Nachberechnung Sixt wegen Strafzettel

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FlyByWire

Erfahrenes Mitglied
16.11.2011
1.281
0
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Nur um das Ganze mal in Relation zu setzen: Sixt hat im Monat über 30.000 Strafzettel zu bearbeiten.

Ich habe jetzt nicht genauer nachgefragt, wie viel Personalaufwand man konkret dafür hat, aber aus unternehmerischer Sicht verursachen die Strafzettel bei einer Autovermietung durchaus auch einen nicht ganz unerheblichen Kostenblock.

Das heisst dann, dass Sixt pro Jahr damit mehr als 5 Mio. € an Einnahmen generiert?

:censored:
 
A

Anonym38428

Guest
Schlüssig ist das nicht, denn Strafzettel sind ja keine Erfindung der Neuzeit oder eine externe Belastung, die vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit nicht bekannt waren - im Gegenteil, SIXT vermietet seit 100 Jahren Fahrzeuge und weiß, wie wohl kaum ein Mitwettbewerber eine Mischkalkulation zu gestalten, die stetigen Profit abwirft. Nach knapp 100 Mio € Gewinn in 2011 waren es im Krisenjahr 2012 immerhin noch 79 Mio, in 2013 dürfte es wohl wieder mehr sein.

Ergo geht es Erich, Regine und dem Firmenjet auch weiterhin ganz wunderbar, trotzdem ein Teil ihrer Mitarbeiter entgeltlich damit beschäftigt ist, herauszufinden, wer wann wo zu schnell gefahren oder falsch geparkt hat. Sie tun also nichts weiter, als ihren Arbeitsvertrag zu erfüllen und werden von uns, den Kunden, dafür bezahlt.

Anders stellte sich dar, wenn die Arbeitstätigkeit jener Mitarbeiter sich früher auf andere Bereiche erstreckt hätte und sie nun zusätzlich Strafzettel bearbeiten müssten, womöglich noch durch Überstunden. Oder die Zahl der Strafzettel in schwindelerregende Höhen kletterte, so daß man gezwungen wird, zusätzliches Personal einzustellen. Dann müßte der Betriebsrat eingeschaltet werden. Den gibt es aber bekanntlich nicht bei SIXT, weil Erich und Regine dies seit Jahren erfolgreich zu verhindern wissen. Und da beide als verschwiegen gelten, bleibt mit großer Sicherheit Geheimnis, worin der angebliche Mehraufwand von € 18,50 bestehen soll.

Und erinnert an den netten Versuch, für Winterräder extra abzukassieren.:yes:

Anders herum wird ein Schuh drauss: Warum sollte jeder Mieter die nur durch unverbesserliche Raser entstehenden zusätzlichen Aufwände im Zuge einer Mischkalkulation mitbezahlen?
 
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NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
6
Duisburg
Was lernen wir aus der Diskussion?

Wer vor hat Verkehrsregeln zu brechen und sich dabei auch noch erwischen zu lassen, sollte also dringend vor Anmietung eines Leihwagens das Kleingedruckte durchforsten!
 

FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
12
VIE
Wie sieht die Automatisierung aus? Ich kann mir das nicht vorstellen. :eek:

Die Mietwagenfirma wird doch einen ganz normalen Anhörungsbogen bekommen und dann muss daraufhin der Mietvertrag zugeordnet werden. Das kann doch sicher nicht automatisch gemacht werden, sondern es sitzt noch jemand lebendiges, ordnet wenigstens die Anmietdaten des Autos dem Vergehenszeitpunkt zu und löst ein Antwortschreiben an die Behörden sowie eine Mitteilung an den Mieter aus.

Oder geht das ganze komplett ohne Handarbeit?
die automatisierung hast du spätestens ab dem zeitpunkt an dem die eckdaten erfasst sind (datum, strafhöhe, kennzeichen) und das geht sehr schnell, je nachdem wie normiert die strafen zu sixt kommen (das weiß ich nicht) kann sogar das automatisiert werden. ich gehe fast davon aus, dass alle mietwagenfirmen mit den behörden vereinbarungen haben wie die relevanten daten übermittelt werden, das erleichtert die arbeit für alle beteiligten.
 

NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
6
Duisburg
ich gehe fast davon aus, dass alle mietwagenfirmen mit den behörden vereinbarungen haben wie die relevanten daten übermittelt werden, das erleichtert die arbeit für alle beteiligten.

Du hast echt Phantasie.

Obwohl - Ihr Österreicher seid im Abzocken auf der Strasse doch noch weiter als wir Deutschen...
 

FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
12
VIE
Anders herum wird ein Schuh drauss: Warum sollte jeder Mieter die nur durch unverbesserliche Raser entstehenden zusätzlichen Aufwände im Zuge einer Mischkalkulation mitbezahlen?

du sprichst ein problem an, das aber weit über eine mischkalkulation hinaus geht. das gleiche erleiden leute die ffp´s und hotelprogramme gemäßigt nützen durch die hardcore maximierer oder der brave steuerzahler durch sozialschmarotzer. es ist eben im leben oft so dass man die zeche für andere bezahlt, ob man will oder nicht...
 

FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
12
VIE
Du hast echt Phantasie.

Obwohl - Ihr Österreicher seid im Abzocken auf der Strasse doch noch weiter als wir Deutschen...

wieso? was genau spricht dagegen, wenn mir das amt die strafdaten zusätzlich auch elektronisch übermittelt wenn beide seiten dadurch vorteile haben? man glaubt gar nicht wie kooperativ behörden sein können. aus persönlichen gründen hatte ich heuer oft mit diversen ämtern zu tun. ich war positivst überrascht wie unbürokratisch ich dort behandelt wurde.
 

Ralf1975

Erfahrenes Mitglied
12.05.2009
6.134
21
Wie schaut es eigentlich mit der Belastung von Sixt aus, wen man den Strafzettel erfolgreich vor Gericht abgewehrt hat.
Der Aufwand ist ja trotzdem entstanden, Zahl dann der Staat? Doch sicherlich nicht oder?
 
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NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
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Duisburg
wieso? was genau spricht dagegen, wenn mir das amt die strafdaten zusätzlich auch elektronisch übermittelt wenn beide seiten dadurch vorteile haben? man glaubt gar nicht wie kooperativ behörden sein können.

Dann haben Eure Polizisten auf der Strasse beim Schätzen das bessere Augenmass und zusätzlich die Behörden mehr Flexibilität beim Eintreiben der Forderung. Hier in Deutschland muss man sich als Deliquent immer noch dem Amt anpassen...
 

FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
12
VIE
Dann haben Eure Polizisten auf der Strasse beim Schätzen das bessere Augenmass und zusätzlich die Behörden mehr Flexibilität beim Eintreiben der Forderung. Hier in Deutschland muss man sich als Deliquent immer noch dem Amt anpassen...

ich denke deine eingeschränkte sicht liegt daran, dass du noch nicht erkannt hast, dass die mietwagenfirma im normalfall NICHT der "Dlinquent" ist... :rolleyes:
 

NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
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Duisburg
ich denke deine eingeschränkte sicht liegt daran, dass du noch nicht erkannt hast, dass die mietwagenfirma im normalfall NICHT der "Dlinquent" ist... :rolleyes:

Oha - ich kaufe ein "N" und gehe in Sack und Asche.

Falsch: Die eingeschränkte Sicht haben objektiv diejenigen, die zunächst die Vertragsbedingungen entsprechend unterschreiben und sich nach Vergehen einer Ordnungswidrigkeit hinterher (!) über genau diese Bedingungen beschweren.
Um also diesen wegelagerischen Bediungungen aus dem Weg zu gehen bleibt nur, sich ordnungsgemäss zu verhalten, die Vertragsbedingungen aufmerksam zu lesen oder erst gar kein Auto zu mieten.
 
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bonkers

Erfahrenes Mitglied
19.03.2011
1.649
860
Zur Automatisierung bei Sixt hatte ich vor einiger Zeit bereits den Bericht eines Softwareherstellers gefunden: Beschleunigung um 300 Prozent – Sixt fährt besser mit AnyDoc Software

Ein erfolgreiches Projekt vorausgesetzt besteht der Aufwand im Normalfall darin, den Brief zu öffnen und das Schreiben einzuscannen. Alles weitere kann und sollte ohnehin automatisiert laufen.

Interessanter Link. Dazu kommen noch die Kosten für den Brief an den Mieter (weil Sixt ja diese Rechnung nicht per Email senden kann/will - im Gegensatz zur Mietrechnung) und für die Verbuchung des Zahlungseinganges (da Sixt ja nicht das in den AGB eingeräumte Recht nutzt die Kreditkarte zu belasten).
 

TwetYx

Erfahrenes Mitglied
17.09.2012
629
0
HAM/HEL
...gekürzt...

Anders stellte sich dar, wenn die Arbeitstätigkeit jener Mitarbeiter sich früher auf andere Bereiche erstreckt hätte und sie nun zusätzlich Strafzettel bearbeiten müssten, womöglich noch durch Überstunden. Oder die Zahl der Strafzettel in schwindelerregende Höhen kletterte, so daß man gezwungen wird, zusätzliches Personal einzustellen. Dann müßte der Betriebsrat eingeschaltet werden. Den gibt es aber bekanntlich nicht bei SIXT, weil Erich und Regine dies seit Jahren erfolgreich zu verhindern wissen. Und da beide als verschwiegen gelten, bleibt mit großer Sicherheit Geheimnis, worin der angebliche Mehraufwand von € 18,50 bestehen soll.
:yes:

Plädierst DU etwa für Betriebsräte?:eek:

Grundsätzlich finde ich es in Ordnung von Sixt und anderen, dass der Verursacher den Schaden trägt, und nicht die Allgemeinheit der Kunden.
Ich frage mich allerdings, wie die damit schon so lange durchgekommen sind, gerade wenn ich dies z.B. mit Banken vergleiche.

Die haben ja immer mal wieder das Problem, dass Sie Ihren Kunden Leitungen in Rechnung stellen, die gerne von den Gerichten einkassiert werden, da Sie diese Leistungen nur in IHREM Interesse durchführen. ( Versand Kontoauszüge etc. ). Letztlich ist es hier doch auch so, es ist nunmal das Interesse von Sixt diese Leistung zu erbringen ( sonst müssten die das Ticket zahlen ). Auch verwundert mich, dass nicht vorgeschrieben wird ( analog Banken und z.B. Telekomunikationsfirmen ) das es dem Kunden möglich sein muss, Nachzuweisen, dass ein kleinerer Aufwand als 18,50 € entstanden ist, so wie es in den AGB des Telekomfirmen steht beim Thema Rücklastschriftgebühren.

Ob das politisch damit zusammenhängt, dass jeder, auch der Sozialschwache, ein Handy und ein Konto hat ( haben sollte/darf ) und Mietwagen eh nur von reichen Bonzen gemietet werden ?
 

bonkers

Erfahrenes Mitglied
19.03.2011
1.649
860
Grundsätzlich finde ich es in Ordnung von Sixt und anderen, dass der Verursacher den Schaden trägt, und nicht die Allgemeinheit der Kunden.
Ich frage mich allerdings, wie die damit schon so lange durchgekommen sind, gerade wenn ich dies z.B. mit Banken vergleiche.

Das der Verursacher die Kosten zu tragen hat, ist meines Erachtens unstrittig. Bis vor etwa einem Jahr oder anderthalb Jahren betrug die Gebühr 10 €, jetzt ist die Gebühr von Sixt immer höher als das Knöllchen.
 

jumper

Neues Mitglied
26.10.2010
2
0
Interessanter Link. Dazu kommen noch die Kosten für den Brief an den Mieter (weil Sixt ja diese Rechnung nicht per Email senden kann/will - im Gegensatz zur Mietrechnung) und für die Verbuchung des Zahlungseinganges (da Sixt ja nicht das in den AGB eingeräumte Recht nutzt die Kreditkarte zu belasten).

Das stimmt natürlich. Trotzdem denke ich, daß sich Sixt und die anderen Autovermieter diesen Service gut bezahlen lassen. Man muß es wohl so sehen, daß die Strafzettel ein prima Vorwand sind, um noch etwas zusätzlichen Umsatz zu generieren.
 

FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
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VIE
Oha - ich kaufe ein "N" und gehe in Sack und Asche.

Falsch: Die eingeschränkte Sicht haben objektiv diejenigen, die zunächst die Vertragsbedingungen entsprechend unterschreiben und sich nach Vergehen einer Ordnungswidrigkeit hinterher (!) über genau diese Bedingungen beschweren.
Um also diesen wegelagerischen Bediungungen aus dem Weg zu gehen bleibt nur, sich ordnungsgemäss zu verhalten, die Vertragsbedingungen aufmerksam zu lesen oder erst gar kein Auto zu mieten.
welche verwirrungstaktik wird das nun??? es ging in unserem zwigespräch um die möglichkeit der automatisiersten strafweitergabe. mich interessiert doch das ganze blabla rundherum genau null... :rolleyes: also wenn du über t&c´s und wegelagerer diskutieren willst gerne, aber nicht mit mir :)
 

NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
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Duisburg
es ging in unserem zwigespräch um die möglichkeit der automatisiersten strafweitergabe.

Die gibt es entgegen Deiner Behauptung in Deutschland nicht. Von daher ist Deine Spekulation verbunden mit Deinem persönlichen Vorwurf der "eingeschränkten Sicht" obsolet.
Und als letztes kaufe Dir jetzt noch ein "E" und ein paar Klein- und Großbuchstaben - nachdem Dir ja bei mir Rechtschreibung so wichtig war, dass Du mich sogar im Zitat verbessert hast.
 
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FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
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VIE
Die gibt es entgegen Deiner Behauptung in Deutschland nicht. Von daher ist Deine Spekulation verbunden mit Deinem persönlichen Vorwurf der "eingeschränkten Sicht" obsolet.
Und als letztes kaufe Dir jetzt noch ein "E" und ein paar Klein- und Großbuchstaben - nachdem Dir ja bei mir Rechtschreibung so wichtig war, dass Du mich sogar im Zitat verbessert hast.
es stört mich auch nicht wenn du mich verbesserst, du solltest jedoch wenn du einen offensichtlichen topfen verzapfst, es nach erkennen des selbigen zumindest einsehen...

eigentlich nicht so schwer die antwort sogar innerhalb dieses threads zu finden und nicht weiter irgendwelche bauchgefühle zu verbreiten:
http://www.vielfliegertreff.de/miet...ung-sixt-wegen-strafzettel-4.html#post1183357
 

NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
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Duisburg
es stört mich auch nicht wenn du mich verbesserst, du solltest jedoch wenn du einen offensichtlichen topfen verzapfst, es nach erkennen des selbigen zumindest einsehen...

:blah:

ich gehe fast davon aus, dass alle mietwagenfirmen mit den behörden vereinbarungen haben wie die relevanten daten übermittelt werden

Darauf hatte ich Bezug genommen. Genau solche Vereinbarungen gibt es eben nicht.
 
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FREDatNET

Erfahrenes Mitglied
11.07.2010
8.301
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mglast

Erfahrenes Mitglied
27.01.2013
1.895
5
Wie schaut es eigentlich mit der Belastung von Sixt aus, wen man den Strafzettel erfolgreich vor Gericht abgewehrt hat.
Der Aufwand ist ja trotzdem entstanden, Zahl dann der Staat? Doch sicherlich nicht oder?


Das würde mich jetzt auch mal interessieren.
Bei Europcar vor ca. 20 Jahren hatt europcar mir das Geld zurück überwiesen. Woebei ich war damals ein sehr guter Kunde.