Nelson Mandela Verstorben

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feb

Guest
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@TomBerlin: Meinst Du nicht, dass dieser Thread der falsche "Spielplatz" für Deine Beschimpfungen und Unterstellungen ist?

Hmmm.

Ich halte den VFT und speziell auch diesen Thread nicht für ein Kondolenzbuch, in dem alles andere als Kondolenz in der Tat deplaziert wäre.

Weiter halte ich es für zulässig und geboten, denjenigen, die jahrzehntelang die Inhaftierung des "schwarzen Terroristen" gebilligt oder gar unterstützt haben, den Spiegel vorzuhalten.

Und noch etwas: TomBerlin nimmt allgemein kein Blatt vor den Mund, gewiß nicht, aber "Beschimpfungen oder Unterstellungen" aus seiner Tastatur finde ich jetzt hier in diesem Thread nicht. In welchem Post fandest du denn seine "Beschimpfungen oder Unterstellungen"? Wurde vielleicht durchgewischt? - dann wäre es klar, weshalb ich hier vergeblich suche.

Dagegen geht die mittlerweile vielfache Userbeschimpfung (aktuell 5x "Pfui") von anderer Seite aus - oder wie siehst du dies?
 

umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
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56
Berlin
www.kanzlei-woicke.de
Ich tue mich mit einer abschließenden Bewertung seines Lebenswerks schwer (womöglich einfach aus Unkenntnis). Selbstverständlich ist er ein unglaublicher Sympath. Natürlich steht er für die "richtige Seite". Und klar: Seine Biographie ist einfach nur beeindruckend, vergleichbar vielleicht einzig mit der von Gandhi.

Schwierigkeiten habe ich hingegen damit, dass er sich zum Präsidenten eines Landes wählen ließ, das die Apartheid zwar aus dem Gesetz gestrichen hat, sie aber faktisch weiter lebt. Vorbildlich finde ich hingegen den völligen Verzicht auf "Rache", für den Südafrika steht. Davon könnten wir uns eine Scheibe abschneiden.
 
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feb

Guest
Ich tue mich mit einer abschließenden Bewertung seines Lebenswerks schwer (womöglich einfach aus Unkenntnis). Selbstverständlich ist er ein unglaublicher Sympath. Natürlich steht er für die "richtige Seite". Und klar: Seine Biographie ist einfach nur beeindruckend, vergleichbar vielleicht einzig mit der von Gandhi.

Schwierigkeiten habe ich hingegen damit, dass er sich zum Präsidenten eines Landes wählen ließ, das die Apartheid zwar aus dem Gesetz gestrichen hat, sie aber faktisch weiter lebt. Vorbildlich finde ich hingegen den völligen Verzicht auf "Rache", für den Südafrika steht. Davon könnten wir uns eine Scheibe abschneiden.

Für diesen kurzen, aber sehr treffenden Post hiermit noch ein zweites Danke!
 

crossfire

Erfahrenes Mitglied
15.04.2012
2.182
1.200
......vielfache Userbeschimpfung (aktuell 5x "Pfui") ......

Contenance, Juser Feb- ich meine mich zu erinnern, dass die Juristerei Dein Broterwerb ist, da solltest Du schon besser wissen, das das Wort " Pfui" keine Beschimpfung, sondern eher einen Ausdruck moralischer Entrüstung darstellt.
 
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NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
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Contenance, Juser Feb- ich meine mich zu erinnern, dass die Juristerei Dein Broterwerb ist, da solltest Du schon besser wissen, das das Wort " Pfui" keine Beschimpfung, sondern eher einen Ausdruck moralischer Entrüstung darstellt.

OT on

Manch "Juser" verdreht es sich grundsätzlich so, wie er es braucht. Braucht man nicht.


OT off
 
Zuletzt bearbeitet:
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feb

Guest
Contenance, Juser Feb- ich meine mich zu erinnern, dass die Juristerei Dein Broterwerb ist, da solltest Du schon besser wissen, das das Wort " Pfui" keine Beschimpfung, sondern eher einen Ausdruck moralischer Entrüstung darstellt.

Auch hier: Hmmm.

Laut pfui – Wiktionary hat der Begriff folgende Inhalte:

Ausruf des Ekels, der Abscheu, der Verachtung, der Empörung, der Missbilligung, des Missfallens und des Hohns

Da finde ich schon recht viele auf die Persönlichkeit gerichtete Bezeichnungen. Nur der Begriffsinhalt "Empörung" hat eine ferne Ähnlichlichkeit mit der von dir erwähnten "moralischen Entrüstung". Na ja.

BTW und unter Wahrung aller Contenance: Das Wort "Pfui" kenne ich nun wirklich nicht aus dem juristischen Sprachgebrauch. Ich kenne diesen Begriff aus der Verwendung (nicht durch mich!) gegen über kleinen Bengeln ("Pfui, hier am Tisch wird nicht in der Nase gebohrt") oder gegenüber Hunden, die gerade an der falschen Stelle sich Erleicherung verschaffen.

Was mir völlig fremd ist: Die Verwendung des Begriffes "Pfui" gegenüber Erwachsenen. Hier halte ich es für einen Angriff auf die Person.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
Und klar: Seine Biographie ist einfach nur beeindruckend, vergleichbar vielleicht einzig mit der von Gandhi. .

Hmm, Gandhi nun gerade nicht. Immerhin hat Mandela zum bewaffneten Kampf aufgerufen und diesen auch angeführt, das unterscheidet ihn doch diametral von Gandhi.

Positiv zu vermerken ist allerdings, daß er sich in späteren Jahren doch offensichtlich gewandelt hat und eine wesentliche (positive) Rolle bei der Vergangenheitsbewältigung gespielt hat.
 

Maluku_Flyer

Erfahrenes Mitglied
01.10.2010
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MUC
In der Rückschau kann man den ANC natürlich ganz toll finden, aber in der Zeit, über die der SZ-Artikel spricht, stellten sich ein paar Dinge doch etwas zwiespältiger dar.

Mandelas eigentliche Leistung liegt ja auch darin, daß z.B. die Truth and Reconciliation Commission ins Leben gerufen wurde, die beide Seiten untersuchte. Das wäre gleich mal ganz anders gelaufen, wenn beispielsweise Winnie Mandela Präsidentin geworden wäre.
 

Maluku_Flyer

Erfahrenes Mitglied
01.10.2010
2.053
1
MUC
Schwierigkeiten habe ich hingegen damit, dass er sich zum Präsidenten eines Landes wählen ließ, das die Apartheid zwar aus dem Gesetz gestrichen hat, sie aber faktisch weiter lebt. Vorbildlich finde ich hingegen den völligen Verzicht auf "Rache", für den Südafrika steht. Davon könnten wir uns eine Scheibe abschneiden.

Auch wenns hierfür "Dankes" gab, ist das Unsinn. Ich kenne das Südafrika der Apartheid aus persönlicher Erfahrung.

Es gibt definitiv keine Strände, Parkbänke, Busse, Hotels, Restaurants, etc., etc. mehr, die per Gesetz nach der Hautfarbe getrennt sind. Homelands wie KwaZulu oder Bop sind auch Geschichte.

Daß die Einkommensunterschiede zwischen Ober- und Unterklasse nicht geringer geworden sind, ist eine ganz andere Geschichte. Hat aber mit der Apartheid erst mal nichts zu tun. In den USA sind die Einkommensunterschiede seit dem Civil Rights Act auch gewachsen. Und bei uns in Europa auch.

Was ja im Übrigen im VFT generell eher begrüßt wird. ;)
 

umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
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www.kanzlei-woicke.de
Weiß ja nicht, ob "Unsinn" die zutreffende Wertung ist, zumal du ziemlich genau das beschreibst, was ich angedeutet habe. Dass es keine Trennung von Gesetzes wegen mehr gibt, hatte ich doch ausdrücklich geschrieben. Insofern ist die Apartheid Geschichte. Ich denke auch, dass die Zivilgesellschaft der USA "durchraster" (Begriff ist wertungsfrei gemeint!) und durchlässiger als die südafrikanische ist, wenn ich an gesellschaftliche Teilhabe, Mischehen etc. denke.

Man hätte ja auf die Idee kommen können, das Ende der Apartheid z.B. dadurch zu besiegeln, dass man "den Weißen" mindestens ein Teil ihres Wohlstandes nimmt, um die gesellschaftlichen Verhältnisse anzugleichen. Mann hätte Menschen, die aktiv die Apartheid unterstützt oder von ihr wirtschaftlich und sozial profitiert haben, dafür bestrafen können, denn Apartheid dürfte ja wohl gegen universelle Menschenrechte verstoßen, oder?

Ist so alles nicht passiert. Und einer Bewertung möchte ich mich ausdrücklich enthalten. Mein einziger Kritikpunkt war, dass mit der Wahl Mandelas zum Präsidenten seines Landes in den Augen Vieler die Apartheid für überwunden galt. Du scheinst mir hier ein gutes Beispiel für meine These zu sein.
 

Weltenbummler42

Erfahrenes Mitglied
08.06.2010
3.740
1.131
noch TXL
Gestern morgen bei der Trauerfeier in Qunu im Festzelt unte den geladenen Gästen gesehen: Richard Branson, Prince Charles und Talkshow-Queen Oprah Winfrey.

Auch wenn es 1h Zeitverschiebung gibt - Einlaß(ab 06:30) und Beginn (08:00 Ortszeit) war sehr früh.....

Weltenbumnmler
 

Robina McA

Gesperrt
27.12.2011
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Ich meine es schon ganz ernst. Mein Held ist er nicht. Warum auch? In Afrika dürfte auch niemand den Tod von Willy Brand beweint haben.