Weis jemand hier wieso es bei den Sparda Banken nicht so recht läuft?
3,7 Millionen. So viele Kunden hatten die elf Sparda-Banken zuletzt noch. Nun will die Gruppe wieder zulegen und geht dafür neue Wege.
finanz-szene.de
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Das Problem der Spardabanken dürfte die ständige Verschlechterung der (Giro-)Konditionen und der Umstieg auf die Atruvia sein.
Ich war jahrzehntelang Mitglied und Girokunde der Sparda Nbg. Damals gab es 8,6% Dividende und das Giro mit der damaligen EC-Karte und Mastercard war natürlich kostenfrei. Dann wurden die Konditionen immer wieder verschlechtert und ich hatte vor ca. 13 Jahren das Giro gekündigt. Da auch die Dividende immer wieder bis auf 1% gesenkt wurde, hatte ich die Anteile vor ca. 5 Jahren auch gekündigt.
Jetzt hat die Sparda Nbg. im August und september ein gutes Giro-Angebot, das wir in der Familie genutzt haben:
Das Giro und die girocard sind kostenlos, wenn man 3 Buchungen pro Monat hat, es muss kein Gehaltseingang sein. Man muss Werbung per E-Mail und per Post zustimmen. Bisher kam nur eine Werbemail.
Zusätzlich gibt es für 1/2 Jahr 4% Zinsen p. a. aufs Giro bis 50k € Anlagebetrag. Das sind 1k €, die die Sparda erst mal verdienen muss. Zusätzlich bekommt man 100,-€ "Begrüßungsgeld" aufs neue Giro, vermutlich Ende 2026.
Würdet ihr das als Kundenwerbung mit der Brechstange bezeichnen? Wie lange braucht die Bank, um die Kosten wieder zu verdienen?
Die Sparda Nbg. ist neben dem relativ kleinen cashpool jetzt auch im Bankcard Netz der Genobanken. Damit hat man einige Möglichkeiten, gebührenfrei Geld abzuheben. Vermutlich wurden deshalb ein paar Automatenfilialen im Geschäftsgebiet, vor allem in Nbg. geschlossen. Hier habe ich eine Filiale, ca. 8 Km entfernt, mit Einzahlungsautomat für Geldscheine, der jedoch gelegentlich defekt ist.
Das kostenlose Giro gibt es immer noch, aber ohne Zins und ohne die 100 €.
Da mehrere Jahre nur 1,5% Dividende gezahlt wurde, habe ich keine Anteile mehr dort gekauft.
Geschäftsbericht 2025:
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 1,500 % 1.451.878,83
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 300.000,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 907.993,06
Insgesamt 2.659.871,8
Wenn diese Sparda ca. 2,7% Dividende gezahlt hätte, hätte sie fast den ganzen Gewinn dafür benötigt.
Deshalb gehe ich davon aus, dass bei einer ähnlichen Bilanz in den nächsten Jahren auch nur ca. 1,5% gezahlt werden können.
Kann man deshalb davon ausgehen, dass diese Sparda gar nicht so gut dasteht oder übersehe ich etwas?
Kennt sich jemand genauer damit aus und kann das einschätzen?