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Volkswagen und Audi gehören zu den beiden Gesellschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten mit am Besten entwickelt haben: Audi konnte sich ab 1980 sukzessive zum Premium-Hersteller hocharbeiten und Volkswagen (als Konzern) kämpft mit Toyota um die No. 1 Führungsposition weltweit. Wer hat maßgelbich bei beiden Gesellschaften dazu beigetragen: Ferdinand Piech, seines Zeichens auch Ingenieur. Er hat beispielsweise Ender der 60er den legendären Porsche 917 konstruiert - und vieles mehr. Das zeigt, dass ein CEO mit Top-Know How durchaus sehr wertvoll sein kann. Im konkreten Fall hat er beide Unternehmen an die Weltspitze geführt.
Bei der LH muss der CEO sicherlich keine Flugeuge fliegen können (Spohr kann es), aber ein fundiertes Know-How über Flugzeuge (das sind Milliarden-Entscheidungen bei Investitionen), Marketing-Kenntnisse (Stichwart 5-Star-Airline, will ich das, wie komme ich da hin), Kenntniss des Marktes und des Wettbewerbs und gesunder Menschenverstand (Rutsche bzw. C-Füßeln) helfen schon die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Das Thema mit dem Piech beim VW Konzern erfolgreich war indem er den Erfolg im Wesentlichen um das Produkt herum aufgebaut hat, aber trotzdem die Kosten nicht aus dem Auge verloren hat.
Am Anfang hat er erst mal ein ganzes Team von Opel abgeworben (Lopez und Co), weil die damals - mit zweifelhaftem Erfolg Kostenführer waren, sowie der gesamten Belegschaft die 28h Woche mit Lohnanpassung verordnet.
Ein typischer amerikanischer Konzern und heutzutage auch viele Europäische / Deutsche bauen ihr Geschäftsmodell erst mal aus einem Business Modell (Business Simulation) heraus auf. Je nachdem wie gut das Modell ist kann das erfolgreich sein, oder aber auch nicht.
Beim Produktgetriebenen Modell ersetzt das berühmte Bauchgefühl zu dem man ein Bezug zum Produkt und dem Markt haben muss manche Schwächen in der Business Simulation, wo man dann gerne haltlos umherirrt wenn sich die Modellrechnung sich nicht mehr in der Realität wiederspiegelt.
Dazu kommt je nach Investorstruktur kurzfristiges (1/4 jahr wie US investoren, oder langfristig wie z.B. Quandt, der Staat etc.) handeln um Prämien zu kassieren. Ein Piech brauchte da selber nichts, weil er selber mehr Kohle hat als er je an Prämien bekommen würde.
Bei GM haben aber keine Ingenieure die Firma in die Pleite geführt, sondern eine undursichtiges eigenes Kostenmodell, das Probleme lange nicht gezeigt hat. Da war das Businessmodell vollkommen falsch und ganz weit weg von der Realität. Das haben die Nachfolger von Wagoner und Co dann erledigt, wenn auch Branchenfremd. Hier war Branchenfremd besser als Branchenerfahren, weil es ja huptsächlich darum ging diese GM Spezielle Finanz und Entscheidungsstruktur zu ersetzen.
Wie wir wohl spüren und wissen ist der Franz ja eher den Business Modell geleiteten Managern zuzurechnen, während man dem Spohr in die Kategorie Produktgetrieben einordnen könnte. Abre auch der Spohr muss wie damals Piech hart an den Kosten drehen.
Die Sache mit dem Obermann halte ich für eine Ablenkung um kritische Anteilseignern zu zeigen, dass man alles versucht hat.
Sollte Spohr es aber nicht werden, dann wird er zeitnah gehen.
Gruß
Flyglobal
