Streik(s) Sammelthread

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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
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IAH & HAM
Glaubst Du ernsthaft, die Streikkasse reicht für Monate?
Das isr irrelevant, aber was glaubst Du wie groß der öffentliche Druck auf LH nach einer Woche ist…. Mal ganz unabhängig von der Frage ob eine solche Aussperrung verhältnismäßig oder rechtlich zulässig waere.

Und wie wäre es mit kreativen Lösungen bei den Arbeitsplänen - die nicht unbedingt allen Betroffenen gefallen müssen?
Keine Ahnung was das bedeutet
 

taenkas

Erfahrenes Mitglied
26.08.2013
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2.336
Es gibt da ein interessantes Beispiel:

Der Vergleich hinkt aber, weil in den USA Beamte von Bundesbehörden de iure kein Streikrecht haben und sie es trotzdem gemacht haben - in der Hoffnung, dass sie am längeren Ast sitzen, was sie aber nicht taten.

Man müsste also in DE schon das Streikrecht ändern, wenn man alle streikenden Piloten rausschmeißen möchte.
 
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CarlD

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03.04.2022
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Der Vergleich hinkt aber, weil in den USA Beamte von Bundesbehörden de iure kein Streikrecht haben und sie es trotzdem gemacht haben - in der Hoffnung, dass sie am längeren Ast sitzen, was sie aber nicht taten.

Man müsste also in DE schon das Streikrecht ändern, wenn man alle streikenden Piloten rausschmeißen möchte.
In DE brachten die Fluglotsen gerade umgekehrt den guten Willy mit zur Strecke:

https://www.spiegel.de/politik/der-...uhaben-a-00972bb2-0002-0001-0000-000041972566
 
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menirules

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12.09.2018
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Man müsste also in DE schon das Streikrecht ändern, wenn man alle streikenden Piloten rausschmeißen möchte.
Wäre dringend überfällig. Generell gehören diese Tarifverträge abgeschafft. Verpflichtende Gehaltsbänder, die offengelegt werden müssen, das gibt es ja bereits.
Das ist für jeden fair, jeder sieht, was er verdienen kann und evtl. mal wird, jeder weiß worauf er sich einlässt und fertig.
Die Gewerkschaften wissen ja bereits von Anfang an dass sie mit ihren Forderungen auf Granit stoßen und in den Streik gehen werden. Für Ver.di ist das mittlerweile ein ganz normales Vorgehen bei Verhandlungen. Das hat den Sinn und Zweck der Streiks wie sie gedacht waren bereits lange verlassen.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.825
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IAH & HAM
Die Gewerkschaften wissen ja bereits von Anfang an dass sie mit ihren Forderungen auf Granit stoßen und in den Streik gehen werden.


Als jemand der in der Vergangenheit mehrfach für die Arbeitgeberseite in der Kommission gesessen hat und mit den Gewerkschaften verhandelt hat, kann ich Dir sagen, dass auch die Arbeitgeber wissen dass die Angebote auf Granit stossen werden. Tarifverhandlungen sind viel “Song and Dance” und ganz sicher nichts für Weicheier..... Und ich habe auch schon Mitarbeiter “ausgesperrt” (in den USA), Härte zeigen gehoert dazu.
 

menirules

Aktives Mitglied
12.09.2018
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Die Arbeitgeber gehen aber nicht mit einer "wir sperren euch eh aus" Einstellung in Verhandlungen.
Die Gewerkschaften gehen aber mit dem festern Vorhaben eines Streiks in die Verhandlungen.
Vermutlich wären manche sogar enttäuscht, würden die Forderungen direkt erfüllt werden.
 
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mbraun

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09.07.2011
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Die Arbeitgeber gehen aber nicht mit einer "wir sperren euch eh aus" Einstellung in Verhandlungen.
Die Gewerkschaften gehen aber mit dem festern Vorhaben eines Streiks in die Verhandlungen.
Vermutlich wären manche sogar enttäuscht, würden die Forderungen direkt erfüllt werden.
Mit welcher Einstellung die Partner in die Verhandlungen gehen, ist ja nun ihnen überlassen, und Teil der jeweiligen Verhandlungstaktik. Dass die LH dort auftritt wie sie es tut, kann auf jeden Fall nicht Grundlage für irgendwelche Streikrechteinschränkungen sein.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.825
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IAH & HAM
Vermutlich wären manche sogar enttäuscht, würden die Forderungen direkt erfüllt werden.
Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer wissen, das das ein ”no go” ist. Die Arbeitgeber wollen nicht den Eindruck erwecken dass das Geld locker sitzt (jeder Abschluss ist das gerade noch Machbare) und die Arbeitnehmervertreter wollen zeigen dass sie hart verhandelt haben. Auch die Arbeitgeber wissen, dass ein Teil des Preises den sie zahlen müssen ein oder 2 Warnstreiks sind. Das wird in die finanzielle Betrachtung einbezogen, und wenn es am Ende den Abschluss um 0.5% reduziert lohnt sich das auch für die Arbeitgeber. Show and Dance halt....
 

menirules

Aktives Mitglied
12.09.2018
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Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer wissen, das das ein ”no go” ist. Die Arbeitgeber wollen nicht den Eindruck erwecken dass das Geld locker sitzt (jeder Abschluss ist das gerade noch Machbare) und die Arbeitnehmervertreter wollen zeigen dass sie hart verhandelt haben. Auch die Arbeitgeber wissen, dass ein Teil des Preises den sie zahlen müssen ein oder 2 Warnstreiks sind. Das wird in die finanzielle Betrachtung einbezogen, und wenn es am Ende den Abschluss um 0.5% reduziert lohnt sich das auch für die Arbeitgeber. Show and Dance halt....
Wunderbar erklärt, warum das existierende Streikrecht totaler Unsinn ist und weg gehört.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.825
16.382
IAH & HAM
Wunderbar erklärt, warum das existierende Streikrecht totaler Unsinn ist und weg gehört.
Damit am Ende höhere Abschlüsse herauskommen?

Labor Relations, egal ob in Deutschland, den USA, Australien, Frankreich (wo das Streikrecht wirklich problematisch ist) oder Singapur sind halt nichts für Sesselpuper, sondern erfordert echte Expertise auf beiden Seiten. Und wenn das Ganze gut gemanaged wird, profitieren alle Seiten.
 
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menirules

Aktives Mitglied
12.09.2018
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Damit am Ende höhere Abschlüsse herauskommen?

Labor Relations, egal ob in Deutschland, den USA, Australien, Frankreich (wo das Streikrecht wirklich problematisch ist) oder Singapur sind halt nichts für Sesselpuper, sondern erfordert echte Expertise auf beiden Seiten. Und wenn das Ganze gut gemanaged wird, profitieren alle Seiten.
Was ist da gut gemanaged, wenn du sagst dass beide Seiten den Streik direkt mit einplanen?
Wäre es da nicht effizienter, der Arbeitgeber zündet das Geld einfach direkt an?
Hätte den selben Effekt, mit der Ausnahme, dass komplett unbeteiligte damit verschohnt werden würden. Oder ist das abzulehnen weil man dann keinen extra Urlaubstag bekommt als Mitglied der Gewerkschaft?
Leuten wird der Urlaub versaut, andere kommen nicht an den Arbeitsplatz etc. oder der Müll wird nicht abgeholt, man muss sich Urlaub nehmen weil die Kinderbetreuung ausfällt, das alles als berechnetes Mittel um sich auf einen Tarif zu einigen.

Kritische Infrastruktur zu bestreiken -und das aus purer Berechnung- ist meiner Meinung nach kriminell und sollte so leichtfertig einfach nicht rechtens sein.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
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IAH & HAM
Was ist da gut gemanaged, wenn du sagst dass beide Seiten den Streik direkt mit einplanen?
Wäre es da nicht effizienter, der Arbeitgeber zündet das Geld einfach direkt an?

Am Ende ist für den Arbeitgeber nur die Gesamtkosten des Abschlusses von Bedeutung, wobei “lineare” Erhöhungen langfristigen Einfluss haben (sie sind die Basis für künftige Lohnerhöhungen), Einmaleffekte wie eine "Einmalzahlung” oder halt auch ein Streiktag nicht. Vor den Verhandlungen werden Secenarios durchgespielt um zur kostenoptimalen Lösung zu kommen. Man merkt dass Du von dem Thema wenig verstehst.

Hätte den selben Effekt, mit der Ausnahme, dass komplett unbeteiligte damit verschohnt werden würden. Oder ist das abzulehnen weil man dann keinen extra Urlaubstag bekommt als Mitglied der Gewerkschaft?

Populistisches Gewäsch.

Leuten wird der Urlaub versaut, andere kommen nicht an den Arbeitsplatz etc. oder der Müll wird nicht abgeholt, man muss sich Urlaub nehmen weil die Kinderbetreuung ausfällt, das alles als berechnetes Mittel um sich auf einen Tarif zu einigen.

Das Leben ist halt kein Ponyhof, und manchmal schränken die Rechte eines Anderen Deine Rechte ein. Kein Grund zu heulen.

Kritische Infrastruktur zu bestreiken -und das aus purer Berechnung- ist meiner Meinung nach kriminell und sollte so leichtfertig einfach nicht rechtens sein.

Die Lufthansa ist keine kritische Infrastruktur.
 

menirules

Aktives Mitglied
12.09.2018
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Das Leben ist halt kein Ponyhof, und manchmal schränken die Rechte eines Anderen Deine Rechte ein. Kein Grund zu heulen.
Das ist genau die Arroganz, die auch Ver.di ausstrahlt. Nicht deren Problem, wenn die paar tausend Euro für den Urlaub futsch sind. Hauptsache den Tag im Bett geblieben.

Die Lufthansa ist keine kritische Infrastruktur.

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und neuen Richtlinien gehören dazu Energie, Wasser, Ernährung, Gesundheit, Transport & Verkehr, Finanz- & Versicherungswesen, Informationstechnik & Telekommunikation, Staat & Verwaltung, Medien & Kultur, Siedlungsabfallentsorgung, Weltraum, Chemie, Verarbeitendes Gewerbe und Post/Kurier.
 

mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
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Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und neuen Richtlinien gehören dazu Energie, Wasser, Ernährung, Gesundheit, Transport & Verkehr, Finanz- & Versicherungswesen, Informationstechnik & Telekommunikation, Staat & Verwaltung, Medien & Kultur, Siedlungsabfallentsorgung, Weltraum, Chemie, Verarbeitendes Gewerbe und Post/Kurier.
In der Regel geht man damit um, indem man Redudanzen schafft. Sinnvoll wäre also, möglichst unterschiedliche Fluggesellschaften breit in Deutschland anzusiedeln....
 

qube

Erfahrenes Mitglied
08.06.2012
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BER
Was ist da gut gemanaged, wenn du sagst dass beide Seiten den Streik direkt mit einplanen?
Wäre es da nicht effizienter, der Arbeitgeber zündet das Geld einfach direkt an?
Hätte den selben Effekt, mit der Ausnahme, dass komplett unbeteiligte damit verschohnt werden würden. Oder ist das abzulehnen weil man dann keinen extra Urlaubstag bekommt als Mitglied der Gewerkschaft?
Leuten wird der Urlaub versaut, andere kommen nicht an den Arbeitsplatz etc. oder der Müll wird nicht abgeholt, man muss sich Urlaub nehmen weil die Kinderbetreuung ausfällt, das alles als berechnetes Mittel um sich auf einen Tarif zu einigen.

Kritische Infrastruktur zu bestreiken -und das aus purer Berechnung- ist meiner Meinung nach kriminell und sollte so leichtfertig einfach nicht rechtens sein.
So ein Modell wäre wirklich cool, wenn irgendwie übertragbar auf Luftfahrt: https://www.wiwo.de/unternehmen/die...-ohne-streit-in-japan-geht-das-/29585420.html – alles läuft ganz normal nach Flugplan, aber die Airline verdient damit nichts.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.825
16.382
IAH & HAM
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300x250
Das ist genau die Arroganz, die auch Ver.di ausstrahlt. Nicht deren Problem, wenn die paar tausend Euro für den Urlaub futsch sind. Hauptsache den Tag im Bett geblieben.
Das kann natürlich passieren, wenn nan seine Anreise zu einer Kreuzfahrt zu knapp plant. In diesem Zusammenhang sollte man allerdings bedenken, dass an einem 12.Februar auch Schnee fallen kann, was zu Flugstreichungen führen könnte und man gut beraten ist etwas Flexibilität einzuplanen um sich vor dem Unwägbarkeiten des Lebens zu schützen Ansonsten faellt daa halt in die Kategorie “Pech gegabt

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und neuen Richtlinien gehören dazu Energie, Wasser, Ernährung, Gesundheit, Transport & Verkehr, Finanz- & Versicherungswesen, Informationstechnik & Telekommunikation, Staat & Verwaltung, Medien & Kultur, Siedlungsabfallentsorgung, Weltraum, Chemie, Verarbeitendes Gewerbe und Post/Kurier.
Aber halt nicht eine Airline an einem Tag…