SFO oder LAX

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Ein Klavierspieler

Erfahrenes Mitglied
10.04.2015
665
254
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Ganz klar Frisco: die Stadt ist für eine Großstadt sehr entspannt. Auch der Verkehr (Straßenverkehr ist gemeint, nicht die o.g. P.-Industrie) ist im Vergleich zu LA richtig nett. In den USA habe ich meist sehr entspannte und rücksichtsvolle Autofahrer erlebt. Aber nicht so in LA. Da gab es jede Menge Drängler, Psychos und schlimmeres auf den Highways. Habe ich in einer derartigen Form noch nie in den USA erlebt. Die Stadt scheint mir irgendwie jede Menge Psychos hervorzubringen.


Bitte wo ist Frisco?? oder meintest du Fresno...
 
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Reverend_O

Erfahrenes Mitglied
15.07.2010
418
31
Hallo zusammen

Ich mache eine Rundreise, kann jedoch aus zeitlichen Gründen nur eine der beiden Städt ansehen, welche würdet ihr nehmen?

Sag doch einfach, was Du dir erwartest - wo deine Präferenzen liegen. Dann kann man dir gezielter helfen. Willst Du Party, Action und verrückte Typen? Oder eher einen ruhigen, entspannten Städtetrip?

Meine persönliche (!) Meinung:

Für mich war San Francisco immer meine Traumstadt - inzwischen finde ich aber, das dort nichts spannendes mehr passiert. Es ist quasi ein zeitgenössisches Museum - und wenn man dann mal alles gesehen hat (Alcatraz, Cable Car, Haight Ashbury usw.) wird es doch ziemlich fad. Einfach, weil durch die ganzen Google, Salesforce, Facebook und Apple Millionäre die Stadt ihre natürliche Quelle an Inspiration verloren hat: die Leute.

Los Angeles habe ich früher gehasst. Sonntag morgen, 6 Uhr, und man steht auf der 12-spurigen Interstate 5 im Stau. Wenn man als Tourist (oder überhaupt) in L.A. in Eile ist - ganz schlecht. Vor ein paar Jahren habe ich dann mal eine Woche in Venice gewohnt - und seitdem habe ich meinen Frieden mit der Stadt gemacht. L.A. ist einfach eine ganz andere Stadt als San Francisco (bzw. die meisten amerikanischen Metropolen). Die Region setzt sich aus über 70 Kleinstädten zusammen - die alle ihren ganz eigenen Charakter haben. Auf L.A. muss man sich einlassen - dann ist das eine furchtbar spannende, sich stets weiterentwickelnde Region, die spannende, erschreckende, amüsante und spektakuläre Facetten hat.

Und wer den Kompromiss aus beiden sucht, fährt gleich nach San Diego... ;)
 

TRacer70

Erfahrenes Mitglied
27.09.2012
779
1
FKB
My 2 cents

San Francisco
Pros:
- Sehenswerte Architektur, tolle Lage
- Viele Highlights konzentriert bzw. in Laufweite (kein Auto nötig oder sogar eher lästig)
- Tolle Restaurants
Cons:
- Sauteuer
- Im Sommer z.T. brechend voll
- Obdachlosenhauptstadt der USA (anders gesagt, wenn man die Bandbreite sozialer Unterschiede in einer Gesellschaft studieren will, ist man hier goldrichtig)

LA (muss man auf den Großraum beziehen sonst macht ein Besuch wenig Sinn)
Pros:
- Wetter
- Abwechslungsreich / Kombi Stadt-Baden-Natur möglich (mein Favorit: Cabrio mieten und Angel-Crest Highway)
- Nette Orte am Rand von LA (auch Long Beach hat sich inzwischen echt gemacht)

Cons:
- Auto ist ein Muss
- Weite Strecken mit z.T. viel Verkehr
- Manche "highlights" überbewertet (z.B. Hollywood)
 
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Swisstraveller

Erfahrenes Mitglied
24.05.2016
1.474
1.243
Nähe LSME
Danke für eure vielen Antworten. Die Meinungen sind sehr einseitig:) Ich bin total 3 Nächte dort und möchte hauptsächlich Sightseeing Machen.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
5.983
527
also wenn du 3 tage nach disneyland willst, geht nur LA:D
Im Ernst : WIe andere schon gesagt haben LA ist riesiges 100x80 km grosses drecksloch.
Fishermanswharf find ich auch nicht so toll, aber sonst ganz klar SF. Mal abgesehen davon, dass du SFO super zu fuss machen kannst und fast die ganze stadt so siehst.In LA geht das nicht.
Wenn ich mal in LAX lande versuche ich nur shcnell wegzukommen.. aber nur eine Meinung. Auf den punkt: LA ist das schlechte Amerika, SF das Gute.
 

Hwy93

Erfahrenes Mitglied
29.08.2011
4.451
1.445
also wenn du 3 tage nach disneyland willst, geht nur LA:D
Im Ernst : WIe andere schon gesagt haben LA ist riesiges 100x80 km grosses drecksloch.
Fishermanswharf find ich auch nicht so toll, aber sonst ganz klar SF. Mal abgesehen davon, dass du SFO super zu fuss machen kannst und fast die ganze stadt so siehst.In LA geht das nicht.
Wenn ich mal in LAX lande versuche ich nur shcnell wegzukommen.. aber nur eine Meinung. Auf den punkt: LA ist das schlechte Amerika, SF das Gute.
San Francisco ist für Anfänger, LA für Fortgeschrittene. San Francisco kann jeder; LA nicht.
Los Angeles ist Amerika, San Francisco die westlichste Stadt Europas :D
 

Mr. Tequilla

Erfahrenes Mitglied
03.04.2014
2.698
7
hahaha
Gott sei's gedankt, ich bin da hauptsächlich zum Arbeiten

man stelle sich nur vor, diesen Touristress auch noch an der Backe zu haben: "für welche Stadt entscheide ich mich jetzt ... hmmmmmmmm ..."

ja, Touri sein ist halt auch nicht leicht
:)
 
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Jarco_Ffm

Erfahrenes Mitglied
31.01.2013
272
67
HAM, FRA
TRacer70 hat es sehr gut beschrieben.

Ich erhöhe auf 4 cent : besuche beide Städte und verzichte auf die Rundreise ;-) Je nach Zeit: zwischen LA und SF gibt es auch mehr als genug für einen Urlaub zu sehen.
 
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Reverend_O

Erfahrenes Mitglied
15.07.2010
418
31
Danke für eure vielen Antworten. Die Meinungen sind sehr einseitig:) Ich bin total 3 Nächte dort und möchte hauptsächlich Sightseeing Machen.

Mich ärgern diese Pauschalurteile über Los Angeles. L.A. Bashing ist immer noch total angesagt, weil sich da offensichtlich die meisten Klischees über Kalifornien bestätigen lassen. Und das gleiche Klischee gilt auch für die ach so heile Welt in "The City".

L.A. hat einen riesigen, chaotischen Flughafen - stimmt. Das neue Tom Bradley Terminal ist aber wirklich sehr schön geworden und die Senator Lounge (darauf legen wir hier ja gesteigerten Wert) eine der besten in den USA.
L.A. kann man nur mit dem Auto machen und man steht nur im Stau - stimmt weitestgehend. Man kann aber auch ein paar Tage problemlos in Venice/Santa Monica verbringen und komplett auf den Mietwagen verzichten bzw. am Strand entlang spazieren und zurück per Uber fahren. Und allein am Abbot Kinney Blvd. könnte ich mindestens eine Woche lang jeden Abend woanders Essen. Ich kenne kaum eine Ecke in den USA, wo ich auf einem Quadratkilometer eine so vielseitige, spannende und für jeden Geldbeutel geeignete Küche vorfinde wie hier.
L.A. ist ein stinkender Moloch: Wenn ich die meiste Zeit im Auto verbringe, um die vermeintlichen Sehenswürdigkeiten wie den Hollywood Blvd abzuklappern, und dann hauptsächlich auf abgasverseuchten Interstates herumstehe, stimmt das sicherlich. L.A. hat aber auch einen der größten "Stadtparks" der USA (Griffith Park - fünf mal größer als der Central Park), in dem man problemlos einen ganzen Tag wandern kann.
L.A. hat kein Zentrum - stimmt. Dafür hat es überall spannende und vielseitige Ecken. Und die wenigsten kennen das "historische" Downtown mit dem Bradbury Building, der Central Library und v.a. dem Food Market - das ist immer noch sehr authentisch.

Und San Francisco: Die Zahl der Obdachlosen nimmt stetig zu. San Francisco hat nach New York die prozentual größte Anzahl an Obdachlosen. Und diese Obdachlosen sind größtenteils nicht "zugereist", sondern kommen aus San Francisco und Umgebung (über 70 Prozent haben als Bewohner dieser Stadt ihr Zuhause "verloren"). Was sagt uns das über die Stadt?
Haight Ashbury und Castro: Die Regenbogen-Straßenübergänge sind ja sehr witzig - aber inzwischen laufen hier mehr Leute mit einem Stadtplan in der Hand herum als Männer mit einem anderen Mann an der Hand. Und an jeder zweiten Ecke gibt es einen Starbucks, einen Walgreens oder eine CVS Pharmacy. Und Sexspielzeug im Schaufenster? Das war in den 90ern vielleicht noch spektakulär.
In Downtown San Francisco sind zu jeder Tages- und Nachtzeit vermutlich 95 % Touristen unterwegs. Warum? Kein Einheimischer stellt sich eine Stunde beim Cable Car an, um auf die andere Seite des Hügels zu kommen - dafür gibt es MUNI. Und die meisten Bewohner werden inzwischen sowieso morgens mit dem Bus in die Bay Area gekarrt, um ihren nonterritorialen Working Space bei einem der DotCom Unternehmen einzunehmen, wo sie im Zweifel eh alles vorfinden, was sie sonst mühsam am Abend besorgen müssten - Lebensmittel, Wäscherei, Cafés, ggf. sogar ein Bett, damit sie möglichst wenig ihrer Energie und Zeit "verschwenden".

Bitte nicht falsch verstehen: Ich lasse jedem seine Meinung, die in einigen Fällen sicher auch auf persönlichen Erfahrungen beruht - aber ich wünsche mir da einfach ein differenziertes Bild.

Trotzdem in einem Satz: San Francisco ist eine Stadt zum Besichtigen, Los Angeles eine Stadt zum Erleben.

Wenn Du nur drei Tage Zeit hast, das erste Mal an der Westküste bist und hauptsächlich Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest: Auf nach San Francisco. Es ist schon einfach cool, all die Dinge, die einem ständig in Filmen, auf Bildern und in Reiseberichten begegnen (Golden Gate Bridge, America Pyramide, Chinatown, Sausalito, usw.) einmal live und in Farbe zu sehen. Das ist - bei etwas Vorausplanung - einigermaßen stressfrei und entspannend. L.A. läuft dir sicher nicht davon...
 

Mr. Tequilla

Erfahrenes Mitglied
03.04.2014
2.698
7
übrigens kann man auch LA komplett mit Öffentlichen machen, zumindest die wichtigsten Hot-Spots, wenn man sich selber gut organisiert.
wenn sie die Metro Strecke nach Santa Monica noch fertighaben, allemal ...

zumindest stelle ich, wenn ich denn mal nach LA Zentrum gehe, mein Auto meist in Hollywood (am Hotel) ab und komme von da ab überall öffentlich hin, wohin ich will.

und warum es in SF immer mehr Obdachlose gibt, mag am selben Problem liegen, wie in vielen anderen Städten und Metropolen auch.
die Mieten sind für Viele zunehmend unbezahlbar oder ganz einfach irgendwann nicht mehr erwirtschaftbar ...
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
und warum es in SF immer mehr Obdachlose gibt, mag am selben Problem liegen, wie in vielen anderen Städten und Metropolen auch.
die Mieten sind für Viele zunehmend unbezahlbar oder ganz einfach irgendwann nicht mehr erwirtschaftbar ...

Das ist aber in SF ein Problem das deutlich größer ist als sonst wo. Die New Economy hat da halt einiges "angerichtet".......Schau dir nur an was sich im Mission District in den letzten zehn Jahren verändert hat.
 

DSkywalker

Erfahrenes Mitglied
06.11.2011
5.303
7
MUC
Das ist aber in SF ein Problem das deutlich größer ist als sonst wo. Die New Economy hat da halt einiges "angerichtet".......Schau dir nur an was sich im Mission District in den letzten zehn Jahren verändert hat.

...und es gibt da erschreckend viele Bettler mit "Dachschaden" bzw. Verhaltensauffälligkeiten. Es ist schon erschreckend wenn man sowas zum ersten Mal sieht.:(
 

thorfdbg

Erfahrenes Mitglied
14.10.2010
3.503
847
Komm mal nach Berlin, da sieht es leider auch nicht wirklich anders aus.

Berlin ist deutlich besser. Mit S.F. gar nicht zu vergleichen. Sicherlich ist S.F. etwas abgegriffen, aber ich finde sie dennoch angenehm. Und ja, man kann es dort wirklich über einen geraumen Zeitpunkt aushalten - was man über andere Städte in den USA nicht sagen kann.
 

thorfdbg

Erfahrenes Mitglied
14.10.2010
3.503
847
San Francisco ist für Anfänger, LA für Fortgeschrittene. San Francisco kann jeder; LA nicht.
Los Angeles ist Amerika, San Francisco die westlichste Stadt Europas :D

SFO ist in der Tat sehr europäisch. Aber wenn ich USA erleben will, würde ich nicht LA wählen. Ich würde mir Chicago ansehen, oder New York. Chicago ist sehenswert, LA ist wegsehenswert.

Natürlich, Laguna Beach ist wieder was ganz anderes, wie eben Orange County allgemein. Oder, wenn man da in der Gegend ist, San Diego - hat auch viel zu bieten.

LA - mir gruselt vor dieser Stadt.
 
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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Die "New Economy"??? Oder war es nicht doch eher "liberale" Politik und Drogenkonsum? Genau wie in Berlin!


Das ist da schon eher die "New Economy" Wenn "Jugendliche" Einstiegsgehälter im sechsstelligen Bereich bekommen und kein Problem damit kleinste Wohnungen für 5000USD++ an zu mieten ann hat ds wenig mit liberaler Politik oder Drogenkonsum zu tun. Wenn die sich dann noch so benehmen wie hier zu sehen
YouTube Video of Fight Over Soccer Field Sparks San Francisco Protest
Dann wird die Struktur eben durch die New Economy zerstört - wenn du meinst das die Hipster alle auf Drogen sind - dann mögen Drogen auch eine Rolle spielen.