danke für die Einblicke in deine geschundene Selle @DerSenator) sinnvoll ist oder nicht, überlasse ich gerne der Debatte hier.GrünInnen, Schnapsidee, Melonen-Sozialisten...
Niedrige Flugpreise sind ja meist kein Resultat aus Dumping, sondern aus niedrigeren Kosten und einem anderen Yield Management. Wenn ich mit nahe 100% Auslastung fliege statt mit 80%, kann ich halt die zusätzlichen Tickets auch knapp über Grenzkosten verkaufen.Ob die Maßnahme der österreichischen Bundesregierung (nicht: danke für die Einblicke in deine geschundene Selle @DerSenator) sinnvoll ist oder nicht, überlasse ich gerne der Debatte hier.
Was mich aber erstaunt: Das Dumping wird nach meinem Eindruck hier weit verbreitet als eine übliche, sinnvolle und segensreiche marktwirtschaftliche Maßnahme angesehen und jede hiergegen gerichtete Maßnahme eher als unerwünschter dirigistischer (gar diktatorischer?) Eingriff angesehen. Dabei ist das Dumping nach den Regeln der WTO seit glaublich mehr als 70 Jahren zweifelsfrei verboten.
Was lehrt man denn akuell so an der BWL/VWL- Lehrstühlen dieser Welt?
Weil die Airline es versteht, genug Zusatzeinnahmen zu generieren und nimmt so deutlich mehr Geld pro Fluggast ein, als der reine Ticketpreis.Warum würde die Airline denn sonst bei 38€ durchschnittlich so viel Gewinn machen?
... die zusätzlichen Tickets auch knapp über Grenzkosten verkaufen...
Weil es ja auch eine Mischkalkulation ist. Der eine 9€ Kunde fliegt für 9€ und der andere verpasst den Checkin zahlt 55€ und zahlt 15€ um neben seiner Frau zu sitzen. Vielleicht noch mit einer Strafe fürs Handgepäck.Und das ist der springende Punkt - 9€-Tickets dürften dem wenn überhaupt in den seltensten Fällen entsprechen.
Naja, Dumping findet normalerweise auf internationaler Ebene statt und wird in der Regel mit Zöllen bekämpft, das lässt sich kaum auf den europäischen Flugverkehr übertragen. Und ja, auch Wizz ist selbstverständlich als (EU-)inländisch anzusehen. Ich kenne die Lage in Österreich nicht, aber in Deutschland erlaubt das GWB, unter dem Einstandspreis zu verkaufen wenn es entweder zeitlich begrenzt ist (hier: Billige Tickets als Marketing) und/oder eine sachliche Rechtfertigung vorliegt (traditionell: Ware verdirbt, ist veraltet etc., hier: Yield Management um Plätze verkauft zu bekommen, die sonst leer bleiben). Es ist also definitiv nicht so, dass es keine Situationen gibt, wo es völlig zulässig ist, "zu billige" Tickets rauszuhauen.Was mich aber erstaunt: Das Dumping wird nach meinem Eindruck hier weit verbreitet als eine übliche, sinnvolle und segensreiche marktwirtschaftliche Maßnahme angesehen und jede hiergegen gerichtete Maßnahme eher als unerwünschter dirigistischer (gar diktatorischer?) Eingriff angesehen. Dabei ist das Dumping nach den Regeln der WTO seit glaublich mehr als 70 Jahren zweifelsfrei verboten.
Was lehrt man denn akuell so an der BWL/VWL- Lehrstühlen dieser Welt?
Ich weiß nicht, was ich verkehrt mache, aber mein Buchungsverhalten scheint nur sehr selten (STR-VIE) zu offensichtlich zu billigen Tickets zu führen.
STR-VIE-STR war vor Covid-19 manchmal schon für 10€ RT zu haben.
Allerdings nur unter der Woche (Di-Do) - am Wochenende sind die Preise bei Ryanair höher.