich welche das bei LH ist).

Nehmen wir mal als anderes Beispiel: Du hast ein Auto gekauft und bestellt. Bei der Lieferung gibt es plötzlich noch die Möglichkeit, ein neues Satellitenradio dazuzukaufen, also macht man das in einem separaten Vertrag der das ursprünglich gekaufte Produkt modifiziert. Nach ein paar Wochen geht das Radio kaputt, da es eine nur begrenzt verfügbare Aktionsware war, gibt es keinen Ersatz mehr. In dem Fall hast du nicht den Anspruch darauf, ein anderes Satellitenradio zu bekommen, du bekommst lediglich dein Geld zurück und dein Auto auf den Ursprungszustand zurückgebaut, der Verkauf wird rückabgewickelt, als hätte er nie stattgefunden. Ein Schaden ist dir nicht entstanden, du hast das Auto ja ursprünglich auch ohne Radio haben wollen. In dem Fall könnte sogar umgekehrt der Verkäufer für deine Nutzung ein Teil des Verkaufspreises einbehalten.

Es wäre jetzt mal interessant in die Tiefen des Luftrechts einzutauchen... Produziert ein Upgrade einen neuen Beförderungsvertrag (ist das Auto mit Radio ein völlig anderes, eigenständiges Produkt), oder ist es ein zusätzlicher Servicevertrag? Ergänzt man den Bevörderungsvertrag um ein separates Leistungsversprechen?
Hast du vorher schon irgendwelchen Nutzen aus dem Upgrade bezogen (z.B. eine Lounge besucht, die du nicht schon ohnehin wegen dem Status benutzen konntest)?

Spannend ist die Frage, wer das Hotel in London bezahlt. Wenn hier BA/AA verantwortlich sind, hat LH ja nichts mehr damit zu tun.
Ich denke, das hat der BGH kürzlich klar geregelt: Verantwortlich ist die Airline, die das ursprüngliche Ticket verkauft hat. Egal wer am Ende in deren Auftrag operiert. Andere Gerichte hatten in der Vergangenheit anders geurteilt.
 

CSVT

Erfahrenes Mitglied
01.07.2016
680
5
HAM
Ich denke die Situation ist schon etwas Komplex... Damit ein Upgrade verkauft werden kann, muss ja die entsprechende Buchungsklasse verfügbar sein. Ist sie das auf dem Ersatzflieger nicht, ist die Grundlage für den Vertrag entfallen, damit muss er (zwangsweise) rückabgewickelt werden, also Geld zurück und Y+ fliegen. Man hat ja nicht C gekauft, sondern C Buchungsklasse XYZ (wasweisich welche das bei LH ist).

Damit ein C-Ticket verkauft werden kann muss auch eine Buchungsklasse in der Business frei sein. Da sehe ich (auf deine Argumentation bezogen) absolut keinen Unterschied.
Die Airline Verkauft ja auch kein C-Ticket und sagt dann bei der Umbuchung „Tut uns leid, aber eine Business-Buchungsklasse ist nicht mehr frei“.

Eine analoge Fragestellung bezüglich der Zubuchung von Leistungen ergibt sich aber auch bei den Handgepäcktarifen.
Angenommen es wäre ein Return, insgesamt 2 Flüge in Basic, gebucht und dann für 20 Euro pro Flug Gepäck dazugebucht worden.

Dann bucht die Airline auf 4 Leg’s mit einer anderen Airline um und die möchte insgesamt 200€ für das Gepäck haben. Hat man dann Anspruch auf Flug + Gepäck für den ursprünglichen Preis oder nicht?

(Zum Hintergrund: Habe bei einem OTA ein Ticket mit Gepäck gebucht, die hatten aber einen Systemfehler oder so und haben mich in Basic gebucht. Danach bekam ich die Kosten fürs Gepäck vom OTA erstattet.)
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
Damit ein C-Ticket verkauft werden kann muss auch eine Buchungsklasse in der Business frei sein. Da sehe ich (auf deine Argumentation bezogen) absolut keinen Unterschied.
Das ist so nicht korrekt. Zu dem Upgradezeitpunkt war sicher auch noch ein C-Ticket kaufbar, aber in einer anderen (höherwertigen) Buchungsklasse. Es hätte auch sein können, das zwar noch ein sündhaft teures C-Ticket kaufbar gewesen wäre, jedoch kein Platz mehr für einen Upgrader buchbar gewesen wäre, obwohl physikalisch frei. Eine echte Logik in dem System erkennen zu wollen ist müßig... 100% Willkür zur Gewinnmaximierung. Manchmal geht das auch nach hinten los, statt den Platz noch teuer an einen Vollzahler zu verkaufen, bleibt er am Ende u.U. frei, obwohl ein Y+ Kunde bereit gewesen wäre noch Geld dafür auszugeben.

Vielleicht kann hier ein Lufthanseat die genauen Bedeutungen der Buchungsklassencodes mal erklären...

Dein Gepäckbeispiel ist natürlich wirklich interessant...
Genauso interessant ist, wenn dich dein Status dazu berechtigt, Mehrgepäck mitzunehmen, du aber plötzlich auf einen Carrier umgebucht wirst, der dieses Privileg nicht hat (bzw. einer ganz anderen Allianz angehört, du also bei denen keine Privilegien hast). KLM hat mich schonmal auf LH umgebucht, da war es umgekehrt, da ich bei LH zu dem Zeitpunkt SEN war, bei Flying Blue aber nur Silber hatte ich so plötzlich mehr Privilegien, für die ich nie bezahlt habe, hätte plötzlich viel mehr Gepäck mitnehmen können.
Ma hat ma Glück, Ma hat ma Pech Mahatma Ghandi würde Bernd Stelter singen.

Guck übrigens mal hier :
(Wie sagt der Prophet? Alles steht geschrieben...)
Mit dem Upgrade in die Business Class erwirbt der Fluggast folgende Zusatzservices: 
Die Nutzung der Priority Lanes an den Sicherheitskontrollen, sofern am jeweiligen Flughafen vorhanden 
Die Nutzung der Lufthansa Business Class Lounges am jeweiligen Abflughafen 
Das Priority Boarding beim Einsteigen über eine Fluggastbrücke 
Einen Sitzplatz in den vorderen Reihen des Flugzeugs sowie einen garantiert freien Nachbarsitz 
Eine vollwertige Mahlzeit und ein breites Angebot an Getränken 
Eine Auswahl an Zeitschriften und Magazinen 
Ein zusätzliches Handgepäckstück

Die Tarifbedingungen hinsichtlich Umbuchung/Streckenänderung, Stornierung/Erstattung, sowie Freigepäckmenge und Meilengutschrift des original bezahlten Economy Class Tarifs bleiben bestehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

ArmDoors

Erfahrenes Mitglied
16.01.2017
2.109
932
ZRH & DUS
Genauso interessant ist, wenn dich dein Status dazu berechtigt, Mehrgepäck mitzunehmen, du aber plötzlich auf einen Carrier umgebucht wirst, der dieses Privileg nicht hat (bzw. einer ganz anderen Allianz angehört, du also bei denen keine Privilegien hast).
Ich wurde von AB mal auf Eurowings umgebucht - mein Ticket war der Handgepäcktarif, dank Platin-Karte hatte ich aber dennoch einen Koffer dabei. Der Eurowings-Ersatz war dann auch mit Koffer gebucht. Interessant wäre es natürlich gewesen, wenn ich den Klassik-Tarif gebucht hätte und mit zwei Koffern (und am besten 2x Handgepäck) vor dem EW-Schalter gestanden hätte.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
Kleines Update: "Feedback" Email habe ich vor ein paar Tagen an LH geschickt. Denke mal die brauchen aktuell sicher etwas laenger um zu antworten :D

Freue mich ueber die rege Diskussion hier.

Wo ist jetzt eigentlich dein Problem? Du bist doch BA C geflogen und hast ein Hotel bekommen. Die Entschädigung für die Verspätung hat ja nix mit dem Upgrade zu tun. Die Nervereien?
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
Wo ist jetzt eigentlich dein Problem?
Die Nervereien?
Die ganze Einstellung. Wann immer man (als Kunde) was von Lufthansa will, wird man erstmal unfreundlich (bis unverschämt) abgewiesen. Da ist immer erstmal alles unmöglich und dein Problem. Bisweilen wird man plump belogen. Wenn man dann mal die Senator Karte auf die Theke genallt hat nimmt der Mitarbeiter immerhin schon mal Haltung an, und weist dich etwas freundlicher ab, wenn du dann um ein Gespräch mit dem Manager bittest, ändert es sich schon in ein "mal sehen was ich tun kann". Und am Ende, wenn du dem Manager gegenüber erhebliche Kenntnisse zeigst, und eventuell "die Pistole auf die Brust setzt" ("Wenn sie das nicht hinbekommen, buche ich jetzt nebenann ein €10.000 One-Way Ticket und sie werden das am Ende bezahlen müssen") geht es dann irgendwie doch so wie es die Rechtslage vorsieht. Das wird dann einem aber als unglaubliche Kulanz verkauft, und große lebenslange Dankbarkeit erwartet.
Das nervt ohne Ende !

Es mag ja sein, das Lufthansa jeden Tag Tausende von Passagieren unter den tasächlichen Kosten mit verschleuderten Tickets transportiert, aber sie sollen sich mal abgewöhnen jeden so zu behandeln als wäre man einer davon.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
Die ganze Einstellung. Wann immer man (als Kunde) was von Lufthansa will, wird man erstmal unfreundlich (bis unverschämt) abgewiesen. Da ist immer erstmal alles unmöglich und dein Problem. Bisweilen wird man plump belogen.

Das mag ja alles sein, aber hat man dadurch irgendwelche Ansprüche?

Machen andere Airlines übrigens auch. Mein Flug hatte gestern auf Grund von schlechtem Wetter über 2 Stunden Verspätung. Alle anderen Flüge die zur selben Zeit dort abgeflogen sind waren pünktlich bzw. ein paar Minuten verspätet.

Eine Umbuchung auf eine Alternative Route (was leicht möglich gewesen wäre) wurde abgelehnt. Mit dem Ergebnis das ich einen Tag Zwangs Sightseeing habe (nicht wirklich schlimm) aber es wird auch abgelehnt meinen Rückflug um einen Tag nach hinten zu verschieben. Von der Compensation gar nicht erst zu reden (obwohl ich direkt gesagt habe "gebt mir einfach zwei Voucher die ich direkt für meine anstehende Buchung Ende August nutze). Das ganze mit Platin Status bei AY und zwei voll bezahlten C Tickets.

Als ich gestern Nacht mit Verweis auf die Buchbarkeit einer bestimmten Verbindung auf diese bestanden habe wurde mir erst mit der Security gedroht, ich habe dann den Supervisor verlangt und wurde dann auf meine Wunschverbindung gebucht.

Servicewüste AY? Ich würde sagen Alltag im Flugbetrieb.
 
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Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.839
10.786
BRU
...Wann immer man (als Kunde) was von Lufthansa will, wird man erstmal unfreundlich (bis unverschämt) abgewiesen. Da ist immer erstmal alles unmöglich und dein Problem. Bisweilen wird man plump belogen....

Und anderswo ist das besser?

Bei LH habe ich zumindest bei der Umbuchung / Ersatzbeförderung noch nie Probleme gehabt (Ausgleichszahlung mag was anderes sein, nur primär geht es mir darum, ans Ziel zu kommen). Und auch nicht bei den Versorgungsleistungen bzw. Erstattung der Kosten für Hotel, Transfer usw., wo zunächst selber gezahlt. Auch zu Zeiten, als ich noch nicht HON war...

Dagegen! Was kommt noch? Da Sie ein besonders günstiges Ticket gekauft haben, haben wir Kompensation nach EU261 ausgeschlossen? Genau das ist doch der Punkt der EU-Verordnung! Egal wie teuer das Ticket gilt es: Sonst würde die Airline ja einfach bei billigen Tickets alle möglichen Rechte ausschließen. Die EU 261 geht auf Loyola de Palacio und ihre Erfahrungen mit IB zurück. Wenn jemand ein teureres Ticket hatte, ist jemand mit dem billigeren einfach stehen geblieben. Günstige Angebote sind eine kommerzielle Entscheidung der Airline. Kundenrechte können nicht per AGB/ABB ausgeschlossen werden.
Ich sehe hier diverse Upsells eigentlich nicht als vollwertiges Biz-Ticket (u.a. weil ja auch sonst die Bedingungen des Eco-Tickets weitergelten), sondern als ein Eco-Ticket plus Upgrade als Zusatzleistung. Und die Bedingungen dieser „Zusatzleistung“ sind mir zum Buchungszeitpunkt bekannt.

Und es geht ja auch nicht darum, dass die Airline weiter reguläre teure Biz-Tickets verkauft und dann den Kunden mit dem Upsell einfach in die Eco setzt. Hier würde ich auch Anspruch auf Downgrade-Entschädigung sehen und nicht nur Erstattung des Upsells (ob das nennenswert mehr wäre, sei mal dahingestellt…).

Wie das juristisch zu bewerten ist – keine Ahnung. Angesichts der Tatsache, dass das aber bei einer ganzen Reihe an Airlines so ist, dass sie irgendwelche Upgrades / Upsells auf eigene Flüge beschränken, kann ich mir aber fast nicht vorstellen, dass derartiges gegen das Vertragsrecht / Verbraucherrecht verstoßen soll.
 
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Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
Und anderswo ist das besser?
Aber ja doch. Wenn ich z.B. aktuell vergleiche wie mich mein Autohändler wegen einer Rückrufaktion als Kunde behandelt, und wie Lufthansa wenn sie einen Flug "zurückrufen", da sind Welten dazwischen.
Und Lufthansa hat an mir bisher ein Hundertfaches an Geld verdient, als mein Autohändler.

Sonst würde die Airline ja einfach bei billigen Tickets alle möglichen Rechte ausschließen.
Ungekehrt ist es schon schwer nachvollziehbar, warum man wenn ein €99 Flug um 4 Stunden verspätet ist €600 als Entschädigung bekommen soll...
(Ich schäme mich ja schon aktuell von einem €878 Flug €600 wiederzusehen, obwohl ich ja tatsächlich von A nach B und zurück über den Teich transportiert wurde und nichts versäumt/verpasst habe)

Mal ganz abgesehen davon: sie tun exakt das! Sie schließen bei billigen Tickets die Erstattung der Steuern und Gebühren aus, obwohl das rechtlich eindeutig geregelt ist.
Naja, sie versuchen es, und werden dann hin und wieder mal von Gerichten auf den Boden des Rechtsstatts zurückgeholt. Leider immer viel zu spät, nach tausenden von Rechtsbrüchen zu Ungunsten der Verbraucher...

Ansonsten:
Wenn ein Upgrade nur ein Bruchteil der Preisdifferenz zwischen Y- und C-Ticket kostet, warum soll es die vollen Rechte geben?
Dann würden ja alle nur noch Y buchen und dann upgraden.

Unlogische Preisgestaltung produziert unlogische Situationen und trainiert unlogisches Verhalten. Ich könnte extrem gut mit einem radkal einfacheren Tarifsystem leben.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
Aber ja doch. Wenn ich z.B. aktuell vergleiche wie mich mein Autohändler wegen einer Rückrufaktion als Kunde behandelt, und wie Lufthansa wenn sie einen Flug "zurückrufen", da sind Welten dazwischen.
Und Lufthansa hat an mir bisher ein Hundertfaches an Geld verdient, als mein Autohändler.


Äpfel und Birnen und so. Entweder kaufst du dir sehr billige Autos oder sehr teuere Tickets, den in der Regel verdient der Autohändler sehr viel besser als LH.
 

tisch

Erfahrenes Mitglied
15.11.2017
643
148
Aber ja doch. Wenn ich z.B. aktuell vergleiche wie mich mein Autohändler wegen einer Rückrufaktion als Kunde behandelt, und wie Lufthansa wenn sie einen Flug "zurückrufen", da sind Welten dazwischen.
Und Lufthansa hat an mir bisher ein Hundertfaches an Geld verdient, als mein Autohändler.


Ungekehrt ist es schon schwer nachvollziehbar, warum man wenn ein €99 Flug um 4 Stunden verspätet ist €600 als Entschädigung bekommen soll...
(Ich schäme mich ja schon aktuell von einem €878 Flug €600 wiederzusehen, obwohl ich ja tatsächlich von A nach B und zurück über den Teich transportiert wurde und nichts versäumt/verpasst habe)

Mal ganz abgesehen davon: sie tun exakt das! Sie schließen bei billigen Tickets die Erstattung der Steuern und Gebühren aus, obwohl das rechtlich eindeutig geregelt ist.
Naja, sie versuchen es, und werden dann hin und wieder mal von Gerichten auf den Boden des Rechtsstatts zurückgeholt. Leider immer viel zu spät, nach tausenden von Rechtsbrüchen zu Ungunsten der Verbraucher...

Ansonsten:
Wenn ein Upgrade nur ein Bruchteil der Preisdifferenz zwischen Y- und C-Ticket kostet, warum soll es die vollen Rechte geben?
Dann würden ja alle nur noch Y buchen und dann upgraden.

Unlogische Preisgestaltung produziert unlogische Situationen und trainiert unlogisches Verhalten. Ich könnte extrem gut mit einem radkal einfacheren Tarifsystem leben.
Die EU Entschädigungen sind ja auch dafür da, dass die Airlines ihre Flugpläne einhalten und nicht einfach nach belieben Flüge streichen weil es nicht wirtschaftlich ist. Außerdem entsteht einem ja der gleiche Ärger bzw. Unkosten. Ob ich nun auf einen 9€ Ryanair Ticket sitzen gelassen werde oder auf einem 300€ Lufthansa.

Die Alternative wäre wie bei der Bahn es prozentual zu regeln aber dann weitaus früher und unabhängig vom Grund.

Was die Steuern und Gebühren angeht ist es in der Tat noch so, dass die Airlines meist diese komplett ausschließen. Ich hoffe das auch dort Unternehmen wie Geld für Flug den Markt etwas umkrempeln.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
in der Regel verdient der Autohändler sehr viel besser als LH.
Weil Autohändler ihre Restbestände nicht verramschen... Weil die Gewinnspanne bei allen Autos ähnlich ist. Airlines verkaufen viele Tickets mit großem Verlust, weil sie einige mit erheblichem Gewinn absetzen können.
An den Flügen die ich mit LH mache in den Buchungsklassen die ich nutze verdienen sie extrem gut. Oft schon an einem einzigen Flug von vielen im Jahr so viel wie mein Autohändler alle 10 Jahre...

Äpfel und Birnen
Wegen der Anzahl Kunden, ja. Mein Autohändler hat vielleicht 1000, LH hat Millionen. Und so behandeln sie sie dann auch.

Die EU Entschädigungen sind ja auch dafür da, dass die Airlines ihre Flugpläne einhalten und nicht einfach nach belieben Flüge streichen weil es nicht wirtschaftlich ist.
Wenn es aber LH beim €6000 Ticket nur €600 kostet, und Ryanair beim €29 Ticket €300, wo ist dann der Anreiz für LH die Flüge nicht zu streichen...
Aber das ist der ewige Streit über gerechte Strafen, bei dem das Amerikanische Rechtssystem z.B. völlig anders ist. Muss eine Strafe der Tat, oder dem Täter angemessen sein? Kann sich ein Millionär alles erlauben, weil er über pauschale Bußgelder nur lacht?
 

Friemens

Erfahrenes Mitglied
23.01.2012
1.164
0
MUC
Danke für die Mitteilung weniger als 2 h vor Abflug, dass LH 2099 gecancelt wurde, wäre Euch das bis heute Mittag eingefallen, hätte ich zur Not per Zug die Chance gehabt, meinen Anschluss in MUC zu bekommen.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
Wegen der Anzahl Kunden, ja. Mein Autohändler hat vielleicht 1000, LH hat Millionen. Und so behandeln sie sie dann auch.

Nein auf der einen Seite ein schnell verderbliches Konsumgut und auf der anderen Seite ein langfristiges Wirtschaftsgut.

Das lässt sich alleine aus den Zwängen die sich bei der Vermarktung des ersteren ergeben überhaupt nicht vergleichen.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
Nein auf der einen Seite ein schnell verderbliches Konsumgut und auf der anderen Seite ein langfristiges Wirtschaftsgut.
Besser kann man das Problem nicht auf den Punkt bringen. Ich bin langjähriger LH Kunde, fliege seit 18 Jahren geschäftlich und werde noch weitere 15 Jahre Dienstreisen machen, bin für LH ein langfristiger Geschäftspartner an dem sie sehr sicher über mein gesamtes Berufsleben einen sechstelligen Gewinn machen werden (ich verfliege in manchem Jahr allein einen sechstelligen Etat, und in Buchungsklassen die mehr als 5% Gewinn abwerfen...). Es geht um eine langfristige Wirtschaftsbeziehung.
Behandeln tun sie mich aber systematsch wie ein schnell wieder verschwindender Konsument, der ein Billigschnäppchen bucht, und vermutlich nie wieder kommt.

Ein einzelner Flug mag ein verderbliches Konsumgut sein, die Geschäftsbeziehung zu einem Vielflieger ist es nicht, oder sollte es zumindest nicht sein.

Es kurziert gerade eine TK Studie im Netz, laut der etwa 75% der Kaufentscheidungen auf persönlicher Erfahrung beruht. Meine bisherige LH Erfahrung ist keinesfalls auf der positiven Seite, wenn ich LH buche dann wegen der Routen/Zeitenverfügbarkeit, und trotz, nicht wegen meiner bisherigen Service-Erfahrung. Das sollte einer nach eigenem Verständnis 5 Sterne Premiumairline zu denken geben. Statt die Flieger "edler" zu lackieren, sollten sie mal die Kunden wenigstens angemessen behandeln, nicht wie Bittsteller.

Der Fairness halber muss ich natürlich zugeben, dass ich ein, zwei mal im Jahr auch von der LH positiv überrascht werde, hin und wieder gerät man tatsächlich mal an hoch motivierte Mitarbeiter und kann sich wirklich als geschätzter Kunde fühlen. Es ist aber leider die absolute Ausnahme. Und meistens nicht in Deutschland, sondern auf dem Rückflug...
 
Zuletzt bearbeitet:

technikelse

Erfahrenes Mitglied
18.05.2016
2.092
8
Wiesbaden
Weil Autohändler ihre Restbestände nicht verramschen...

Ähm...was? Hast du schon mal von Rabattschlachten gehört um Zulassungszahlen zu erreichen? Da werden Restbestände sehr wohl verramscht. Es werden sogar extra Aktionen gestartet um Leasing zu Schleuderpreisen anzubieten. Es gibt Tageszulassungen, Sondermodelle und und und.
Weil die Gewinnspanne bei allen Autos ähnlich ist.
Unsinn. Die Gewinnspanne bei Autos kann unterschiedlicher kaum sein. Oder willst du ernsthaft behaupten, dass auf Oberklasse Premiumfahrzeugen dieselbe Gewinnspanne ist wie auf Kleinwagen. Oder das Renault dieselben Gewinnspannen hat wie Daimler?
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
Unsinn. Die Gewinnspanne bei Autos kann unterschiedlicher kaum sein. Oder willst du ernsthaft behaupten, dass auf Oberklasse Premiumfahrzeugen dieselbe Gewinnspanne ist wie auf Kleinwagen. Oder das Renault dieselben Gewinnspannen hat wie Daimler?
Ich sprach vom Händler, nicht vom Hersteller. Das ist (zumindest bei den Vertragshändlern) klar geregelt und wird auch von der Firma streng überwacht, dass da niemand größere Rabatte gibt. Wenn ein Händler ein Auto unter dem Preis an den Kunden abgibt, den er selbst nominell beim Hersteller zahlen muss, dann ist er die längste Zeit Vertragshändler gewesen.
Bei freien Händlern kann es anders aussehen. Bei Aktionen und Sondermodellen wird wenn vom Hersteller vorgegeben bei allen Händlern gleich gehandhabt.
Das Händler bisweilen z.B. Reifen, Felgen, Radio etc. unabhängig vom Hersteller drauflegen, oder mit Tageszulassung aus einbem Neuwagen einen Gebrauchtwagen machen, steht nochmal auf einem anderen Blatt.

Was ich sagen wollte, niemand verkauft einen Phaeton mit 200% Gewinnspanne um damit massenhaft Polos für weit unter Herstellungskosten abgeben zu können. Bei Fluggesellschaften ist das Teil des Geschäftsmodells.
Da sitzt z.B. durchaus ein Fluggast in der Economy, der nur €10 + Steuern&Gebühren für FRA-PHL bezahlt hat, während vorne in der Business einer sitzt, der €4500 + Steuern&Gebühren bezahlt hat. Das ist in der Luftfahrt absoluter Alltag, bei Fahrzeugen völlig undenkbar.

Und wenn du einmal deinem Autohändler ein richtig tolles Fahrzeug abgekauft hast, dann wird er dich den Rest deines Lebens gut behandeln. Bei Airlines absolute Fehlanzeige, da wird man ja nichtmal während man einen sauteuren Flug macht gut behandelt...
 

peter42

Moderator
Teammitglied
09.03.2009
13.462
1.306
Was ich sagen wollte, niemand verkauft einen Phaeton mit 200% Gewinnspanne um damit massenhaft Polos für weit unter Herstellungskosten abgeben zu können. Bei Fluggesellschaften ist das Teil des Geschäftsmodells.
Da sitzt z.B. durchaus ein Fluggast in der Economy, der nur €10 + Steuern&Gebühren für FRA-PHL bezahlt hat, während vorne in der Business einer sitzt, der €4500 + Steuern&Gebühren bezahlt hat. Das ist in der Luftfahrt absoluter Alltag, bei Fahrzeugen völlig undenkbar.

Leider hinkt der Vergleich Y zu C mal wieder, weil auf dem Platz eines C-Paxes eben 4-5 Y-Paxe sitzen und damit dank der Phantasiesteuern der Unterschied schonmal deutlich kleiner ist.

Stimmen würde er, wenn Du einen Pax in Fullfare-Y nehmen würdest - aber selbst die mag LH ja nicht wirklich (keine HON-Meilen).
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
7.755
5.557
Was ich sagen wollte, niemand verkauft einen Phaeton mit 200% Gewinnspanne um damit massenhaft Polos für weit unter Herstellungskosten abgeben zu können. Bei Fluggesellschaften ist das Teil des Geschäftsmodells.

Im KFZ-Bereich läuft es gerne mal umgekehrt. Man verkauft den Polo mit ordentlicher Gewinnspanne, um dann den Phaeton als Technologie- und Imageträger zu nicht viel mehr als den Vollkosten absetzen zu können.
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
7.755
5.557
Die ganze Einstellung. Wann immer man (als Kunde) was von Lufthansa will, wird man erstmal unfreundlich (bis unverschämt) abgewiesen. Da ist immer erstmal alles unmöglich und dein Problem. Bisweilen wird man plump belogen. Wenn man dann mal die Senator Karte auf die Theke genallt hat nimmt der Mitarbeiter immerhin schon mal Haltung an, und weist dich etwas freundlicher ab, wenn du dann um ein Gespräch mit dem Manager bittest, ändert es sich schon in ein "mal sehen was ich tun kann". Und am Ende, wenn du dem Manager gegenüber erhebliche Kenntnisse zeigst, und eventuell "die Pistole auf die Brust setzt" ("Wenn sie das nicht hinbekommen, buche ich jetzt nebenann ein €10.000 One-Way Ticket und sie werden das am Ende bezahlen müssen") geht es dann irgendwie doch so wie es die Rechtslage vorsieht. Das wird dann einem aber als unglaubliche Kulanz verkauft.

Komischerweise wurde ich bei Hansens noch nie unfreundlich oder unverschämt abgewiesen.

Das könnte natürlich daran liegen, dass ich da weder Senatorkarten auf den Tisch knalle noch dem Manager die Pistole auf die Brust setze.
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
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300x250
Im KFZ-Bereich läuft es gerne mal umgekehrt. Man verkauft den Polo mit ordentlicher Gewinnspanne, um dann den Phaeton als Technologie- und Imageträger zu nicht viel mehr als den Vollkosten absetzen zu können.
mag % so sein, absolut definitiv anders.

Bei Mercedes ist die C klasse der Umsatzbringer, die E klasse dagegen bringt die Ergebnisse. Stückzahlen bzw Zulassungen wöchentlich einsehbar bei Auto bild oder Quartalszahlen. Die C klasse brauchen sie wegen der Masse und Stückzahlen um die Lieferanten zu knechten oder diese zu erfoien