Schlüssig ist das nicht, denn Strafzettel sind ja keine Erfindung der Neuzeit oder eine externe Belastung, die vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit nicht bekannt waren - im Gegenteil, SIXT vermietet seit 100 Jahren Fahrzeuge und weiß, wie wohl kaum ein Mitwettbewerber eine Mischkalkulation zu gestalten, die stetigen Profit abwirft. Nach knapp 100 Mio € Gewinn in 2011 waren es im Krisenjahr 2012 immerhin noch 79 Mio, in 2013 dürfte es wohl wieder mehr sein.
Ergo geht es Erich, Regine und dem Firmenjet auch weiterhin ganz wunderbar, trotzdem ein Teil ihrer Mitarbeiter entgeltlich damit beschäftigt ist, herauszufinden, wer wann wo zu schnell gefahren oder falsch geparkt hat. Sie tun also nichts weiter, als ihren Arbeitsvertrag zu erfüllen und werden von uns, den Kunden, dafür bezahlt.
Anders stellte sich dar, wenn die Arbeitstätigkeit jener Mitarbeiter sich früher auf andere Bereiche erstreckt hätte und sie nun zusätzlich Strafzettel bearbeiten müssten, womöglich noch durch Überstunden. Oder die Zahl der Strafzettel in schwindelerregende Höhen kletterte, so daß man gezwungen wird, zusätzliches Personal einzustellen. Dann müßte der Betriebsrat eingeschaltet werden. Den gibt es aber bekanntlich nicht bei SIXT, weil Erich und Regine dies seit Jahren erfolgreich zu verhindern wissen. Und da beide als verschwiegen gelten, bleibt mit großer Sicherheit Geheimnis, worin der angebliche Mehraufwand von € 18,50 bestehen soll.
Und erinnert an den netten Versuch, für Winterräder extra abzukassieren.