LX: Sorry, kein Weihnachtsbonus, wir haben alles für das hässliche Logo ausgegeben

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Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.575
9.982
BRU
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Gehen wir mal hypothetisch davon aus, dass die Behauptung von TAZO zutrifft und es notwendig ist Cash in der Firma zu behalten. Dann wäre eine Lösung doch ganz einfach gewesen: " Liebe Mitarbeiter, trotz der hohen Gewinne müssen wir wegen schlechter Aussichten (etc, bla, bla) leider weiter Geld im UNternehmen halten. Daher: Reduzierung Weinachtsgeld auf 200 CHF. Selbstverständlich werden auch die außertariflichen Mitarbeiter wie das Managment nur 10% ihres Bonus erhalten. Wir hoffen auf euer Verständnis, und mit gemeinsamer Anstrengung, etc. bla bla"

Sowas hätte doch ne ganz andere Ausenwirkung gehabt, und sicherlich auch zu anderen Presserekationen geführt. Man hätte zwar statt 14 Mio. CHF Weihnachtsgeld nicht 0, sondern immerhin noch 1,4 Mio CHF auszahlen müssen. Die Auszahlung ist aber a) sicherlich geringer und wird b) durch einen entsprechenden Verzicht der Führungsetage locker wieder ausgeglichen, wenn nicht sogar übertroffen.

Volle Zustimmung

Das Problem daran ist einzig und allein die Ideologie und Einstellung unserer heutigen Manager die oftmals offensichtlich nur an sich denken.

Stimmt in vielen Fällen sicher auch. Nur würde ich ein derartiges Verhalten und Einstellung nicht auf Manager beschränken... Jemand, der mit einer ständigen Geiz-ist-Geil-Maximierer-Mentalität möglichst alles am besten umsonst haben möchte tut auch nicht viel was anderes...
 
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brummi

Erfahrenes Mitglied
21.12.2010
3.132
237
FRA
Ich halte die Entscheidung fuer falsch: 3.500 Flugbegleiter x 4.000 Franken = 14 Mio Franken.
QUOTE]

wieso eigentlich immer nur von den FB die Rede ist, verstehe ich auch nicht. Swiss hatte zum Ende des letzten Quartals 7.897 Mitarbeiter - die sollten alle was bekommen, und wenn es nur das Brettl ist :))
Nach deiner Rechnung also keine 14 Mio sondern über 31 Mio.
 

franzose

Fremdbucher
10.07.2009
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168
MUC
Mal ehrlich: Wenn es so dringend notwendig ist Cash im Unternehmen zu halten, meint ihr da werden die popeligen 14Mio CHF etwas bringen?!? Schaut euch doch einmal den letzten Quartalsgewinn an, das ist mehr als das 10-fache!!!!

Das kann doch niemand mehr vermitteln...

@brummi: Es geht um 2000CHF Weinachtsgeld, nicht 4000. Außerdem erhalten AT-Angestellte kein Weihnachtsgeld, weshalb du die absoluten Zahlen nicht verwenden kannst.
 
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skywalkerLAX

Erfahrenes Mitglied
Gehen wir mal hypothetisch davon aus, dass die Behauptung von TAZO zutrifft und es notwendig ist Cash in der Firma zu behalten. Dann wäre eine Lösung doch ganz einfach gewesen: " Liebe Mitarbeiter, trotz der hohen Gewinne müssen wir wegen schlechter Aussichten (etc, bla, bla) leider weiter Geld im UNternehmen halten. Daher: Reduzierung Weinachtsgeld auf 200 CHF. Selbstverständlich werden auch die außertariflichen Mitarbeiter wie das Managment nur 10% ihres Bonus erhalten. Wir hoffen auf euer Verständnis, und mit gemeinsamer Anstrengung, etc. bla bla"

So eine offizielle Mitteilung haette aber recht deutliche Signale u.a. an die Boerse gesendet... Das waere ein weiterer Gau gewesen.
 

bettina7411

Erfahrenes Mitglied
23.04.2011
766
1
VIE
Gehen wir mal hypothetisch davon aus, dass die Behauptung von TAZO zutrifft und es notwendig ist Cash in der Firma zu behalten. Dann wäre eine Lösung doch ganz einfach gewesen: " Liebe Mitarbeiter, trotz der hohen Gewinne müssen wir wegen schlechter Aussichten (etc, bla, bla) leider weiter Geld im UNternehmen halten. Daher: Reduzierung Weinachtsgeld auf 200 CHF. Selbstverständlich werden auch die außertariflichen Mitarbeiter wie das Managment nur 10% ihres Bonus erhalten. Wir hoffen auf euer Verständnis, und mit gemeinsamer Anstrengung, etc. bla bla"

Sowas hätte doch ne ganz andere Ausenwirkung gehabt, und sicherlich auch zu anderen Presserekationen geführt. Man hätte zwar statt 14 Mio. CHF Weihnachtsgeld nicht 0, sondern immerhin noch 1,4 Mio CHF auszahlen müssen. Die Auszahlung ist aber a) sicherlich geringer und wird b) durch einen entsprechenden Verzicht der Führungsetage locker wieder ausgeglichen, wenn nicht sogar übertroffen.

Sehe ich genauso!

Das Problem daran ist einzig und allein die Ideologie und Einstellung unserer heutigen Manager die oftmals offensichtlich nur an sich denken. Was passiert, wenn alle im Unternehmen so handeln kann man jetzt bei Swiss beobachten: Flüge fallen aus, da Crews nicht mehr mehr als vereinbart für das Unternehmen tun.

Wobei das ja eigentlich nur "gleiches" mit "gleichem" vergelten ist. Management zahlt den Mitarbeitern "nur das, was 100%ig vertraglich vereinbart ist" und bekommt von den Mitarbeitern "nur das, was 100%ig vertraglich vereinbart ist". So wie man in den Wald hineinruft ...
Und das nur an sich denken hat es früher auch gegeben. Im alten Rom hat man für politische Ämter keine Entlohnung bekommen, bekam aber die Chance danach, etwa als Prokonsul oder Proprätor in die Provinzen zu gehen und diese auszubeuten. Heute aber können es viele Manager gar nicht erwarten und sehen sich, sobald in der entsprechenden Etage angekommen, sofort genötigt, mit beiden Händen in den Futtertrog zu greifen, schnell Kasse zu machen und weiter zu ziehen um dort das Spiel von vorne zu beginnen ...

Die Zahl der Unternehmen, wo die ehemaligen Vorstände wegen Veruntreuung, Betrug oder ähnlichen Delikten angeklagt werden, nimmt ja wirklich bedrohliche Ausmaße an ... vielleicht habe ich früher auch nicht ganz so darauf geachtet, aber ich musste das mittlerweile auch in einigen Firmen miterleben, für die ich gearbeitet habe. Und meistens waren es die, die besonders tief in die Kassen gelangt haben auch jene, die vorher den Mitarbeitern ein Sparprogramm nach dem anderen aufs Aug gedrückt haben.
 

brummi

Erfahrenes Mitglied
21.12.2010
3.132
237
FRA
Du hast recht mit den AT; ich bezog mich auch nur auf die Beispielrechnung, in der 4000 CHF angesetzt waren. ´"Nur" die Flugbegleiter zu rechnen ist natürlich ganauso falsch; es gibt ja auch noch Bodenpersonal und, komischweise unterschlagen, die Cockpit Besatzungen.

Bei den AT eben die Boni, die allerdings ja auch vertraglich festgelegt sind, je nach Zielerreichung und normalerweise höher als 2000 CHF, oder?
 

skywalkerLAX

Erfahrenes Mitglied
Nun ja, also die Streiks, von denen ich dieses Jahr betroffen war, waren Proteste gegen Sparmaßnahmen / Reformen / Heraufsetzung des Rentenalters.... und hatten nichts, aber rein gar nichts, mit einem Verstoß gegen Gesetze zu tun.
Und wenn wirklich gegen Tarifverträge oder gar Gesetze verstoßen wird, dann sollte es doch andere Möglichkeiten geben, das zu regeln, als plötzlich Passagiere stehen zu lassen....

Passagiere stehen lassen kostet das Unternehmen Geld und bringt Probleme. Das ist der Sinn einer Streikmassnahme (egal aus welchem Grund und wie un/berechtigt). Alles andere waere dem Unternehmen recht egal, wo waere da der Effekt?
 
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west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
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CGN
So eine offizielle Mitteilung haette aber recht deutliche Signale u.a. an die Boerse gesendet... Das waere ein weiterer Gau gewesen.

Aha. Also wenn die Mitarbeiter auf Weihnachtsgeld verzichten müssen und dadurch die Ausgaben sinken, ist das ein gutes Signal an die Börse.
Wenn die Führungsetage auf Boni verzichtet und dadurch die Ausgaben sinken, ist das ein schlechtes Signal, ja geradzu ein "Gau".

:rolleyes:
 
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YuropFlyer

Guest
Aha. Also wenn die Mitarbeiter auf Weihnachtsgeld verzichten müssen und dadurch die Ausgaben sinken, ist das ein gutes Signal an die Börse.
Wenn die Führungsetage auf Boni verzichtet und dadurch die Ausgaben sinken, ist das ein schlechtes Signal, ja geradzu ein "Gau".

:rolleyes:

Wenn du als Firma Leute ohne Zwang entlässt / Löhne kürzt, dann "honoriert" die Börse dies immer, den das steigert kurzfristig den Shareholder-Value. Das mittelfristig die besten Leute kündigen, und langfristig der Karren an die Wand gefahren wird, interessiert die Quartals-Denker absolut nicht. Das ist mit ein Grund, weshalb die Wirtschaften die so pervers auf die Börse ausgerichtet sind, langfristig nicht mit den Unternehmen aus Ländern, die längerfristig, in Dekaden oder gar noch länger planen, mithalten werden können. Wer nur das "Heute" sieht, der wird den "Morgen" nicht erleben.
 

TAZO

Erfahrenes Mitglied
09.04.2009
4.570
0
Wenn du als Firma Leute ohne Zwang entlässt / Löhne kürzt, dann "honoriert" die Börse dies immer, den das steigert kurzfristig den Shareholder-Value. Das mittelfristig die besten Leute kündigen, und langfristig der Karren an die Wand gefahren wird, interessiert die Quartals-Denker absolut nicht. Das ist mit ein Grund, weshalb die Wirtschaften die so pervers auf die Börse ausgerichtet sind, langfristig nicht mit den Unternehmen aus Ländern, die längerfristig, in Dekaden oder gar noch länger planen, mithalten werden können. Wer nur das "Heute" sieht, der wird den "Morgen" nicht erleben.

Selten so eine abgedroschene Plattituede gelesen... :rolleyes:
 

skywalkerLAX

Erfahrenes Mitglied
Aha. Also wenn die Mitarbeiter auf Weihnachtsgeld verzichten müssen und dadurch die Ausgaben sinken, ist das ein gutes Signal an die Börse.
Wenn die Führungsetage auf Boni verzichtet und dadurch die Ausgaben sinken, ist das ein schlechtes Signal, ja geradzu ein "Gau".

:rolleyes:

Mein Beitrag diesbezueglich war frei von moralischer Wertung. Sicherlich sind ehrliche und offene Aussagen in Unternehmenskreisen wuenschenswert, kommen aber immer seltener vor. Besonders bei boersennotierten Unternehmen wo kritische Unternehmensmeldungen und Gewinnwarnungen eine Lawine ausloesen koennen.

Der Aktienkurs von AMR hat sich z.B. schon ewig vor der Insolvenz von American Airlines in 'Pennystock' verwandelt und das nur aufgrund von Geruechten und Angst (berechtigt im Fall von AA).

Bei Swiss waere es zwar nicht derart eklatant geworden aber angesichts der aktuellen Gewinne waere die andere Frage gewesen wie glaubhaft eine solche Meldung seitens des Unternehmens wirken wuerde.
 

Lohausen

Erfahrenes Mitglied
29.07.2010
1.074
533
BER

Junge, Junge, jetzt schon bei 61,00 CHF für das langweilige Teil. Und die Auktion läuft noch über zwei Tage. Ich glaub, ich verscheuer unseres auch noch. (y)

Oder ist das die Solidaritätsaktion von YuropFlyer? Vielflieger kaufen den FB's die Brettchen ab und sind für die nächsten drei Monate immer ganz nette Paxe?
 

skywalkerLAX

Erfahrenes Mitglied
Ein kurzes Feedback meinerseits ueber die Swiss Website hat heute zu folgender Rueckmeldung per email gefuehrt:

Guten Tag skywalkerLAX,

Ich habe gerade versucht, Sie telefonisch zu erreichen. Unser Kundendienst hat mir Ihr Schreiben bezüglich Weihnachtsbonus weitergeleitet – vielen Dank schon Mal dafür.

SWISS bedauert die verschiedenen Reaktionen in den Medien bezüglich der freiwilligen Zusatzzahlung. Da wir in diesem Jahr trotz hoher Passagierzahlen und grossem Engagement aller Mitarbeitenden unsere Ziele wie in vergangenen Jahren nicht übertreffen konnten, wurde keine freiwillige Zusatzzahlung ausbezahlt. Dennoch ermöglichen es die Resultate, die vertraglich vereinbarte variable Lohnkomponente auszuzahlen. Zudem erhielten die Mitarbeitenden wie jedes Jahr ein Weihnachtsgeschenk.

Uns ist bewusst, dass unsere Mitarbeitenden unser wichtigstes Kapital sind und es uns nur aufgrund guter Leistungen jedes Einzelnen gelingt, den von unseren Fluggästen geschätzten, hochwertigen Service zu bieten. Wir investieren in Aus- und Weiterbildung und fördern den direkten Dialog mit den Mitarbeitenden, wie dies der SWISS-Kultur entspricht. Um unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, investieren wir zudem kontinuierlich in eine moderne Flotte, neue Technologien sowie in das Produkt und in den Service. Dies alles ermöglicht es, dass sich unsere Fluggäste bei uns wohl fühlen. Dafür setzen wir uns alle tagtäglich ein.

Für allfällige weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen mich unter...

Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute im Neuen Jahr.

Freundlich grüsst
xy

Managing Director
Head of Corporate Communications

Ich finde es anstaendig auf Kundenbelange in dieser Form und noch dazu von dieser Stelle einzugehen. Das hat mir bei Swiss schon immer sehr zugesagt. Dennoch ist die Situation natuerlich unveraendert.

Kann jemand hier Licht ins Dunkel bringen was die 'variable Lohnkomponente' bei der Swiss ist?

"...Da wir in diesem Jahr trotz hoher Passagierzahlen und grossem Engagement aller Mitarbeitenden unsere Ziele wie in vergangenen Jahren nicht übertreffen konnten..." -> Das ist natuerlich starker Medien Tobak. Wie hoch wurden denn die Ziele gesteckt dass sie bei dem vorliegenden (sehr guten) Ergebnis nicht uebertroffen bzw erreicht wurden??

Cheers
S.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.468
54
"...Da wir in diesem Jahr trotz hoher Passagierzahlen und grossem Engagement aller Mitarbeitenden unsere Ziele wie in vergangenen Jahren nicht übertreffen konnten..." -> Das ist natuerlich starker Medien Tobak. Wie hoch wurden denn die Ziele gesteckt dass sie bei dem vorliegenden (sehr guten) Ergebnis nicht uebertroffen bzw erreicht wurden??

Na die haben die Masslatte so hochgelegt das ganz sicher kein Boni gezahlt werden muss ;-) Da reicht auch ein Käsebrett.
 
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trichter

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
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"...Da wir in diesem Jahr trotz hoher Passagierzahlen und grossem Engagement aller Mitarbeitenden unsere Ziele wie in vergangenen Jahren nicht übertreffen konnten..."

Also ist in den Unternehmenszielen ausdrücklich nicht enthalten die Mitarbeiter angemessen zu beteiligen, zumindest nicht per Weihnachtsbonus. Pervers.
 
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jc8136

Erfahrenes Mitglied
19.02.2011
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ZRH
Kann jemand hier Licht ins Dunkel bringen was die 'variable Lohnkomponente' bei der Swiss ist?

@ Skywalker:
Zum Thema Bonus in der Schweiz gibt es viele interessante Unterlagen, da die Abzockerinitiative von Herrn Minder sehr viel Bewegung in den letzten Jahren freigesetzt hat. Lesenswert ist dazu das Papier des Schweizer Arbeitgeberverband http://www.arbeitgeber.ch/files/Medien/MEDIENMAPPE_d_arbeitgebertag.pdf bei dem auch der Personalchef der Swiss mitgewirkt hat. Auf Seite 16 gibt es einen interessanten Hinweis:
Bonus wird wichtiger

Über ein Viertel der Arbeitnehmenden in der Schweiz erhält eine Bonuszahlung (zusätzlich zum Grundlohn ausbezahlte Jahresprämien). Der Durchschnitt der jährlich ausbezahlten Boni stieg innerhalb von 10 Jahren von CHF 6852.– (1998) auf CHF 13 068.– (2008). Der Anteil der Arbeitnehmenden, die Boni empfangen, und die Summe dieser variablen Lohnkomponente differieren stark je nach Branche und Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes. Während fast drei Viertel der Erwerbstätigen im Bankensektor einen Bonus erhielten (durchschnittlich CHF 45 300.–, in der höchsten Anforderungsstufe CHF 139 500.–), waren es im Versicherungsgewerbe gut zwei Drittel der Erwerbstätigen (durchschnittlich CHF 19 380.–; in der höchsten Anforderungsstufe: CHF 55 020.–). Im Detailhandel bezogen nur rund ein Sechstel der Erwerbstätigen Boni (durchschnittlich CHF 5280.–, in der höchsten Anforderungsstufe: CHF 21 144.–). Bezogen auf alle Branchen betrugen die Boni im untersten Anforderungsniveau durchschnittlich CHF 2820.-.

Mit 2kCHF hat Swiss in der Vergangenheit seinen Mitarbeitern deutlich weniger Bonus gezahlt als für alle Mitarbeiter im untersten Anforderungsniveau (ungelernte Angestellte im Detailhandel = Migros/Coop). Swiss zahlt schlecht im Durchschnitt der ungelernten Berufe und lebt vom Image. Jedes Crew Mitglied der Swiss würde mehr Lohn erhalten bei der Arbeit im Supermarkt (auch nur unter Berücksichtigung des Grundlohns).
 
Zuletzt bearbeitet:

Lohausen

Erfahrenes Mitglied
29.07.2010
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533
BER
Kann jemand hier Licht ins Dunkel bringen was die 'variable Lohnkomponente' bei der Swiss ist?

2007, als man erstmals Schwarze Zahlen schrieb, wurde ein Gewinnbeteiligungssystem eingerichtet:

LX Pressemitteilung: 02.10.2007

Der Bonus sollte dann ausgeschüttet werden, wenn SWISS im Geschäftsjahr einen Betriebsgewinn von mehr als 5 Prozent des Umsatzes erreicht. Als oberste Grenze waren 10 Prozent des Jahreseinkommens gesetzt.

Allerdings waren zwei Bedingungen an die Annahme dieses neu eingeführten Instrumentes geknüpft:

1. Zustimmung zur Verlängerung des damaligen Gesamtarbeitsvertrages bis 2011
2. Verzicht auf den Teuerungsausgleich

In einer knappen Abstimmung haben sich die Flugbegleiter insgesamt mit 653 zu 639 Stimmen dagegen entschieden. Aufgeteilt nach Untergruppen ergibt sich ein anderes Bild:

1. Japanische FB's: zugestimmt, sie bekommen den Bonus
2. Neueinstellungen nach 2007: zugestimmt, sie bekommen den Bonus
3. Teilzeitbeschäftige: abgelehnt, kein Bonus
4. Alle anderen, sprich: die alten Hasen: abgelehnt, kein Bonus

Jetzt kannst du selber rätseln, ob die FB'in, die beim letzten Mal besonders freundlich gewesen ist, nur alt war oder eine Bonuszahlung hatte. ;)
 
Y

YuropFlyer

Guest
Wann war den diese Abstimmung?

Japanische FAs dürfte es bei der Swiss in einstelliger Anzahl geben, soviele Ziele in Japan fliegt die Swiss jetzt auch nicht an.. und Japaner sagen ja eh zu allem Ja und Amen, siehe Olympus-Skandal..
Neueinstellungen seit 2007: Wann war den diese Abstimmung genau? Wenn das nur "Frischlinge" waren, dann siehe oben: Ja und Amen sagst du als Neuling in einer Firma IMMER! Besonders in einer Firma, zu welcher du besonders wegen des "Image" gehst.

Die alten Hasen haben wohl abgelehnt, weil sie befürchten mussten, das die Situation in der Zukunft wie die 10 Jahre zuvor sein wird: Kein Gewinn -> Kein Bonus -> Kein Teuerungsausgleich

Das die Jahre darauf die Swiss sehr ordentlich durch die wirtschaftlich schlechten Zeiten kam (Auch wegen Billig-FAs) und die Inflation sehr gering war, konnte man kaum ahnen. 5 Jahre mit 6% Inflation wie dies während der 80er und Anfang 90er noch normal war, und jeder hätte die Japaner/Neuen als Super-Deppen hingestellt. Ich sehe da wirklich keine schlechte Entscheidung der Swiss-FA's mit dem Wissensstand von damals. Im Airlinebusiness machen nur sehr wenige Carrier überhaupt Geld - wieso sollte da genau eine Swiss die grosse Ausnahmen sein? Natürlich, mit D-Löhnen und CH-Preisen gelingt das, ansonsten wären mir keine westlichen Carrier bekannt die über Jahre hinweg in den letzten Jahren immer über 5% Gewinn des Umsatzes lagen.

Deshalb: Was genau willst du mit deinem Post sagen? Das die Swiss FA's sich mit dem damaligen Wissensstand schlecht entschieden haben? Hätten sie "Ja" gesagt, und die Swiss hätte wegen "nur" 4.9% Gewinn/Umsatz in den Jahren darauf keine Boni zahlen müssen, hingegen 6% Inflation geherrscht, dann hätten nicht nur die FA's unter 3500 Franken sich Geld vom Staat holen müssen, sondern gleich alle bis zu etwa 5000 Franken.. Arbeitsverträge, die einen Inflationsausgleich generell AUSSCHLIESSEN, sind sowieso abzulehnen.
 
Y

YuropFlyer

Guest
Beeindruckende Analyse !
Offensichtlich warst Du noch nie in Japan oder hast dort (erfolgreich) Geschäfte getätigt.

Beeindruckendes Statement von dir, leider (für dich) beides falsch.

Aber Mr. Rambuster, vielleicht kannst du uns ja dann gleich mal berichten, das Japaner grundsätzlich den Anweisungen ihrer Vorgesetzten misstrauen, und überhaupt nichts als gegeben akzeptieren, was ihnen gesagt wird..
 

JohnDP

Erfahrenes Mitglied
11.03.2010
820
0
Ich bleibe bei meiner Signatur.

ich glaube Rambuster meint dass Japaner per Kultur nie "nein" sagen aber es sehr oft meinen können, nur eben nicht mit einer Verneinung. Somit hat Rambuster Recht: "Japaner sagen nie nein" aber auch Yuropflyer "Japaner bejahen/akzeptieren nicht alles".
 
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Lohausen

Erfahrenes Mitglied
29.07.2010
1.074
533
BER
Wann war den diese Abstimmung?

Die Ankündigung der Gewinnbeteiligung war am 02.10.2007.
Die Verkündung der mehrheitlichen Ablehnung war am 12.11.2007, also etwas mehr als einen Monat danach.

Deshalb: Was genau willst du mit deinem Post sagen?
Fakten, Fakten, Fakten!

Wie du siehst, habe ich damit nur auf die Frage von skywalkerLAX nach der variablen Lohnkomponente geantwortet. Eine Meinung habe ich damit nicht verbunden.
Die Interpretation überlasse ich denen, die es interessiert.

Vorrangig ging es in diesem thread ja um den Weihnachtsbonus. Und da habe ich meine eindeutige Meinung (schon wegen persönlicher Betroffenheit) schon kund getan.
 

mpm

Erfahrenes Mitglied
02.07.2011
1.389
383
Reihe 42a
Ich halte die Entscheidung fuer falsch: 3.500 Flugbegleiter x 4.000 Franken = 14 Mio Franken.

Swiss hat viel Geld fuer ein voellig unnoetiges Logo ausgegeben - da ist es jetzt schwer zu vermitteln, dass eine Zahlung ausfallen soll, die deutlich weniger kostet. Die Swiss sollte dann auch so frei sein und die Vorstandsverguetung fuer 2011 offenzulegen - inklusive Bonuszahlungen (oder bekommen die auch nur ein Kaesebrett?).

Du sprichst mir aus dem Herzen!
 
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