Obermann neuer LH-CEO?

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flyglobal

Erfahrenes Mitglied
25.12.2009
5.624
527
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Volkswagen und Audi gehören zu den beiden Gesellschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten mit am Besten entwickelt haben: Audi konnte sich ab 1980 sukzessive zum Premium-Hersteller hocharbeiten und Volkswagen (als Konzern) kämpft mit Toyota um die No. 1 Führungsposition weltweit. Wer hat maßgelbich bei beiden Gesellschaften dazu beigetragen: Ferdinand Piech, seines Zeichens auch Ingenieur. Er hat beispielsweise Ender der 60er den legendären Porsche 917 konstruiert - und vieles mehr. Das zeigt, dass ein CEO mit Top-Know How durchaus sehr wertvoll sein kann. Im konkreten Fall hat er beide Unternehmen an die Weltspitze geführt.

Bei der LH muss der CEO sicherlich keine Flugeuge fliegen können (Spohr kann es), aber ein fundiertes Know-How über Flugzeuge (das sind Milliarden-Entscheidungen bei Investitionen), Marketing-Kenntnisse (Stichwart 5-Star-Airline, will ich das, wie komme ich da hin), Kenntniss des Marktes und des Wettbewerbs und gesunder Menschenverstand (Rutsche bzw. C-Füßeln) helfen schon die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das Thema mit dem Piech beim VW Konzern erfolgreich war indem er den Erfolg im Wesentlichen um das Produkt herum aufgebaut hat, aber trotzdem die Kosten nicht aus dem Auge verloren hat.
Am Anfang hat er erst mal ein ganzes Team von Opel abgeworben (Lopez und Co), weil die damals - mit zweifelhaftem Erfolg Kostenführer waren, sowie der gesamten Belegschaft die 28h Woche mit Lohnanpassung verordnet.

Ein typischer amerikanischer Konzern und heutzutage auch viele Europäische / Deutsche bauen ihr Geschäftsmodell erst mal aus einem Business Modell (Business Simulation) heraus auf. Je nachdem wie gut das Modell ist kann das erfolgreich sein, oder aber auch nicht.

Beim Produktgetriebenen Modell ersetzt das berühmte Bauchgefühl zu dem man ein Bezug zum Produkt und dem Markt haben muss manche Schwächen in der Business Simulation, wo man dann gerne haltlos umherirrt wenn sich die Modellrechnung sich nicht mehr in der Realität wiederspiegelt.
Dazu kommt je nach Investorstruktur kurzfristiges (1/4 jahr wie US investoren, oder langfristig wie z.B. Quandt, der Staat etc.) handeln um Prämien zu kassieren. Ein Piech brauchte da selber nichts, weil er selber mehr Kohle hat als er je an Prämien bekommen würde.

Bei GM haben aber keine Ingenieure die Firma in die Pleite geführt, sondern eine undursichtiges eigenes Kostenmodell, das Probleme lange nicht gezeigt hat. Da war das Businessmodell vollkommen falsch und ganz weit weg von der Realität. Das haben die Nachfolger von Wagoner und Co dann erledigt, wenn auch Branchenfremd. Hier war Branchenfremd besser als Branchenerfahren, weil es ja huptsächlich darum ging diese GM Spezielle Finanz und Entscheidungsstruktur zu ersetzen.

Wie wir wohl spüren und wissen ist der Franz ja eher den Business Modell geleiteten Managern zuzurechnen, während man dem Spohr in die Kategorie Produktgetrieben einordnen könnte. Abre auch der Spohr muss wie damals Piech hart an den Kosten drehen.

Die Sache mit dem Obermann halte ich für eine Ablenkung um kritische Anteilseignern zu zeigen, dass man alles versucht hat.
Sollte Spohr es aber nicht werden, dann wird er zeitnah gehen.

Gruß

Flyglobal
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.998
5.069
Gummersbach
Es wäre schon mal gut zu wissen wieso der Fall Obermann überhaupt an die Öffentlichkeit geraten ist und ob er überhaupt " stimmt " . Sollte der tatsächlich von zuständiger Seite angesprochen worden sein wäre der Caaarstäään im Prinzip schon totgeschossen und vielleicht war das ja der Sinn der Sache , bisher hat man ja noch nichts besonders Ermutigendes von entscheidender Stelle zu seinen Gunsten vernommen .
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.998
5.069
Gummersbach
o.k. ich habe verstanden, und die aktuellen 3x Danke für Deinen Beitrag zeigen, was VFT-Mehrheitsmeinung ist: Ein VFT´ler maximiert immer und in allen Lebenslagen, nicht nur beim Fliegen sondern auch im realen Leben.

Da meine Ausführungen stets von hervorragenden Gedankengängen nur so wimmeln ist es unmöglich festzustellen , welchem Gedankengang jeweils der Dank gelten soll . Weiterhin möchte ich darauf hinweisen , daß ich persönlich lediglich im Millionen-Oiro-Bereich maximiere ; ich trachte weder nach Sitzgelegenheiten am Notausgang noch nach Loungezugängen aller Art . Du kannst dich im Rahmen meines brillianten Reiseberichtes Fernost im übrigen davon überzeugen , daß ich noch nicht einmal kostenlose Tischdecken bei der thai in Anspruch nehme . 4,2 Millionen Oiro vom Flightmanager würde ich allerdings einsacken null problemo , auch wenn das jetzt wieder blöd klingt .
 

nycbased

Erfahrenes Mitglied
18.10.2013
1.088
4
Sollte hier etwas dran sein (was ich mir kaum vorstellen kann), und sollte tatsächlich dem Spohr ein ebenso "junger" VV von außen vor die Nase gesetzt werden, dann dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die LH erneut einen Mann Richtung Wüste verliert. Das würde Spohrs Ego niemals zulassen.
Ich warte auf Mai. Zu deinem Beitrag allerdings, WW schrieb das Spohr Haus in MUC baut und WW spekulierte, dass Spohr 2-3 Jahre warten koennte bis SCORE zu Ende ist und dann ohne von Score verbrannt zu sein als LH-Phoenix aus der Asche steigt und Wohlfuehlgefuehle verbreitet.
Ich zitiere nur den Artikel als Info zu deiner Feststellung.
 

747830

Erfahrenes Mitglied
24.02.2012
958
0
Ich warte auf Mai. Zu deinem Beitrag allerdings, WW schrieb das Spohr Haus in MUC baut und WW spekulierte, dass Spohr 2-3 Jahre warten koennte bis SCORE zu Ende ist und dann ohne von Score verbrannt zu sein als LH-Phoenix aus der Asche steigt und Wohlfuehlgefuehle verbreitet.
Ich zitiere nur den Artikel als Info zu deiner Feststellung.
Welcher vernünftige Mensch wartet rund zehn Jahre auf das Steuerhorn, um sich für die drei Jahre zurückzuziehen, während denen die Aufgaben gelöst werden, deren Bewältigung in die Reihe von Bethune und Weber hebt?

Hier wird Spohr zum Trottel erklärt.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.190
536
Also erstens gab es zu dem Zeitpunkt (heute ja leider nicht mehr) eine ähnlich hohe "Dividende" auch auf mein Festgeld bei der Sparkasse und das hat nicht an Wert verloren seitdem.

Und zweitens hat die Telekom keine "Dividende" gezahlt, sondern rechtlich und steuerlich eine "Rückzahlung aus dem Kapitalkonto" (§27 EStG); auf deutsch gesagt also aus der Substanz des Unternehmens.

Dem "Dividendenabschlag" ist es egal, ob er aus dem Gewinn oder aus dem Kapitalkonto kommt. ;):idea:
 

Rambuster

Guru
09.03.2009
19.561
336
Point Place, Wisconsin
Mal nicht so viel reininterpretieren... Erinner mich nicht etwas in Richtung Obermanns Manager-Qualitäten geäußert zu haben...
Weiß nur was ich vor ein paar Jahren für meine Aktien gezahlt habe, was zwischendurch auf meinem Konto ankam und für welchen Preis ich sie heute wieder verkaufen kann. Mehr hab ich nicht gesagt.... Aber diese faktoren reichen nun mal um von einem lohnenden Investment zu sprechen...

Hans Eichel hatte mir damals auch Telekom Aktien aus der dritten Tranche für €63,50 verkauft ...
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.190
536
Du willst uns also sagen: Rene Obermann ist zwar nur ein durchschnittlicher Manager, aber er weiss wie man Renditen für die Anleger erwirtschaftet=;

Ich bin zwar selbst kein Telekom-Kunde, aber nach meiner Beobachtung "von aussen" ist die Telekom unter Obermann deutlich besser geworden, was man von seinem Vorgänger nicht gerade sagen kann...
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.190
536
Der Herr Obermann hat es "geschafft", den Aktienkurs seines Unternehmens von seinem Amtsantritt in 2006 bis zur Ankündigung seines Rücktritts von ca. 13,75€ auf 8,75€ herunterzufahren.

Nach der Ankündigung seines Rücktritts stieg der Aktienkurs dann von ca. 8,75€ auf heute ca. 12,50€.

Diese Zahlen sprechen Bände und entsprechen auch meinem persönlichen Eindruck seiner "Qualitäten".

So ein Konzern ist träge wie ein Öltanker. So lange ist Obermann noch nicht weg, als daß man diesen Kursanstieg nicht noch ihm zurechnen könnte, zumal der Kursanstieg maßgeblich davon getrieben wurde, daß eine Lösung für T-Mobile USA gefunden wurde. Und diese Lösung wurde vom Team Obermann/Höttges eingefädelt.
 

nycbased

Erfahrenes Mitglied
18.10.2013
1.088
4
Welcher vernünftige Mensch wartet rund zehn Jahre auf das Steuerhorn, um sich für die drei Jahre zurückzuziehen, während denen die Aufgaben gelöst werden, deren Bewältigung in die Reihe von Bethune und Weber hebt?

Hier wird Spohr zum Trottel erklärt.

Da stimme ich dir zu. Deswegen schreibt das davor ja auch die WW.

So ein Konzern ist träge wie ein Öltanker. So lange ist Obermann noch nicht weg, als daß man diesen Kursanstieg nicht noch ihm zurechnen könnte, zumal der Kursanstieg maßgeblich davon getrieben wurde, daß eine Lösung für T-Mobile USA gefunden wurde. Und diese Lösung wurde vom Team Obermann/Höttges eingefädelt.

Und des Wachstums von T-Mobile USA.
 

peter42

Moderator
Teammitglied
09.03.2009
13.462
1.306
LH braucht jemand mit dem Blick von außen und nach außen. Die haben sich zulange um sich selbst gedreht. Ich würde es dem Rene zutrauen.

Haben sie beim Kamingespräch auch zugegen, dass das Management sehr LH fixiert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

flamboyant 1

Erfahrenes Mitglied
14.06.2009
958
0
Danke, besser kann man das nicht prägnant zusammenfassen.

Und wer in der heutigen Zeit mal eben EUR 4,7 Mio "mitnimmt" für einen Monat Arbeit ist auch nicht ganz auf Ballhöhe was Corporate Governance angeht. Alleine das wird ihm den weiteren Weg im normalen Corporate Germany versperren; das war bei anderen "short-term Absahnern" wie Karl-Gerhard Eick bei Arcandor und Utz Claassen bei Solar Millenium auch nicht anders. Sollte er wirklich ernsthaft bei LH im Gespräch sein sprcht das allein gegen LH.

Ich habe nichts gegen Boni, auch einen Signing Bonus finde ich manchmal o.k., aber Signing Bonus und change of Control Bonus fast gleichzeitig zu kassieren ist schon heftig. Früher gab es mal Anstand statt Gier.

Absolut, der Herr mag ja talentiert sein wie er will, aber ein wenig Anstand, Vernunft und Vorbildfunktion gehoert auch dazu und sollte der LH Aufsichtsrat ggf auch als Kriterium in der Suche zumindest in Betracht ziehen (auch den eigenen Mitarbeitern zuliebe). Sonst koennte ich noch Big T. (Middelhoff) vorschlagen...
 

flamboyant 1

Erfahrenes Mitglied
14.06.2009
958
0
Das Premiumprodukt wuerde unter Big T. verbessert, in der Tat :)

Und die Flotte wuerde verkauft und (teures) Flottenleasing eingefuehrt.
 

youser

Erfahrenes Mitglied
31.12.2011
448
0
Und Esch würde Flugzeugfonds auflegen, die LH für teures Geld Maschinen mit alter C abkauft, und für üppige Leasingraten zurückgibt.
 
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Reaktionen: Tirreg und Rambuster
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